Köpfe: Anton Pfeifer

Jurist, Landesvorsitzender der Jungen Union, Bildungspolitiker, Staatssekretär in zwei Ministerien und Staatsminister bei Helmut Kohl: Anton Pfeifer, geboren am 21.03.1937 in Villingen im Schwarzwald, gehörte dem Bundestag von 1969 bis 2002 an.

Kurzprofil

  • Geboren: 21. März 1937 in Villingen (Schwarzwald)
  • Beruf: Staatsminister a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1969 bis 2002 (6. bis 14. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Tübingen

Nach dem Abitur 1956 in Stuttgart studierte Pfeifer Rechtswissenschaft in Tübingen und Bonn, 1957 führte er den RCDS in Tübingen. Laut Handbuch wurde er 1964 Gerichtsassessor in Reutlingen, dann in den Beratungsdienst des Landtags abgeordnet, und war von 1965 bis 1969 persönlicher Referent des Kultusministers. Die Stammdaten führen ihn als Staatsminister a. D., katholisch, verheiratet, zwei Kinder.

Junge Union

Der CDU gehört Pfeifer nach verfügbaren Angaben seit 1959 an. Von 1967 bis 1972 war er Landesvorsitzender der Jungen Union in Baden-Württemberg. Im Bundestag leitete er nach verfügbaren Angaben von 1972 bis 1982 die Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der Fraktion. Die erste Wortmeldung am 15. April 1970 war eine Frage nach Bundesmitteln für Schnellbaumaßnahmen im Hochschulbereich.

Staatssekretär

Am 4. Oktober 1982 berief ihn Helmut Kohl zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bildungsministerium, 1987 wechselte er ins Familienministerium. Von 1991 bis 1998 war er Staatsminister im Kanzleramt. Sein Mandat umfasste 2.066 Sitzungen; die Protokolle zählen 536 Reden mit 110.341 Wörtern, allein 244 in der 10. und 203 in der 11. Wahlperiode, meist Antworten in der Fragestunde.

Buchpreisbindung

Die letzte Rede hielt Pfeifer am 14. Juni 2002, 827 Wörter lang. Gut sei, dass es neben den Streitfragen auch Felder des Konsenses gebe; dazu gehöre, dass die Buchpreisbindung, die in Deutschland Tradition habe, Bestand haben solle. Feste Ladenpreise für Bücher seien eine Grundvoraussetzung für eine lebendige und vielseitige Literaturlandschaft.

Abstimmungen

An 938 von 940 namentlichen Abstimmungen nahm Pfeifer teil, 360-mal mit Ja, 567-mal mit Nein und elfmal mit Enthaltung. Nur sieben Stimmen wichen von der Union ab, vier davon in seiner letzten Wahlperiode. Am 20. Juni 1991 stimmte er für den Konsensantrag zu Berlin und Bonn, den die Mehrheit der Fraktion ablehnte.

Ehrenämter

2002 schied Pfeifer mit 65 Jahren aus dem Bundestag aus. Von 1989 bis 2009 war er nach verfügbaren Angaben stellvertretender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, er leitete das Kuratorium des Internationalen Bundes. 1978 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz, 1998 den Verdienstorden Baden-Württembergs.

Mandate im Überblick

Pfeifer gewann von 1969 bis 1998 neunmal den Wahlkreis Reutlingen direkt:

  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Reutlingen, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Reutlingen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Günter Jaschke

Verwaltungslehrling aus Schlesien, Personalratsvorsitzender beim Arbeitsamt und Bürgermeister in Soest: Günter Jaschke, geboren am 21.03.1921 in Breslau, gehörte dem Bundestag von 1965 bis 1976 für die SPD an. Er starb am 23.08.1985 in Soest.

Kurzprofil

  • Geboren: 21. März 1921 in Breslau
  • Gestorben: 23. August 1985
  • Beruf: Verwaltungsinspektor a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1965 bis 1976 (5. bis 7. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Schlesien und Krieg

Nach Volks- und Abendschule machte Jaschke von 1935 bis 1938 eine Verwaltungslehre bei der Stadt Wünschelburg und arbeitete danach beim Arbeitsamt Glatz. Am 30.03.1939 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP, zum 1. September wurde er aufgenommen. Nach dem Reichsarbeitsdienst war er von 1941 bis 1945 Soldat und wurde schwer verwundet.

Soest

Als Vertriebener ließ sich Jaschke in Soest nieder und arbeitete ab 1946 wieder beim Arbeitsamt. 1950 legte er die zweite Verwaltungsprüfung ab, 1964 wurde er Verwaltungsinspektor. 1957 und 1958 besuchte er als Stipendiat die Akademie der Arbeit in Frankfurt. Seit 1947 gehörte er dem Verband der Kriegsbeschädigten an. Jaschke war Katholik, verheiratet und Vater von drei Kindern. Zudem übte er eine Funktion beim VdK aus.

Gewerkschaft

Seit 1946 gewerkschaftlich organisiert, schloss sich Jaschke 1949 der DAG und der ÖTV an. Von 1952 bis 1960 saß er im Kreisvorstand der ÖTV, von 1958 bis 1960 war er Ortsvorsitzender in Soest. 1955 wurde er Vorsitzender des Personalrats beim Arbeitsamt und Mitglied des Bezirkspersonalrats.

SPD und Stadt

1947 trat Jaschke der SPD bei, ab 1957 führte er den Ortsverein Soest. Seit 1956 saß er im Rat, zeitweise als Fraktionsvorsitzender. 1960 und 1961 war er Bürgermeister, danach bis 1964 stellvertretender Bürgermeister. 1961 wurde er in den Kreistag gewählt.

Bundestag

Im Wahlkreis Arnsberg – Soest unterlag Jaschke stets dem CDU-Kandidaten. 1971 warf ihm ein Teil der Basis vor, zu selten im Wahlkreis zu sein; als er seine Spende an den Kreisverband an eine erneute Nominierung knüpfte, kam es zum offenen Konflikt, den auch ein Appell von Franz Müntefering zunächst nicht beilegte. Seine erste Rede im Juni 1966 betraf die Bemessungsgrenze der Arbeitslosenversicherung, seine letzte im Juli 1976 die Förderung des Behindertensports. Die Protokolle verzeichnen 15 Reden; an allen 93 namentlichen Abstimmungen nahm er teil, stets mit der Fraktion; 63-mal stimmte er mit Ja, 30-mal mit Nein. Nach einer Krisensitzung lenkte er im Nominierungsstreit ein.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Jaschke Verwaltungsinspektor a. D., katholisch, verheiratet mit drei Kindern, und verzeichnen drei Mandate von 1965 bis 1976. Seine NSDAP-Mitgliedschaft und sein Bürgermeisteramt führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Jaschke zog dreimal über die nordrhein-westfälische Landesliste der SPD in den Bundestag ein:

  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Anne Marie Heiler

Anne Marie Heiler wurde am 21.03.1889 in Brackweide geboren. Am 07.09.1949 wurde Heiler Mitglied des deutschen Bundestages (MdB) für die CDU. Als Beruf vermerkt die Bundestagsverwaltung Lehrerin, als Religion evangelisch und als Familienstand keine Angaben. Am 17.12.1979 verstarb Heiler.

Stand: 14. Januar 2020.

Köpfe: Dr. Rose Götte

Württembergerin, erstes Mädchen ihres Dorfes am Gymnasium, promovierte Germanistin, Journalistin, Pädagogin an der Hochschule in Landau, Landtagsabgeordnete, Bildungs- und Kulturministerin in Mainz und Gründerin einer Tagesstätte für Demenzkranke: Rose Götte, geboren am 21.03.1938 in Cleebronn, vertrat von 1987 bis 1991 den Wahlkreis Kaiserslautern für die SPD im Bundestag.

Kurzprofil

  • Geboren: 21. März 1938 in Cleebronn (Württemberg)
  • Beruf: Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1987 bis 1991 (11. bis 12. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 3 Kinder

Studium

Götte, geborene Wennberg, wuchs mit vier Brüdern und einer Schwester in Cleebronn auf. Nach dem Abitur 1957 studierte sie Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Tübingen, Wien und Bonn und wurde 1964 promoviert. Von 1965 bis 1972 arbeitete sie als Journalistin, bis 1979 war sie wissenschaftliche Assistentin an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Landau und arbeitete an einem Projekt des Zentrums für empirische pädagogische Forschung.

Landtag

1971 trat Götte der SPD bei. Von 1979 bis 1987 saß sie im Landtag von Rheinland-Pfalz. 1987 gewann sie den Wahlkreis Kaiserslautern und wechselte nach Bonn. Am 05.03.1987 hatte sie das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. 1990 gewann sie den Wahlkreis bei der ersten gesamtdeutschen Wahl erneut; das zweite Mandat begann am 20.12.1990. Im Landtag hatte sie zuvor acht Jahre die Bildungspolitik der Opposition gegen die CDU-Regierungen von Bernhard Vogel und Carl-Ludwig Wagner mitgetragen.

Ministerin

Als Rudolf Scharping 1991 die Landtagswahl gewann, holte er Götte am 21.05.1991 als Ministerin für Bildung und Kultur in sein Kabinett; am 07.06.1991 legte sie das Bundestagsmandat nieder. Am 14.11.1991 wandte sie sich entschieden gegen den Wiederaufbau des Reiterdenkmals am Deutschen Eck und gegen die Annahme der Spende von Werner Theisen.

Kindergartenplatz

Unter Kurt Beck wurde Götte am 26.10.1994 Ministerin für Kultur, Jugend, Familie und Frauen. In ihre Amtszeit fielen der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in Rheinland-Pfalz und die erste Regierungserklärung zur Kultur. Am 18.05.2001 schied sie aus der Regierung aus, 2002 saß sie im Verwaltungsrat des Deutschlandradios.

Demenz

Damit gehörte sie zehn Jahre den Kabinetten von Scharping und Beck an, zuletzt im Kabinett Beck II. In Kaiserslautern gründete Götte einen Verein, der eine Tagesstätte für Demenzkranke trägt, und leitete sie von 2008 bis 2018 ehrenamtlich. 2013 erhielt sie die Freiherr-vom-Stein-Plakette. Sie war bis zu dessen Tod mit Klaus Götte verheiratet und hat drei Kinder.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Götte wissenschaftliche Mitarbeiterin, evangelisch, verheiratet und Mutter von drei Kindern und führen zwei Direktmandate, vom 18.02.1987 bis zum 20.12.1990 und dann bis zum 07.06.1991, ohne den Namen des Wahlkreises zu nennen. Den Geburtsort geben sie als Cleebronn in Württemberg an.

Mandate im Überblick

Götte gewann 1987 und 1990 den Wahlkreis Kaiserslautern direkt:

  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 07.06.1991): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Hans-Dietrich Genscher

Luftwaffenhelfer, Tuberkulosekranker, Jurist aus Halle, Flüchtling aus der DDR, Innenminister, achtzehn Jahre Außenminister und Vizekanzler, elf Jahre FDP-Vorsitzender und der Mann auf dem Balkon der Prager Botschaft: Hans-Dietrich Genscher, geboren am 21.03.1927 in Reideburg bei Halle, saß von 1965 bis 1998 für die FDP im Bundestag. Er starb am 31.03.2016 in Wachtberg.

Kurzprofil

  • Geboren: 21. März 1927 in Reideburg (Saalkreis)
  • Gestorben: 31. März 2016
  • Beruf: Rechtsanwalt, Bundesminister a. D.
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1965 bis 1998 (5. bis 13. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 1 Kind

Jugend in Halle

Genscher war Sohn eines Juristen beim Landwirtschaftsverband, der 1937 starb. Ab 1943 war er Luftwaffenhelfer. Die NSDAP-Kartei verzeichnet ihn als Mitglied zum 20.04.1944; er sprach von einem Sammelantrag ohne sein Wissen, was die Forschung für ausgeschlossen hält. Im Januar 1945 meldete er sich zur Wehrmacht und geriet mit der Armee Wenck in Gefangenschaft. Eine Tuberkulose begleitete ihn danach zehn Jahre.

Flucht in den Westen

Von 1946 bis 1949 studierte Genscher Jura und Volkswirtschaft in Halle und Leipzig und war Mitglied der LDP. Am 20.08.1952 floh er über West-Berlin in die Bundesrepublik, legte 1954 in Hamburg das zweite Staatsexamen ab und arbeitete als Anwalt in Bremen. 1956 wurde er Assistent der FDP-Fraktion in Bonn, 1959 ihr Geschäftsführer, von 1962 bis 1964 zugleich Bundesgeschäftsführer der Partei.

Innenminister

1969 wurde Genscher Innenminister in der Regierung Brandt. In seine Amtszeit fielen das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München 1972 und der Aufbau der GSG 9. Am 01.10.1974 übernahm er den FDP-Vorsitz, den er bis 1985 behielt; in diese Zeit fiel 1982 der Wechsel von der SPD zur Union.

Außenminister

Von 1974 bis 1992 war Genscher Außenminister und Vizekanzler unter Helmut Schmidt und Helmut Kohl, mit einer Unterbrechung von gut zwei Wochen 1982, der längstamtierende Bundesminister. Er trat für Entspannung und den KSZE-Prozess ein. Am 30.09.1989 verkündete er vom Balkon der Prager Botschaft Tausenden DDR-Flüchtlingen ihre Ausreise; der Satz ging im Jubel unter. 1990 verhandelte er den Zwei-plus-Vier-Vertrag mit.

Abschied

Im Mai 1992 trat Genscher als Außenminister zurück und wurde Ehrenvorsitzender der FDP. 1998 schied er mit Alfred Dregger und Dionys Jobst als einer der drei letzten Abgeordneten mit früherer NSDAP-Mitgliedschaft aus dem Bundestag aus.

Stammdaten

Genscher starb im März 2016 mit 89 Jahren in Wachtberg-Pech bei Bonn. Die Stammdaten nennen ihn Rechtsanwalt und Bundesminister a. D., evangelisch, verheiratet und Vater eines Kindes. Für 1994 verzeichnen sie zusätzlich den Wahlkreis Wuppertal I; die NSDAP-Kartei erwähnen sie nicht.

Mandate im Überblick

Genscher zog neunmal in Folge über die nordrhein-westfälische Landesliste der FDP in den Bundestag ein und kandidierte in Wuppertal:

  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Karl Arnold

Geboren wurde Dr. Karl Arnold am 21.03.1901 in Herrlishöfen. Der Schuhmacher und Gewerkschafter war Politiker des Zentrums und der CDU, zweiter Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, erster Präsident des Bundesrates und zuletzt kurz Bundestagsabgeordneter. Sein erstes Bundestagsmandat für die CDU trat Arnold am 15.10.1957 an. Die amtlichen Abgeordnetendaten nennen als Beruf Ministerpräsident a. D., als Religion katholisch und als Familienstand verheiratet. Arnold starb am 29.06.1958 in Düsseldorf.

Kurzprofil

  • Geboren: 21. März 1901 in Herrlishöfen
  • Gestorben: 29. Juni 1958
  • Beruf: Ministerpräsident a. D.
  • Partei: Zentrum, ab 1945 CDU
  • Bundestag: 1957 bis 1958 (3. Wahlperiode), direkt gewählt
  • Landesämter: Oberbürgermeister von Düsseldorf 1946/47, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen 1947 bis 1956, Präsident des Bundesrates 1949/50
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet

Christlicher Gewerkschafter

Arnold stammte aus Herrlishöfen in Oberschwaben und lernte nach der Volksschule Schuhmacher. 1920 und 1921 besuchte er die Soziale Hochschule Leohaus in München, im Herbst 1921 ging er nach Düsseldorf zum Christlichen Lederarbeiter-Verband. Seit 1920 gehörte er dem Zentrum an und verstand sich zeitlebens als christlicher Sozialist. Von 1925 bis 1933 war er Düsseldorfer Stadtverordneter. In der NS-Zeit wurde er überwacht; ab 1934 war er Mitinhaber eines Installationsgeschäfts. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er im August verhaftet, mangels Beweisen aber bald freigelassen. Im Dezember 1945 gründete er mit Hans Böckler im Rheinland die Einheitsgewerkschaft mit.

Ministerpräsident und Bundesratspräsident

1946 wurde Arnold Oberbürgermeister von Düsseldorf. Nach der ersten Landtagswahl 1947 wählte ihn der Landtag als Nachfolger von Rudolf Amelunxen zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Er regierte anfangs mit einer Allparteienkoalition und förderte Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft. Vom 07.09.1949 bis zum 06.09.1950 war er der erste Präsident des Bundesrates. Im Februar 1956 stürzten ihn SPD und FDP durch ein konstruktives Misstrauensvotum; Nachfolger wurde Fritz Steinhoff. Arnold gehörte nach dem Krieg auch zu den Lizenzträgern der Rheinischen Post.

Kurz im Bundestag

Bei der Bundestagswahl 1957 wurde Arnold direkt in den Bundestag gewählt. 1958 übernahm er als Nachfolger Jakob Kaisers den Vorsitz der CDU-Sozialausschüsse und trat als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 06.07.1958 an, um in Düsseldorf zurückzukehren. Dazu kam es nicht: Am frühen Morgen des 29.06.1958 erlitt er nach einer Wahlkundgebung einen Herzinfarkt. Er wurde in einem Ehrengrab auf dem Düsseldorfer Südfriedhof beigesetzt. Sein Sohn Gottfried Arnold vertrat Düsseldorf später 22 Jahre lang im Bundestag.

Wenige Monate in Bonn

Arnold zog nach dem Wahlsieg der Union vom 15.09.1957 ins Parlament ein, bei dem CDU und CSU mit 50,2 Prozent der Zweitstimmen die bislang einzige absolute Mehrheit der Bundesgeschichte errangen. Sein Mandat dauerte nur gut acht Monate. In diese Zeit fiel die heftige Debatte um eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr, gegen die im Frühjahr 1958 die Bewegung Kampf dem Atomtod Zehntausende auf die Straße brachte.

Mandate im Überblick

Beim Einzug in den Bundestag war er 56 Jahre alt, beim Ausscheiden 57. Das Mandat dauerte gut 8 Monate. Die Stammdaten halten fest:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 29.06.1958): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Natsu Hoshino

Natsu Hoshino (japanisch 星野なつ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Akita. Sie wurde am 21. März 1987 geboren.

2005 debütierte sie.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 160 Zentimetern und Körbchengröße F, die Oberweite misst 83, die Taille 58 und die Hüfte 83 Zentimeter. Ihr Hobby ist Einkaufen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Nachi Kurosawa

Nachi Kurosawa (japanisch 黒沢那智) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Laut ihrem Profil wurde sie am 21. März 1985 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2006 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 167 Zentimetern und Körbchengröße J, die Oberweite misst 106, die Taille 63 und die Hüfte 90 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Yura Sakura

Yura Sakura (japanisch さくらゆら) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Sie wurde am 21. März 1995 geboren.

Am 10. Oktober 2013 debütierte sie als Idol im Bereich Chakuero, auf der Comiket war sie Ende 2013 Cosplay-Begleiterin. Im Januar 2014 erschien ihre erste Single, im Februar 2014 ein Aktfotoband und ihr Debüt als Exklusivdarstellerin von kawaii*. Im September 2015 wurde sie Mitglied der Ebisu Muscats. Im März 2016 pausierte sie für einen Auslandsaufenthalt, im September kehrte sie zurück. Am 31. März 2017 hörte sie wegen einer Erkrankung auf. Ihr Name wurde früher in falscher Reihenfolge als Sakura Yura geführt.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 156 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 83, die Taille 57 und die Hüfte 85 Zentimeter. Als Hobbys nennt ihr Profil Musikhören und Walking.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Chisa Hoshino

Chisa Hoshino (japanisch 星野千紗) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Hyogo. Laut ihrem Profil wurde sie am 21. März 1994 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil war sie von 2013 bis 2016 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 154 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 88, die Taille 55 und die Hüfte 85 Zentimeter. Ihr Hobby ist Sport.

Stand: 17.10.2026