Interessante Frage: Warum gibt es kaum Schwarze im Arabischen Raum?

In einer Diskussion kam die Frage auf, warum es im arabischen Raum so gut wie keine Menschen schwarzafrikanischen Ursprungs gibt.

Trotz Sklaverei – kaum Schwarze

An sich müsste dies – so die These – doch so sein, allein schon, da es dort eine lange Tradition des Sklavenhandels gab.

Diese begann bereits 652, als der General und Emir Abdallah ben Said dem nubischen König Khalidurat Tributzahlungen aufzwang, die die jährliche Lieferung von „dreihundertsechzig Sklaven beiderlei Geschlechts“ vorsahen. Die Geschichte des Sklavenhandels von Schwarzafrikanern in den arabischen Raum reicht bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts.

Warum es aber – anders als in den USA, wo Sklaverei nur vergleichsbare kurz üblich war – kaum Nachkommen im arabischen Raum keine nennenswerte schwarze Bevölkerung gibt, dürfte in erster Linie damit zusammenhängen, dass ein Großteil der männlichen Sklaven kastriert wurde und sich schlicht nicht fortpflanzen konnte.

Inwieweit weitere kulturelle Gründe einen Unterschied machen, habe ich auf die Schnelle noch nicht untersucht, dürften aber nur eine kleinere Rolle spielen.

Wer sich für das Thema interessiert, dem sei das Buch „Der verschleierte Völkermord: Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika“ empfohlen, das es vereinzelt noch hier gebraucht gibt – und natürlich in Büchereien und Bibliotheken.

Und heute?

Was die aktuelle Entwicklung angeht, so laufen die Fluchtströme von Schwarzafrika eben nach Europa und nicht in den arabischen Raum, der entweder selbst unattraktiv für Flüchtlinge ist oder sich eben auch gegen Immigration aus diesem Gebiet abschottet.

10 Fakten zum 23. August

  1. Heute ist der Europäische Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus, der vom Europäischen Parlament eingeführt wurde.
    Weltweit wird heute der Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel begangen, Anlass ist, dass 1833 in den britischen Kolonien die Sklaverei abgeschafft wurde.
    Isolde und Rosa haben heute Namenstag.
  2. Großbritannien verlangt 1887 im parlamentarisch verabschiedeten Merchandising Marks Act auf allen importierten Industrieprodukten künftig die Angabe des Ursprungslandes. „Made in Germany“ entsteht.
  3. Japan erklärt dem Deutschen Reich an diesem Tag im Jahr 1914 den Krieg.
  4. Die britische Militärregierung löst 1946 die preußischen Provinzen in ihrer Besatzungszone auf und gründet die Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein.
  5. Das erste Bild von der Erde, die über dem Mond aufgeht, wird 1966 von der Mondsonde Lunar Orbiter 1 zur terrestrischen Bodenstation gefunkt.
  6. 1990 beschließt die DDR-Volkskammer in Berlin (Ost) mit 294 zu 62 Stimmen und bei zwei Enthaltungen den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit Wirkung zum 3. Oktober 1990.
  7. Seit 1999 wird Deutschland wieder von Berlin aus regiert. Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt dort seine Amtsgeschäfte auf.
  8. 2006 entkommt die damals 18-jährige Österreicherin Natascha Kampusch nach 8 1/2 Jahren Gefangenschaft ihrem Entführer Wolfgang Priklopil.
  9. Ludwig XVI. August von Frankreich wird in Versailles geboren. Er war als Louis Auguste zunächst Herzog von Berry, wurde nach dem Tod seines Vaters 1765 Dauphin und nach dem Tod seines Großvaters 1774 König von Frankreich und Navarra. Er war der letzte König des Ancien Régime.
  10. Ephraim Kishon wird 1924 als Ferenc Hoffmann geboren.