Köpfe: Dr. Paul Hoffacker

Jurist aus Büderich, Geschäftsführer von Adveniat, Kolping-Vorsitzender, Direktor der Katholischen Akademie Die Wolfsburg und Sieger gegen Antje Huber in Essen: Paul Hoffacker, geboren am 24.11.1930 in Wesel-Büderich, saß von 1976 bis 1980 und von 1982 bis 1994 für die CDU im Bundestag. Er starb am 01.04.2023.

Kurzprofil

  • Geboren: 24. November 1930 in Wesel-Büderich
  • Gestorben: 1. April 2023
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1976 bis 1994 (8. bis 12. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 5 Kinder

Kirchlicher Dienst

Nach dem Abitur 1951 studierte Hoffacker neun Jahre lang Rechtswissenschaften, legte 1960 das zweite Staatsexamen ab und wurde 1961 zum Dr. iur. promoviert. Er war Referent für Recht und Finanzen im Bistum Essen und von 1963 bis 1965 Referent beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken in Bad Godesberg. Von 1965 bis 1977 führte er die Geschäfte der Aktion Adveniat in Essen. Nach einigen Jahren als Rechtsanwalt wurde er 1981 Direktor der Katholischen Akademie Die Wolfsburg in Mülheim.

Laienverbände

Von 1972 bis 1986 war Hoffacker ehrenamtlich Vorsitzender des Zentralverbands des Kolpingwerks, von 1972 bis 1993 Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Essen. 1958 war er der CDU beigetreten, bis 1999 gehörte er den Vorständen in Essen, im Ruhrgebiet und auf Landesebene an.

Bundestag

1976 kam Hoffacker über die Landesliste in den Bundestag, 1980 schied er aus. Am 21.12.1982 rückte er für den verstorbenen Egon Lampersbach nach. 1983 gewann er überraschend den Wahlkreis Essen III mit 46,2 Prozent gegen die frühere Gesundheitsministerin Antje Huber. 1987 und 1990 zog er wieder über die Liste ein.

Familienpolitik

Von April 1984 bis 1987 leitete Hoffacker den Ausschuss für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit, von 1987 bis 1990 die entsprechende Arbeitsgruppe der Unionsfraktion. Als Mitglied des Vermittlungsausschusses wirkte er daran mit, dass der Bundestag am 26.04.1994 das Pflegeversicherungsgesetz verabschiedete. 1994 schied er aus.

Ehrungen

Hoffacker erhielt 1981 das Verdienstkreuz am Bande, 1986 das Verdienstkreuz Erster Klasse und 1997 das Große Verdienstkreuz. Er starb im April 2023 mit 92 Jahren. Die Unitas Rhenania in Bonn hatte ihn schon 1980 zum Ehrenmitglied gemacht.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hoffacker Rechtsanwalt, katholisch, verheiratet mit fünf Kindern, und verzeichnen Mandate von 1976 bis 1980 und vom 21.12.1982 bis zum 10.11.1994. Seinen Tod am 01.04.2023 führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Hoffacker zog viermal über die nordrhein-westfälische Landesliste in den Bundestag ein, 1983 gewann er Essen III direkt:

  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (21.12.1982 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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