Köpfe: Varun Mohan

Varun Mohan ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Softwareentwickler. Bekannt wurde er als Mitgründer und langjähriger Chef des KI-Unternehmens Windsurf, das zuvor Codeium hieß. Sein Geburtsdatum ist öffentlich nicht bekannt. Als Datum für diesen Beitrag haben wir deshalb den 11. Juli 2025 gewählt, den Tag, an dem sein Wechsel zu Google bekannt wurde.

Aufgewachsen ist Mohan nach verfügbaren Angaben in Sunnyvale im Silicon Valley. Er studierte am Massachusetts Institute of Technology Elektrotechnik und Informatik und schloss dort mit Bachelor und Master ab. Danach arbeitete er bei mehreren Technikfirmen, darunter LinkedIn, Quora, Databricks und das Robotaxi-Unternehmen Nuro.

2021 gründete er zusammen mit Douglas Chen die Firma Codeium. Sie entwickelte KI-Werkzeuge, die Programmierern helfen, etwa indem sie Code vorschlagen, automatisch vervollständigen oder ganze Programmteile schreiben. Später benannte sich das Unternehmen in Windsurf um. Mohan galt als Verfechter kleiner Teams und wollte nach eigener Aussage nur einstellen, wenn es wirklich nötig war.

2025 wurde berichtet, dass OpenAI Windsurf für rund drei Milliarden US-Dollar übernehmen wolle. Der Deal kam aber nicht zustande. Stattdessen wurde am 11. Juli 2025 bekannt, dass Mohan, Chen und einige Forscher von Windsurf zu Google DeepMind wechseln, wie unter anderem TechCrunch berichtete. Google zahlte nach Medienberichten rund 2,4 Milliarden US-Dollar und erhielt eine nicht exklusive Lizenz für Teile der Windsurf-Technik, kaufte das Unternehmen selbst aber nicht. Windsurf arbeitete unter neuer Führung eigenständig weiter.

Der Wechsel brachte Mohan viel Kritik ein. In sozialen Netzwerken warfen ihm manche vor, seine Firma und die zurückgebliebenen Mitarbeiter im Stich gelassen zu haben. Der Fall gilt als Beispiel für eine Praxis großer Technikkonzerne, statt ganzer Firmen nur deren Spitzenpersonal einzukaufen und die Technik zu lizenzieren.

Stand: 20.10.2026

Köpfe: Wolfgang Zimmermann

Wolfgang Zimmermann, geboren am 16. April 1955 in Salzburg (Österreich), ist ein deutscher Buchautor und Redner.

Zimmermann studierte Betriebswirtschaft und war anschließend in verschiedenen Management- Positionen tätig. Seit 1994 ist er selbständig im deutschsprachigen Raum als Autor und Redner. Er publiziert und spricht zu Themen von Leadership, Umbrüchen, Innovation, Diversity und Unternehmertum. Er lebt in Murnau am Staffelsee.

Bücher:

  • Unternehmer sind Verrückte: Wie Unternehmer Grenzen überwinden und was Manager von ihnen lernen können, Springer Gabler, 2. Auflage Wiesbaden 2016 –2013, ISBN 978-3-8349-4626-3
  • Umbruch in der Chefetage: Vom Heldentum zur agilen Führung, Haufe Group, Freiburg 2016, ISBN 978-3-64809019-0

Köpfe: Severin Hacker

Severin Hacker ist ein Schweizer Informatiker und Unternehmer, geboren am 6. Juli 1984 in Zug. Nach dem Informatikstudium an der ETH Zürich ging er an die Carnegie Mellon University in Pittsburgh, wo er 2014 promovierte.

Dort gründete er 2009 zusammen mit seinem Doktorvater Luis von Ahn die Sprachlern-Plattform Duolingo, bei der er seither als technischer Leiter (CTO) arbeitet.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Ali Niknam

Ali Niknam ist ein niederländischer Unternehmer. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 12. Dezember 1981 in Windsor in der kanadischen Provinz Ontario, in einer Familie iranischer Herkunft. Als er sieben Jahre alt war, zog die Familie in die Niederlande nach Gouda. Er studierte technische Informatik an der Technischen Universität Delft und schloss 2007 mit dem Bachelor ab.

Noch während des Studiums gründete er 2003 die Firma TransIP, die Internetadressen registriert und Webhosting anbietet. 2014 gab er die Geschäftsführung ab. Nach einer Fusion mit dem belgischen Anbieter Combell ging TransIP 2019 in der Gruppe team.blue auf. 2007 gründete Niknam außerdem mit zwei Partnern einen Rechenzentrumsbetreiber. 2011 veröffentlichte er ein Buch über seine Erfahrungen als Unternehmer.

Bekannt ist Niknam vor allem als Gründer und Chef der Onlinebank bunq, die er nach verfügbaren Angaben 2012 auf den Weg brachte und mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag aus eigenem Vermögen finanzierte. 2022 kaufte bunq die belgische App Tricount, mit der Gruppen gemeinsame Ausgaben abrechnen. 2023 wurde die Bank bei einer Finanzierungsrunde mit rund 1,65 Milliarden Euro bewertet.

Für Aufsehen sorgte 2022 ein Rechtsstreit mit der niederländischen Zentralbank. Die Aufsicht hatte bunq untersagt, bei der Prüfung von Kunden zur Geldwäschebekämpfung vor allem auf automatisierte, KI-gestützte Verfahren zu setzen. Ein Gericht gab bunq in wesentlichen Punkten recht, verlangte aber zugleich, dass die Bank die Herkunft von Einkommen ihrer Kunden, vor allem bei politisch exponierten Personen, besser prüft.

Niknam gilt als fordernder Chef; in Medienberichten wird er mit dem Satz zitiert, wer bei bunq nicht liefere, solle besser gehen. 2022 gründete er mit zwei weiteren Unternehmern eine Stiftung, die vom Krieg in der Ukraine betroffene Menschen unterstützt.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Dmitry Volkov

Dmitry Borisowitsch Volkov ist ein Unternehmer und Investor, der vor allem mit Online-Dating-Plattformen Geld verdient. Er wurde nach verfügbaren Angaben am 9. Juli 1976 in Moskau geboren und besitzt seit einigen Jahren die Staatsbürgerschaft Maltas.

Volkov studierte Geschichte an der Moskauer Lomonossow-Universität und befasste sich später mit Philosophie. Nach verfügbaren Angaben verteidigte er 2008 eine Dissertation über die Bewusstseinstheorie des US-Philosophen Daniel Dennett und 2017 eine Habilitationsschrift über Willensfreiheit und moralische Verantwortung. Er war Mitgründer eines Zentrums für Bewusstseinsforschung an der Philosophischen Fakultät der Universität. 2014 organisierte er eine philosophische Konferenz auf einem Schiff vor Grönland, an der auch Dennett teilnahm.

Seit den 1990er Jahren ist Volkov im IT-Geschäft tätig, zunächst mit der Firma IT-Online. Diese automatisierte die Profile der Partnervermittlung AnastasiaDate, die er 2011 nach Berichten übernahm. Aus seinen Beteiligungen entstand die Social Discovery Group mit Sitz in Malta, früher Social Discovery Ventures oder SDVentures. Über sie investierte er unter anderem in den Blockchain-Entwickler Bitfury, in Patreon und Revolut sowie in Immobilien. Forbes Russland führte ihn 2019 erstmals unter den 200 reichsten Unternehmern des Landes. Nach eigenen Angaben stellte die Gruppe 2022 das Geschäft in Russland und Belarus ein.

Im Juli 2026 veröffentlichte das Internationale Konsortium investigativer Journalisten eine Recherche über mehr als 60 Dating-Marken, die Volkov als Haupteigentümer kontrolliert, darunter Dating.com, AmoLatina und AnastasiaDate. Die Plattformen rechnen jede Nachricht und jedes Video einzeln ab. Mehrere Nutzerinnen berichteten, sie hätten über Monate oder Jahre Tausende bis Zehntausende Dollar für Kontakte bezahlt, die nie zu einem Videogespräch oder Treffen bereit waren; die Profilbilder gehörten später identifizierten Models und Influencern. Zuvor hatte das russischsprachige Medium Verstka über eine Firma in Tiflis berichtet, deren Mitarbeiter auf solchen Plattformen im Schichtbetrieb gechattet haben sollen.

Die Social Discovery Group weist die Vorwürfe zurück. Sie bezahle weder Models noch Chat-Operatoren, jedes Profil müsse von der abgebildeten Person selbst geführt werden, und 2025 habe man mehr als 30.000 verdächtige Konten entfernt. Volkov sagte Verstka, er sei an der Gründung beteiligt gewesen, habe aber keine operative Rolle. Die maltesische Verbraucherschutzbehörde prüft laut ICIJ, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet wird; ein Fehlverhalten ist nicht festgestellt. Die 2024 in New York eingereichte Klage einer Nutzerin gegen einen Dienstleister der Gruppe wurde an ein Schiedsverfahren verwiesen und ist offen; Volkov ist darin nicht beklagt. Die Ukraine verhängte im Oktober 2022 Sanktionen gegen Volkov wegen angeblicher Geschäfte, die dem russischen Staat Einnahmen brächten; er bestreitet das und klagt dagegen.

Stand: 22.10.2026

Köpfe: Kojo Annan

Kojo Annan ist ein ghanaisch-nigerianischer Unternehmer und Sohn des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan. Er kam am 25. Juli 1973 in Genf zur Welt.

Von 1995 bis 1997 arbeitete er für das Schweizer Prüfunternehmen Cotecna in Westafrika. Später kam der Verdacht auf, ein Auftrag an Cotecna im Rahmen des UN-Programms „Öl für Lebensmittel“ sei seinen Verbindungen geschuldet. Eine unabhängige Untersuchung wies das zurück, und die „Sunday Times“ musste im Rahmen eines Vergleichs erklären, dass der Vorwurf unzutreffend war. 2016 gründete er die Sozialunternehmung Africa10.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Finian Tan

Finian Tan ist ein Ingenieur, früherer Spitzenbeamter und Risikokapitalgeber aus Singapur. Ein Geburtsdatum hat er nicht veröffentlicht. In einem Interview erzählte er, er sei am Gedenktag des heiligen Finian von Clonard geboren, nach dem er auch benannt ist, also an einem 12. Dezember. Die Straits Times gab sein Alter im August 2020 mit 58 Jahren an. Daraus ergibt sich rechnerisch der 12. Dezember 1961; offiziell bestätigt ist dieses Datum nicht.

Tan studierte Ingenieurwesen am Singapore Polytechnic und an der Universität Glasgow und wurde an der Universität Cambridge promoviert. Danach arbeitete er als Händler beim Ölkonzern Shell, unter anderem als Chief Trader in Japan, und wechselte zur Investmentbank Goldman Sachs, wo er das asiatische Handelsgeschäft von deren Tochter J. Aron leitete. 1997 holte ihn die Regierung von Singapur als stellvertretenden Staatssekretär ins Handels- und Industrieministerium. Dort sollte er helfen, den Stadtstaat zu einem Zentrum für Innovation und Start-ups zu machen, und betreute den Aufbau eines staatlichen Technologie-Fonds im Umfang von einer Milliarde Dollar.

Im Jahr 2000 baute Tan das Asiengeschäft der US-Risikokapitalfirma Draper Fisher Jurvetson ePlanet auf. Bekannt wurde er vor allem durch seine frühe Beteiligung an der chinesischen Suchmaschine Baidu: Nach eigenen Angaben investierte er 7,5 Millionen Dollar für ein Viertel der damals noch winzigen Firma. 2005 gründete er mit Partnern Vickers Venture Partners, eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Singapur, die er als Chairman führt. Zu den Beteiligungen der Partner zählen nach Firmenangaben unter anderem Focus Media und der Asian Food Channel.

Nach verfügbaren Angaben saß Tan in zahlreichen Gremien Singapurs, darunter Aufsichtsräte von Behörden, Hochschulen und Unternehmen. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 2018 eine Stiftung, die Menschen mit wenig Geld Zugang zu medizinischen Fortschritten verschaffen soll, wie die Straits Times berichtete. Er ist Vater von acht Kindern.

Stand: 20.10.2026

Köpfe: Silvio Scaglia

Silvio Scaglia ist ein italienischer Unternehmer. Er kam am 14. Oktober 1958 in Luzern zur Welt und studierte bis 1983 Elektrotechnik am Politecnico di Turin. Nach Stationen bei Aeritalia, Andersen Consulting und McKinsey gründete er das italienische Telekommunikationsunternehmen Fastweb.

Später wurde er Miteigentümer der Holding, die die Modelagentur-Gruppe Elite World Group kontrolliert, und gründete 2020 eine Vermögensverwaltung.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Alexander von Sachsen

Alexander Prinz von Sachsen, geboren als Alexander Afif, ist ein deutscher Unternehmer. Er kam in München zur Welt, als Sohn von Roberto Afif und Anna von Sachsen; als Geburtsdatum wird der 12. Februar 1953 genannt, teils auch das Jahr 1954, deshalb steht dieser Beitrag nur auf dem Jahr 1953.

Sein Onkel Maria Emanuel Markgraf von Meißen adoptierte ihn und bestimmte ihn 1997 zum Erben. Nach dessen Tod 2012 beanspruchte Alexander die Führung des Hauses Wettin. Dieser Anspruch ist umstritten: Mehrere Unterzeichner der Vereinbarung zogen ihre Zustimmung später zurück, und sein Cousin Daniel von Sachsen erhebt ebenfalls Anspruch.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Allan Zeman

Allan Zeman ist ein Unternehmer in Hongkong, der das Ausgehviertel Lan Kwai Fong prägte. Er wurde am 18. Juli 1949 in Regensburg geboren und wuchs in Montreal in Kanada auf.

In Hongkong lebt er seit mehr als 50 Jahren. Mit seiner Lan Kwai Fong Group entwickelte er das Viertel zu einem bekannten Zentrum für Restaurants und Bars. Von Juli 2003 bis Juni 2014 war er Vorsitzender des Freizeitparks Ocean Park und engagierte sich in zahlreichen öffentlichen Ämtern.

Sein Profil veröffentlicht die Our Hong Kong Foundation.

Stand: 16.10.2026