OpenArt ist eine Plattform, auf der man mit künstlicher Intelligenz Bilder, Videos, Figuren und ganze Geschichten erstellen und bearbeiten kann.
Von der Suchmaschine zur Kreativplattform
Anfangs war OpenArt eine Suchmaschine für Inhalte, die mit DALL·E 2, Midjourney und Stable Diffusion erstellt wurden. Auch die passenden Prompts ließen sich dort finden, um damit selbst kreativ zu werden. Schon Anfang 2023 war zusätzlich die Generierung eigener Bilder auf Basis von KI möglich. Seitdem hat sich der Schwerpunkt deutlich verschoben: Die Suche steht nicht mehr im Mittelpunkt, stattdessen erstellt und bearbeitet man auf OpenArt heute Bilder, Videos, Figuren und Audio.
Wer dahintersteckt
Gegründet wurde OpenArt 2022 von Coco Mao (CEO) und John Qiao (CTO), die zuvor bei Google gearbeitet hatten. Ihre Idee war zunächst ein Pinterest für KI-Bilder: eine Seite, auf der Bilder zusammen mit den Prompts stehen, mit denen sie erzeugt wurden. Der Firmensitz ist San Francisco. Nach einer Seed-Finanzierung über 5 Millionen US-Dollar von Basis Set Ventures und DCM folgte im Januar 2026 eine Series-A-Runde, die der Investor Canaan Partners mit 30 Millionen US-Dollar angibt. Laut OpenArt und Canaan hatte die Plattform zu diesem Zeitpunkt rund 8 Millionen monatlich aktive Nutzer und einen Jahresumsatz von über 70 Millionen US-Dollar, bei einem Team von etwa 20 Leuten. Diese Zahlen stammen von den Unternehmen selbst.
Funktionen und Modelle
- Bild- und Videogenerierung mit nach eigenen Angaben über 100 Modellen, darunter Kling und FLUX
- konsistente Figuren, die in mehreren Bildern und Videos gleich aussehen
- One-Click Story: aus einer Idee entsteht mit einem Klick ein kurzes Video, seit Juli 2025
- Director: ein dialogbasiertes Werkzeug für längere Geschichten, seit Juni 2026
- Bildbearbeitung und eigene, personalisierte Modelle
Bekannt wurde OpenArt 2025 auch durch sogenannte Brainrot-Videos, also absurde Clips mit Figuren wie einem Hai in Turnschuhen.
Preise
OpenArt arbeitet mit monatlichen Credits. Laut Preisseite (Stand Oktober 2026) kostet der Starter-Tarif 14 US-Dollar im Monat für 4.000 Credits, darüber liegen Plus (34 Dollar), Pro (56 Dollar) und Wonder (240 Dollar), bei jährlicher Zahlung jeweils günstiger. Die kommerzielle Nutzung ist erst ab dem Plus-Tarif enthalten.
Kritik und Urheberrecht
Wie bei allen KI-Bildgeneratoren gibt es Diskussionen über Urheberrechte, etwa wenn Nutzer geschützte Figuren nachbauen wollen. CEO Coco Mao sagte TechCrunch 2025, die verwendeten Modelle lehnten hochgeladene geschützte Figuren standardmäßig ab, manchmal rutsche aber etwas durch. Man sei offen für Lizenzgespräche mit Rechteinhabern.
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Stand: 21.10.2026