Klaus Beckmann wurde am 11.08.1944 in Ennigloh (Krs. Herford) geboren. Der Jurist aus Ostwestfalen war FDP-Politiker im Ruhrgebiet, Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion und Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Für die FDP zog Beckmann am 04.11.1980 in den Deutschen Bundestag ein. Als Beruf führte die Bundestagsverwaltung Rechtsanwalt, Parl. Staatssekretär a. D., als Religion evangelisch und als Familienstand verheiratet, 3 Kinder. Sein Leben endete am 27.05.1994 in Essen.
Kurzprofil
- Geboren: 11. August 1944 in Ennigloh (Krs. Herford)
- Gestorben: 27. Mai 1994
- Beruf: Rechtsanwalt, Parl. Staatssekretär a. D.
- Partei: FDP
- Bundestag: 1980 bis 1994 (9. bis 12. Wahlperiode), über die Landesliste
- Ämter: Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion 1983 bis 1989, Parlamentarischer Staatssekretär 1989 bis 1992
- Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 3 Kinder
Jurist in der Energiewirtschaft
Beckmann wurde in Ennigloh geboren, das heute zu Bünde im Kreis Herford gehört. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Köln, wo er 1964 dem Corps Hansea beitrat, und legte 1970 und 1974 die juristischen Staatsexamen ab. Bis 1976 war er Referent bei der Binnenschifffahrts-Berufsgenossenschaft in Duisburg. 1977 ließ er sich als Rechtsanwalt in Essen nieder und trat in die Steag AG ein, ein Energieunternehmen des Ruhrgebiets. Er war verheiratet und Vater von drei Töchtern.
Liberaler im Ruhrgebiet
Der FDP gehörte Beckmann seit 1966 an. Von 1975 bis 1979 führte er die FDP-Fraktion im Essener Stadtrat, von 1980 bis 1992 den Bezirksverband Ruhr; er saß zudem im Landesvorstand Nordrhein-Westfalen und war ab 1988 ständiger Gast im Bundesvorstand. Bei der Wahl im Oktober 1980 kam er über die Landesliste in den Bundestag, als die FDP unter Hans-Dietrich Genscher auf 10,6 Prozent zulegte und die Koalition mit Helmut Schmidt fortsetzte. Zwei Jahre später erlebte er den Wechsel seiner Partei an die Seite Helmut Kohls, der zu zahlreichen Austritten führte.
Geschäftsführer und Staatssekretär
Von 1983 bis 1989 war Beckmann Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion und damit für die Organisation der Fraktionsarbeit und die Absprachen mit dem Koalitionspartner zuständig. Im Juli 1989 berief ihn Helmut Kohl zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister; wenige Monate später fiel die Mauer, und die Wirtschafts- und Währungsunion mit der DDR wurde zur zentralen Aufgabe des Hauses. Wegen einer schweren Erkrankung trat Beckmann im September 1992 zurück. Er blieb Abgeordneter und starb am 27.05.1994 in Essen. Ausgezeichnet wurde er unter anderem 1989 mit dem Verdienstkreuz erster Klasse.
Mandate im Überblick
Zwischen dem ersten Einzug im Alter von 36 Jahren und dem Ausscheiden mit 49 kam er in 4 Wahlperioden auf insgesamt rund 14 Jahre als Abgeordneter. Nach Wahlperioden aufgeschlüsselt:
- 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
- 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
- 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
- 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 27.05.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).