Gedicht: Von bösen und guten Freunden

Das habe ich gemacht von bösen und guten Freunden:

Wer in der Noth vom Freunde weicht,
Und seinen Freund entbehret leicht;
Wer nicht im Herzen dessen liest,
Der ein recht treuer Freund ihm ist,
Und wer allzeit Recht haben möcht‘,
Des Freundes Wohl besorget schlecht;
Mit jedermann im Streite steht
Und wie gehörnt stets d’rauf losgeht:
Der ist ein eigenmächtiger Mann,
Dem niemand besteh’n und Recht thun kann.
Denn wer begehrt stets krumme Rücken,
Und dass man sich vor ihm soll bücken:
Solch‘ einen ist es besser zu meiden,
Als nur Betrübniss von ihm leiden.

Denn wer ein guter Freund dir ist,
Der übt an dir nie arge List,
Dass er dir nichts zum Uebel kehrt,
Doch Böses allzeit dir abwehrt;
Dich nimmer auch verlasst in Noth,
Einsteht für dich, wenn Gefahr dir droht;
Der jederzeit auch Mitleid trägt,
Wenn du von Trauer bist bewegt,
Und nie geringer achtet dich,
Als selbst er pflegt zu schätzen sich:

Solch einen Freund halt‘ hoch in Ehren,
Lass‘ dich durch nichts von ihm abkehren.
Und keinen Freund sollst merken lassen,
Du woll’st dich nimmer mit ihm befassen.

Dieses Gedicht wurde von Albrecht Dürer geschrieben.

 

Wetterregel zum 21. Mai

Hier finden Sie eine Bauernregel bzw. Wetterregel zum 21. Mai:

Viel Gewitter im Mai, singt der Bauer Juchei.

Mehr bei unserer Übersicht der Wetterregeln. Vielleicht interessieren Sie sich auch für die 10 Fakten zum 21. Mai.