Köpfe: Dr. Ludwig Hamm (Kaiserslautern)

Kampfflieger im Krieg, Jurist mit einer Doktorarbeit über die Ewigkeitsklausel, Anwalt in Kaiserslautern, Bezirkschef der FDP in der Westpfalz, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und kurz Staatssekretär in Mainz: Ludwig Hamm, geboren am 06.12.1921 in Kaiserslautern, saß von 1961 bis 1966 für die FDP im Bundestag und wechselte später zur CDU. Er starb am 20.11.1999.

Kurzprofil

  • Geboren: 6. Dezember 1921 in Kaiserslautern
  • Gestorben: 20. November 1999
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1961 bis 1966 (4. bis 5. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 3 Kinder

Krieg

Hamm, ein gebürtiger Kaiserslauterer, machte das Abitur an einem humanistischen Gymnasium und wurde zur Luftwaffe eingezogen, wo er zum Kampfflieger ausgebildet wurde. Von 1940 bis 1945 war er Soldat, wurde auch bei der Organisation Todt eingesetzt und zuletzt Oberleutnant. Nach dem Krieg studierte er ab dem Wintersemester 1945 Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen und Mainz.

Artikel 79

Hamm legte beide Staatsexamen ab und wurde 1952 in Mainz mit einer Arbeit über die ausdrücklichen Schranken der Verfassungsänderung im Grundgesetz promoviert, also über die Ewigkeitsklausel des Artikels 79 Absatz 3. Von Juni 1952 bis 1987 führte er eine eigene Anwaltskanzlei in Kaiserslautern, mehr als drei Jahrzehnte lang.

Westpfalz

1953 trat Hamm der FDP bei und wurde Vorsitzender des Bezirksverbands Westpfalz. Ab 1956 saß er im Stadtrat von Kaiserslautern und führte dort die FDP-Fraktion. 1957 kandidierte er erstmals für den Bundestag, damals noch ohne Erfolg; vier Jahre später gelang ihm der Einzug. 1961 kam er auf Platz zwei der Landesliste ins Parlament, 1965 auf Platz eins.

Gesundheitsausschuss

In der vierten Wahlperiode leitete Hamm den Ausschuss für Gesundheitswesen. Am 12.05.1966, wenige Monate nach Beginn der fünften Wahlperiode, legte er sein Mandat nieder und wurde Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr. Nach der Landtagswahl vom 23.04.1967 und der Regierungsneubildung wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Wechsel zur CDU

1969 verließ Hamm die FDP, im Jahr, in dem die Partei unter Walter Scheel eine Koalition mit der SPD einging. Im November 1971 trat er der CDU bei. Seine Kanzlei in Kaiserslautern führte er noch bis 1987. Er starb im November 1999, zwei Wochen vor seinem 78. Geburtstag; den Sterbeort nennen die verfügbaren Quellen nicht.

Stammdaten

Die Stammdaten führen ihn als Ludwig Hamm (Kaiserslautern), Rechtsanwalt, evangelisch, verheiratet mit drei Kindern, nur unter der Partei FDP. Sie verzeichnen zwei Listenmandate vom 17.10.1961 bis zum 12.05.1966; den späteren Wechsel zur CDU zeigen sie nicht.

Mandate im Überblick

Hamm zog 1961 und 1965 über die Landesliste Rheinland-Pfalz der FDP in den Bundestag ein:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Rheinland-Pfalz, FDP-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 12.05.1966): Landesliste Rheinland-Pfalz, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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