Köpfe: Arthur Mertins

Lehrer aus Ostpreußen, Reichstagsabgeordneter, nach 1933 entlassen, Schulrat und Kommunalpolitiker der SPD: Arthur Mertins, geboren am 25.04.1898 in Tilsit, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1953 an. Er starb am 09.12.1979 in Otterndorf.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. April 1898 in Tilsit
  • Gestorben: 9. Dezember 1979
  • Beruf: Schriftsteller, Lehrer
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1953 (1. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch

Tilsit und Königsberg

Mertins war Lehrer und trat 1920 der SPD bei. Von August 1929 bis September 1930 und von März bis Juni 1933 saß er im Reichstag; das zweite Mandat endete mit dem Verbot der SPD im Juni 1933. Nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wurde er 1933 aus dem Schuldienst entlassen und war bis 1936 arbeitslos. Danach arbeitete er als Grundstücksmakler in Königsberg; von 1939 bis 1945 war er Hauptfeldwebel der Wehrmacht.

Nach dem Krieg

1945 gründete Mertins nach dem Handbuch den SPD-Kreisverein Segeberg in Holstein. Von 1945 bis 1947 war er nach dem Handbuch Schulrat, danach kommunalpolitischer Sekretär im SPD-Bezirk Hamburg-Nordwest. Er schrieb über Kommunalpolitik: 1946 erschien in Hamburg Wie man sich bettet, so schläft man, Gedanken eines Sozialisten zur Kommunalpolitik, 1947 ein Kommunalpolitisches ABC. Er lebte in Otterndorf im Land Hadeln und starb dort 1979 mit 81 Jahren. Seine Geburtsstadt Tilsit in Ostpreußen heißt heute Sowetsk und gehört zu Russland.

Bundestag

1949 gewann Mertins den Wahlkreis an der Elbmündung direkt; zugleich stand er nach dem Handbuch auf Platz 8 der niedersächsischen Landesliste. Im selben Jahr gehörte er der ersten Bundesversammlung an. Nach einer Wahlperiode schied er aus. Seine Mandatszeit umfasste 282 Sitzungen; seine Reden fielen in die 45. bis 230. Sitzung. Das Handbuch zählt den Wahlkreis in der niedersächsischen Nummerierung als Nummer 10. Vor 1933 und nach 1945 war Mertins damit Abgeordneter in zwei deutschen Parlamenten, im Reichstag der Weimarer Republik und im ersten Bundestag.

Reden

Die Protokolle zählen 18 Reden mit 11.656 Wörtern. In der ersten am 3. März 1950, 474 Wörter lang, nannte er es schwierig, einen Antrag der SPD zu begründen, da die Mehrheit des Hauses einmütig gegen jede soziale Verbesserung des Gesetzes sei. In der letzten am 17. September 1952 griff er einen Satz des Abgeordneten Hasemann auf, man solle sich nicht hinter Tatsachen verschanzen, und hielt dagegen, die von ihm angeführten Tatsachen seien für ihn beweiskräftig.

Daten

Die Stammdaten führen ihn als Schriftsteller und Lehrer, evangelisch, beim Familienstand ohne Angaben. Die Abstimmungsdaten der 1. Wahlperiode sind unsicher und werden hier nicht ausgewertet. Biografie, Handbuch und Stammdaten stimmen in Geburts- und Sterbedaten überein.

Mandate im Überblick

Mertins gewann 1949 den Wahlkreis 32 Cuxhaven – Hadeln – Wesermünde direkt:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Friedrich Mensing

Fleischermeister, Senator in Hameln, Provinziallandtagsabgeordneter der Wirtschaftspartei und Handwerksfunktionär: Friedrich Mensing, geboren am 25.04.1895 in Hameln, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1961 an. Er starb dort am 02.11.1978.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. April 1895 in Hameln
  • Gestorben: 2. November 1978
  • Beruf: Senator, Fleischermeister
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 bis 1961 (1. bis 3. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet

Hameln

Mensing, in der Biografie Fritz genannt, besuchte das Gymnasium und machte eine Fleischerlehre. Nach der Meisterprüfung übernahm er 1924 den väterlichen Betrieb in Hameln. Er gehörte dem Vorstand des Nordwestdeutschen Handwerkerbundes an. Vor 1933 war er Senator in Hameln, von 1924 bis 1933 saß er für die Wirtschaftspartei im Hannoverschen Provinziallandtag. Von 1933 bis 1945 übte er keine öffentlichen Ämter aus.

Handwerk

Nach 1945 wurde Mensing Vorsitzender des Deutschen Fleischerverbandes, Kreishandwerksmeister und Präsidiumsmitglied des Zentralverbandes des Handwerks. Er führte als Vorsitzender die Aufsichtsräte der Volksbank Hameln und der Zentralgenossenschaft des Fleischergewerbes. 1968 erhielt er die Martin-Lerche-Medaille der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft für Verdienste um die Fleischwirtschaft. Zeitweise gehörte er dem Rat der Stadt Hameln an.

Bundestag

Im Bundestag war Mensing Mitglied des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Alle drei Mandate gewann er über die niedersächsische Landesliste, nach dem Handbuch 1949 auf Platz 5, 1953 auf Platz 8 und 1957 auf Platz 10; 1953 trat er zugleich im Wahlkreis 54, 1957 im Wahlkreis 42 an. Mitglied der Bundesversammlung war er 1949, 1954 und 1959. Das Handbuch nennt ihn außerdem Zweiten Vorsitzenden der Vereinigung der Zentralfachverbände des deutschen Handwerks. Als Wohnort nennt das Handbuch Hameln, wo er geboren wurde und starb. Seine Mandatszeit umfasste 282 Sitzungen der 1., 227 der 2. und 168 der 3. Wahlperiode.

Reden

Die Protokolle zählen 47 Reden mit 21.625 Wörtern in 677 Sitzungen, 35 in der 1., acht in der 2. und vier in der 3. Wahlperiode. In der ersten am 25. November 1949, 125 Wörter lang, gab er eine kurze Erklärung ab, nachdem der Vertreter der Bayernpartei auf die niedrigen Gehälter eines Großteils der Beamtenschaft hingewiesen hatte. In der letzten am 20. Mai 1960 nahm er im Anschluss an seinen Vorredner Stellung und kündigte an, seine persönliche Auffassung klar zu sagen.

Abweichungen

Die Biografie führt ihn als Fritz, die Stammdaten als Friedrich Mensing. Als Beruf vermerken die Stammdaten Senator und Fleischermeister. Die Abstimmungsdaten der ersten beiden Wahlperioden sind unsicher; nach ihnen nahm er an 219 von 295 namentlichen Abstimmungen teil.

Mandate im Überblick

Mensing kam 1949, 1953 und 1957 über die Landesliste der CDU Niedersachsen in den Bundestag:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste Niedersachsen, CDU/CSU-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Niedersachsen, CDU/CSU-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Niedersachsen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Peter Hintze

Evangelischer Pfarrer aus Königswinter, Bundesbeauftragter für den Zivildienst, Generalsekretär der CDU unter Helmut Kohl, Staatssekretär bei Angela Merkel und Vizepräsident des Bundestags: Peter Hintze, geboren am 25.04.1950 in Bad Honnef, saß von 1990 bis zu seinem Tod für die CDU im Bundestag. Er starb am 26.11.2016.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. April 1950 in Bad Honnef
  • Gestorben: 26. November 2016
  • Beruf: Vizepräsident DBT a. D., Evangelischer Theologe
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1990 bis 2016 (12. bis 18. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 1 Kind

Pfarrer

Nach dem Abitur am Siebengebirgsgymnasium studierte Hintze Evangelische Theologie in Bonn und an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, bis 1977. Nach dem Vikariat war er von 1980 bis 1983 Pfarrer in Königswinter. Im Dezember 1983 berief ihn Familienminister Heiner Geißler zum Bundesbeauftragten für den Zivildienst.

Generalsekretär

Von 1990 bis 1992 führte Hintze den Evangelischen Arbeitskreis der Union. 1992 wurde er als Nachfolger von Volker Rühe Generalsekretär der CDU. Seine Rote-Socken-Kampagne gegen das Magdeburger Modell trug 1994 dazu bei, den Vorsprung der SPD unter Rudolf Scharping aufzuholen, galt aber als polarisierend. Für die Händedruck-Kampagne von 1998 wurde er kritisiert und trat drei Tage nach der verlorenen Wahl zurück. Mit ihm verbunden ist die Einführung der Frauenquote in der CDU.

Regierungsämter

Am 24.01.1991 wurde Hintze Parlamentarischer Staatssekretär bei der Frauen- und Jugendministerin Angela Merkel, am 13.05.1992 schied er aus. Am 23.11.2005 wurde er Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister, ab Februar 2007 zugleich Koordinator für die Luft- und Raumfahrt. 2009 war er als Staatssekretär der Kanzlerin vorgesehen, bat aber aus privaten Gründen, im Wirtschaftsministerium zu bleiben.

Bundestag

Von 1998 bis 2005 leitete Hintze die Arbeitsgruppe der Unionsfraktion für Angelegenheiten der Europäischen Union, ab Januar 2006 die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen. Am 22.10.2013 wählte ihn der Bundestag zu einem seiner Vizepräsidenten; seine Regierungsämter legte er nieder. Ab 2001 war er Vizepräsident der Christlich-Demokratischen Internationale, ab 2002 einer der Vizepräsidenten der Europäischen Volkspartei.

Tod

2013 wurde bei Hintze Krebs festgestellt. Er starb im November 2016 mit 66 Jahren und wurde am 03.12.2016 nach einer Trauerfeier in der Erlöserkirche auf dem Neuen Friedhof in Bad Honnef beigesetzt. Er war zweimal verheiratet und hatte einen Sohn.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hintze Vizepräsidenten des Bundestags a. D. und evangelischen Theologen, evangelisch, verheiratet mit einem Kind, und verzeichnen Listenmandate vom 20.12.1990 bis zum 26.11.2016. Für 1994 und 1998 tragen sie den Zusatz Wuppertal I. Als Geburtsort nennen sie Bad Honnef; die Stadt hieß 1950 noch Honnef.

Mandate im Überblick

Hintze zog stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen der CDU in den Bundestag ein:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 18. Wahlperiode (22.10.2013 bis 26.11.2016): Landesliste NW, CDU/CSU-Fraktion

Vom 27.10.1992 bis 07.11.1998 war er Generalsekretär der CDU.

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Brigitte Freyh

Lehrerin, Mitgründerin einer Stiftung für den Zweiten Bildungsweg, Frankfurter Stadtverordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im ersten Kabinett Brandt: Brigitte Freyh, geboren als Brigitte Mayer am 25.04.1924 in Ahrensdorf, saß von 1961 bis 1972 für die SPD im Bundestag. Sie starb am 13.09.2009.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. April 1924 in Ahrensdorf
  • Gestorben: 13. September 2009
  • Beruf: Hausfrau, Parl. Staatssekretärin b. Min. f. wirtschaftliche Zusammenarbeit
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1961 bis 1972 (4. bis 6. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Ausbildung

Brigitte Mayer machte 1942 in Berlin Abitur und arbeitete im Krieg als Volksschullehrerin. Danach studierte sie Geschichte, Germanistik und Philosophie in Marburg, Hamburg und Frankfurt. 1949 trat sie dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund bei, 1951 der SPD.

Zweiter Bildungsweg

1959 gehörte Freyh zu den Gründerinnen der Walter-Kolb-Stiftung in Frankfurt, benannt nach dem früheren Oberbürgermeister, und wurde ihre erste Geschäftsführerin. Die Stiftung, die bis heute besteht, vergab Stipendien an junge Menschen, die über den Zweiten Bildungsweg das Abitur oder ein Studium nachholen wollten, ein Thema, das in den Jahren vor der Bildungsexpansion erst langsam Gewicht bekam. Von 1956 bis 1961 saß sie in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung.

Nachfolgerin Zinns

Am 22.12.1961 rückte Freyh für Georg August Zinn in den Bundestag nach, den langjährigen hessischen Ministerpräsidenten, der aus dem Parlament ausgeschieden war. 1965 und 1969 gewann sie den Wahlkreis Frankfurt II direkt; der Wahlkreis umfasste Teile der Stadt Frankfurt, in der sie seit Jahren kommunalpolitisch verankert war.

Staatssekretärin

Am 22.10.1969 berief Willy Brandt sie als Parlamentarische Staatssekretärin zum Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Minister war Erhard Eppler, der das Ressort von 1968 bis 1974 führte und die Entwicklungspolitik stärker an den Bedürfnissen der Partnerländer ausrichten wollte. Das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs war erst 1967 geschaffen worden. 1972 kandidierte sie nicht wieder für den Bundestag, am 15.12.1972 schied sie aus dem Regierungsamt aus.

Entwicklungspolitik

Das Thema blieb: Von 1973 bis 1981 war Freyh Kuratorin der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung, die Fachkräfte aus Entwicklungsländern fortbildete, und von 1982 bis 1988 arbeitete sie für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn.

Stammdaten

Freyh starb im September 2009 mit 85 Jahren, fast vier Jahrzehnte nach ihrem Ausscheiden aus Parlament und Regierung. Die Stammdaten nennen als Beruf Hausfrau und Parlamentarische Staatssekretärin, dazu verheiratet und ein Kind; ihre Tätigkeit als Lehrerin und Stiftungsgeschäftsführerin erwähnen sie nicht. Zur Religion machen sie keine Angabe.

Mandate im Überblick

Freyh rückte im Dezember 1961 über die hessische Landesliste nach und gewann danach zweimal den Wahlkreis Frankfurt II direkt:

  • 4. Wahlperiode (22.12.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Hessen, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Aloys Feldmann

Jurist, Bürgermeister von Geseke, von den Nationalsozialisten aus dem Amt gejagt und Vater einer Gemeindeordnung: Aloys Feldmann, geboren am 25.04.1897 in Körbecke, vertrat von 1949 bis 1957 den Wahlkreis Lippstadt – Brilon für die CDU. Er starb am 09.10.1965 in Mülheim an der Ruhr.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. April 1897 in Koerbecke
  • Gestorben: 9. Oktober 1965
  • Beruf: Fabrikant, Bürgermeister a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch

Syndikus und Bürgermeister

Feldmann studierte Rechts- und Staatswissenschaften und gehörte seit 1919 dem katholischen Studentenverein Unitas in Frankfurt an. Nach dem Studium arbeitete er als Syndikus, 1932 wurde er hauptamtlicher Bürgermeister von Geseke im Kreis Lippstadt. Bis 1933 gehörte er der Zentrumspartei an, der Partei des politischen Katholizismus, die im katholischen Westfalen besonders stark war und nach 1945 in großen Teilen in der CDU aufging.

Entlassen

1937 entließen ihn die Nationalsozialisten aus rassischen und politischen Gründen aus dem Bürgermeisteramt. Danach verdiente er sein Geld als Handelsvertreter und als Fabrikant von Papiersäcken. Die Stammdaten nennen ihn Fabrikant und Bürgermeister außer Dienst; sie schreiben seinen Geburtsort Koerbecke.

Neuanfang

1946 wurde Feldmann erneut Bürgermeister. Er gehörte 1946 und 1947 zu den Gründern der CDU in Westfalen-Lippe, die katholische und evangelische Christen in einer Partei sammeln wollte. Von 1946 bis 1950 saß er im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Dort verfasste er einen nach ihm benannten Entwurf für eine neue Gemeindeordnung des Landes. Die britische Besatzungsmacht hatte die Kommunalverfassung nach englischem Vorbild umgestellt, mit einem ehrenamtlichen Bürgermeister und einem hauptamtlichen Gemeindedirektor, und die Frage, wie die Gemeinden künftig verfasst sein sollten, war eines der großen Themen der ersten Landtagsjahre.

Lippstadt – Brilon

1949 gewann Feldmann den Wahlkreis Lippstadt – Brilon, ein überwiegend katholisches Gebiet zwischen Hellweg und Sauerland, in dem die CDU sichere Mehrheiten erzielte. 1953 verteidigte er ihn. Im ersten Bundestag gehörte er zu den Abgeordneten, die aus der Kommunalpolitik kamen und die Erfahrungen der Nachkriegsjahre in den Gemeinden nach Bonn trugen, als Wohnungsnot, Flüchtlingsaufnahme und Wiederaufbau die Rathäuser beschäftigten. 1957 schied er aus.

Lebensende

Feldmann starb 1965 mit 68 Jahren in Mülheim an der Ruhr. Sein Lebensweg zeigt einen Kommunalbeamten der Weimarer Republik, den die Diktatur aus dem Amt drängte und der nach 1945 in Stadt, Land und Bund an der Neuordnung mitwirkte. Die Stammdaten nennen ihn katholisch, machen aber keine Angaben zur Familie. Geseke, die Stadt seiner beiden Amtszeiten, liegt am Hellweg zwischen Lippstadt und Paderborn und ist bis heute von Zementindustrie geprägt.

Mandate im Überblick

Zweimal gewann Feldmann seinen sauerländisch-westfälischen Wahlkreis direkt, schon bei der ersten Bundestagswahl und erneut vier Jahre später:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Jochen Borchert

Jochen Borchert kam am 25.04.1940 in Nahrstedt bei Stendal zur Welt. Der Landwirt aus der Altmark bewirtschaftete einen Pachthof in Wattenscheid, war haushaltspolitischer Sprecher der Union und von 1993 bis 1998 Bundeslandwirtschaftsminister. Am 04.11.1980 schaffte Borchert für die CDU den Sprung in den Bundestag. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Landwirt, Bundesminister a. D., Religion evangelisch, Familienstand verheiratet, 2 Kinder.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. April 1940 in Nahrstedt (Krs. Stendal)
  • Beruf: Landwirt, Bundesminister a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1980 bis 2009 (9. bis 16. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Ämter: Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 1993 bis 1998
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder

Von der Altmark nach Wattenscheid

Borchert ist der Sohn eines Landwirts aus Nahrstedt bei Stendal in der Altmark. 1953, als die Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR viele Bauern unter Druck setzte, floh die Familie in den Westen. Nach der mittleren Reife lernte er von 1957 bis 1959 Landwirt und erwarb 1961 an der Ingenieurschule für Landbau in Soest den Abschluss als Agraringenieur. 1970 übernahm er den elterlichen Pachtbetrieb in Wattenscheid, das 1975 nach Bochum eingemeindet wurde, und studierte daneben an der Ruhr-Universität Wirtschaftswissenschaften; 1974 schloss er als Diplomökonom ab.

CDU in Bochum

Seit 1965 gehört Borchert der CDU an. Von 1976 bis 1981 saß er im Rat der Stadt Bochum, von 1977 bis 2000 führte er den Kreisverband, dessen Ehrenvorsitzender er seither ist. In der Ruhrgebietsstadt, einer Hochburg der Sozialdemokraten, war ein Direktmandat für die Union nicht zu gewinnen; Borchert zog von 1980 bis 2009 stets über die nordrhein-westfälische Landesliste in den Bundestag ein. Von 1989 bis 1993 war er haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion und damit einer der wichtigsten Fachleute für die Finanzierung der deutschen Einheit.

Minister für Ernährung und Landwirtschaft

Am 21.01.1993 berief ihn Helmut Kohl als Nachfolger von Ignaz Kiechle zum Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. In seine Amtszeit fielen die Umsetzung der EU-Agrarreform, die die Preisstützung zugunsten direkter Zahlungen zurückfuhr, die Umstrukturierung der ostdeutschen Landwirtschaft und die BSE-Krise, die 1996 mit dem Exportverbot für britisches Rindfleisch ihren Höhepunkt erreichte. Mit dem Regierungswechsel schied er am 26.10.1998 aus dem Amt. Von 1993 bis 2003 führte er den Evangelischen Arbeitskreis der Union. 2009 stimmte er als einziger Unionsabgeordneter gegen das Zugangserschwerungsgesetz gegen Internetsperren.

Jagd, Pferde, Versicherungen

Nach dem Bundestag widmete sich Borchert Verbänden und Aufsichtsräten. Er war Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes und Vorsitzender des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen in Köln, führte die Aufsichtsräte mehrerer Gesellschaften des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster und ist Ehrenpräsident der NRW-Stiftung. Er erhielt 1996 das Große Verdienstkreuz, 2009 den Ehrenring der Stadt Bochum und 2018 den Verdienstorden des Landes. Er ist evangelisch und verheiratet; seine Frau Ingrid sitzt im Bochumer Rat, seine Tochter Katharina ist Journalistin.

Mandate im Überblick

Er war 40 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 69 beim Ausscheiden. Die Mandate ergeben zusammen rund 29 Jahre in 8 Wahlperioden. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet im Einzelnen:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Natsume Inagawa

Natsume Inagawa (japanisch 稲川なつめ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Shiga. Ihr Geburtsdatum wird in den Quellen unterschiedlich angegeben, genannt werden der 25. April 1991 und der 30. Januar 1989. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 6. April 1991.

2010 debütierte sie, von 2011 bis 2013 trat sie als Natsume Inagawa auf. Im November 2013 stand sie erstmals als Stripperin auf der Bühne. 2018 kehrte sie als Sumire Kurokawa zurück, 2020 nannte sie sich kurz Natsu Nishida. 2023 kam sie in der Jahresrangliste von FANZA auf Platz 15.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 167 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 88, die Taille 56 und die Hüfte 88 Zentimeter. Als Hobbys nennt sie Bogenschießen, Turnen und Cafés.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Arisu Miyuki

Arisu Miyuki (japanisch 美雪ありす) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Hokkaido. Sie wurde am 25. April 1987 geboren.

Vor ihrer Karriere arbeitete sie fünf Jahre als Model auf Hokkaido, unter anderem in der Werbung. Im Dezember 2010 debütierte sie mit „White Love“ bei Alice Japan, im November 2012 wechselte sie zu Idea Pocket. Im Juli 2015 kündigte sie in ihrem Blog den Rückzug an, laut Profil endete ihre Karriere im Dezember 2015.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 167 Zentimetern und Körbchengröße F, die Oberweite misst 86, die Taille 56 und die Hüfte 85 Zentimeter. Mit Körbchengröße F hat sie also richtig ordentliche Hupen. Ihre Hobbys sind Kochen, Lyrik schreiben, Riesen-Caprico-Erdbeer-Völlerei und Gesichtswahrnehmung.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Kaede Kyomoto

Kaede Kyomoto (japanisch 京本かえで) ist eine japanische Pornodarstellerin und Stripperin; als Herkunft werden Tochigi oder Tokio angegeben. Ihr Geburtsdatum wird in den Quellen unterschiedlich angegeben, genannt werden der 25. April 1988 und der 18. Mai 1986.

2005 debütierte sie als Kaede Kyomoto, im Juni 2014 nannte sie sich in Yura Hitomi um. Seit dem 13. September 2017 tritt sie mit neuem Profil als Mio Kimijima auf, die beiden Geburtsdaten stammen aus den unterschiedlichen Profilen. 2017 und 2018 galt sie als die meistbeschäftigte Darstellerin der Branche, unter dem neuen Namen drehte sie bis 2021 rund 800 Filme. Im Mai 2019 stand sie im Asakusa Rock-za als Stripperin auf der Bühne.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 162 Zentimetern und Körbchengröße H, die Oberweite misst 92, die Taille 59 und die Hüfte 88 Zentimeter. Als Hobbys nennt ihr Profil heiße Quellen, Auswärtsessen und Kochen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Chichi Asada

Chichi Asada (japanisch 浅田ちち) ist eine japanische Pornodarstellerin. Sie wurde am 25. April 1986 geboren.

Nach verfügbaren Angaben debütierte sie um 2008 und beendete ihre Karriere schon Ende Oktober 2008 wieder.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 160 Zentimetern und Körbchengröße K, die Oberweite misst 103, die Taille 60 und die Hüfte 87 Zentimeter. Ihr Hobby ist Tennis. Nach verfügbaren Angaben schaut sie außerdem gern Filme.

Bild: Symbolbild, generiert mit der Midjourney AI.

Stand: 17.10.2026