10 Fakten zum 21. Juli

  1. Die Belgier feiern heute ihren Nationalfeiertag. Anlass ist die Krönung des ersten belgischen Königs Leopold I. im Jahre 1831.
  2. Heute ist der “Nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige”, der seit 1998 begangen wird. Er wurde von Eltern toter Drogenabhängiger ins Leben gerufen. Neben dem Gedenken an die Drogenopfer stehen Aktionen für eine liberale Drogenpolitik im Vordergrund – diese soll für weniger gefährliche Umstände für Abhängige schaffen und z.B. Methadonprogramme fördern.
  3. Daniel, Daniela, Laurentius und Stella feiern heute ihren Namenstag.
  4. 1950 springt die 4-Jährige Elefantendame Tuffi aus der Wuppertaler Schwebebahn; sie wird dabei nur leicht verletzt. Es sollte eigentlich eine Werbefahrt für den Circus Althoff werden.
  5. Nachdem die Mondlandefähre wenige Stunden vorher am 20. Juli 1969 auf dem Mond gelandet ist, betritt Neil Armstrong an diesem Tag im Jahr 1969 als erster Mensch unseren Trabanten: “Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!”
  6. 1974 gewinnt der Belgier Eddy Merckx zum fünften mal die Tour de France.
  7. 1983 wird bei der Wostok Station in der Antarktis die bislang tiefste Temperatur auf der Erde gemessen: -89,2° Celsius.
  8. 2007 erscheint der siebte und letzte Harry Potter-Band in der Originalausgaben: Harry Potter and the Deathly Hallows (deutsch: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes).
  9. Schauspieler Robin McLaurim Williams wird am heutigen Tag im Jahr 1951 geboren. Sein wohl bester Film war “Good Morning Vietnam“.
  10. Norbert “Die Rente ist sicher” Blüm kommt 1935 auf die Welt.

Kurzkritik: Der 21. Juli

Stellen Sie sich vor, Stauffenberg hätte mit seinem Attentat auf den Führer Erfolg gehabt… mit genau dieser Fragestellung setzt sich Christian von Ditfurth in seinem Roman “Der 21. Juli” auseinander.

Das Buch hat drei Hauptteile sowie einen ausführlichen Epilog. Es beginnt 1953, die Welt wird von drei Blöcken – USA, Deutschland, Russland – dominiert. Der im amerikanischen Exil lebende ehemalige SS Mann Werdin erhält von der CIA einen brisanten Auftrag. Bevor er sich auf den Weg nach Deutschland macht, bricht dieser Teil ab und wir sind zurückversetzt in die Jahre 1944/1945, wo wir erfahren, wie es es zum erfolgreichen Attentat kam, welchen Weg Deutschland dann einschlug und wie der Krieg endete. Werdin muss aufgrund seiner vielschichtigen Verstrickungen aus dem Reich fliehen. Der dritte Teil spielt wieder 1953 und schildert, wie er nach Deutschland zurückkehrt, um seinen Auftrag durchzuführen. Zur Handlung schreibe ich wie immer bei den Kurzkritiken nicht viel.

Das Hauptaugenmerk Ditfurths liegt ohnehin wieder darin, den alternativen Geschichtsverlauf ausführlich zu schildern. Wie wäre Deutschland mit dem Attentat umgegangen? Was wäre gewesen, wenn Deutschland zuerst die Atombombe gehabt hätte? Das von ihm erarbeitete Szenario ist gut begründet und hätte sich durchaus so ergeben können.

Dennoch hat “Der 21. Juli” auch eine starke Handlung mit gut gezeichneten Charakteren. Auch Leser, die sich nicht so sehr für geschichtliche Details interessieren, werden gefesselt sein. Daher eine klare Leseempfehlung für alle, die (historische) Polit-Thriller mögen.

Die Taschenbuchausgabe aus dem Geest Verlag hat 496 Seiten (ISBN-10: 3866852932; ISBN-13: 978-3866852938). Das Buch ist ebenfalls für den Amazon Kindle verfügbar.