Ultimate Fighting auf Video: Was die Bundesregierung 1996 zu den Käfigkämpfen sagte

Mitte der Neunziger sorgte in den USA eine neue Art von Kampfveranstaltung für Aufsehen: „Ultimate Fighting“. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 13/3836) vom 13. Februar 1996 fragte, ob solche Kämpfe und Videos auch nach Deutschland kommen und was dagegen getan werde. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 13/4071) wurde laut Drucksache mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft vom 7. März 1996 übermittelt.

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Köpfe: Muslim Tulshaev

Muslim Tulshaev (russisch Муслим Тулшаев), Kampfname „Urus“, ist ein Mixed-Martial-Arts-Kämpfer im Weltergewicht. Laut den Kampfdatenbanken Sherdog und Tapology wurde er am 15. April 1994 in Urus-Martan in Tschetschenien geboren. Er trainiert im Spitfire Gym in Berlin und kämpft heute vor allem für die polnische Organisation KSW.

Seine ersten Profikämpfe bestritt er 2012 bei kleineren Veranstaltungen in Polen. Im März 2012 gewann er sein Debüt per Aufgabegriff, im Dezember desselben Jahres gewann er in Radom ein Turnier der Organisation Forca mit drei Siegen durch Aufgabe in der ersten Runde an einem Abend. Danach folgte eine lange Pause. Erst im Dezember 2019 stand er in Berlin wieder im Käfig und gewann nach Punkten, 2022 folgten in Paris zwei Kämpfe bei Ares FC, ein K.-o.-Sieg und eine Punktniederlage.

Bei KSW startete er im Februar 2024 mit einem Sieg gegen Konrad Rusiński, danach besiegte er Marcin Krakowiak, Daniel Skibiński und im September 2025 Andrzej Grzebyk, alle vorzeitig. Damit bekam er im Dezember 2025 in Łódź einen Titelkampf gegen KSW-Weltergewichtschampion Adrian Bartosiński, den er in der dritten Runde durch technischen K. o. verlor. Mehrere seiner KSW-Kämpfe wurden mit Bonusprämien ausgezeichnet. Sein bislang letzter Kampf im September 2026 gegen Kacper Koziorzębski endete nach einem versehentlichen Tiefschlag ohne Wertung.

Insgesamt führen die Datenbanken für ihn 14 Siege und 4 Niederlagen sowie einen Kampf ohne Wertung (Profil bei KSW).

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Abubakar Nurmagomedov

Abubakar Nurmagomedov ist ein russischer Kämpfer in den Mixed Martial Arts, kurz MMA. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 13. November 1989 im Dorf Goksuv in der russischen Teilrepublik Dagestan. Er ist ein Cousin des früheren UFC-Champions Khabib Nurmagomedov.

Als Schüler rang Nurmagomedov im Freistil, später wechselte er zum Kampfsambo und trainierte unter Abdulmanap Nurmagomedov, dem Vater von Khabib. Bei Weltmeisterschaften im Kampfsambo holte er nach verfügbaren Angaben 2013 und 2014 Bronze in der Klasse bis 82 Kilogramm, dazu Bronze beim Weltcup 2014.

Sein erstes Profiduell im MMA bestritt er im Oktober 2011. Von 2015 bis 2017 kämpfte er bei der World Series of Fighting und gewann dort alle fünf Kämpfe, unter anderem gegen John Howard. 2018 trat er in der Professional Fighters League an. Im November 2019 debütierte er in der UFC im Weltergewicht, verlor aber gegen David Zawada. Es folgten Siege gegen Jared Gooden 2021 und Gadzhi Omargadzhiev 2022 sowie eine knappe Niederlage gegen Elizeu Zaleski dos Santos 2023. Im Februar 2024 trennten sich UFC und Nurmagomedov. Ein Vertrag mit der neuen Global Fight League Ende 2024 brachte keinen Kampf, weil die Veranstaltungen abgesagt wurden.

Weltweit bekannt wurde er vor allem durch die Tumulte nach UFC 229 im Oktober 2018 in Las Vegas. Nachdem Khabib Nurmagomedov Conor McGregor besiegt hatte, sprang er über den Käfig und ging auf einen Betreuer von McGregor los. Im Käfig kam es danach zu einem Handgemenge zwischen McGregor und Abubakar Nurmagomedov, in das weitere Begleiter von Khabib eingriffen. Die Sportkommission von Nevada sperrte Abubakar Nurmagomedov im Januar 2019 rückwirkend für ein Jahr und verhängte eine Geldstrafe von 25.000 US-Dollar.

Nach mehr als zwei Jahren ohne Kampf ist für November 2026 nach verfügbaren Angaben ein Comeback in der Professional Fighters League angekündigt.

Stand: 21.10.2026