Köpfe: Dr. Wolfgang Götzer

Landshuter vom Hans-Carossa-Gymnasium, Rechtsanwalt mit einer Doktorarbeit über die Donau, JU-Funktionär, 27 Jahre CSU-Kreisvorsitzender, 36 Jahre Stadtrat, Justitiar der Unionsfraktion und Kläger gegen die Offenlegung von Nebeneinkünften: Wolfgang Götzer, geboren am 10.01.1955 in Landshut, saß von 1984 bis 1987 und von 1990 bis 2013 für die CSU im Bundestag.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Januar 1955 in Landshut
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Partei: CSU
  • Bundestag: 1984 bis 2013 (10, 12, 13, 14, 15, 16, 17. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Donau

Nach dem Abitur 1974 und dem Wehrdienst studierte Götzer ab 1975 Rechtswissenschaft in München. 1980 legte er das erste, 1983 das zweite Staatsexamen ab; seit 1984 ist er Rechtsanwalt in Landshut. 1986 wurde er in Würzburg mit einer Arbeit über den völkerrechtlichen Status der Donau zwischen Regensburg und Kelheim promoviert. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Junge Union

1969 trat Götzer der Jungen Union bei, 1970 der CSU. Von 1972 bis 1982 führte er die JU Landshut-Stadt, von 1975 bis 1983 war er stellvertretender Landesvorsitzender der JU Bayern, danach bis 1989 Bezirksvorsitzender in Niederbayern. Von 1982 bis 2009 war er Kreisvorsitzender der CSU Landshut-Stadt, seitdem ist er Ehrenvorsitzender. Dem Stadtrat gehörte er von 1978 bis 2014 an.

Nachrücker

Am 04.06.1984 rückte Götzer für Klaus Hartmann in den Bundestag nach und blieb bis 1987. 1990 kehrte er zurück, nun als direkt gewählter Abgeordneter für Landshut. 2009 holte er dort 50,5 Prozent der Erststimmen. Von November 2005 bis September 2013 war er Justitiar der Unionsfraktion.

Nebeneinkünfte

Götzer gehörte zu den neun Abgeordneten, die gegen die Pflicht zur Veröffentlichung von Nebeneinkünften nach der Novelle des Abgeordnetengesetzes von 2005 vor dem Bundesverfassungsgericht klagten und scheiterten. Beharrlich wandte er sich auch gegen die Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption.

Ehrungen

Zum Ende der 17. Wahlperiode schied Götzer 2013 aus dem Bundestag aus. In der folgenden Wahlperiode bis 2017 war er stellvertretendes Mitglied der G-10-Kommission, die Eingriffe in das Brief- und Fernmeldegeheimnis kontrolliert. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2003 den Bayerischen Verdienstorden.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Götzer Rechtsanwalt, katholisch, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Sie verzeichnen den Wahlkreis Landshut erst ab 1994; für 1990 fehlt der Name, für 1994 steht zusätzlich die bayerische Landesliste.

Mandate im Überblick

Götzer rückte 1984 über die bayerische Landesliste nach und gewann ab 1990 sechsmal den Wahlkreis Landshut direkt:

  • 10. Wahlperiode (04.06.1984 bis 18.02.1987): Landesliste Bayern, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Landshut, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Landshut, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Direktmandat im Wahlkreis Landshut, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Landshut, CDU/CSU-Fraktion
  • 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Direktmandat im Wahlkreis Landshut, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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