Köpfe: Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz, geboren als Hans Gustav Bötticher am 7. August 1883 in Wurzen, Deutschland, war ein bedeutender deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler.

Bekannt wurde er vor allem durch seine humorvollen und skurrilen Gedichte, die oft das Leben der einfachen Menschen und die Absurditäten des Alltags zum Thema hatten. Sein Pseudonym „Ringelnatz“ ist der Name eines Seepferdchens und spiegelt seinen Hang zum Maritimen wider, was sich auch in vielen seiner Werke zeigt.

Ringelnatz wuchs in Leipzig auf und arbeitete in verschiedenen Berufen, darunter als Matrose und Buchhändler, bevor er sich der Kunst widmete. Ab 1910 trat er in Münchner Kabaretts auf und wurde schnell für seine originellen Vorträge und Gedichte bekannt. Besonders populär wurde seine Figur „Kuttel Daddeldu“, ein Seemann, der in vielen Gedichten Ringelnatz’ vorkommt.

Während der Weimarer Republik war Ringelnatz ein gefeierter Künstler, doch seine Werke fielen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 der Zensur zum Opfer. Seine Bücher wurden verboten und er erhielt ein Auftrittsverbot. Joachim Ringelnatz starb am 17. November 1934 in Berlin an den Folgen einer Tuberkuloseerkrankung.

Trotz seines vergleichsweise kurzen Lebens hinterließ Ringelnatz ein umfangreiches und vielseitiges Werk, das bis heute für seine einzigartige Mischung aus Witz, Melancholie und Menschlichkeit geschätzt wird.

Buchtipps

Kasperleverse

Köpfe: Paul Röhner

Sohn eines Landwirts und Schusters aus Unterfranken, Gebirgsjäger, Werkstudent auf dem Bau und unter Tage, Bauernverbandsdirektor für Oberfranken, Parlamentarischer Geschäftsführer der Union und danach zwölf Jahre Oberbürgermeister von Bamberg: Paul Röhner, geboren am 07.08.1927 in Aidhausen, gehörte dem Bundestag von 1965 bis 1982 an. Er starb am 24.12.2014 in Bamberg.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. August 1927 in Aidhausen
  • Gestorben: 24. Dezember 2014
  • Beruf: Direktor z. Wvw. im Bayerischen Bauernverband
  • Partei: CSU
  • Bundestag: 1965 bis 1982 (5. bis 9. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Aidhausen

Nach Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht und Gefangenschaft machte Röhner laut Handbuch das Abitur und studierte als Werkstudent Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft, nach verfügbaren Angaben zuerst kurz Theologie in Bamberg. Er finanzierte das Studium als Bauhilfsarbeiter und Bergmann in Oberhausen. Die Stammdaten führen ihn als Direktor im Bauernverband, katholisch, verheiratet, mit drei Kindern.

Bauernverband

Von 1953 bis 1958 war Röhner Landesgeschäftsführer der Bayerischen Jungbauernschaft, von 1959 bis 1982 Direktor des Bauernverbands für Oberfranken. 1965 trat er der CSU bei und führte später den Bezirksverband Oberfranken. Von 1970 bis 1990 stand er dem Kolping-Bildungswerk vor, danach war er Ehrenvorsitzender.

Agraretat

Sein Mandat umfasste 1.033 Sitzungen; die Protokolle zählen 83 Reden mit 35.268 Wörtern und 36 Zwischenrufe. In der ersten am 18. Mai 1966 nahm er zu einem Änderungsantrag der SPD zum Agraretat Stellung und ging auf Hans Hermsdorf (SPD) ein. Keine Haushaltsdebatte ohne Beitrag zum Agraretat, sagte er 1974.

Naturparke

Am 19. Juni 1973 beantragte Röhner zehn Millionen Mark für Naturparke und Landschaftsschutz. Georg Gallus (FDP) antwortete er, er sei so fair zuzugeben, dass er nichts zugebe, was er nicht wisse. Von 1969 bis April 1975 war er stellvertretender Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, ab 1975 Parlamentarischer Geschäftsführer.

Bamberg

Zuletzt fragte Röhner am 20. Januar 1982 Erich Riedl (CSU), ob ihm als Sprecher bekannt sei, warum der Bundeskanzler nicht da sei, der doch angesprochen wurde. Am 11. Mai 1982 legte er das Mandat nieder und wurde Oberbürgermeister von Bamberg; er blieb es bis 1994. Von 1982 bis 1994 saß er im Bezirkstag.

Abstimmungen

An allen 125 namentlichen Abstimmungen nahm Röhner teil, 65-mal mit Ja, 59-mal mit Nein und einmal mit Enthaltung. Siebenmal wich er von der Union ab, zuletzt im Juli 1979. 1969 wählte er in der Bundesversammlung mit. 1982 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern. Er starb an Heiligabend 2014 mit 87 Jahren in Bamberg.

Mandate im Überblick

Röhner gewann fünfmal in Folge den Wahlkreis 222 Bamberg direkt für die CSU:

  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 11.05.1982): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Hedwig Meermann

Sekretärin, Dolmetscherin, Tuttlinger Stadträtin, Wohnungspolitikerin und Präsidentin der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft: Hedwig Meermann, geborene Schmitt, geboren am 07.08.1913 in Essen, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1976 an. Sie starb am 09.04.2000 in Tuttlingen.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. August 1913 in Essen
  • Gestorben: 9. April 2000
  • Beruf: Hausfrau
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1961 bis 1976 (4. bis 7. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 1 Kind

Essen und Tuttlingen

Meermann wuchs als ältestes von vier Kindern einer Lehrerfamilie auf. Nach Abitur 1932 und Handelsschule verbrachte sie ein Jahr in Lyon und arbeitete von 1934 bis 1943 als Sekretärin und Sachbearbeiterin bei Firmen und Wirtschaftsverbänden. 1944 zog sie nach Tuttlingen und war nach dem Krieg Dolmetscherin für Französisch bei der Stadt, nach der Biografie bis 1947, nach dem Handbuch bis 1948. 1946 trat sie der ÖTV und der SPD bei. Später war sie Hausfrau; aus ihrer Ehe ging ein Sohn hervor.

Europarat und Partei

Von 1950 bis 1961 war Meermann Sekretärin der sozialdemokratischen Delegierten beim Europarat und ab 1954 bei der WEU. Von 1953 bis 1966 saß sie im Tuttlinger Stadtrat, von 1959 bis 1961 im Kreistag, wo sie die SPD-Fraktion führte. 1958 wurde sie Kreisvorsitzende, von 1964 bis 1972 leitete sie den Unterbezirk Schwenningen.

Bundestag

Vom 3. September 1970 bis 1972 war Meermann stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Städtebau und Wohnungswesen. Von 1968 bis 1972 leitete sie die Kulturkommission der Interparlamentarischen Union, von 1972 bis 1977 war sie Präsidentin der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Danach gründete sie die Vereinigung ehemaliger Abgeordneter mit, deren Vorstand sie bis 1991 angehörte. Sie erhielt 1973 das Verdienstkreuz 1. Klasse, 1977 das Große Verdienstkreuz und 1988 den Stern dazu.

Reden

Die Protokolle zählen 153 Reden mit 43.970 Wörtern und sieben Zwischenrufe in 903 Sitzungen, 59 Reden in der 4., 39 in der 5., 33 in der 6. und 22 in der 7. Wahlperiode. Ihre erste Wortmeldung am 14. März 1962 war eine Frage an einen Staatssekretär zur gemeinsamen Steuererklärung von Eheleuten. In der letzten Rede am 23. Juni 1976 zum Gesetz über die Modernisierung von Wohnungen nannte sie Attacken das Recht der Opposition und dankte Bauminister Karl Ravens für die Deutlichkeit des Mieten- und Wohngeldberichts.

Abstimmungen

An allen 111 namentlichen Abstimmungen nahm Meermann teil, 73-mal mit Ja, 36-mal mit Nein und zweimal mit Enthaltung. Ein einziges Mal wich sie von der Mehrheit der SPD ab, mit einer Enthaltung am 28. Februar 1969. Die Stammdaten nennen sie Hausfrau, katholisch, verheiratet, ein Kind.

Mandate im Überblick

Meermann zog viermal über die Landesliste der SPD Baden-Württemberg in den Bundestag ein:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Hans Hörmann (Freiburg)

Bergmann aus Penzberg, Industriekaufmann, Geschäftsführer der IG Bergbau und Energie in Freiburg im Breisgau, Arbeitsrichter und SPD-Ortsvorsitzender: Hans Hörmann, geboren am 07.08.1926 in Penzberg, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1972 an. Er starb am 29.07.2011 in Freiburg.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. August 1926 in Penzberg
  • Gestorben: 29. Juli 2011
  • Beruf: Geschäftsführer
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1961 bis 1972 (4. bis 6. Wahlperiode), über die Landesliste

Krieg und Gefangenschaft

Nach Volks- und Oberschule wurde Hörmann zur Wehrmacht eingezogen und war von 1943 bis 1945 Soldat. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, danach kam er in französischen Gewahrsam, aus dem er erst 1948 entlassen wurde, nach mehr als drei Jahren hinter Stacheldraht.

Bergmann und Gewerkschafter

1949 und 1950 arbeitete Hörmann als Bergmann in seiner Heimatstadt Penzberg, deren Kohlebergwerk die Stadt über Generationen prägte. Danach machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann in München und legte 1952 die Gehilfenprüfung ab. 1953 besuchte er die Sozialakademie Dortmund. Ab 1954 leitete er die Geschäftsstelle der IG Bergbau und Energie in Freiburg. Seit 1958 war er Richter am Arbeitsgericht Freiburg und Jugendschöffe bei der Großen Strafkammer.

SPD in Freiburg

1952 trat Hörmann der SPD bei. Von 1955 bis 1959 war er stellvertretender Vorsitzender, von 1960 bis 1972 Vorsitzender des Ortsvereins Freiburg. Von 1959 bis 1965 saß er im Freiburger Gemeinderat, in den ersten Jahren seines Bundestagsmandats also beide Ämter zugleich. Die Ortsvereinsführung behielt er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestag.

Bundestag

Bei der Wahl 1961 zog Hörmann über die Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag ein, 1965 und 1969 erneut. Ein Direktmandat gewann er nicht. Die Plenarprotokolle verzeichnen 61 Reden von ihm. Mit dem vorzeitigen Ende der sechsten Wahlperiode im September 1972 schied er aus; der Bundestag war aufgelöst worden, nachdem Willy Brandt die Vertrauensfrage bewusst verloren hatte. Hörmann saß damit in drei Wahlperioden, die von der Kanzlerschaft Ludwig Erhards über die Große Koalition bis zur sozialliberalen Koalition reichten.

Bochum

Von 1974 bis 1985 arbeitete Hörmann beim Hauptverband der IG Bergbau und Energie in Bochum. Damit blieb er der Gewerkschaft, für die er seit 1954 arbeitete, auch nach dem Bundestag über drei Jahrzehnte verbunden. Er starb im Juli 2011, wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag, in Freiburg.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hörmann mit dem Zusatz Freiburg, Geschäftsführer, ohne Angaben zu Religion und Familie, und verzeichnen Listenmandate vom 17.10.1961 bis zum 22.09.1972. Sie decken sich mit den übrigen Quellen.

Mandate im Überblick

Hörmann zog dreimal über die baden-württembergische Landesliste der SPD in den Bundestag ein:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Fritz Grantze

Schöneberger Kaufmann, Großhändler für Krankenhaus- und Arztbedarf, Mitgründer der IHK Berlin, AOK-Bundesvorstand, CDU-Kreischef in Tempelhof, Abgeordneter in Berlin und Bonn und Stadtältester von Berlin: Fritz Grantze, geboren am 07.08.1893 in Schöneberg, saß von 1955 bis 1957 für die CDU im Bundestag. Er starb am 13.12.1966 in Berlin.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. August 1893 in Berlin
  • Gestorben: 13. Dezember 1966
  • Beruf: Kaufmann
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1955 bis 1957 (2. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet

Großhandel

Nach der Realschule lernte Grantze an einer höheren kaufmännischen Fachschule den Kaufmannsberuf. Seit 1925 war er selbständiger Großhändler für Krankenhaus- und Arztbedarf. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den Gründern der Industrie- und Handelskammer Berlin, in den 1950er Jahren zum Bundesvorstand der AOK.

Tempelhof

Bei der ersten Berliner Wahl 1946 wurde Grantze in die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof gewählt; seit 1949 führte er den CDU-Kreisverband Tempelhof. Als Karl Theodor Schmitz Bezirksstadtrat in Steglitz wurde, rückte Grantze im März 1951 ins Abgeordnetenhaus nach und war bis 1955 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Bonn

Am 17.11.1955 rückte Grantze für den verstorbenen Robert Tillmanns in den Bundestag nach, im Februar 1956 gab er das Mandat im Abgeordnetenhaus ab. In Bonn saß er unter anderem im Ausschuss für Sonderfragen des Mittelstands, passend zu seinem Hintergrund als selbständiger Großhändler und Kammergründer. Tillmanns war Bundesminister für besondere Aufgaben gewesen und am 12.11.1955 gestorben. Um 1955 gehörte er auch dem Bundesvorstand der CDU an. Mit dem Ende der Wahlperiode 1957 schied er aus.

Abgeordnetenhaus

Bei der Wahl 1958 wurde Grantze erneut ins Abgeordnetenhaus gewählt, im Februar 1963 schied er aus Altersgründen aus, mit 69 Jahren. Am 18.03.1964 verlieh ihm der Senat den Ehrentitel Stadtältester von Berlin.

Mariendorf

Grantze starb im Dezember 1966 mit 73 Jahren in Berlin. Er liegt auf dem Heidefriedhof in Mariendorf in einem Ehrengrab des Senats. Der größte Friedhof Mariendorfs wurde 1951 nach Plänen des Architekten Bernhard Kynast angelegt; Wacholder und Heidekraut entlang der Hauptachse gaben ihm den Namen. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg stellt Grantze dort auf seinen Kiezspaziergängen als Kommunalpolitiker und Stadtältesten vor. Nach dessen Darstellung gehörte Grantze dem Abgeordnetenhaus von 1954 bis zu seinem Tod an, was den Daten der anderen Quellen widerspricht, die ein Ausscheiden 1956 und 1963 nennen.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Grantze Kaufmann, evangelisch und verheiratet und verzeichnen ein Mandat über die Berliner Liste vom 17.11.1955 bis zum 06.10.1957. Als Geburtsort geben sie Berlin an; Schöneberg war damals noch eine eigene Stadt und kam erst 1920 zu Groß-Berlin.

Mandate im Überblick

Grantze rückte 1955 über die Berliner Landesliste der CDU in den Bundestag nach:

  • 2. Wahlperiode (17.11.1955 bis 06.10.1957): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dieter Burgmann

Dieter Burgmann wurde am 07.08.1939 in Bennerscheid (Siegkreis) geboren. Der Motorenkonstrukteur kam über die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher zu den Grünen, war ihr Bundesvorstandssprecher und saß von 1983 bis 1985 im Bundestag. Am 29.03.1983 schaffte Burgmann für die Grünen den Sprung in den Bundestag. Als Beruf führte die Bundestagsverwaltung Ingenieur, als Familienstand verheiratet, 2 Kinder.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. August 1939 in Bennerscheid (Siegkreis)
  • Beruf: Ingenieur
  • Partei: GRÜNE
  • Bundestag: 1983 bis 1985 (10. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 2 Kinder

Ingenieur im Motorenbau

Burgmann stammt aus Bennerscheid im damaligen Siegkreis, heute ein Ortsteil von Königswinter im Siebengebirge. Er wurde Ingenieur und arbeitete als Konstrukteur im Motorenbau; politisch wurde er in Bayern aktiv. Bei der Bundestagswahl 1969 kandidierte er im Wahlkreis Nürnberg-Süd für eine Wählergruppe, lange bevor es die Grünen gab.

Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher

Später wurde Burgmann Mitglied der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher und ihr Landesvorsitzender in Bayern. Die 1965 gegründete kleine Partei um August Haußleiter hatte sich vom Nationalneutralismus zu Umwelt- und Friedensthemen entwickelt und hatte bei Bundestagswahlen stets weit unter einem Prozent gelegen. Sie brachte ihre Mitglieder 1980 in die neue Partei Die Grünen ein, als sie sich zu deren Gunsten auflöste.

Sprecher der Grünen

Auf der dritten Bundesversammlung in Dortmund wählten die Grünen Burgmann 1980 als Nachfolger Haußleiters, der nach Kritik an seinen Schriften aus der NS-Zeit zurückgetreten war, zu einem ihrer Bundesvorstandssprecher. Er blieb es bis November 1982, in den Jahren, in denen die Partei in mehrere Landtage einzog und sich auf die Bundestagswahl vorbereitete. Die Partei hatte bewusst keine Vorsitzenden, sondern gleichberechtigte Sprecher; neben ihm amtierten in dieser Zeit unter anderen Petra Kelly und Manon Maren-Grisebach.

Kurz im Bundestag

Bei der Wahl 1983 erreichten die Grünen, die vor allem mit dem Protest gegen die Nachrüstung und das Waldsterben geworben hatten, 5,6 Prozent und zogen erstmals in den Bundestag ein, Burgmann über die bayerische Landesliste. Er gehörte damit der ersten grünen Fraktion an, mit Petra Kelly, Otto Schily und Joschka Fischer. Die Partei verlangte damals, dass ihre Abgeordneten nach der Hälfte der Wahlperiode an Nachrücker übergaben, um die Bildung von Berufspolitikern zu verhindern. Nach diesem Rotationsprinzip legte er sein Mandat am 15.03.1985 nieder. Als Grüne in der Bundesregierung den Luftangriffen der NATO im Kosovo-Konflikt zustimmten, verließ er 1999 die Partei. Ein Sonderparteitag in Bielefeld hatte den Kurs im Mai jenes Jahres nach heftigem Streit gebilligt. Burgmann wurde im August 87 Jahre alt; er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Mandate im Überblick

Beim Einzug in den Bundestag war er 43 Jahre alt, beim Ausscheiden 45. Das Mandat dauerte rund 2 Jahre. Die Angaben der Bundestagsverwaltung:

  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 15.03.1985): Landesliste Bayern, Fraktion Die Grünen

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Curt Becker (Mönchengladbach)

Geboren wurde Dr. Curt Becker am 07.08.1905 in Mönchengladbach. Der Bekleidungsfabrikant aus Mönchengladbach war katholischer Unternehmer, Verbandspräsident und dreimal CDU-Mitglied des Bundestages, zuletzt direkt gewählt. Sein erstes Bundestagsmandat für die CDU trat Becker am 15.10.1957 an. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Fabrikant, Religion katholisch, Familienstand verheiratet, 3 Kinder. Becker starb am 27.02.1987 in Mönchengladbach.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. August 1905 in Mönchengladbach
  • Gestorben: 27. Februar 1987
  • Beruf: Fabrikant (Dr. jur.)
  • Partei: Zentrum, ab 1945 CDU
  • Bundestag: 1957 bis 1961, 1964/65 und 1969 bis 1976 (3., 4., 6. und 7. Wahlperiode), 1969 und 1972 direkt im Wahlkreis Mönchengladbach
  • Verbände: Präsident des Bundesverbandes Bekleidungsindustrie 1946 bis 1958, BDI-Präsidium 1952 bis 1976
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Fabrikant und Verbandschef

Becker war ein Sohn des Textilfabrikanten Richard Becker. Er studierte Rechtswissenschaften in Hamburg, München und Bonn und wurde 1928 promoviert. Danach trat er in den Familienbetrieb ein und wurde geschäftsführender Teilhaber der Herrenkleiderfabrik Clemens August Becker in Mönchengladbach. 1931 heiratete er Gertrud Chorus; das Paar hatte drei Kinder. 1946 wurde er Präsident des Bundesverbandes Bekleidungsindustrie und blieb es bis 1958; von 1952 bis 1976 gehörte er dem Präsidium des BDI an. Er gründete den Bund Katholischer Unternehmer mit und gehörte von 1949 bis 1975 dessen Vorstand an.

Zentrum und CDU

In der Weimarer Republik gehörte Becker dem Zentrum an und leitete von 1930 bis 1933 dessen Jugendorganisation Windthorstbund in München-Gladbach; 1933 war er Stadtverordneter. 1933/1934 kam er in Schutzhaft. 1945 gründete er die CDU in Mönchengladbach mit und wirkte später im geschäftsführenden Vorstand des Wirtschaftsrats der CDU.

Dreimal im Bundestag

Becker saß von 1957 bis 1961 über die Landesliste im Bundestag, rückte am 11.06.1964 für die verstorbene Luise Rehling nach und blieb bis 1965. 1969 und 1972 gewann er den Wahlkreis Mönchengladbach direkt. 1965 erhielt er den päpstlichen Gregoriusorden, 1968 das Große Verdienstkreuz. Er starb 1987 in Mönchengladbach; die Bundestagsverwaltung nennt den 27.02., andere Quellen den 21.02.1987.

Abgeordneter mit Unterbrechungen

Becker gehörte dem Bundestag in drei Abschnitten an. Er begann 1957 in der Zeit der absoluten Unionsmehrheit, rückte im Juni 1964 noch einmal in die Fraktion Ludwig Erhards nach und kehrte 1969 zurück, als die Union erstmals in die Opposition ging. Bis 1976 erlebte er den Kampf seiner Partei gegen die Ostpolitik und die deutliche Wahlniederlage von 1972.

Mandate im Überblick

Er zog mit 52 Jahren ins Parlament ein und verließ es mit 71. Alle Mandatszeiten zusammengenommen, saß er in 4 Wahlperioden rund 12 Jahre im Bundestag. Im Detail führt die Bundestagsverwaltung folgende Mandate:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (11.06.1964 bis 17.10.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Saki Sudo

Saki Sudo (japanisch 須藤早紀) ist eine japanische Pornodarstellerin. Laut ihrem Profil wurde sie am 7. August 1985 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2012 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 168 Zentimetern und Körbchengröße H, die Oberweite misst 100, die Taille 59 und die Hüfte 88 Zentimeter. Ihre Hobbys sind Lesen, Museumsbesuche, Blowjobs, Paizuri, Shopping sowie Chinesisch und Englisch.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Mio Kosaka

Mio Kosaka (japanisch 香坂澪) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Laut ihrem Profil wurde sie am 7. August 2000 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2021 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 145 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 83, die Taille 65 und die Hüfte 84 Zentimeter. Ihr Profil nennt Schwimmen, Tanzen und Teezeremonie.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Juria Tachibana

Juria Tachibana (japanisch 立花樹里亜) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Laut ihrem Profil wurde sie am 7. August 1993 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 8. Juli 1993, vermutlich ein Zahlendreher.

Laut Profil ist sie seit 2012 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 154 Zentimetern und Körbchengröße C, die Oberweite misst 82, die Taille 58 und die Hüfte 83 Zentimeter. Als Hobby nennt sie Kochen.

Stand: 17.10.2026