Eiskratzer vergessen: Was im Notfall hilft und was nicht

Es hat gefroren, die Scheiben sind zu, und der Eiskratzer liegt im anderen Auto. 2013 hatte ich auf onkelalfred.de dafür einen Tipp: Nimm eine alte CD. Die funktioniert tatsächlich. Ob sie eine gute Idee ist, steht auf einem anderen Blatt. Hier steht, was im Notfall hilft, was man besser lässt und wie man sich den Kratzmorgen ganz erspart.

Was im Notfall hilft

Eine CD. Hartes Plastik mit glatter Kante, damit bekommt man dünnes Eis von der Scheibe. Der ADAC warnt allerdings vor Behelfen wie einer CD-Hülle oder einem Kochfeldschaber: „Wer solche Gegenstände einsetzt, riskiert eine zerkratzte Scheibe.“ Für eine CD gilt dasselbe, vor allem wenn Sand oder Streusalz auf dem Glas liegt. Also nur im Notfall und mit wenig Druck.

Lieber keine Bankkarte. Laut ADAC geht sie beim Kratzen in der Regel kaputt.

Enteiserspray. Sprays auf Alkoholbasis tauen das Eis schnell an. Wer keins hat, kann sich eins mischen: ZDFheute nennt Wasser und Isopropylalkohol im Verhältnis eins zu eins in einer Sprühflasche. Unter etwa minus fünf Grad friert die Mischung allerdings selbst schnell.

Eine Wärmflasche. Etwa 40 Grad warmes Wasser in eine Gummi-Wärmflasche oder einen Plastikbeutel füllen und damit langsam über das Eis fahren, rät ZDFheute. Das Wasser kommt dabei nicht aufs Glas.

Am besten ist natürlich ein richtiger Eiskratzer aus Kunststoff. Der ADAC empfiehlt eine Seite mit Sägezähnen für dickes Eis und eine glatte Kante für den Rest.

Was man lassen sollte

Heißes Wasser. „Versuchen Sie niemals, die Scheiben des Fahrzeugs mit heißem Wasser zu enteisen“, schreibt der ADAC. Der Temperatursprung kann das Glas springen lassen. Lauwarmes oder kaltes Wasser hilft auch nicht: Es friert wieder und macht die Eisschicht nur dicker.

Den Motor laufen lassen. Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, statt zu kratzen, ist nach § 30 Absatz 1 StVO verboten, weil es Lärm und Abgase macht. Laut ADAC drohen bis zu 80 Euro Bußgeld plus Verwaltungskosten.

Ein Guckloch. Es reicht nicht, an der Frontscheibe nur ein kleines Sichtfenster freizukratzen. Dafür nennt der ADAC ein Bußgeld zwischen 10 und 35 Euro.

Metallschaber. Eine Metallklinge zerkratzt das Glas. Auch von elektrischen Eiskratzern rät der ADAC ab, wegen der Metallklinge und der Gefahr von Rissen oder Brand.

Damit es gar nicht erst friert

  • Scheibe abdecken. Abdeckfolien gibt es laut ADAC ab etwa 10 Euro. Man legt sie abends auf und klemmt sie mit den Türen fest. Im Notfall tut es ein Stück Pappe. Zeitungspapier dagegen friert an.
  • Socken über die Außenspiegel. Klingt komisch, hält sie aber eisfrei. Auch das ist ein ADAC-Tipp.
  • Frostschutz ins Wischwasser. Der ADAC empfiehlt eine Mischung, die bis minus 25 Grad hält. Das verhindert auch, dass die Scheibe während der Fahrt wieder zufriert.
  • Scheiben vor dem Parken sauber machen. Schmutz und Sand wirken beim Kratzen wie Schmirgelpapier.
  • In jedes Auto einen Eiskratzer legen. Dann braucht man keine CD.

Und die CD? Die darf im Handschuhfach bleiben, für den einen Morgen, an dem alles andere fehlt.

Quellen

 

Mietwucher 1961: Kleine Anfrage zu ausländischen Arbeitern in Eßlingen

In dieser Kleinen Anfrage vom 18. August 1961 (Kleine Anfrage, Drucksache 03/2989) fragten Abgeordnete die Bundesregierung nach Mietwucher bei der Unterbringung ausländischer Arbeiter. Die Bundesregierung beantwortete die Kleine Anfrage am 16. September 1961 durch den Bundesarbeitsminister (Antwort (Drucksache 03/3006)).

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