Köpfe: Christa Reetz

Sprachschülerin aus Arnstadt, Dolmetscherin, Stenographin und Programmiererin bei Burda, Mutter von fünf Kindern, Gesicht des Widerstands gegen Wyhl und erste grüne Stadträtin in Offenburg: Christa Reetz, geboren am 16.11.1922 in Arnstadt, gehörte dem Bundestag von 1983 bis 1985 an. Sie starb am 21.06.2009 in Offenburg.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1922 in Arnstadt (Thüringen)
  • Gestorben: 21. Juni 2009
  • Beruf: Programmiererin, Rentnerin
  • Partei: GRÜNE
  • Bundestag: 1983 bis 1985 (10. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: geschieden, 5 Kinder

Burda

Reetz, geborene Eckstein, besuchte nach verfügbaren Angaben in Arnstadt eine Sprachenschule und machte das Abitur an einer Abendschule in Berlin. 1944 heiratete sie Werner Reetz und zog nach dem Krieg mit ihm nach Offenburg. Sie arbeitete als Dolmetscherin, Stenographin und Programmiererin, viele Jahre im Burda-Verlag, bis 1982. Die Stammdaten führen sie als Programmiererin und Rentnerin, geschieden, fünf Kinder.

Wyhl

Nach dem Krieg wandte sich Reetz gegen die Gründung der Bundeswehr und den Beitritt zur NATO. In den 1970er Jahren wurde sie als eine der Hauptakteurinnen gegen das Kernkraftwerk Wyhl bundesweit bekannt, das nie gebaut wurde. 1980 zog sie für die Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg als erste Grüne in den Gemeinderat ein.

Güney

Sie war 60 Jahre alt, als sie in den Bundestag kam. Ihr Mandat umfasste 130 Sitzungen; die Protokolle zählen 93 Reden mit 20.530 Wörtern, die meisten Fragen in Fragestunden. In der ersten Wortmeldung am 19. Mai 1983 fragte sie, wie sich die Unabhängigkeit der türkischen Gerichte mit der Begründung vertrage, man müsse den Regisseur Yilmaz Güney ausliefern.

Neckermann

Am selben Tag erzählte sie, sie habe nach Daten bei Neckermann plötzlich Werbung von Firmen bekommen, mit denen sie nie zu tun hatte. Im März 1985 fragte sie, warum man den Imkern nicht Zucker aus dem Zuckerberg der EG billiger abgebe, wo dessen Lagerung doch Kosten verursache. Die letzte Rede am 28. März 1985 galt dem Datenschutz und der Btx-Leitzentrale, die die Post Mitte 1984 in Ulm in Betrieb genommen hatte; der Datenschutzbeauftragte hielt die Verfahren für weder sicher noch datenschutzgerecht.

Rotation

Am 16. April 1985 schied Reetz nach dem Rotationsprinzip der Fraktion aus, für sie rückte Torsten Lange (GRÜNE) nach. Von 1985 bis 1995 saß sie im geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz und kümmerte sich nach verfügbaren Angaben um Giftmülldeponien und Müllverbrennung. Früh hatte sie Kontakt zu kirchlichen Umweltgruppen in der DDR.

Abstimmungen

An allen 35 namentlichen Abstimmungen nahm Reetz teil, 14-mal mit Ja, 17-mal mit Nein und viermal mit Enthaltung. Einmal wich sie von der Mehrheit ihrer Fraktion ab. Sie starb mit 86 Jahren an einem Hirnschlag und wurde auf dem Weingarten-Friedhof in Offenburg beigesetzt.

Mandate im Überblick

Reetz kam 1983 über die Landesliste der Grünen Baden-Württemberg in den Bundestag:

  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 16.04.1985): Landesliste Baden-Württemberg, Fraktion Die Grünen

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Friederike Mulert

Ärztin, Mitgründerin der LDP in Thüringen, nach der Flucht Berliner FDP-Politikerin und eine der Berliner Abgeordneten der ersten Wahlperiode: Friederike Mulert, geboren am 16.11.1896 als Friederike Arends in Danzig, gehörte dem Bundestag von 1952 bis 1953 an. Sie starb am 05.04.1991 in Bad Nauheim.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1896 in Danzig
  • Gestorben: 5. April 1991
  • Beruf: Ärztin
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1952 bis 1953 (1. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch

Medizin

Die Tochter eines Kapitäns legte 1919 das Abitur ab, studierte in Jena und Greifswald Medizin und bestand 1921 das Staatsexamen. Ein Jahr später wurde sie in Jena mit einer Arbeit über die altrömische Hydrotherapie nach Celsus promoviert. 1921 heiratete sie den Arzt Martin Mulert, der später ebenfalls dem Berliner Abgeordnetenhaus angehörte; sie hatten fünf Kinder und eine Pflegetochter.

Thüringen

Nach der Biografie arbeitete Mulert 25 Jahre als Ärztin in Langenberg in Thüringen und richtete dort eine Geburtshilfeklinik ein; das Handbuch nennt sie Ärztin in Jena. 1945 gründete sie den Thüringer Landesverband der LDP mit, 1947 saß sie für die Partei im Präsidium des Volkskongresses. 1948 trat sie aus und flüchtete mit der Familie nach West-Berlin.

Berlin

1951 trat Mulert der FDP bei und gehörte für einige Monate der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus an. Sie arbeitete bis 1960 als Ärztin, betreute evangelische Altersheime, war Mitgründerin des Ärztinnenbundes und laut Handbuch der Europa-Union. Die Stammdaten machen keine Angabe zum Familienstand.

Mandat

Mit der Erhöhung der Zahl der Berliner Abgeordneten wurde Mulert am 31. Januar 1952 vom Abgeordnetenhaus gewählt. Die Stammdaten datieren den Beginn des Mandats auf den 1. Februar, das Handbuch auf den 6. Februar 1952. Es endete mit der Wahlperiode im September 1953 und umfasste 93 Sitzungen.

Reden

Die Protokolle zählen 14 Reden mit 5.277 Wörtern. In der ersten am 14. Februar 1952, 87 Wörter lang, wollte sie nicht zur Frage der Spielbanken Stellung nehmen, wohl aber zur Parallele ihres Vorredners mit der Prostitution einen Hinweis geben, der ihr als Frau notwendig erscheine. In der letzten am 3. Juli 1953, 272 Wörter lang, übergab sie als Berichterstatterin mit Rücksicht auf die kurze Zeit ihren Bericht schriftlich dem Präsidenten und sprach nur wenige Worte zur bevorstehenden Abstimmung.

Abstimmungen

Berliner Abgeordnete hatten bis 1990 kein volles Stimmrecht im Bundestag, und die Abstimmungsdaten der 1. Wahlperiode gelten als unzuverlässig. Ihr Stimmverhalten wird daher hier nicht ausgewertet. Mulert hielt ihre Aufzeichnungen und Erinnerungen 1988 im vierten Band der Reihe Abgeordnete des Deutschen Bundestages fest. Sie lebte zuletzt in Berlin-Schlachtensee und starb mit 94 Jahren in Hessen, fast vier Jahrzehnte nach dem Ende ihres kurzen Mandats.

Mandate im Überblick

Mulert kam 1952 als Berliner Abgeordnete der FDP in den Bundestag:

  • 1. Wahlperiode (01.02.1952 bis 07.09.1953): Landesliste **, FDP-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Norbert Lammert

Kurzbiographie

Dr. Norbert Lammert wurde am 16.11.1948 in Bochum geboren. Am 04.11.1980 wurde Lammert Mitglied des deutschen Bundestages (MdB) für die CDU. Als Beruf vermerkt die Bundestagsverwaltung Präsident DBT a. D., Vizepräsident DBT a. D., Dipl.-Sozialwissenschaftler, als Religion katholisch und als Familienstand verheiratet, 4 Kinder.

Stand: 14. Januar 2020.

Mehr zu Norbert Lammert

 

Köpfe: Dr. Curt Hoffmann (Lübeck)

Volkswirt aus Pommern, über zwei Jahrzehnte Syndikus der Industrie- und Handelskammer Stettin, Vertriebener in Lübeck und FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag: Curt Hoffmann, geboren am 16.11.1897 in Greifenhagen an der Oder, rückte 1951 in den ersten Bundestag nach. Er starb am 29.11.1961 in Lübeck.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1897 in Greifenhagen (Pommern)
  • Gestorben: 29. November 1961
  • Beruf: Handelskammersyndikus a. D.
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1951 bis 1953 (1. Wahlperiode), über die Landesliste

Stettin

Hoffmann studierte nach dem Abitur Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften in Greifswald und wurde dort mit einer Arbeit über den Stettiner Getreidehandel promoviert. Von 1922 bis 1945 war er Syndikus und Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Stettin, seit 1932 zudem Geschäftsführer der Spediteurvereinigung.

NS-Zeit

Am 04.11.1937 beantragte Hoffmann die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 01.05.1937 aufgenommen, mit der Mitgliedsnummer 5.904.875. Die Historiker Danker und Lehmann-Himmel ordnen ihn in ihrer Studie zu den schleswig-holsteinischen Nachkriegsabgeordneten als höheren Verbandsfunktionär der Gruppe systemtragend-karrieristisch zu.

Neubeginn in Lübeck

1945 ließ sich Hoffmann als Heimatvertriebener in Lübeck nieder. 1946 fand er eine Stelle als kaufmännischer Angestellter, 1949 wurde er Geschäftsführer des Verbands der Salzheringsimporteure Deutschlands. Er gehörte zu den Gründern der Pommerschen Landsmannschaft und leitete von Juli 1949 bis Januar 1950 die Arbeitsgemeinschaft der Heimatkreisbetreuer.

Kiel und Bonn

1949 trat Hoffmann der FDP bei; schon ein Jahr später saß er für sie im Landtag in Kiel. Von 1950 bis 1954 vertrat er den Wahlkreis Lübeck-Mitte im Landtag von Schleswig-Holstein, ab dem 24.02.1952 als Vorsitzender der FDP-Fraktion. Am 15.06.1951 rückte er für Fritz Oellers in den Bundestag nach, und blieb bis zum Ende der Wahlperiode 1953. 1954 gehörte er der Bundesversammlung an, die Theodor Heuss wiederwählte.

Letzte Jahre

1959 gab Hoffmann in der Reihe Unvergessene Heimat einen Bildband über seinen Heimatkreis Greifenhagen heraus, der seit 1945 zu Polen gehörte. Schon 1922 war seine Doktorarbeit über die Entwicklung des Stettiner Getreidehandels und die Zoll- und Tarifpolitik des Reiches in Greifswald erschienen. Er starb im November 1961, kurz nach seinem 64. Geburtstag, in Lübeck, der Stadt, in der er nach der Vertreibung aus Pommern sechzehn Jahre gelebt hatte. Im ersten Bundestag hatte er gut zwei Jahre gesessen, im Kieler Landtag vier. Eine Lübecker Studie fragte 1994 im Titel, ob er ein zu Recht vergessener Liberaler sei.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hoffmann mit dem Zusatz Lübeck, Handelskammersyndikus a. D., ohne Angaben zu Religion und Familie, und verzeichnen das Mandat vom 15.06.1951 bis zum 07.09.1953. Seine NSDAP-Mitgliedschaft führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Hoffmann rückte am 15.06.1951 über die schleswig-holsteinische Landesliste der FDP in den Bundestag nach:

  • 1. Wahlperiode (15.06.1951 bis 07.09.1953): Landesliste Schleswig-Holstein, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Manfred Heise

Kfz-Ingenieur und Betriebsleiter aus Thüringen, Kreisvorsitzender der CDU in Eisenach, Abgeordneter der frei gewählten Volkskammer und danach Bundestagsabgeordneter für das Wartburgland: Manfred Heise, geboren am 16.11.1940 in Treffurt, saß von 1990 bis 2002 für die CDU im Bundestag.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1940 in Treffurt (Thüringen)
  • Beruf: Dipl.-Ingenieur (FH)
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1990 bis 2002 (12. bis 14. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 1 Kind

Ingenieur

Heise besuchte acht Jahre die Grundschule, lernte Kfz-Schlosser und machte einen studienvorbereitenden Lehrgang. An der Ingenieurschule in Zwickau schloss er als Kfz-Ingenieur in der Fachrichtung Instandhaltung ab. Von 1964 bis 1966 war er Betriebsingenieur bei der Firma Ing. Maier-Rehm KG in Eisenach, bis 1972 deren Produktions- und technischer Leiter, danach stellvertretender Betriebsleiter und ab 1975 Betriebsleiter.

CDU der DDR

1964 trat Heise der CDU der DDR bei. Von 1982 bis 1993 war er Kreisvorsitzender der CDU in Eisenach, also über die Wende hinweg. Bis 1989 blieb er in seiner Funktion im Betrieb, 1990 schied er aus, um sich ganz dem Mandat zu widmen.

Volkskammer

Bei der ersten freien Volkskammerwahl am 18.03.1990 wurde Heise Abgeordneter. Sein Volkskammermandat endete am 02.10.1990, einen Tag später gehörte er mit der deutschen Einheit zu den Abgeordneten, die die Volkskammer in den Bundestag entsandte. Bei der ersten gesamtdeutschen Wahl im Dezember 1990 gewann er den Wahlkreis direkt. Zwischen seinem Eintritt in die CDU der DDR und seinem Einzug in den Bundestag lagen damit 26 Jahre, in denen er hauptberuflich in der Industrie gearbeitet hatte.

Eisenach – Mühlhausen

Heise vertrat den Wahlkreis 297 Eisenach – Mühlhausen, 1990 und 1994 als direkt gewählter Abgeordneter, 1998 kam er über die Thüringer Landesliste in den Bundestag. Im Bundestag war er für die Unionsfraktion ordentliches Mitglied im Verkehrsausschuss und im Petitionsausschuss und befasste sich mit europäischen Vorschriften zu Verkehrsrecht und Baunormen. Bei Bahnhofssanierungen setzte er sich für behindertengerechte Zugänge ein.

Nach 2002

In Thüringen war Heise in die Planung der Verkehrsinfrastruktur eingebunden. 2002 schied er nach zwölf Jahren aus dem Bundestag aus. Danach übernahm er die Leitung einer Kanzlei in seiner Heimatregion Eisenach. Heise ist verheiratet und hat einen Sohn.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Heise Diplomingenieur (FH), katholisch, verheiratet mit einem Kind. Sie verzeichnen zwei Direktmandate und ein Listenmandat vom 20.12.1990 bis zum 17.10.2002. Die Zeit als von der Volkskammer entsandter Abgeordneter ab dem 03.10.1990 fehlt dort.

Mandate im Überblick

Heise vertrat den Wahlkreis Eisenach – Mühlhausen zweimal direkt und zog danach über die Landesliste ein:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Eisenach–Mühlhausen, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste THÜ, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Josef Baumgartner

Am 16.11.1904 kam Dr. Josef Baumgartner in Sulzemoos zur Welt. Der Agrarökonom war bayerischer Landwirtschaftsminister, Vorsitzender der Bayernpartei und stellvertretender Ministerpräsident und saß kurz im ersten Bundestag. Am 07.09.1949 schaffte Baumgartner für die Bayernpartei den Sprung in den Bundestag. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Staatsminister a. D., Religion katholisch. Baumgartner verstarb am 21.01.1964 in München.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1904 in Sulzemoos
  • Gestorben: 21. Januar 1964
  • Beruf: Diplom-Volkswirt (Dr. rer. pol.), Staatsminister a. D.
  • Partei: BVP, 1945 CSU, ab 1948 Bayernpartei
  • Bundestag: 1949 bis 1. Januar 1951 (1. Wahlperiode), Landesliste Bayern
  • Landesämter: Bayerischer Staatsminister für Ernährung und Landwirtschaft 1945 bis 1947 und 1954 bis 1957, stellvertretender Ministerpräsident 1954 bis 1957
  • Religion/Familie: katholisch

Bauernsohn und Agrarfachmann

Baumgartner war eines von sechs Kindern eines Kleinbauern aus Sulzemoos bei Dachau. Er besuchte die Lateinschule des Klosters Scheyern und das Gymnasium in Freising und studierte von 1925 bis 1929 in München Philosophie, Geschichte und Nationalökonomie. Er wurde Diplom-Volkswirt und promovierte. Von 1929 bis 1933 war er stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernvereins und Mitglied der Bayerischen Volkspartei, danach Angestellter der Allianz. 1942 saß er kurz in Gestapo-Haft und wurde dann zur Wehrmacht entlassen.

Minister, CSU und Bayernpartei

Nach dem Krieg gründete Baumgartner die CSU mit und wurde am 05.10.1945 bayerischer Landwirtschaftsminister. Im Kartoffelkrieg 1947 konnte er erzwungene Lieferungen nach Berlin nicht verhindern und trat im Dezember zurück. 1948 wechselte er zur Bayernpartei, die er bis 1952 und von 1953 bis 1959 führte; er lehrte zudem in Weihenstephan. Bei der ersten Bundestagswahl 1949 kam er über die Landesliste in den Bundestag, legte das Mandat aber zum 01.01.1951 nieder, um sich Bayern zu widmen; dem Landtag gehörte er von 1946 bis zu seinem Tod an.

Viererkoalition und Spielbankenaffäre

In der Viererkoalition unter Wilhelm Hoegner war Baumgartner von 1954 bis 1957 stellvertretender Ministerpräsident und wieder Landwirtschaftsminister. Die Spielbankenaffäre beschädigte die Bayernpartei schwer. 1959 verurteilte ihn das Landgericht München I wegen Meineids zu zwei Jahren Zuchthaus; der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf, zur neuen Verhandlung war Baumgartner nicht mehr fähig. Er starb 1964 in München an einem Schlaganfall.

Gut ein Jahr im Bundestag

Baumgartner gehörte dem Bundestag nur bis Anfang 1951 an. In diesen Monaten stritt das Parlament über die Hauptstadtfrage, das Petersberger Abkommen mit den Hohen Kommissaren und den Beginn der europäischen Integration. Der Koreakrieg ab Juni 1950 löste die erste Debatte über einen westdeutschen Wehrbeitrag aus. Die Bayernpartei, die er als Vorsitzender führte, stand in Opposition zu Adenauer.

Mandate im Überblick

Beim Einzug in den Bundestag war er 44 Jahre alt, beim Ausscheiden 46. Das Mandat dauerte gut 16 Monate. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet dazu:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 01.01.1951): Landesliste Bayern, Fraktion der Bayernpartei

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Bernhard Balkenhol

In Elpe wurde Bernhard Balkenhol am 16.11.1914 geboren. Der frühere Bergmann und Lebensmittelhändler war CDU-Politiker im Sauerland, Bürgermeister von Elpe und vertrat Lippstadt und Brilon fünfzehn Jahre direkt im Bundestag. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Balkenhol am 15.10.1957, und zwar für die CDU. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Einzelhandelskaufmann, Religion katholisch, Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Balkenhol starb am 09.11.2004 in Elpe.

Kurzprofil

  • Geboren: 16. November 1914 in Elpe
  • Gestorben: 9. November 2004
  • Beruf: Bergmann, Einzelhandelskaufmann
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1957 bis 1972 (3. bis 6. Wahlperiode), stets direkt im Wahlkreis Lippstadt–Brilon
  • Kommunal: Bürgermeister von Elpe, Amtsbürgermeister im Amt Bigge 1952 bis 1969
  • Ehrung: Verdienstkreuz 1. Klasse 1972
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Vom Bergbau in den Laden

Balkenhol stammte aus Elpe im Sauerland, das heute zu Olsberg gehört. Er arbeitete zunächst im Bergbau als Schlepper, Lehrhauer und Bergmann. Von 1936 bis 1938 leistete er Wehrdienst, von 1939 bis 1945 war er Soldat und kehrte schwer kriegsbeschädigt zurück. Da er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte, übernahm er das Lebensmittelgeschäft seiner Eltern, deshalb führte ihn die Bundestagsverwaltung als Einzelhandelskaufmann.

Bürgermeister und Kreispolitiker

Von 1946 bis 1960 und von 1964 bis 1969 war Balkenhol Bürgermeister von Elpe, von 1952 bis 1969 zudem Amtsbürgermeister im Amt Bigge und Vorsitzender des Kreistages im Kreis Brilon. Im CDU-Kreisvorstand saß er seit den 1950er-Jahren, von 1969 bis 1975 als Kreisvorsitzender. Nach der Gebietsreform war er bis 1977 stellvertretender Kreisvorsitzender im neuen Hochsauerlandkreis, der 1975 aus den Kreisen Arnsberg, Brilon und Meschede gebildet worden war, und saß bis 1985 in dessen Kreistag, zeitweise als Fraktionsvorsitzender.

Abgeordneter für Lippstadt und Brilon

Bei der Bundestagswahl 1957 gewann Balkenhol den Wahlkreis Lippstadt–Brilon und verteidigte ihn dreimal, zuletzt 1969. Mit der vorgezogenen Neuwahl 1972 schied er aus dem Bundestag aus. Im selben Jahr erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik. Balkenhol starb 2004 eine Woche vor seinem 90. Geburtstag in seinem Heimatort Elpe.

Von Adenauer bis Barzel

Balkenhol kam 1957 direkt in den Bundestag und blieb bis zur vorzeitigen Auflösung 1972. Er erlebte die Union in allen Rollen dieser Jahre: als Partei mit absoluter Mehrheit, als Seniorpartner der FDP, in der Großen Koalition mit der SPD und ab 1969 in der Opposition. Am Anfang stand Konrad Adenauer an der Spitze, am Ende führte Rainer Barzel die Fraktion.

Mandate im Überblick

Mit 42 Jahren kam er erstmals ins Parlament, mit 57 schied er aus; insgesamt umfasste seine Abgeordnetenzeit rund 15 Jahre, verteilt auf 4 Wahlperioden. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet im Einzelnen:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Emi Yoshinaga

Emi Yoshinaga (japanisch 吉永恵美) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Sie wurde am 16. November 1989 geboren.

2009 debütierte sie und spielte vor allem Schülerinnen.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 159 Zentimetern und Körbchengröße C, die Oberweite misst 82, die Taille 60 und die Hüfte 85 Zentimeter. Ihr Profil nennt Spazierengehen und Sport.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Ayane Yuki

Ayane Yuki (japanisch 結城綾音) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Kanagawa. Laut ihrem Profil wurde sie am 16. November 1975 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

1997 debütierte sie und drehte viele Filme in den Bereichen SM und Jukujo. Heute tritt sie als Stripperin auf und nennt sich Ayane Shirotsuki. Ihr Name wurde früher in Großbuchstaben als AYANE YUKI geführt. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand als Herkunft Tokio.

Eine japanische Quelle nennt eine Körpergröße von 160 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 90, die Taille 60 und die Hüfte 88 Zentimeter. Als Hobbys nennt sie Karaoke und DVDs schauen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Ayane Shirotsuki

Ayane Shirotsuki (japanisch 城月あやね) ist eine japanische Pornodarstellerin. Laut ihrem Profil wurde sie am 16. November 1973 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2016 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 165 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 95, die Taille 60 und die Hüfte 90 Zentimeter. Ihr Hobby ist Tischtennis.

Stand: 17.10.2026