10 Fakten über Puerto Rico

Puerto Rico hat mehr Einwohner als 18 US-Bundesstaaten und ist doch keiner. Unabhängig ist die Karibikinsel aber auch nicht. Zehn Fakten über ein Gebiet zwischen allen Stühlen, das seit Jahrzehnten über seine Zukunft streitet.

  1. Weder Bundesstaat noch eigener Staat. Puerto Rico ist ein nicht inkorporiertes US-Außengebiet mit dem offiziellen Titel „Commonwealth“, auf Spanisch Estado Libre Asociado. Die Insel regelt viele Dinge selbst, letztlich hat aber der US-Kongress das Sagen.
  2. Die Karibikinsel östlich der Dominikanischen Republik. Puerto Rico gehört zu den Großen Antillen. Neben der Hauptinsel zählen kleinere Inseln wie Vieques und Culebra dazu. Hauptstadt ist San Juan.
  3. Rund 3,2 Millionen Einwohner. Nach der Schätzung des Census Bureau (Vintage 2025) lebten am 1. Juli 2025 rund 3.184.835 Menschen auf der Insel, weniger als bei der Volkszählung 2020 mit 3.285.874. Abwanderung aufs Festland und niedrige Geburtenzahlen lassen die Bevölkerung schrumpfen.
  4. Von Spanien zu den USA. Rund 400 Jahre lang war Puerto Rico spanische Kolonie. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg landeten 1898 US-Truppen; mit dem Vertrag von Paris trat Spanien die Insel im Dezember 1898 an die USA ab, wie die Library of Congress dokumentiert.
  5. US-Bürger seit 1917. Mit dem Jones Act von 1917 wurden Puerto-Ricaner US-Staatsbürger. Heute ist laut 8 U.S.C. § 1402 jeder, der in Puerto Rico geboren wird, von Geburt an US-Bürger. Puerto-Ricaner können ohne Visum aufs Festland ziehen.
  6. Die Verfassung von 1952. Nach einem Bundesgesetz von 1950 gab sich die Insel eine eigene Verfassung. Laut den amtlichen Anmerkungen zum US-Code trat sie am 25. Juli 1952 in Kraft. Seitdem wählt Puerto Rico Gouverneur und Parlament selbst, das Commonwealth war geboren.
  7. Spanisch und Englisch. Beide Sprachen sind Amtssprachen. Im Alltag dominiert aber klar Spanisch; viele Menschen auf der Insel sprechen nur wenig Englisch. Musikstile wie Salsa, Bomba und Reggaeton prägen die Kultur weit über die Insel hinaus.
  8. Bürger ohne Präsidentenwahl. Wer in Puerto Rico wohnt, ist US-Bürger, wählt aber nicht bei der allgemeinen Präsidentschaftswahl mit, da die Insel keine Wahlleute hat. Zieht man in einen Bundesstaat oder nach D.C., darf man dort wählen. Bundeseinkommensteuer zahlen Einwohner auf Einkünfte aus Puerto Rico weitgehend nicht.
  9. Ein Resident Commissioner ohne Plenarstimme. Puerto Rico ist im Repräsentantenhaus durch einen Resident Commissioner vertreten, derzeit Pablo José Hernández Rivera (laut Abgeordnetenliste des Repräsentantenhauses) (Demokraten). Er wird als einziger Abgeordneter für vier Jahre gewählt; die nächste reguläre Wahl ist 2028. Er kann Gesetze einbringen und in Ausschüssen abstimmen, hat aber kein Stimmrecht bei abschließenden Abstimmungen im Plenum. Senatoren gibt es nicht.
  10. Der ewige Statusstreit. Die Parteien der Insel teilen sich vor allem entlang der Statusfrage: Staatlichkeit, Beibehaltung oder Ausbau des Commonwealth, freie Assoziation oder Unabhängigkeit. Beim jüngsten, nicht bindenden Plebiszit am 5. November 2024 kam die Staatlichkeit laut der Wahlkommission CEE auf 58,61 Prozent der gültigen Stimmen; eine Commonwealth-Option stand nicht zur Wahl, und Kritiker verweisen auf viele leere Stimmzettel. Entscheiden kann über den Status letztlich nur der Kongress.

Stand: 31. Oktober 2026

AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Grok recherchiert und verfasst. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt.

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