Köpfe: Dr. Sigrid Hoth

Tierärztin aus Anhalt, promoviert in Leipzig und bei der ersten gesamtdeutschen Wahl eine der zehn jüngsten Abgeordneten des Bundestages: Sigrid Hoth, geboren am 08.03.1961 in Zerbst, gehörte dem Parlament von 1990 bis 1994 für die FDP an. Sie zog über die Landesliste Sachsen-Anhalt ein.

Kurzprofil

  • Geboren: 8. März 1961 in Zerbst (Sachsen-Anhalt)
  • Beruf: Tierärztin
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1990 bis 1994 (12. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: unverheiratet, 1 Kind

Tierärztin

Hoth studierte Veterinärmedizin und wurde 1989 an der Universität Leipzig zum Doktor der Veterinärmedizin promoviert. Das war das Jahr der friedlichen Revolution in der DDR, die auch in Leipzig ihren Ausgang nahm. Nur ein Jahr nach der Promotion wechselte sie aus dem Beruf in die Bundespolitik.

Wahl 1990

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 02.12.1990 kandidierte Hoth auf der Landesliste der FDP in Sachsen-Anhalt und wurde gewählt. Ihr Mandat begann am 20.12.1990 mit der konstituierenden Sitzung der zwölften Wahlperiode, der ersten, in der Abgeordnete aus den neuen Ländern von Anfang an regulär gewählt im Bundestag saßen.

Eine der Jüngsten

Mit 29 Jahren gehörte Hoth zu Beginn der Wahlperiode zu den zehn jüngsten Mitgliedern des Bundestages. Das Datenhandbuch des Bundestages führt sie an zehnter Stelle dieser Liste, angeführt von Hans Martin Bury und Claudia Nolte, beide Jahrgang 1966. Aus ihrer Fraktion stand dort neben ihr nur Birgit Homburger. Auch Iris Gleicke, Christoph Matschie und Cornelia Yzer zählten zu dieser Gruppe.

Im Parlament

In der zwölften Wahlperiode gehörte Hoth der FDP-Fraktion an, die mit der Union die Regierung Kohl stützte. Die Plenarprotokolle verzeichnen 16 Reden von ihr, einen Zwischenruf und die Teilnahme an 108 namentlichen Abstimmungen. Für eine Abgeordnete in ihrer ersten Wahlperiode war das eine überschaubare, aber regelmäßige Präsenz am Rednerpult.

Nach 1994

Mit dem Ende der Wahlperiode am 10.11.1994 schied Hoth nach einer Legislaturperiode aus dem Bundestag aus; einer späteren Wahlperiode gehörte sie nicht mehr an. Über ihren weiteren Lebensweg geben die vorliegenden Quellen keine Auskunft. Sie wird dort weiterhin als Tierärztin und Politikerin der FDP geführt.

Einordnung

Hoth gehörte zu den Ostdeutschen, die nach dem Ende der DDR ohne langen Parteiweg direkt in den Bundestag kamen. Wie viele von ihnen blieb sie eine Wahlperiode lang Abgeordnete, in den Jahren, in denen Bundestag und Regierung noch in Bonn arbeiteten und über den Umzug nach Berlin entschieden.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hoth Tierärztin, ohne Angaben zur Religion, unverheiratet mit einem Kind, als Geburtsort Zerbst in Sachsen-Anhalt, und verzeichnen das Mandat vom 20.12.1990 bis zum 10.11.1994. Sie decken sich mit den übrigen Quellen.

Mandate im Überblick

Hoth zog 1990 über die Landesliste Sachsen-Anhalt der FDP in den Bundestag ein:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Sachsen-Anhalt, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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