Köpfe: Mehdi Mozaffari

Abstrakte Illustration in Dunkelblau- und Ockertönen mit Flächen und Bögen

Hinweis zur Datierung

Als Geburtsjahr von Mehdi Mozaffari wird 1939 genannt. Der genaue Geburtstag ist hier nicht gesichert. Die Datierung dieses Beitrags auf den 1. November 1939 ist daher nur ein Platzhalter und keine Angabe zum tatsächlichen Geburtstag.

Zur Person

Mehdi Mozaffari ist ein iranischer Politikwissenschaftler. Er wurde 1939 in Iran geboren und ist emeritierter Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Aarhus in Dänemark. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit dem Islam und besonders mit dem Islamismus, zu dem er Bücher und zahlreiche Aufsätze veröffentlicht hat.

Ausbildung

Nach Angaben seiner Seite an der Universität Aarhus schloss Mozaffari 1963 ein Masterstudium der Politikwissenschaft an der Universität Teheran ab. 1966 folgte ein Diplom in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen am Institut d’études politiques de Paris, 1967 ein Diplom der École nationale des langues orientales mit den Schwerpunkten Mittlerer Osten und Literarisches Arabisch. Im selben Jahr schloss er an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne das D.E.S. ab, das seine Universitätsseite als PhD aufführt. Im Februar 1971 promovierte er dort zum Dr. d’État in Politikwissenschaft mit der Note „très bien“.

Berufliche Stationen

Mozaffari lehrte an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Er war Professor und Leiter des Zentrums für Internationale Studien an der Universität Teheran und später Professor am Institut für Politikwissenschaft in Aarhus. Dort leitete er bis Januar 2013 das Centre for Studies in Islamism and Radicalisation (CIR). Er lehrte außerdem unter anderem in Genf, Grenoble und Catania, war Gastwissenschaftler am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) und Senior Fellow an der Harvard University.

Veröffentlichungen

Mozaffari ist Autor, Koautor und Herausgeber mehrerer wissenschaftlicher Bücher und Aufsätze. Zu den Titeln, die die Universität Aarhus nennt, gehören:

  • „Authority in Islam: From Muhammad to Khomeini“ (New York, 1987)
  • „Pouvoir shî‘ite: Théorie et évolution“ (Paris, L’Harmattan, 1998)
  • „Fatwa: Violence and Discourtesy“ (Aarhus University Press, 1998)
  • „Globalization and Civilizations“ (Herausgeber und Koautor, London und New York, Routledge, 2002)
  • „Western Totalitarianism. A Reminder“ (Aarhus, CIR, 2011)
  • „Islamisme: en orientalsk totalitarisme“ (Kopenhagen, 2013)
  • „Islamism: A New Totalitarianism“ (Lynne Rienner Publishers und Verlag Hans Schiler, 2017)

Das von ihm geleitete Zentrum CIR gab außerdem eine Schriftenreihe heraus, die Studien zu Islamismus und Radikalisierung in mehreren Ländern bündelte.

Manifest der Zwölf

Mozaffari gehörte zu den zwölf Unterzeichnern des Manifests „Zusammen gegen den neuen Totalitarismus“, das am 1. März 2006 in der Zeitschrift Charlie Hebdo erschien und sich gegen den Islamismus richtete. Zu den anderen Unterzeichnenden zählten unter anderem Ayaan Hirsi Ali, Salman Rushdie und Bernard-Henri Lévy.

Weiterführende Informationen

Eine Biografie, die Ausbildung und eine Auswahl der Publikationen finden sich auf der Seite von Mehdi Mozaffari an der Universität Aarhus. Zu 1939 gibt es auf dieser Seite die Fakten über das Jahr 1939.

Stand: 24.10.2026

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