Postkarte: Rolandsbogen und Siebengebirge

Diese Postkarte um 1895 zeigt den Rolandsbogen (links), den Rhein sowie das Siebengebirge mit dem Drachenfels.

Postkarte: das Siebengebirge

Postkarte des Siebengebirges, um 1895. Die Ansicht ist wahrscheinlich von der Casselsruhe aus. Erkennbar sind die Godesburg (rechts), Schloss Drachenburg und der Drachenfels.

10 Burgen und Schlösser in und rund um Bonn, die man gesehen haben muss – Vorschläge von Severin

  1. Poppelsdorfer Schloss
    Das Poppelsdorfer Schloss ist ein barockes Jagdschloss, das von Clemens August erbaut wurde. Besonders sehenswert ist der Botanische Garten. Vor dem Schloss – Richtung Poppelsdorfer Allee – ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt von Studenten. Ein Erlebnis sind auch die Poppelsdorfer Schlosskonzerte im Innenhof. Wer das Schloss von innen sehen möchte, kann das mineralogische Museum besuchen, das im Schloss gelegen ist. Danach bietet sich eine Erfrischung in der Poppelsdorfer Gastronomie an.
  2. Kurfürstliches Schloss
    Das ehemalige Hauptschloss mitten in der Stadt beherbergt heute das Hauptgebäude der Uni Bonn. Sehenswert ist die Schlosskirche und der Hofgarten bei schönem Wetter immer einen Besuch wert. Im Sommer Sommerkino im Innenhof.
  3. Schloss Augustusburg
    Das Weltkulturerbe in Brühl war oft Ort von Staatsempfängen. Besonders beeindruckend ist die Treppe im Innern – unbedingt an einer Führung  teilnehmen. Durch den barocken Garten spaziert man zu…
  4. Schloss Falkenlust
    …in dem schon Casanova zu Gast war. Das Schloss kann besichtigt werden und zeigt u.a. interessante Hintergründe zur Falkenjagd. Sehenswert ist auch die Kapelle nahe des kleinen Jagdschlösschens.
  5. Burg Drachenfels
    Der Drachenfels gilt als einer der am meisten bestiegenen Berge der Welt. Die romantische Burgruine und der Blick über den Rhein werden da nicht ganz unschuldig sein. Mehr zum Drachenfels haben wir übrigens hier.
  6. Schloss Drachenburg
    Wer braucht Neuschwanstein, wenn es die Drachenburg gibt?  Das Anwesen wurde 1882-1884 im Auftrag von Freiherr Stephan von Sarter, einem erfolgreichen Unternehmer, im Stil des Historismus erbaut. Es liegt auf halber Höhe zum Drachenfels, so dass man den Besuch beider gut kombinieren kann. Ein Erlebnis sind die vielen Veranstaltungen, die es hier immer wieder gibt, z.B. das Schlossleuchten.
  7. Tomburg
    Besonders mit Kindern ist die Tomburg einen Ausflug wert. Man wandert vom Parkplatz aus (Tomberger Str. 901, 53359 Rheinbach) einen schönen und nicht zu langen Weg zu der alten Ruine. Im Burgbrunnen soll der Sage nach eine goldene Wiege liegen.
  8. Schloss Miel
    Das einem französischen Vorbild nachempfundene Barockschlösschen liegt im Swisttaler Ortsteil Miel und kann vom Bonner Zentrum aus in wenig mehr als 20 Minuten mit dem Auto erreicht werden. Es beherbergt einen Golfclub und ein Restaurant und ist ein schönes Ausflugsziel an sonnigen Tagen.
  9. Burg Adendorf
    Eines der schönsten und am besten erhaltenen Wasserschlösser der Region ist die Burg Adendorf in Wachtberg. Im Rahmen von Veranstaltungen – Lesungen und Konzerten – hat man die Möglichkeit, diese zu besuchen. Highlight ist die jährliche Landpartie, die immer um Christi Himmelfahrt herum stattfindet. Termine hier.
  10. Burg Olbrück
    Etwas weiter fährt man zur Burg Olbrück in der Eifel, die gut 40 Minuten ab Bonn Zentrum lohnen sich aber (Burgstraße, 56651 Niederdürenbach). Vom Turm aus hat man bei gutem Wetter einen Blick bis zum Kölner Dom. Uriges Einkehren, spannend gemachter Erlebnispfad. Nicht nur mit Kindern ein Erlebnis.

Bild: Falkenlust (pixabay)

Mehr zu und um Bonn gibt es auf dieser Übersichtsseite. Und wer Lust auf mehr Schlösser und Burgen rund um Bonn hat, klickt hier.

10 Fakten über den Drachenfels

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  1. Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge bei Bonn zwischen Königswinter und Bad Honnef, der 321 m hoch ist und von den Erhebungen des Siebengebirges am nächsten am Rhein liegt. Er besteht aus vulkanischem Trachyt.
  2. Schon die Römer nutzten den Drachenfels als Steinbruch. Im frühen Mittelalter war Drachenfels-Trachyt ein beliebtes Baumaterial und wurde z.B. beim Kölner Dom verwendet. Um ein Haar würde es den Drachenfels deswegen nicht mehr geben: in den frühen 1830er Jahren war geplant, den Dom mit den gleichen Steinen zu vollenden. Die preußische Regierung kaufte den wichtigsten Steinbruch im Jahre 1836 für 10.000 Taler und stoppte den Abbau. Später wurden weitere Steinbrüche vom Verschönerungsverein Siebengebirge übernommen. Schon damals und bis in die jüngste Vergangenheit mussten immer wieder Maßnahmen gegen die Schäden durch die Steinbrüche ergriffen werden, um den Berg und die Ruine zu erhalten. Naturschutzgebiet wurde er aber erst 1920.
  3. Der Trachyt war auch Hauptgrund für den Reichtum der Herren der ab 1138 erbauten Burg auf dem Drachenfels. Fertiggestellt wurde die Burg Drachenfels übrigens vom Propst des Stiftes St. Cassius in Bonn (heutige Münsterkirche), Gerhard von Are, der damit Bonn schützen wollte. Nach einer wechselvollen Geschichte eroberten 1638 protestantische Truppen aus Schweden den Drachenfels und schleiften die Burganlage weitgehend.
  4. Über die Herkunft des Namens gibt es keine Klarheit. Die Theorie, dass er sich von Trachyt ableiten soll, ist aber falsch – das Gestein heißt erst seit dem 19. Jahrhundert so. Vielmehr gibt es in der Tat Sagen rund um einen Drachen, der auf dem Felsen gehaust haben soll. Manchmal werden diese auch in Verbindung mit der Nibelungensage gebracht.
  5. So gibt es auf dem Fußweg von Königswinter zum Drachenfels, dem sog. Eselsweg) auch eine Nibelungenhalle und einen Reptilienzoo. Eine weitere wirklich sehenswerte Sehenswürdigkeit auf dem Aufstieg ist die Drachenburg, die als romantisches Schloss im 19. Jahrhundert erbaut wurde und besichtigt werden kann.
  6. Wer den Gipfel des Berges mit der Burgruine erreicht hat, wird durch einen fantastischen Ausblick belohnt: Man sieht über 50km des Rheins, von Unkel bis Köln, über Bonn bis tief in die Eifel. Einkehren kann man in dem neu gestalteten Burgrestaurant. Der Drachenfels gilt als der meistbestiegene Berg Europas und nach dem Zuckerhut in Rio als der meistbesuchte Berg der Welt.
  7. Schon im frühen 19. Jahrhundert war der Drachenfels ein beliebtes touristisches Ziel. Daran hatten Gedichte von Heinrich Heine und insbesondere Lord Byron großen Anteil. Gerade bei den Angelsachsen galt der Drachenfels als der Inbegriff der Rheinromantik.
  8. Wer es sich leicht machen will und sich für Eisenbahnen interessiert, fährt mit der Drachenfelsbahn von Königswinter aus. Die 1883 erbaute Bahn ist die älteste der insgesamt vier noch betriebene Zahnradbahn in Deutschland. Auf der 1.500m langen Strecke gibt es drei Stationen: den Bahnhof in Königswinter, die Zwischenstation Drachenburg (s.o.) und die Bergstation.
  9. Am Drachenfels wird Wein angebaut, die gleichnamige Lage ist eine der nördlichsten des Rheins. Aktiv sind hier die beiden Winzer Weingut Pieper und Weingut Broel.
  10. Wer den Drachenfels nun besuchen will: Man erreicht ihn mit der Bahn (Bahnhof Königswinter) oder auch mit dem Auto (A 59/B42 von Norden und A3 von Süden) – die Parkplätze in Königswinter sind dann gut ausgeschildert. Besonders schön ist die Anreise mit dem Schiff; hier steigt man an der Anlegestelle Königswinter aus. Wer sich leicht macht, nimmt die Drachenfelsbahn. Die schönsten Ausblicke bietet der von Königswinter führende Eselsweg (s.o. bei Punkt 5), besonders leicht ist der Aufstieg vom Versorgungsweg aus – dann parkt man am besten kurz nach der Abzweig auf die Ferdinand-Mühlens-Straße. Weitere Wege führen durch das Nachtigallental, von Rhöndorf aus oder über die Margarethenhöhe. Mehr Infos gibt es im „Kulturführer Drachenfels„.

Mehr Inhalte rund um das Thema finden Sie hier unter dem Hashtag Drachenfels.

Bild oben: Bergstation der Drachenfelsbahn mit etwas Ausblick; (c) Severin Tatarczyk.

Gedicht: The castled crag of Drachenfels

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The castle crag of Drachenfels
Frowns o’er the wide and winding Rhine,
Whose breast of waters broadly swells
Between the banks that bear the vine,
And hills all rich with blossom’d trees,
And fields which promise corn and wine,
And scatter’d cities crowning these,
Whose far white walls along them shine,
Have strew’d a scene, which I should see
With double joy wert thou with me.

And peasant girls, with deep blue eyes,
And hands which offer early flowers,
Walk smiling o’er this paradise;
Above, the frequent feudal towers
Through green leaves lift their walls of gray;
And many a rock which steeply lowers,
And noble arch in proud decay,
Look o’er the vale of vintage-bowers;
But one thing want these banks of Rhine,
– Thy gentle hand to clasp in mine!

I send the lilies given to me;
Though long before thy hand they touch,
I know that they must wither’d be,
But yet reject them not as such;
For I have cherish’d them as dear,
Because they yet may meet thine eye,
And guide thy soul to mine even here,
When thou behold’st them drooping nigh,
And know’st them gather’d by the Rhine,
And offer’d from my heart to thine!

The river nobly foams and flows,
The charm of this enchanted ground,
And all its thousand turns disclose
Some fresher beauty varying round:
The haughtiest breast its wish might bound
Through life to dwell delighted here;
Nor could on earth a spot be found
To nature and to me so dear,
Could thy dear eyes in following mine
Still sweeten more these banks of Rhine!

Das Gedicht verfasste der britische George Gordon Byron (Lord Byron). Er erblickte den Drachenfels am 11. Mai 1816, als er auf dem Weg von London an den Genfer See war. In dem Gedicht verarbeitet er die Liebe zu seiner Halbschwester Augusta Leigh.

Die deutsche Übersetzung ist von August Mommsen und entstand 1885:

Der turmgekrönte Drachenfels

Weit droht ins offne Rheingefild
Der turmgekrönte Drachenstein;
Die breite Brust der Wasser schwillt
An Ufern hin, bekränzt vom Wein,
Und Hügeln, reich an Blüt’ und Frucht
Und Au’n, wo Traub’ und Korn gedeihn,
Und Städten, die an jeder Bucht
Schimmern im hellen Sonnenschein:
Ein Zauberbild! – Doch fänd’ ich hier
Zwiefache Lust, wärst du bei mir!

Und manche holde Bäuerin
Mit Frühlingsblumen in der Hand
Geht lächelnd durch das Eden hin;
Hoch oben blickt vom Felsenrand
Durch grünes Laub das Räubernest,
Und manches Riff mit schroffer Wand
Und kühnen Bogens stolzer Rest
Schaut weit hinaus ins Vaterland;
Nur eines fehlt dem schönen Rhein:
– Dein Händedruck, – ich bin allein!

Die Lilien, welche ich empfing,
Send’ ich zum Gruße dir ins Haus:
Wenn auch ihr Duft und Schmelz verging,
Verschmähe nicht den welken Strauß!
Ich hielt ihn hoch, ich weiß es ja,
Wann deine Augen bald ihn sehn,
Dann ist mir deine Seele nah‘:
Gesenkten Hauptes wird er stehn
Und sprechen: Von dem Tal des Rheins
Schickt diesen Gruß sein Herz an dein’s.

Der stolze Strom erbraust und fließt,
Der schönen Sagen Zaubergrund;
In tausend Windungen erschließt
Sich neue Schönheit, reich und bunt;
Wer wünschte nicht mit Herz und Mund
Ein Leben lang zu rasten hier?
Kein Raum wär’ auf dem Erdenrund
So teuer der Natur und mir,
Wenn deine lieben Augen nur
Noch holder machten Strom und Flur.

Bild: Dieses Bild ist unter der digitalen ID ppmsca.00835 in der Abteilung für Drucke und Fotografien der US-amerikanischen Library of Congress abrufbar.

Gedicht: Die Nacht auf dem Drachenfels

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An Fritz v.B.

Um Mitternacht war schon die Burg erstiegen,
Der Holzstoß flammte auf am Fuß der Mauern,
Und wie die Burschen lustig niederkauern,
Erscholl das Lied von Deutschlands heilgen Siegen.

Wir tranken Deutschlands Wohl aus Rheinweinkrügen,
Wir sahn den Burggeist auf dem Turme lauern,
Viel dunkle Ritterschatten uns umschauern,
Viel Nebelfraun bei uns vorüberfliegen.

Und aus den Trümmern steigt ein tiefes Ächzen,
Es klirrt und rasselt, und die Eulen krächzen;
Dazwischen heult des Nordsturms Wutgebrause. –

Sieh nun, mein Freund, so eine Nacht durchwacht ich
Auf hohem Drachenfels, doch leider bracht ich
Den Schnupfen und den Husten mit nach Hause.

Heinrich Heine schrieb dieses Gedicht, nachdem er am 18. Oktober 1819 mit burschenschaftlichen Bonner Studenten auf den Drachenfels zog, um den Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig zu feiern. 

Bild:  (c) Pixabay

10 Dinge, die man in Bonn getan haben sollte – Vorschläge von Stephan Eisel

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  1. In Beethovens Geburtshaus den Zauber des historischen Ortes erleben
    Das Haus in der Bonngasse wurde 1889 von Bonner Bürgern gekauft, um es vor dem von der Stadt bereits beschlossenen Abriss zu retten. Es fasziniert mit dem Geburtszimmer, Beethovens Partituren und Briefen im Original sowie seinen Instrumenten und Hörrohren und zieht jährlich ca. 100.000 Besucher an. Wer einige Minuten vor dem Haus die Menschen beobachtet – darunter viele, die eigens aus Asien anreisen – bekommt ein Gefühl für die globale Wirkung des größten Sohns der Stadt.
  2. Auf dem Drachenfels den sagenhaften Blick auf Bonn genießen
    Bonn mit dem Kölner Dom im Hintergrund und vom Rhein umschlungen – der Blick vom Drachenfels ins Rheintal ist atemberaubend und besonders beglückend, wenn man den steilen Anstieg zu Fuß bewältigt hat. Posttower und Langer Eugen im heutigen UN-Campus machen dabei beispielhaft deutlich, wie eng in Bonn in den über 2000 Jahren seit der Gründung durch die Römer Geschichte und Zukunft, Heimat und Weltoffenheit miteinander verbunden sind.
  3. Im Karneval Kamelle werfen oder auffangen
    Wieverfastelovend in Beuel, viele Veedelszöch, Rathaussturm und der Rosenmontagszug in Bonn mit über 5.000 Mitwirkenden und 250.000 Besuchern – der Bonner Karneval ist ein Großereignis mit vielen Facetten und zugleich familienfreundlich und bürgernah. Der Festausschuss Bonner Karneval und über 100 Karnevalsvereine stellen das übrigens alles ehrenamtlich auf die Beine.
  4. Im ehemaligen Regierungsviertel die Wiege der bundesdeutscher Demokratie entdecken
    Das Museum König als Geburtsort des Grundgesetzes, Villa Hammerschmidt und Palais Schaumburg, das frühere Kanzleramt mit der Skulptur von Henry Moore und der ehem. Kanzlerbungalow sowie der Plenarsaal des Bundestages – das sind verbunden durch den „Weg der Demokratie“ die Symbole für 50 gute Jahre deutscher Geschichte. Im Haus der Geschichte kann man zugleich bei freiem Eintritt die eigene Kindheit und Jugend durchwandern und sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen.
  5. „10 Dinge, die man in Bonn getan haben sollte – Vorschläge von Stephan Eisel“ weiterlesen

Liste der Bahnhöfe, die man vom Bahnhof Bonn Beuel in einer guten Stunde erreichen kann

Bild: © Axel Kirch / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Hier entsteht eine Liste der Bahnhöfe, die man vom Bahnhof Bonn Beuel aus innerhalb einer guten Stunde ohne Umsteigen erreichen kann. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen eine Anregung für einen Ausflug in die nähere oder weitere Region dabei.

Tipp: kombinieren Sie eine Schiffahrt auf dem Rhein mit einer Zugfahrt. Hier bieten sich z.B. die Bahnhöfe Linz, Unkel, Sinzig und Koblenz an.

Wenn man von der linken Rheinseite kommt, erreicht man den Beueler Bahnhof am schnellsten mit der Straßenbahn.

Bonn

  • Bonn-Oberkassel

Hier kann man gut aussteigen,  wenn man am Rhein spazieren will.  Viele Vorschläge, was man sonst in Bonn unternehmen kann, gibt es hier.

Koblenz

  • Koblenz-Ehrenbreitstein
  • Koblenz Hbf
  • Koblenz Lützel
  • Koblenz Stadtmitte

Hier haben wir Tipps, was man in Koblenz machen kann.

Köln

  • Köln-Ehrenfeld
  • Köln Hbf
  • Köln Messe/Deutz
  • Köln/Bonn Flughafen
  • Porz

Köln ist immer einen Besuch wert, hier sind Tipps für die Stadt am Rhein.

Landkreis Mayen-Koblenz

  • Urmitz
  • Vallendar

Mönchengladbach

  • Mönchengladbach Hbf
  • Rheydt Hbf
  • Rheydt-Odenkirchen

Landkreis Neuwied

  • Bad Hönningen
  • Engers
  • Erpel
  • Linz (Rhein)
  • Neuwied
  • Leubsdorf (Rhein)
  • Unkel

Rhein Erft Kreis

  • Stommeln
  • Pulheim

Rhein Kreis Neuss

  • Hochneukirch
  • Jüchen
  • Grevenbroich
  • Rommerskirchen

Rhein Sieg Kreis

  • Bad Honnef (Rhein)
  • Friedrich-Wilhelmshütte
  • Königswinter
  • Menden(Rheinl)
  • Niederdollendorf
  • Rhöndorf
  • Troisdorf

Hier haben wir Vorschläge, was man im Rhein Sieg Kreis machen kann.  Ein Besonderer Tipp ist der Bahnhof Königswinter, von dem aus man schnell beim Drachenfels ist.

10 Dinge, die man in Bonn gemacht haben sollte – Vorschläge von Wilfried

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  1. Eine wunderbare Radtour durch den schönen Kottenforst mit Einkehr in den Bahnhof Kottenforst.
  2. Eine kleine Wanderung um den Röttgener Tongrubensee – Enten füttern gehört dazu.
  3. Rosenmontag in der Stadt verbringen.
  4. Die einmalige Stimmung im Röttgener Stadion auf Asche erleben.
  5. Wer viele Kinder hat, lernt die ausgezeichnete medizinische Betreuung in Bonn schnell zu schätzen.
  6. Das Haus der Geschichte ist immer mal wieder ein Muss
  7. Der Weihnachtsmarkt bezaubert immer wieder.
  8. An den Rheinauen kommt niemand vorbei.
  9. Man nehme eine gute Digitalkamera und lasse sich von der herausragenden Architektur des Posttowers beeindrucken.
  10. Einmal mit dem Esel auf den Drachenfels kraxeln.

Diese Liste hat Wilfried Kötter erstellt. Er lebt seit knapp 34 Jahren im Rheinland und bezeichnet Bonn daher als seine Wahlheimat. Für ihn persönlich ist Röttgen der schönste Stadtteil.

In der Reihe “10 Dinge, die man in Bonn gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man als Bonner Bürger gemacht haben sollte. Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die in Bonn wohnen – aber auch Besucher Bonns finden hier sicher Geheimtipps. Wir freuen uns über weitere Listen – gerne auch aus anderen Städten.

Der Drachenfels und die Einführung des Christentums

Der letzte Glanzpunkt der von so vielen Fremden aus weiter Ferne besuchten Rheinlandschaft ist die dunkle Felsenmasse des himmelanstrebenden Siebengebirges bei Bonn. Von diesem ragt der Drachenfels wie ein gigantischer Wächter fast senkrecht aus den Fluten des Rheines empor. Zunächst den Eingang des freundlichen Honnefer Thales beschirmend, erregt er zuerst die Aufmerksamkeit in höherem Grade, wenn man von Köln aus rheinaufwärts fährt.

Wenn schon jedes altertümliche verfallene Türmchen die Gedanken des Beschauers unwillkürlich ins Mittelalter, in die Zeiten des Lehnsrechtes und der offenen Fehden zurückversetzt: so ist dies noch mehr der Fall bei den Ruinen wirklicher alter Burgen, wie die des Drachenfels. Sind solche Ruinen doch die Beweise beharrlicher Anhänglichkeit an jene sonderbaren, aber immerhin kräftigen Einrichtungen, die endlich freilich doch einer neuern Gesittung haben weichen müssen, an kraftvolle Geschlechter, die ihre kühnen Thaten vollbracht haben, ohne ängstlich das Recht zu prüfen, und deshalb zum Teil doch früher den Schauplatz der Geschichte haben verlassen müssen, als es bei dem ganz gewöhnlichen Verlaufe der Dinge würde der Fall gewesen sein. Dies gilt jedoch vom Drachenfels nicht vollständig, da es vor fünfzig Jahren und vielleicht noch jetzt in der Ferne ein Geschlecht gab, das vom Drachenfels am Rheine den Namen herleitet.

Die Burg des Drachenfelsens, sowie die Wolkenburg, Löwenburg und Rolandseck sollen auf den Trümmern römischer Wachttürme aus der Zeit Julians oder Valentinians erbaut sein.

In einer Urkunde vom Jahre 1206 wird der Drachenfels als Drachenhöhle oder Drachenloch erwähnt. Im Jahre 1303 führte Graf Heinrich in seinem Wappenschilde einen Drachen und nannte sich Burggraf von Drachenfels. Der Drache in seinem Wappen aber war silbern geflügelt, er hauchte goldene Flammen aus, sein Schweif im roten Felde war aufwärts gewunden und den Kopf wandte er nach dem linken Schildrande zu. Der Drache erschien auf dem Helme silbern bis zum Unterleibe, und dabei hatte er rote Flügel. Die Helmdecke war silbern und dabei rot unterlegt.

Noch jetzt wird unter dem Namen des Drachenloches auf der Südseite des Felsens eine Höhle gezeigt. Dort hauste in alter Zeit ein riesiger Drache, welchem die Bewohner der Gegend eine abgöttische Verehrung erwiesen; selbst Menschenopfer wurden ihm dargebracht. Diese waren allerdings bei den Galliern mehr als bei den Germanen gebräuchlich; doch mögen, als jene der Mehrzahl nach schon Christen waren, gerade hierhin aus Gallien vertriebene Druiden sich geflüchtet und in ihrer Art die bei den Germanen früher seltener gewesenen Menschenopfer vermehrt haben.

So wurde denn der Drachenfels und seine Umgebung ein Bollwerk für das nur langsam am Rheine weichende Heidentum.

Von hier aus unternahmen sogar mehrere fürstliche Familien, vielleicht von celtischen Druiden aufgestachelt, Raubzüge in Gegenden, die bereits dem Christentume angehörten. Von einem solchen kehrten sie einst zurück mit einer Christin aus einem gleichfalls sehr vornehmen Hause, die sie als Beute und als Gefangene heimführten.

Den herrschenden Geschlechtern gehörten zwei Jünglinge an, die an dem Raubzuge noch keinen Teil genommen hatten, aber sich mehr und mehr zu Helden entwickelten, wie sie an Jahren zunahmen. Diese faßten eine unaussprechliche Zuneigung zu der christlichen Jungfrau, die immer schöner und herrlicher unter den Heiden erblühte. Ein richtiges und tiefes, reines Gefühl sagte ihnen, wenn sie den Ausdruck der Frömmigkeit in den Augen der Jungfrau wahrnahmen, daß der Glaube eines [190] so edlen und hohen Frauenbildes über die blutige heidnische Religion weit erhaben sein müsse. Jeder von den beiden Jünglingen wäre daher wohl bereit gewesen, um dieser Jungfrau willen das Christentum anzunehmen.

Doch die mildere Gesinnung wich aus den Herzen der beiden Männer, als sie sich immer deutlicher beide als Nebenbuhler erkannten. Je mehr ein jeder wünschte, die Christin zu besitzen, um so mehr regte sich in ihnen auch der Stolz auf die eingebildeten Vorzüge, durch welche jeder glaubte, dem Nebenbuhler voranstehen zu müssen. Ihre Gesinnung, welche kaum angefangen hatte sich zu veredeln, wurde wieder eine ganz heidnische, und der Gedanke, der Christin die doch immerhin nur beschränkte Wahl zwischen zwei Bewerbern zu gestatten, konnte nicht aufkommen, weil sie in ihr immer wieder die Gefangene, eine Sklavin, sahen.

Ein unglücklicher Zufall wollte es, daß die Jünglinge, in denen die Bewohner der Gegend schon längst die Zierde und die Hoffnung des Stammes erblickt hatten, nun auch fast zu gleicher Zeit ihre Väter verloren und dadurch plötzlich eine bei beiden fast gleiche Macht unter dem Volke erhielten. Mit grenzenloser Unbesonnenheit traten sie einander sogleich feindselig entgegen, indem jeder die Ansprüche, die er an die Hand der Christin machte, mit Drohungen und Ankündigung von Gewaltmaßregeln verstärkte.

Da traten die Ältesten der Landschaft mit den Druiden zusammen und berieten, was zu thun sei.

Die hergelaufenen Druiden verlangten sogleich, daß die Christin, welche die Herzen der heidnischen Anführer verzaubert habe, dem Drachen vorgeworfen werden müsse. Die Ältesten aus dem Volke stimmten ihnen bei, weil nur hierdurch noch der Zwist der beiden viel gerühmten jungen Anführer im Keime erstickt werden konnte.

Es legte also die Christin ein weißes Gewand an, und das herabfallende Haar dieses Opfers schmückten die Heiden mit Blumen.

So führte man die Jungfrau den Berg hinan. In der Nähe der Drachenhöhle band man sie an einen Baum. Neben demselben lag ein großer Stein, der als Altar diente.

In einiger Entfernung hatte sich viel Volk aufgestellt, um zu sehen, wie das Ungeheuer aus seiner Höhle kommen und sich auf seinen Raub [191] werfen würde. Nur wenige unter den Anwesenden waren schon so weit von dem Heidentume abgewandt, daß sie einiges Mitleid mit der unglücklichen Christin fühlten.

Die Jungfrau aber blickte ruhig und gottergeben zum Himmel auf. Eben kam die Morgensonne hinter dem Siebengebirge hervor und warf einige Strahlen auf den Eingang der blutigen Höhle des Drachen. Da kam das geflügelte Ungeheuer heraus und eilte zu dem Altare, wo ihm heute keineswegs das erste Opfer bereitet war. Es schoß flammende Blitze auf die arme Christin. Aber diese blieb selbst im Angesichte des Todes unerschrocken.

Sie trug ein kleines goldenes Kruzifix im Busen, und da sie in unerschütterlichem Glauben an ihren Erlöser beharrte, so zog sie es in ihrem Sterbestündlein hervor, gerade als der gierige Drache auf sie lossprang.

Sowie der Drache das Kruzifix erblickte, stürzte er sich mit furchtbarem Zischen in den nächsten Waldesgrund.

Die Jungfrau dankte inbrünstiglich ihrem Erlöser. Aber alles Volk wurde durch dies Wunder von dem Heidentume abgezogen und zum Christentume bekehrt. Alle erkannten in dem Kreuze den mächtigen Talisman, der von Tod und Sünde freimachen könne.

Der Christin näherten sie sich nun wie einer Heiligen. Sie lösten ihre Bande und ließen sich das unscheinbare kleine Kreuz vorweisen und predigen.

Die vom Tode befreite Jungfrau predigte ihnen das Kreuz mit solcher Beredsamkeit, daß zuletzt das ganze Volk auf den Knieen lag. Zwar waren die Anführer, welche um ihre Hand geworben hatten, nicht zugegen. Aber da die Christin in ihre Heimat zu ihren Eltern zurückzukehren wünschte, um dem Volke von dort her einen Priester zu senden, durch den jedermann sich könne taufen lassen, so wagten sie nicht, die Geliebte zurückzuhalten. Der Priester aber, welchen die Jungfrau schickte, taufte zuerst das Volk, dann die beiden Häuptlinge und zuletzt selbst die in diese Gegend verschlagenen Druiden.

Wo der Stein gestanden hatte, auf welchem dem Drachen geopfert worden war, erhob sich alsbald eine christliche Kapelle.

Aus: Heinrich Pröhl, Rheinlands schönste Sagen und Geschichten, 1886