Meinung: Warum Kinder nicht wie Steve Jobs, Elon Musk oder Jeff Bezos denken sollten (jedenfalls nicht alle)

Immer wieder hört und liest man es: Sei wie Steve Jobs. Schüler und Studenten sollten sich am Apple Gründe als Vorbild orientieren. Frank Thelen schlägt jetzt in einem Beitrag auf Xing in die gleiche Kerbe:

Kinder müssen lernen, wie Elon Musk und Jeff Bezos zu denken.

Wird dort getitelt.

Und so sehr ich mit Frank sonst übereinstimme: Hier möchte ich ihm deutlich widersprechen.

Jobs war ein überaus schwieriger Mensch, wie diese 11 Fakten über ihn zeigen, die Methoden wie er Apple groß gemacht sind in Details durch fragwürdig. Musk überschreitet die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn immer mal wieder in beide Richtungen und ist ein Egomane erster Güte. Bezos kennt geschäftlich kaum Skrupel.  So wichtig die Beiträge von Jobs, Musk oder Bezos für die digitale Wirtschaft auch sind – in einer Gesellschaft in der nur noch diese Werte und diese Charakterzüge gelten, möchte ich nicht leben. Wir brauchen keinen neuen Konformismus durch eine Meute egozentrischer Narzissten.

Und die Krankenschwester, die ohne zu sehr an sich zu denken, für andere da ist, der Wissenschaftler, der jahrelang am nächsten Krebsmedikament forscht, ohne die große Bühne zu suchen oder der Koch im Altenheim sind genau so wichtig wie der nächste Elon Musk.

Was wir brauchen ist Vielfalt und Kinder, die ihre eigene Persönlichkeit ausleben.

Bild: Narziss (Hans von Marées)

Produkt: Was ist AirUp?

Die air up-Trinkflasche ist eine Erfindung des gleichnamigen Münchner Startups air up. Der besondere Mechanismus der Wasserflasche verleiht normalem Wasser Geschmack nur durch zugefügten Duft. Der durch einen Aroma-Aufsatz erzeugte Duft gelangt beim Trinken mit in den Mund, steigt im Rachenraum zum Riechzentrum auf und wird vom Gehirn als Geschmack des Wassers interpretiert. Dieser Effekt der retronasalen Aromawahrnehmung durch den Mund (im Gegensatz zu orthonasal – durch die Nase) ermöglicht einen Geschmackseindruck, ohne dass das Wasser mit Aromen oder Süßungsmitteln versetzt werden muss. air up ist der Marktführer für retronasale Geschmackserlebnisse aktuell spezialisiert auf den Anwendungsfall des Trinkens.

Die Idee und der erste Prototyp entstanden aus einer Bachelorarbeit im Fach Produktgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd. Die geschmacksgebenden Duft-Aromen und die Konstruktion des aufsetzbaren Duft-Reservoirs (sog. Duft-Pod) wurden später an der Technischen Universität München in einer Masterarbeit im Fach Lebensmitteltechnologie weiterentwickelt.  Vom ersten Prototypen bis zum marktreifen Produkt waren mehr als 200 Prototypen und 3 Jahre Entwicklungszeit notwendig. Der Flaschenkörper besteht aus BPA-freiem Tritan, das Mundstück aus Lebensmittel-Silikon und die Duft-Pods aus recycelbarem Polypropyle.

Die wiederbefüllbare Trinkflasche wird mit Leitungswasser oder Mineralwasser aufgefüllt und das austauschbare Duft-Reservoir auf das Kopfteil der Flasche aufgesteckt. Da das Trinksystem mit einem Strohhalm ausgestattet ist muss zum Trinken aus der Flasche am Mundstück gesaugt werden. Durch den Unterdruck des Saugens wird durch ein kleines Loch im Strohhalm Umgebungsluft angesaugt. Diese strömt erst durch das aufgesetzte Aroma-Reservoir und dann mit dem Wasser in den Mund. Da sich die angesaugte Luft im Aroma-Pod mit Aroma Molekülen gelangt duftende Luft mit dem Wasser in den Mund. Die Luft trennt sich im Mund vom Wasser und steigt am Rachen zum Riechzentrum auf. Die aromatisierte Luft wird aufgrund der retronasalen Aromawahrnehmung im Gehirn als Geschmack des Wassers interpretiert, wodurch der Eindruck einer Geschmacksempfindung entsteht.

Förderung Das Projekt wurde 2017 an der Technischen Universität München mit dem EXIST Gründerstipendium und dem Climate Kic-Stipendium unterstützt und fand 2018 mit Frank Thelen und Ralf Dümmel prominente Investoren.

10 Suchvergleiche die zeigen, dass das Interesse an Greta Thunberg von den Medien überschätzt wird

Hin und wieder schaue ich gerne bei Google Trends vorbei um zu schauen, was die Menschen wirklich bei Google suchen. Und so hat mich der Vergleich an Suchvolumen zwischen Greta Thunberg und Donald Trump interessiert:

Dass der US-Präsident im weltweiten Suchvolumen deutlich vorne liegt, sollte nicht überraschen, wie schlägt sich Greta aber gegen einen Boulevard-Promi?

Doch gegen Kim Kardashian hat sie weltweit keine Chance…

Als nächstes einmal Sebastian Vettel, den man durchaus als Gegenentwurf zu ihr bezeichnen könnte:

Enger wird es bei Angela Merkel, wobei mich hier das niedrige Suchvolumen nach der Kanzlerin überrascht:

OK, aber gegen eine nur in Deutschland beliebte Youtuberin muss Greta doch gewinnen, oder?

Bianca Claßen – aka Bibs Beauty Palace – ist obwohl nur in Deutschland prominent auch weltweit mehr gefragt als Greta. Schauen wir uns das Suchvolumen nur in Deutschland ist, wird das Ergebnis noch eindeutiger:

Gehen wir mal auf einen ehemaligen Star, Stefan Raab:

Hier gewinnt Greta aktuell wegen ihrer UN-Rede, doch blickt man hier nur auf Deutschland, ist er wieder weit vorne:

Gehen wir mal mehr weg vom Mainstream und vergleichen das Suchinteresse mit jemanden aus der Startup-Szene, Frank Thelen:

Er gewinnt in Deutschland klar, sogar weltweit liegt er beim Suchvolumen innerhalb der letzten dreißig Tage vorne:

Ich will in diese Vergleiche jetzt nicht zuviel hineininterpretieren. Ein Indiz dafür, dass Greta Thunberg vornehmlich in einer Blase populär ist und die deutschen Medien zu sehr in dieser Filterblase gefangen sind, ergibt sich aber allemal.

(Alle Vergleiche innerhalb der letzten 90 Tage ab dem 26. September 2019).

Meinung: Der automobile Irrsinn – und wie wir ihm entrinnen können

Am 24. September 2019 musste ich morgens noch ein Päckchen zur Post bringen. Die gut 500 Meter dorthin ging ich zu Fuß, wie ich es bei Strecken dieser Länge immer mache. Auf dem Rückweg sah wieder der mehr oder übliche Bonn-Röttgener Morgenstau – und ich fing spontan an zu zählen, wie viele Autos mir begegneten und wie viele Menschen jeweils darin sitzen.

Es waren 89 Fahrzeuge. In 87 davon saß nur eine Person, in einem Porsche Cayenne zwei und in einem, einem Handwerker-Kleintransporter, drei. Das 90. Fahrzeug war ein Gelenkbus (rund 50 Sitzplätze, 80 Stehplätze) in dem außer dem Fahrer weniger als zehn Personen saßen.

Mein spontaner Gedanke war, dass es das nicht sein kann, was ich dann auch twitterte. Die Reaktionen zu diesem tweet haben mich dann doch ein wenig überrascht. Nach 24 Stunden schon über 1.100 Likes, 200 Retweets und viele Kommentare. Neben viel Zustimmung gab es aber auch Kritik, im wesentlichen drei Punkte:

  1. Individuelle Mobilität sei der Ausdruck von Freiheit schlechthin,
  2. wer prüft im Einzelfall, wer denn mit dem Auto fahren darf und wer nicht und
  3. basiere unsere gesamte Wirtschaft in Deutschland nun einmal auf dem Auto.

Auto gleich Freiheit?

Zunächst glaube ich, dass ein Freiheitsbegriff der sich in erster Linie über individuelle Mobilität definiert, ein recht kurz gegriffener ist. Und von dieser Freiheit bleibt zudem nicht mehr viel übrig, wenn man im Stau steht – auf letzteren Punkt bezog sich übrigens mein cc an Christian Lindner. Weiter glaube ich auch, dass es umweltpolitischer und volkswirtschaftlicher Unsinn ist, wenn Menschen jeden Arbeitsmorgen viel Zeit im Stau verbringen.  Vom persönlichen individuellen Frust ganz zu schweigen.

Aber keine Sorge – ich plädiere nicht dafür, den Individualverkehr zu verbieten oder so zu sanktionieren, dass es einem faktischen Verbot nahe kommt. Angesichts des aktuellen Zustands des ÖPNV in Deutschland wäre das auch utopisch. Mir ist klar, dass es in vielen Situationen gar keine Alternative zum Auto gibt – z.B. wenn man auf dem Land wohnt oder vor der Arbeit erst noch das Kind bei der KiTa absetzen muss, die eben nicht auf dem Weg liegt.

Auch kleine Schritte können entspannen

Was könnte man aber konkret jetzt schon tun?

Zunächst ganz einfach Fahrgemeinschaften bilden. Hier kann man selbst aktiv werden und bei Kollegen anfragen. Verwalten kann man diese dann ja über eine Whatsapp Gruppe. Zudem gibt es erste Apps wie Greendrive, über die man Mitfahrgelegenheiten finden kann. Anreiz für den Mitnehmenden könnte eine Beteiligung an den Spritkosten sein.

Weiter weiß ich von vielen, dass sie den ÖPNV noch gar nicht ausprobiert haben – vielleicht stellen diese wenn Sie Bus und Bahn einfach mal testen fest, dass es gar nicht so unbequem oder unpraktisch ist, wie vorher gedacht. In dem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein, ob man nicht z.B. statt des Büros direkt einen Park&Ride Parkplatz anzufahren.

Und sowohl für Autopendler als auch für ÖPNV Pendler gilt der Tipp: entzerrt fahren. Manchmal helfen schon wenige Minuten früher oder später, um dem Stau zu entgehen oder einen leeren statt einen vollen Zug zu bekommen. Für Menschen mit Gleitzeit sollte das kein Problem sein, die anderen können ja einmal mit ihrem Vorgesetzten sprechen. Mehr Entzerrung sorgt auch bei individueller Anfahrt mit dem Auto für weniger Staus für alle. Und in dem Zusammenhang könnte man ja auch mal einen Homeoffice Tag nachfragen.

Zuletzt kann man abwechseln: mal Homeoffice, mal mit dem Bus, mal mit dem Auto wenn nötig und bei schönem Wetter auch mit dem Fahrrad oder E-Bike.

Überhaupt abwechseln: viele sind überrascht, dass man auch über andere Strecken ans Ziel kommt. Exemplarisch ist hier ein Abschnitt in Frank Thelens Buch Startup DNA, in dem er schildert wie verwundert er war, dass sein Tesla einen schnelleren und besseren Weg ins DHDL Studio fand, als der von Sony gestellte Fahrer… Also, einfach mal eine alternative Route zur Arbeit mit Google Maps planen.

Wenn man gar keine guten ÖPNV Verbindungen hat, kann es nicht schaden, die dafür Verantwortlichen zu kontaktieren. So macht man darauf aufmerksam, dass es Bedarf für eine Strecke gibt. Dass das durchaus helfen kann, zeigt mein Schreiben an die Stadt Bonn.

All dies sind kleine Schritte, die aber kaum Mühe machen, aber für den einzelnen und für die Gesamtheit Entlastung bringen können.

Der große Wurf muss kommen

Bevor ich fortfahre, möchte ich eine kleine Geschichte loswerden:

Es war um das Jahr 2000, als den Inhaber des damals führenden Hersteller für professionelle ISDN Karten fragte , ob er nicht Sorge habe, dass sein Markt in wenigen Jahren durch DSL und Co. verdrängt würde. Weiter meinte ich, dass ja sogar TV Programme über IP Netze gestreamt werden könnten. Er meinte, das würden wir wohl nicht mehr erleben, besonders Streaming übers Internet würde noch lange brauchen. Der Rest ist Geschichte: T-DSL nahm Fahrt auf, die Telekom begann 2006 mit dem Aufbau der VDSL Netze, das TV-Kabel wurde digitalisiert und schon 2007 meldete der besagte Hersteller Insolvenz an. Inzwischen heißt Fernsehen nicht nur bei mir Netflix.

Das gleiche passiert momentan der deutschen Automobilindustrie, sie verschläft die Zukunft.

Ob man nun Fan Elon Musk ist oder nicht – den Begriff der Elektromobilität verbindet man mit seinem Unternehmen Tesla. Die deutschen Hersteller sind eher damit befasst, Ihre Diesel PKW mit Schummelsoftware umweltfreundlich erscheinen zu lassen, als dass sie echte Innovationen abliefern. Da passt es ins Bild, dass BMW den i3 nicht weiterentwickeln will.

Es gäbe soviel, was man im Bereich individueller Mobilität entwickeln kann – bessere Akkus, Brennstoffzelle, andere alternative Antriebe, autonomes Fahren, ganz neue Bauformen, integrierte Mobilitätskonzepte. Doch von deutschen Herstellern hört man hier nichts oder nur halbgares. Es besteht die ernste Gefahr, dass wir in dieser Schlüsseltechnologie den Anschluss an China, die USA und andere Staaten verlieren.

Anstatt weiter ein totes Pferd zu reiten, sollten wir hier dringend umdenken und Mobilitätskonzepte der Zukunft schaffen.

Für eine staufreie und auch sonst freie Zukunft.

Köpfe: Marc Sieberger

Marc Sieberger kommt aus Bonn und hat an der WHU in Koblenz studiert.

Er stieg direkt nach dem Studium bei der doo GmbH als Geschäftsführer ein. Das Unternehmen, in dem Frank Thelen eine entscheidende Rolle spielt, entwickelte eine Dokumentenmanagement Lösung und nunmehr eine Scanner App (Scanbot).

Sieberger ist zusammen mit Frank Thelen und Alex Koch Geschäftsführer und Partner der Freigeist Capital GmbH, einer führenden deutschen Beteiligungsgesellschaft für Startups.

Mehr über Marc Siebergers Werdegang erfahren Sie auch in Frank Thelens Buch “Start-Up DNA“.

Sieberger ist u.a. auf twitter aktiv.

Liste: Startups aus “Die Höhle der Löwen” Staffel 1, Show 1

Folgende Startups wurden in der der ersten Staffel von Die Höhle der Löwen in der ersten Show vorgestellt. Sie lief am 19. August 2014 und hatte 1,8 Millionen Zuschauer.

Deal

Crispy Wallet

Das Startup fertigt Portemonnaies und Schutzhüllen für Handys, Laptops, Tablets etc. aus Tyvek, einem recycelten Kunststoff.

Es beteiligen sich Lencke Wischhusen (Lencke Steiner) und Frank Thelen mit je 50.000 Euro für je 50%.

2015 meldet Crispy Wallet Insolvenz an, die beiden Gründer David Hagenkötter und Marvin Metzke kaufen u.a. die Marke aus der Insolvenzmasse zurück. Derzeit gibt es wieder Crispy Wallet Produkte, u.a. bei Amazon.

Nachträglich gescheiterter Deal

Wellmed Allergo ist eine Matratze speziell für Allergiker.

Es kommt zunächst zu einem Deal in der Show: Vural Öger, Frank Thelen und Judith Williams investieren gemeinsam 95.000 Euro, was dann aber nachträglich nicht zustande kommt.

2018 gibt der Gründer Sven Schaller bekannt, diese Matratze nicht weiter zu produzieren.

Kein Deal

Brümmi easysafe

Einbruchsicherung für PKW, für die kein Deal zustande kommt. Gründer Brümmer vertreibt das Produkt danach dennoch weiter, inzwischen gibt es die Firma aber nicht mehr.

Mexican Tears

Scharfe Chilisaucen, für die es dann am Ende keinen Deal gab. Der Gründer David Weyhe lässt sich nicht beirren, macht weiter und profitiert vom Werbeeffekt der Ausstrahlung. Die Saucen gibt es immer noch bei Amazon und in einigen Supermärkten.

Q-Milk

Kosmetikprodukte aus Milch. Auch hier kommt kein Deal zustande, aber ausweislich der Website der Firma gibt es das Unternehmen noch.

Saunaspaß

Vermietung von mobilen Saunen. Die Gründerin will ein Franchise Konzept daraus machen, die Löwen raten ab und investieren auch nicht. Das Unternehmen gibt es inzwischen nicht mehr.

Zuckerzahn

Das Startup bietet Candybars für Messen und Events an. Die Löwen steigen nicht ein – es dürfte ihnen an der Skalierbarkeit gemangelt haben. Zuckerzahn gibt es aber immer noch als Eventagentur.

Köpfe: Alex Koch

Alex Koch ist Geschäftsführer und Partner der Bonner Investmengesellschaft Freigeist Capital, deren Gesicht nach Außen Frank Thelen ist.

Koch ist für den technischen Bereich und insbesondere auch die technische Beurteilung von Beteiligungen verantwortlich.

Mehr über Koch erfahren Sie auch in Frank Thelens Autobiografie “Startup DNA“.

10 Bücher, die Sie 2018 zu Weihnachten verschenken können – oder zwischen den Tagen auch selber lesen sollten

Sie wollen zu Weihnachten oder einfach nur so noch schnell ein Buch verschenken – oder ? Dann habe ich hier 10 Tipps für Sie.

  1. Startup-DNA (Frank Thelen)
    Für mich eines der spannendsten Bücher des Jahres. Frank Thelen, Deutschlands wohl bekanntester Startup-Unternehmer und Investor, schreibt, wie er wurde, wer er ist, gibt tiefe Einblicke in einige seiner Startups und einen fundierten Einblick in die Technologien der Zukunft – ein Muss für alle, die wissen wollen, was auf uns zukommt. Außerdem ist es hochwertig aufgemacht und eignet sich daher besonders als Geschenk. Gibt es im Buchhandel, bei Amazon und auch in vielen Drogerie- und Supermärkten – also, wenn Sie es sehen, einpacken.
  2. Der Insasse (Sebastian Fitzek)
    Fitzek ist inzwischen eine feste Größe wenn es um fesselnde Thriller geht. Und so ist es auch bei seinem neuesten Werk “Der Insasse”. Der kleine Max Berkhoff ist vor über einem Jahr verschwunden – und der Täter sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt zu dem Fall. Max’ Vater selbst zum Insassen werden, um das Verschwinden seines Sohnes zu klären.
    Nichts für schwache Nerven, aber für alle Thrillerfreunde. Als Hardcover verfügbar.
  3. Becoming (Michelle Obama)
    Das ist DAS Buch, über das man im Dezember 2018 spricht. Becoming ist die Biografie von Michelle Obama mit vielen privaten Einblicken. Das perfekte Geschenk für Frau, Freundin, Mutter und alle anderen starken Frauen.
    Aktuell auch Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste. Hardcover.
  4. Helix – Sie werden Dich ersetzen (Marc Elsberg)
    Packend geschriebener Thriller zur Unterhaltung. Ein geheimes Forschungsprogramm ist außer Kontrolle geraten und hochbegabte Kinder bedrohen die Menschheit. Taschenbuch
  5. Bildband Sagenhaftes Deutschland: Eine Reise zu mythischen Orten zwischen Nordsee und Alpen, mit Texten aus Sagen und Grimms Märchen. Kraftorte im Harz, Thüringen, Werratal, Allgäu u.v.m.
    Ein faszinierendes Buch für alle, die Bildbände lieben und sich für Deutschlands Landschaften und seine Mythen und Märchen interessieren. Perfektes Coffeetablebook. Bildband.
  6. Unterwerfung (Michel Houellebecq)
    Bevor im Januar Michel Houellebecqs neuer Roman – Serotonin – erscheint, sollte man nochmal zu seinem vorherigen greifen. Unterwerfung ist ein großartiges Werk über den Clash of Cultures und über Europas mögliche Zukunft. Hardcover.
  7. Neue Heimat (Tim Mälzer)
    Kochbücher sind immer noch beliebte Geschenke. Und Tim Mälzer ist immer noch einer der beliebtesten Köche in Deutschland. Um so besser, wenn es ein neues schön gestaltetes Kochbuch aus seiner Feder gibt. Wie der Name schon andeutet, präsentiert Mälzer hier klassische deutsche Gerichte, allerdings international inspiriert und abgewandelt. Hardcover
  8. 21. Lektionen für das 21. Jahrhundert (Yuval Noah Harari)
    Yuval Noah Harari ist einer der interessantesten Denker unserer Zeit. und schreibt hier über die wichtigsten Fragen unserer Zeit: Ist die liberale Demokratie in der Krise? Soll Europa offen bleiben für Migration? Oder kann abschottender Nationalismus eine Lösung sein? Und was sollen wir unseren Kindern vermitteln? Ein Buch für alle, die weiterdenken wollen. Hardcover
  9. Armstrong (Torben Kuhlmann)
    Eine Maus fliegt zum Mond. Ein wunderbar illustriertes Buch für alle, die Tiere und Technik lieben. (Gebundenes Buch)
  10. Es ist nur eine Phase, Hase: Ein Trostbuch für Alterspubertierende (Maxim Leo, Jochen Gutsch)
    Pubertät ist schlimm, man merkt es nur selbst nicht so wirklich, denn man findet alles ganz schlimm. Alterspubertät ist noch schlimmer, denn man kriegt sie selbst voll mit – so zumindest meine eigene Erfahrung. Und damit stehe ich anscheinend nicht allein, denn sonst würde es dieses Buch nicht geben. Vergnüglich für alle jenseits der 46. Hardcover

Hinweise:

  • Die Links verweisen alle auf Amazon. Ob Sie dort kaufen, in der Buchhandlung Ihres Vertrauens oder ganz woanders, ist Ihnen überlassen.
  • Von vielen Büchern sind auch andere Ausgaben – z.B. als Taschenbuch oder für den Kindle eBook Reader – verfügbar. Folgen Sie einfach den Links.
  • Für die Amazon Links bekomme ich eine Provision. Sie sind also streng genommen Werbung. Mit den Einnahmen finanziere ich das Hosting hier und kaufe mir selbst Bücher, die ich Ihnen dann empfehle.
  • An der Empfehlung Nummer 1 habe ich selbst mitgearbeitet. Deswegen ist Startup-DNA doppelt empfehlenswert. Mehr dazu hier.
  • Lies!

twitter #bookchallenge (I)

Auf twitter gibt es immer wieder einmal die Bookchallenge.

Wurde man nominiert, soll man sieben Tage lang täglich ein Bild des Covers eines Lieblingsbuchs posten – ohne Erklärung. Zudem nominiert man einen weiteren Teilnehmer.

Das erste mal war ich im Oktober 2018 dran. Und damit ich nicht vergesse, welche Bücher ich damals vorgestellt habe, sind hier die Cover zusammengefasst dokumentiert.

Wer mir auf twitter folgen mag, klicke hier.

Mein erstes mal: Fuck Up Night

Kennen Sie die Fuck Up Night? Das ist ein aus Mexiko stammendes, inzwischen weltweit stattfindendes, Veranstaltungsformat, bei dem Menschen über ihr Scheitern und wie sie es gemeistert haben berichten. In Anschluss an den maximal 10 minütigen Vortrag dürfen dann von den Zuhörern weitere 10 Minuten lang Fragen gestellt werden.

Inzwischen sind die Fuck Up Nights in Bonn angekommen und die Veranstalter fragten an, ob ich nicht bei der dritten Veranstaltung – am 20. September in den Räumen des Coworking Space The 9th – sprechen wolle.

Klar wollte ich, denn ich finde dass gerade in Deutschland viel zu wenig über das Scheitern gesprochen wird, es ist hierzulande irgendwie ein Tabuthema. Doch es gehört zum Leben im allgemeinen und zum Unternehmertum im besonderen einfach dazu und sollte deswegen nicht totgeschwiegen werden.

Und so erzählte ich von meinem Versuch in der New-Economy, der twisd AG, die ich um die Jahrtausendwende zusammen mit Frank Thelen gegründet hatte. Für unser Produkt LIC (LAN Internet Connect), mit dem man Netze plus vieler Zusatzfunktionen mit den Internet verbinden konnte, erhielten wir viel Venture-Capital und waren auf einem guten Weg, die twisd an die Börse zu bringen. Letztlich ist der Plan gescheitert: wir hatten uns zu sehr verzettelt und dann brach auch noch der Neue Markt zusammen… Nachlesen kann man die ganze Geschichte ausführlicher in Franks Autobiografie “StartupDNA“.

Die wichtigste Erfahrung aus der Zeit, die ich anderen Gründern weitergeben kann: Fokussiere Dich ganz auf das was, Erfolg ist, kämpfe mit Herzblut dafür, erkenne aber auch früh genug, wenn Deine Idee gescheitert ist – wir haben damals auch den richtigen Zeitpunkt für den Absprung einfach verpasst.

Wichtig ist auch: ist man mit einem Unternehmen gescheitert, ist das Leben nicht vorbei. Es ist wichtig, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern aufzustehen und weiterzumachen – ein Aspekt, den auch die anderen Speaker, namentlich Annika Thierfeld, Sascha Maynert und Markus Roll, betonten.

In dem Sinne: ich kann jeden nur ermutigen, die Fuck Up Nights zu besuchen und auch seine eigene Geschichte zu erzählen – es müssen ja nicht alle Fehler zweimal gemacht werden…

Bild: (c) Oliver Kepka