Köpfe: Margot von Renesse

Geborene Gericke aus Berlin, Juristin aus Münster, Familienrichterin in Bochum, Mutter von vier Kindern, Vorsitzende einer Enquete-Kommission zur Medizinethik und Mitautorin des Kompromisses zu embryonalen Stammzellen: Margot von Renesse, geboren am 05.02.1940 in Berlin, gehörte dem Bundestag von 1990 bis 2002 an. Sie starb am 17.06.2022 in Ratingen.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. Februar 1940 in Berlin
  • Gestorben: 17. Juni 2022
  • Beruf: Familienrichterin a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1990 bis 2002 (12. bis 14. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 4 Kinder

Bochum

Nach dem Abitur 1958 studierte von Renesse nach verfügbaren Angaben Rechtswissenschaft in Münster, mit einem Stipendium des Evangelischen Studienwerks Villigst. Von 1972 bis 1990 war sie Richterin am Amts- und Landgericht Bochum. Die Stammdaten führen sie als Familienrichterin außer Dienst, verheiratet, vier Kinder; ihr Mann war der Jurist Ernst-Albrecht von Renesse.

SPD

1969 trat von Renesse der SPD bei, ab 1976 arbeitete sie in der Rechts- und Innenpolitischen Kommission der Partei mit und saß im Bezirksvorstand Westliches Westfalen. Sie war Vizepräsidentin der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen, Verwaltungsrätin des WDR und später Vorsitzende der Stiftung des Deutschen Müttergenesungswerks.

Neu im Bundestag

Ihr Mandat umfasste 744 Sitzungen; die Protokolle zählen 110 Reden mit 79.623 Wörtern und 219 Zwischenrufe. In der ersten Rede am 1. Februar 1991 sagte sie, sie sei neu im Bundestag und habe nur die Erfahrung einer Richterin. Das Gesetz werde als gute und als schlechte Nachricht dargestellt, nur sei die gute leider nicht so gut, wie die schlechte schlecht sei.

Enquete

Von 1992 bis 1994 war von Renesse stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, von 2000 bis 2002 Vorsitzende der Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin. Mit Andrea Fischer (Grüne) und Maria Böhmer (CDU) entwarf sie den Kompromiss, der im Januar 2002 den Import embryonaler Stammzellen unter Auflagen erlaubte. Auch am Lebenspartnerschaftsgesetz verhandelte sie für die SPD mit.

Hirschfeld

Die letzte Rede am 27. Juni 2002 galt der Stiftung, die an Magnus Hirschfeld erinnern sollte, der als Jude, Homosexueller und Sozialdemokrat der dreifach tödlichen Feindschaft der Nazis zum Opfer gefallen sei. Sie solle dazu beitragen, dass jeder ohne Angst anders sein könne und Anderssein keine Angst erzeuge. 2002 trat sie nicht mehr an.

Abstimmungen

An 433 von 434 namentlichen Abstimmungen nahm von Renesse teil, 226-mal mit Ja, 180-mal mit Nein und 27-mal mit Enthaltung. 21-mal wich sie von der SPD ab, sechsmal bis 1994, 14-mal bis 1998 und einmal danach. 1997 erkrankte sie an Parkinson. 2004 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und die Ehrendoktorwürde der Bochumer Theologen, 2006 mit Volker Beck den Zivilcouragepreis des CSD Berlin.

Mandate im Überblick

Von Renesse kam dreimal über die Landesliste der SPD Nordrhein-Westfalen in den Bundestag:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Conrad-Michael Lehment

Brauer, Diplomingenieur für Gärungstechnologie und erster Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern: Conrad-Michael Lehment, geboren am 05.02.1945 in Rostock, gehörte dem Bundestag vom 3. Oktober bis 20. Dezember 1990 an.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. Februar 1945 in Rostock
  • Beruf: Mitglied der Volkskammer, Diplomingenieur
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1990 (11. Wahlperiode), von der Volkskammer gewählt
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Rostock

Lehment war Sohn eines Getränkeherstellers, dessen Spirituosenfabrik Conrad Lehment mit einem Geschäftshaus in der Kröpeliner Straße neben dem Kröpeliner Tor auch zu DDR-Zeiten bekannt war. Nach dem Abitur 1963 lernte er Brauer und Mälzer, studierte ab 1965 Gärungstechnologie und schloss 1970 als Diplom-Ingenieur ab.

Betrieb

Bis 1974 war Lehment technischer Leiter im Betrieb seines Vaters. Nach der Enteignung leitete er bis 1989 die Betriebsdirektion. Mitte der 1990er Jahre wurden ihm Teile des enteigneten Unternehmens zurückgegeben. 1970 trat er der LDPD bei, im August 1990 ging er zur FDP über.

Volkskammer

1989 und 1990 war Lehment stellvertretender Vorsitzender des Rates des Bezirkes Rostock. Vom 18. März bis 2. Oktober 1990 gehörte er der frei gewählten Volkskammer an und war Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Bund Freier Demokraten. Am 3. Oktober 1990 wurde er Mitglied des Bundestages und blieb bis zum Ende der Wahlperiode, 9 Sitzungen lang.

Rede

Lehment hielt eine einzige Rede, am 5. Oktober 1990, 833 Wörter lang, in der Debatte über den Zwei-plus-Vier-Vertrag. Er sei stolz und glücklich, als gebürtiger Mecklenburger und gelernter DDR-Bürger im gemeinsamen deutschen Parlament sprechen zu können, das sei für ihn noch nahezu unfassbar. Nach ihm erklärte Frau Dr. Kaufmann die Zustimmung der PDS, Petra Kelly kündigte ihre Enthaltung an, obwohl sie die Anerkennung der Grenzen begrüßte. Danach sprach der fraktionslose Thomas Wüppesahl, der dem Vertrag auf viele Jahre Bedeutung für die Außenpolitik in Gesamteuropa zumaß.

Abstimmungen

An allen acht namentlichen Abstimmungen nahm Lehment teil, zweimal mit Ja und sechsmal mit Nein, stets wie die FDP. Am 25. Oktober 1990 stimmte er unter anderem gegen Entschließungsanträge der Grünen auf den Drucksachen 11/8247 und 11/8248 und für die Zurückweisung eines Einspruchs des Bundesrats. Die letzte Stimme gab er am 30. Oktober 1990 ab, gegen einen Änderungsantrag der Grünen auf Drucksache 11/8351.

Minister

Am 27. Oktober 1990 wurde Lehment Wirtschaftsminister im Kabinett von Alfred Gomolka, ab 1992 unter Berndt Seite. In seine Amtszeit fielen die Stilllegung des Kernkraftwerks Greifswald und der Beschluss zum Bau der Ostseeautobahn A 20. Nach der Wahlniederlage der FDP schied er am 9. Dezember 1994 aus. 1994 und 1995 war er stellvertretender Landesvorsitzender. Die Stammdaten nennen ihn Mitglied der Volkskammer und Diplomingenieur, verheiratet, ein Kind, Konfession ohne Angaben.

Mandate im Überblick

Lehment kam als einer der 144 von der Volkskammer gewählten Abgeordneten in den Bundestag:

  • 11. Wahlperiode (03.10.1990 bis 20.12.1990): von der Volkskammer in den Bundestag gewählt, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Werner Kubitza

Luftwaffenleutnant, Gymnasiallehrer in Lohr, FDP-Bezirkschef von Unterfranken und Bildungspolitiker: Werner Kubitza, geboren am 05.02.1919 in Breslau, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1969 an. Er starb am 02.11.1995 in Eilat in Israel.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. Februar 1919 in Breslau
  • Gestorben: 2. November 1995
  • Beruf: Studienprofessor
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1961 bis 1969 (4. bis 5. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 5 Kinder

Krieg

Nach dem Abitur 1938 in Breslau wurde Kubitza eingezogen. Zum 1. Juni 1937 war er der NSDAP beigetreten. Bis 1945 diente er in der Luftwaffe, zuletzt als Leutnant.

Schule

Von 1946 bis 1950 studierte Kubitza in Erlangen Leibeserziehung, Deutsch, Englisch, Religions- und Geistesgeschichte und Philosophie. Nach den Staatsexamen 1950 und 1951 wurde er Studienrat in Passau, 1956 wechselte er ans Gymnasium in Lohr am Main, 1960 wurde er Studienprofessor. Ab 1970 war er Ministerialrat im Bundesinnenministerium.

Partei

1953 trat Kubitza der FDP bei und führte von 1957 bis 1974 den Bezirk Unterfranken. Bis 1983 war er Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft liberaler Eltern und Erzieher. Von 1960 bis 1966 und von 1981 bis 1993 saß er im Stadtrat von Lohr, laut Handbuch von 1972 bis 1984 und wieder ab 1990 im Kreistag. Von 1974 bis 1978 war er Abgeordneter im Bayerischen Landtag. 1957 hatte er auf Platz 26 kandidiert, 1969 stand er auf Platz 7, ohne gewählt zu werden.

Bundestag

Die Protokolle zählen 99 Wortmeldungen mit 22.953 Wörtern, 24 in der 4. und 75 in der 5. Wahlperiode, in 445 Sitzungen. In der ersten am 15. Mai 1963 begründete er für die Koalition den Entschließungsantrag auf Umdruck 263 und sagte zu Porzner, er beruhe nicht auf schlechtem Gewissen; Finanzminister Dahlgrün sprach danach vom armen Bundesminister der Finanzen. In der letzten am 26. Juni 1969 unterstrich er die Worte des Kollegen Rollmann: Das Fortschrittliche am Entwurf der Union zur Ausbildungsförderung sei die Einbeziehung des Fernunterrichts.

Abstimmungen

An allen 55 namentlichen Abstimmungen nahm Kubitza teil, 25-mal mit Ja, 27-mal mit Nein und dreimal mit Enthaltung. Alle fünf Abweichungen fallen in die 4. Wahlperiode, so am 12. Dezember 1962 und am 6. November 1963 je ein Ja gegen ein Nein der FDP-Mehrheit und am 25. Juni 1965 ein Nein gegen ihr Ja. Laut Handbuch gehörte er den Bundesversammlungen 1964 und 1969 an.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen ihn Studienprofessor, evangelisch, verheiratet, fünf Kinder. NSDAP, Landtag und Ministerialamt fehlen dort; als Sterbeort nennt das Handbuch Elat, die Biografie Eilat.

Mandate im Überblick

Kubitza kam 1961 und 1965 jeweils über Platz 7 der Landesliste der FDP Bayern in den Bundestag:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Bayern, FDP-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Bayern, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Ernst Hinsken

Bäcker- und Konditormeister aus Niederbayern, Mittelstandspolitiker der CSU, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium und Tourismusbeauftragter der Bundesregierung: Ernst Hinsken, geboren am 05.02.1943 in Plattling, saß von 1980 bis 2013 für die CSU im Bundestag und vertrat ab 1983 den Wahlkreis Straubing. Er starb am 30.08.2020 in Regensburg.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. Februar 1943 in Plattling (Lkrs. Deggendorf)
  • Gestorben: 30. August 2020
  • Beruf: Bäckermeister und Konditor, Parl. Staatssekretär a. D.
  • Partei: CSU
  • Bundestag: 1980 bis 2013 (9. bis 17. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Bäcker

Nach der Volksschule lernte Hinsken Bäcker und legte 1964 die Meisterprüfung ab. Nach einer Konditorlehre arbeitete er in mehreren Betrieben und übernahm dann die elterliche Bäckerei. Er lebte in Haibach.

CSU

1967 trat Hinsken der CSU bei und führte die Junge Union Straubing-Bogen. Seit 1972 saß er im Bezirksvorstand Niederbayern, ab 1997 als stellvertretender Bezirksvorsitzender. Ab 1985 war er CSU-Kreisvorsitzender in Straubing-Bogen, ab 1995 im Landesvorstand. Von 1992 bis 2000 führte er die Mittelstands-Union der CSU.

Straubing

1983 gewann Hinsken den Wahlkreis Straubing mit 71,3 Prozent der Erststimmen, 1987 mit 68,0, 1990 und 1994 mit 63,6, 1998 mit 63,0 Prozent. 2002 erhielt er 74,6 Prozent und 2005 68,0 Prozent, jeweils das beste Ergebnis aller Wahlkreisbewerber in Deutschland. 2009 kam er auf 55,4 Prozent, 2013 trat er nicht mehr an.

Nationalhymne

Am 09.11.1989, dem Tag des Mauerfalls, stimmte Hinsken kurz vor Sitzungsende mit Franz Sauter und Hermann Josef Unland die Nationalhymne an; fast der ganze Bundestag erhob sich und sang mit. 2002 wollte er Bundeskanzler Gerhard Schröder eine rote Laterne überreichen, um Deutschlands wirtschaftliche Lage als Schlusslicht Europas zu zeigen; der Ältestenrat missbilligte das.

Ämter

Von 1990 bis 1997 war Hinsken wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Vom 15.01. bis zum 26.10.1998 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Landwirtschaftsminister im Kabinett Kohl. Von 1998 bis 2005 leitete er den Tourismusausschuss, von 2005 bis 2009 war er Tourismusbeauftragter der Bundesregierung und ab April 2011 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Er starb im August 2020 mit 77 Jahren.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hinsken Bäckermeister und Konditor sowie Parlamentarischen Staatssekretär a. D., katholisch, verheiratet mit zwei Kindern. Sie verzeichnen Mandate vom 04.11.1980 bis zum 22.10.2013. Das Sterbedatum fehlt in den Stammdaten.

Mandate im Überblick

Hinsken zog 1980 über die Landesliste Bayern ein und gewann danach achtmal den Wahlkreis Straubing:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Bayern, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Straubing, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Straubing, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Direktmandat im Wahlkreis Straubing, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Straubing, CDU/CSU-Fraktion
  • 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Direktmandat im Wahlkreis Straubing, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Martin Blank (Oberhausen)

In Barmen wurde Dr. Martin Blank am 05.02.1897 geboren. Der Industrievertreter der Gutehoffnungshütte war FDP-Haushaltspolitiker, Parlamentarischer Geschäftsführer, Gründer der FVP und gehörte dem ersten Geheimdienst-Kontrollgremium an. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Blank am 07.09.1949, und zwar für die FDP. Als Beruf führte die Bundestagsverwaltung Direktor, als Religion evangelisch, als Familienstand verheiratet, 4 Kinder. Blank starb am 11.03.1972 in Bremen.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. Februar 1897 in Barmen
  • Gestorben: 11. März 1972
  • Beruf: Direktor
  • Partei: FDP, 1956 FVP, ab 1957 DP
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 4 Kinder

Mann der Schwerindustrie

Blank studierte in Tübingen Staatswissenschaften, wurde 1919 im Corps Franconia recipiert und 1920 promoviert. Von 1922 bis 1939 leitete er die Berliner Verwaltungsstelle der Gutehoffnungshütte und galt als enger Vertrauter von Paul Reusch und als einer der führenden Vertreter der westdeutschen Schwerindustrie in der Hauptstadt. Er gehörte dem Stahlhelm an. Nach dem Kriegsdienst wurde er 1945 Direktor in der Hauptverwaltung des Konzerns in Oberhausen.

Liberaler Wirtschaftspolitiker

Blank schloss sich der FDP an und schrieb an ihrem Wirtschaftsprogramm von 1948 mit. Von 1949 bis 1957 saß er über die nordrhein-westfälische Landesliste im Bundestag, ab 1952 als stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses, ab 1953 als Vorsitzender des Unterausschusses für Rechnungsprüfung und als Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Am 22.02.1956 trat er mit Erwin Schoettle, Rudolf Vogel, Wilfried Keller und Heinrich Schild erstmals im Vertrauensgremium für die geheimen Haushalte der Nachrichtendienste zusammen.

Bruch mit der FDP

Als die FDP in Düsseldorf 1956 die Koalition mit der CDU verließ und mit der SPD Fritz Steinhoff zum Ministerpräsidenten wählte, trennte sich in Bonn der sogenannte Ministerflügel um August Martin Euler von der Partei. Blank gehörte zu den Gründern der Freien Volkspartei und war deren Parlamentarischer Geschäftsführer. Schon im März 1957 ging die FVP in der Deutschen Partei auf. Mit der Wahl 1957 endete sein Mandat.

Europa und Industrieverbände

Vom 16.07.1952 bis zum 29.10.1957 gehörte Blank der Gemeinsamen Versammlung der Montanunion an und leitete dort den Ausschuss für Haushalt und Verwaltung. Er war Mitglied der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, saß im Beirat des Mitteleuropäischen Wirtschaftstages und leitete den Verwaltungsrat des Industrie-Pensions-Vereins. Er war evangelisch, verheiratet und hatte vier Kinder. Blank starb 1972 im Alter von 75 Jahren in Bremen.

Mandate im Überblick

Er war 52 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 60 beim Ausscheiden. Die Mandate ergeben zusammen rund 8 Jahre in 2 Wahlperioden. Die einzelnen Wahlperioden laut Bundestagsverwaltung:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion, fraktionslos, Fraktion Demokratische Arbeitsgemeinschaft, Fraktion Freie Volkspartei, Fraktion DP/FVP

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Robert Antretter

In München wurde Robert Antretter am 05.02.1939 geboren. Der Schriftsetzer und Parteimanager ist Politiker der SPD aus Baden-Württemberg, war fast zwei Jahrzehnte Bundestagsabgeordneter und später Bundesvorsitzender der Lebenshilfe. Sein erstes Bundestagsmandat für die SPD trat Antretter am 04.11.1980 an. Antretter wird in den Unterlagen des Bundestages als Landesgeschäftsführer geführt, mit der Konfession katholisch und dem Familienstand verheiratet, 4 Kinder.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. Februar 1939 in München
  • Beruf: Schriftsetzer, SPD-Landesgeschäftsführer
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1980 bis 1998 (9. bis 13. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Europarat: Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung 1993 bis 1999
  • Ehrenamt: Bundesvorsitzender der Lebenshilfe 2000 bis 2012
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 4 Kinder

Herkunft und Beruf

Antretter wurde in München geboren und lernte den Beruf des Schriftsetzers. Von 1953 bis 1965 arbeitete er im Verlagswesen. Danach wurde er hauptamtlich für die SPD tätig: 1968 kam er in den Vorstand des Landesverbandes Baden-Württemberg, später war er dessen leitender Landesgeschäftsführer. Außerdem lehrte er als Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart. Antretter ist engagierter Katholik und gehört dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm 1995 die Komturwürde des Gregoriusordens.

Im Bundestag und im Europarat

Bei der Bundestagswahl 1980 zog Antretter über die baden-württembergische Landesliste der SPD in den Bundestag ein. Er kandidierte im Wahlkreis Backnang–Schwäbisch Gmünd, wurde aber stets über die Liste gewählt. Er gehörte dem Parlament fünf Wahlperioden lang an, vom 04.11.1980 bis zum 26.10.1998. Ein Schwerpunkt war die Arbeit im Europarat: Von 1993 bis 1999 war er Vizepräsident von dessen Parlamentarischer Versammlung. Mit Erhard Eppler verband ihn eine lange Freundschaft; im Januar 2019, wenige Monate vor Epplers Tod, gründeten beide den Erhard-Eppler-Kreis.

Lebenshilfe und Aufarbeitung

Von 2000 bis 2012 führte Antretter ehrenamtlich die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung; seine Nachfolgerin wurde die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Antretter wurde Ehrenvorsitzender und als Erster mit der Tom-Mutters-Medaille geehrt. 2002 berief ihn Bischof Gebhard Fürst an die Spitze der neuen unabhängigen Kommission sexueller Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die als eine der ersten in Deutschland Fälle systematisch aufarbeitete; er leitete sie bis 2012. Für seinen Einsatz erhielt er 2008 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, 2014 den Eugen-Bolz-Preis, bei dem Altbundespräsident Horst Köhler die Laudatio hielt, und 2015 das Große Verdienstkreuz.

Mandate im Überblick

Er war 41 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 59 beim Ausscheiden. Die Mandate ergeben zusammen rund 18 Jahre in 5 Wahlperioden. Die einzelnen Wahlperioden laut Bundestagsverwaltung:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Nabilla Benattia

Nabilla Benattia ist ein französisches Model und Reality-TV-Star. Sie kam am 5. Februar 1992 in Ambilly in Hochsavoyen nahe Genf zur Welt. Der Bezug zur Schweiz ist schwach: Er beschränkt sich auf die Nähe zu Genf, wo sie 2011 zur „Miss Genfer Autosalon“ gewählt wurde, und eine in Datenbanken genannte Staatsangehörigkeit.

Bekannt wurde sie durch Reality-Shows wie „Les Anges de la télé-réalité“ und ihren Ausruf „Non, mais allô quoi?“, der in Werbung und zahllosen Parodien aufgegriffen wurde. 2013/14 hatte sie mit „Allô Nabilla“ eine eigene Sendung.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Yuzuka Kinoshita

Yuzuka Kinoshita (japanisch 木下柚花) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Kanagawa. Sie wurde am 5. Februar 1988 geboren. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand fälschlich der 2. Mai 1988.

Im November 2009 debütierte sie bei Maxing, im Februar 2010 wurde sie Mitglied der Gruppe MAN-ZOKU Diva, siehe AV-Idol. Ihr Debütfilm gewann bei den Sky PerfecTV Adult Broadcasting Awards. Im April 2011 wechselte sie zu Idea Pocket, im Februar 2012 beendete sie ihre Karriere.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 153 Zentimetern und Körbchengröße F, die Oberweite misst 93, die Taille 56 und die Hüfte 88 Zentimeter. Mit Körbchengröße F hat sie also sehr beachtliche Melonen. Als Hobbys nennt sie Yoga, Filme, Lesen und Sport, als besondere Fähigkeiten Karaoke und Zeichnen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Shiho Ayami

Shiho Ayami (japanisch 綾見志穂) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Kanagawa. Laut ihrem Profil wurde sie am 5. Februar 1980 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 2. Mai 1980, vermutlich ein Zahlendreher.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 163 Zentimetern und Körbchengröße C, die Oberweite misst 83, die Taille 56 und die Hüfte 84 Zentimeter. Als Hobbys nennt sie Aktivitäten im Freien, Musik und Snowboarden.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Luna Akasaka

Luna Akasaka (japanisch 赤坂ルナ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Shizuoka. Laut ihrem Profil wurde sie am 5. Februar 1967 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 2. Mai 1967, vermutlich ein Zahlendreher.

Laut Profil ist sie seit 2003 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 162 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 89, die Taille 60 und die Hüfte 90 Zentimeter. Als Hobby nennt ihr Profil Einkaufen.

Stand: 17.10.2026