Diplomlandwirt aus dem Eichsfeld, Siedlerberater im Emsland, Direktor der Landwirtschaftsschule Duderstadt, Kreistagsmitglied und sechs Jahre Landtagsabgeordneter in Hannover: Karl A. Hackethal, geboren am 01.07.1901 in Reinholterode, vertrat von 1957 bis 1961 den Wahlkreis Northeim–Einbeck–Duderstadt für die CDU im Bundestag. Er starb am 10.12.1990 in Duderstadt.
Kurzprofil
- Geboren: 1. Juli 1901 in Reinholterode
- Gestorben: 10. Dezember 1990
- Beruf: Oberlandwirtschaftsrat
- Partei: CDU
- Bundestag: 1957 bis 1961 (3. Wahlperiode), stets direkt gewählt
- Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 5 Kinder
Göttingen und Bonn
Hackethal, römisch-katholisch, stammte aus dem Dorf Reinholterode im Eichsfeld und machte das Abitur am humanistischen Gymnasium in Heiligenstadt. 1920 begann er in Göttingen ein Studium der Landwirtschaft, das er in Bonn als Diplomlandwirt abschloss. In Göttingen trat er dem Wissenschaftlichen Katholischen Studentenverein Unitas bei. Danach arbeitete er mehrere Jahre praktisch in der Landwirtschaft und legte erst dann das Staatsexamen für das landwirtschaftliche Lehramt ab, das ihn für den Unterricht an Landwirtschaftsschulen qualifizierte.
Duderstadt
Ab 1927 war Hackethal Siedlerberater und Landwirtschaftslehrer, zuerst in Hannover, dann in Sögel im Emsland. 1933 wurde er Direktor der Landwirtschaftsschule und der Wirtschaftsberatungsstelle in Duderstadt, der Hauptstadt des Untereichsfelds. Die Schule bildete die Söhne und Töchter der Bauern der Region aus, die Beratungsstelle unterstützte die Höfe in Fragen der Betriebsführung.
NS-Zeit
1934 trat Hackethal der NS-Volkswohlfahrt bei, am 01.05.1934 auch dem NS-Kraftfahrkorps, aus dem er zum 01.09.1940 wegen Interessenlosigkeit ausgeschlossen wurde. Am 01.06.1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 01.05.1937 aufgenommen, mit der Mitgliedsnummer 4.785.214. Von 1943 bis 1945 war er Soldat im Zweiten Weltkrieg, damals schon über vierzig Jahre alt.
Landtag
1946 schloss sich Hackethal der CDU an, 1948 wurde er in den Kreistag gewählt. Vom 06.05.1951 bis zum 31.10.1957 saß er in der zweiten und dritten Wahlperiode im Niedersächsischen Landtag, in dem CDU und Deutsche Partei zeitweise eine gemeinsame Fraktion bildeten. Im Herbst 1957 wechselte er nach Bonn: Der dritte Bundestag trat am 15.10.1957 zusammen, sein Landtagsmandat endete gut zwei Wochen später am 31.10.1957.
Bonn
Bei der Bundestagswahl 1957, als die Union unter Konrad Adenauer die absolute Mehrheit gewann, eroberte Hackethal den Wahlkreis Northeim–Einbeck–Duderstadt. Er blieb eine Wahlperiode im Bundestag und schied 1961 aus; bei der folgenden Wahl gehörte er dem Parlament nicht mehr an. Er war verheiratet, Vater von fünf Kindern und starb im Dezember 1990 mit 89 Jahren in Duderstadt.
Stammdaten
Die Stammdaten nennen Hackethal Oberlandwirtschaftsrat, katholisch, verheiratet mit fünf Kindern. Sie verzeichnen das Direktmandat vom 15.10.1957 bis zum 15.10.1961, nennen den Wahlkreis aber nicht. Die NSDAP-Mitgliedschaft erwähnte der frühere Text dieser Seite nicht.
Mandate im Überblick
Hackethal gewann 1957 den Wahlkreis Northeim–Einbeck–Duderstadt direkt:
- 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).