Köpfe: Bernhard Balkenhol

In Elpe wurde Bernhard Balkenhol am 16.11.1914 geboren. Der frühere Bergmann und Lebensmittelhändler war CDU-Politiker im Sauerland, Bürgermeister von Elpe und vertrat Lippstadt und Brilon fünfzehn Jahre direkt im Bundestag. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Balkenhol am 15.10.1957, und zwar für die CDU. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Einzelhandelskaufmann, Religion katholisch, Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Balkenhol starb am 09.11.2004 in Elpe.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1914 in Elpe
  • Gestorben: 9. November 2004
  • Beruf: Bergmann, Einzelhandelskaufmann
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1957 bis 1972 (3. bis 6. Wahlperiode), stets direkt im Wahlkreis Lippstadt–Brilon
  • Kommunal: Bürgermeister von Elpe, Amtsbürgermeister im Amt Bigge 1952 bis 1969
  • Ehrung: Verdienstkreuz 1. Klasse 1972
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Vom Bergbau in den Laden

Balkenhol stammte aus Elpe im Sauerland, das heute zu Olsberg gehört. Er arbeitete zunächst im Bergbau als Schlepper, Lehrhauer und Bergmann. Von 1936 bis 1938 leistete er Wehrdienst, von 1939 bis 1945 war er Soldat und kehrte schwer kriegsbeschädigt zurück. Da er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte, übernahm er das Lebensmittelgeschäft seiner Eltern, deshalb führte ihn die Bundestagsverwaltung als Einzelhandelskaufmann.

Bürgermeister und Kreispolitiker

Von 1946 bis 1960 und von 1964 bis 1969 war Balkenhol Bürgermeister von Elpe, von 1952 bis 1969 zudem Amtsbürgermeister im Amt Bigge und Vorsitzender des Kreistages im Kreis Brilon. Im CDU-Kreisvorstand saß er seit den 1950er-Jahren, von 1969 bis 1975 als Kreisvorsitzender. Nach der Gebietsreform war er bis 1977 stellvertretender Kreisvorsitzender im neuen Hochsauerlandkreis, der 1975 aus den Kreisen Arnsberg, Brilon und Meschede gebildet worden war, und saß bis 1985 in dessen Kreistag, zeitweise als Fraktionsvorsitzender.

Abgeordneter für Lippstadt und Brilon

Bei der Bundestagswahl 1957 gewann Balkenhol den Wahlkreis Lippstadt–Brilon und verteidigte ihn dreimal, zuletzt 1969. Mit der vorgezogenen Neuwahl 1972 schied er aus dem Bundestag aus. Im selben Jahr erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik. Balkenhol starb 2004 eine Woche vor seinem 90. Geburtstag in seinem Heimatort Elpe.

Von Adenauer bis Barzel

Balkenhol kam 1957 direkt in den Bundestag und blieb bis zur vorzeitigen Auflösung 1972. Er erlebte die Union in allen Rollen dieser Jahre: als Partei mit absoluter Mehrheit, als Seniorpartner der FDP, in der Großen Koalition mit der SPD und ab 1969 in der Opposition. Am Anfang stand Konrad Adenauer an der Spitze, am Ende führte Rainer Barzel die Fraktion.

Mandate im Überblick

Mit 42 Jahren kam er erstmals ins Parlament, mit 57 schied er aus; insgesamt umfasste seine Abgeordnetenzeit rund 15 Jahre, verteilt auf 4 Wahlperioden. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet im Einzelnen:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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