Köpfe: Ernst W. Hamburger

Ernst W. Hamburger war ein brasilianischer Physiker, der sich vor allem als Vermittler von Wissenschaft einen Namen machte. Er kam am 8. Juni 1933 in Berlin in einer jüdischen Familie zur Welt, die 1936 vor den Nationalsozialisten nach Brasilien floh.

An der Universität São Paulo studierte er Physik und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung am Institut für Physik. Er leitete die Estação Ciência, ein interaktives Wissenschaftsmuseum der Universität in São Paulo. Für seine Arbeit, Wissenschaft einem breiten Publikum nahezubringen, erhielt er im Jahr 2000 den Kalinga-Preis der UNESCO.

Hamburger starb im Juli 2018 in São Paulo. Einen Nachruf veröffentlichte das Jornal da USP.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Bernhard Einstein

Bernhard Caesar Einstein war der Sohn des Wasserbauingenieurs Hans Albert Einstein und damit ein Enkel Albert Einsteins. Er kam am 10. Juli 1930 in Dortmund zur Welt, wo sein Vater damals am Bau einer Brücke mitarbeitete. Von den drei bekannten leiblichen Enkeln des Physikers erreichte nur er das Erwachsenenalter.

Die ersten Lebensjahre verbrachte er in der Schweiz, Ende der 1930er Jahre zog die Familie auf Anraten des Großvaters in die USA. Bernhard wuchs in South Carolina und Kalifornien auf und besuchte seinen Großvater mehrfach an der Ostküste. Nach dem Dienst in der US-Armee, der ihn nach Süddeutschland führte, studierte er wie Vater und Großvater an der ETH Zürich.

Beruflich widmete er sich der Elektronik, unter anderem bei Texas Instruments und Litton Industries. Sein Fachgebiet waren Elektronenröhren und Bildverstärker für Nachtsichtgeräte, wofür er mehrere US-Patente erhielt. Später kehrte er in die Schweiz zurück und arbeitete in Thun im Bereich Lasertechnik. Er starb am 30. September 2008 in Bern; Lebensdaten verzeichnet etwa die Genealogie des Jüdischen Museums Hohenems.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Georg Weiss

Georg Weiss, mitunter auch Weiß geschrieben, war ein deutscher Physiker. Er wurde am 18. Dezember 1909 in Kassel geboren und starb am 30. Juni 1980 in Oberstedten im Taunus.

Ende der 1930er-Jahre leitete er bei der Reichspostforschungsanstalt in Kleinmachnow die Abteilung für Fernsehentwicklung, die an einem preisgünstigen Einheits-Fernsehempfänger und an militärischen Fernsehanwendungen arbeitete; mehrere Patente gehen auf ihn zurück. Nach Kriegsende gründete er in Aach im Hegau eine Radiofirma und wurde von britischen Stellen zu seiner Forschung befragt. 1948 ging er nach Argentinien, nach dem Sturz Peróns kehrte er nach Deutschland zurück. Dort war er bei der Pintsch Bamag AG tätig, zeitweise im Vorstand, und später als technischer Gutachter für die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Stand: 16.10.2026