Köpfe: Hans Löfflad

Kaufmann, Parteisekretär der WAV und jüngster Abgeordneter des ersten Bundestages: Hans Löfflad, geboren am 01.08.1922 in Bühl im Ries, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1953 an. Er starb am 25.10.1997 in Augsburg.

Kurzprofil

  • Geboren: 1. August 1922 in Bühl
  • Gestorben: 25. Oktober 1997
  • Beruf: Kaufmann, Angestellter
  • Partei: WAV
  • Bundestag: 1949 bis 1953 (1. Wahlperiode), über die Landesliste

WAV

Löfflad wurde im Ries geboren, machte eine Kaufmannslehre und war bis 1945 Soldat der Wehrmacht. Ende 1945 gründete er die Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung mit und wurde ihr Parteisekretär. Er war Kreisrat und lebte in Nördlingen; später arbeitete er als Kaufmann.

Jüngster

Bei seiner Wahl 1949 war Löfflad 27 Jahre alt und damit jüngster Abgeordneter des ersten Bundestages. Sein Schwiegervater Wilhelm Schmidt zog ebenfalls über die Liste der WAV ein. 1949 gehörte Löfflad der Bundesversammlung an. Auf der Landesliste der WAV, die 1949 27 Plätze umfasste, stand er auf Platz 9.

Wechsel

Am 6. Dezember 1951 verließ Löfflad mit den meisten Fraktionskollegen die WAV, aus Protest gegen die Wiederwahl von Alfred Loritz als Parteivorsitzendem, wie auch sein Schwiegervater, und ging laut Biografie zur Deutschen Partei; die Protokolldaten führen ihn bei WAV und Bayernpartei. Vom 13. Februar 1953 bis zum Ende der Wahlperiode war er stellvertretender Vorsitzender des Fürsorgeausschusses.

Reden

Die Protokolle zählen 16 Reden mit 4.777 Wörtern in 282 Sitzungen, jede in einer anderen Sitzung; Zwischenrufe verzeichnen sie nicht. Die erste am 27. September 1949 erklärte, die WAV wolle endlich Schluss mit der Debatte machen, damit die Regierung an die Arbeit gehen könne; dann bat er, als jüngster Abgeordneter etwas sagen zu dürfen. In der letzten am 2. Juli 1953 sagte er, man habe mit dem Antrag auf Umdruck 1041 von dieser Seite gerechnet.

Abstimmungen

An 89 von 133 namentlichen Abstimmungen nahm Löfflad teil, 34-mal mit Ja, 53-mal mit Nein, zweimal mit Enthaltung. Am 17. September 1952 stimmte er gegen das Gesetz über jugendgefährdende Schriften. Wegen des Fraktionswechsels und der unsicheren Daten der 1. Wahlperiode sind Abweichungszahlen nicht aussagekräftig. In den letzten Sitzungen stimmte er am 3. und 29. Juli 1953 für die Änderung des Ersten Wohnungsbaugesetzes. Am 9. Oktober 1952 lehnte der Bundestag die Genehmigung eines Strafverfahrens gegen ihn ab.

Danach

1953 kandidierte Löfflad im Wahlkreis 237 und auf Platz 4 der Landesliste der DP Bayern, ohne Erfolg; damit endete seine Zeit im Bundestag nach einer Wahlperiode. Die Stammdaten nennen ihn Kaufmann und Angestellten und machen zu Konfession und Familie keine Angaben.

Mandate im Überblick

Löfflad kam 1949 über Platz 9 der Landesliste der WAV Bayern in den Bundestag:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste Bayern, Fraktion Wirtschaftliche Aufbauvereinigung, Fraktion Deutsche Partei Bayern

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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