Köpfe: Eduard Spelterini

Eduard Spelterini war ein schweizerischer Ballonfahrer und Fotograf. Er wurde am 2. Juni 1852 geboren und starb am 16. Juni 1931.

Spelterini ist vor allem bekannt für seine Pionierarbeit in der Luftfahrt und seine frühen Anwendungen der Luftbildfotografie. Zwischen 1890 und 1910, einer Zeit, in der die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte, unternahm Spelterini zahlreiche Ballonfahrten, die ihn quer durch Europa und darüber hinaus führten.

Während dieser Fahrten machte er tausende von Fotografien, die einige der ersten detaillierten Ansichten von Landschaften aus der Vogelperspektive lieferten. Darunter sind beeindruckende Aufnahmen der Alpen, die sowohl für ihre künstlerische Qualität als auch für ihren dokumentarischen Wert geschätzt werden.

Spelterini war nicht nur ein mutiger Abenteurer, sondern auch ein begabter Kommunikator. Er hielt Vorträge und präsentierte seine Fotografien in öffentlichen Diavorträgen, die dazu beitrugen, das Interesse an der Luftfahrt und der Luftbildfotografie zu wecken.

In der Schweiz ist Spelterini eine bekannte historische Persönlichkeit und wird oft als der „Vater der schweizerischen Ballonfahrt“ bezeichnet.

Köpfe: Sully Prudhomme

Sully Prudhomme, geboren als René François Armand Prudhomme am 16. März 1839 in Paris, war ein französischer Dichter und Essayist. Er gilt als einer der Hauptvertreter des Parnassien, einer literarischen Bewegung in Frankreich, die für ihre Betonung der Form und der ästhetischen Perfektion bekannt ist. Prudhomme studierte zunächst Wissenschaften, bevor er sich der Literatur zuwandte, motiviert durch gesundheitliche Probleme, die eine Karriere als Ingenieur unmöglich machten.

Sein literarisches Debüt gab Prudhomme 1865 mit dem Gedichtband „Stances et Poèmes“ (Strophen und Gedichte), der für seine präzise Sprache und seine philosophischen Themen gelobt wurde. Seine Werke reflektieren häufig einen tiefen Pessimismus und eine intensive Beschäftigung mit Themen wie Liebe, Schönheit, Natur und Tod, gepaart mit einem ständigen Streben nach Wissen und Wahrheit.

Prudhomme entwickelte einen sehr persönlichen poetischen Stil, der sich durch Klarheit, musikalischen Klang und Präzision der Sprache auszeichnet. Neben Lyrik schrieb er auch kritische und philosophische Essays, in denen er seine Gedanken über Kunst, Literatur und die Rolle des Dichters in der Gesellschaft darlegte.

Er wurde 1901 als erster Preisträger mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, „in Anerkennung seiner poetischen Komposition, die durch hohe Ideale, künstlerische Perfektion und eine seltene Kombination von den Qualitäten des Herzens und des Intellekts ausgezeichnet ist“. Diese Anerkennung brachte ihm internationale Anerkennung.

Sully Prudhomme starb am 7. September 1907 in Châtenay-Malabry, Frankreich. Sein literarisches Erbe besteht aus einer feinsinnigen, introspektiven Poesie, die sich durch ihre intellektuelle Tiefe und formale Schönheit auszeichnet, und hat ihn als eine der Schlüsselfiguren der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts etabliert.

Bild: Sully Prudhomme (1839-1907), dessin par Émile Cohl, Les Hommes d’aujourd’hui, n°284, 1886.

Fakten über das Jahr 489

489 n. Chr. in einem Satz: Theoderich besiegt Odoaker am Isonzo und bei Verona – der Kampf um Italien beginnt.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender kein Schaltjahr (365 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 489 war ein Sonntag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1242 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Petronius Probinus (West) und Eusebius (Ost).
  • Jüdischer Kalender: 4249/4250 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 11. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 己巳 (Erde-Schlange) ab dem Neujahrsfest; davor noch 戊辰 (Erde-Drache).
  • Seleukidische Ära: 800/801 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 410/411; buddhistische Zeitrechnung: 1032/1033.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 205/206 (Jahreswechsel am 29. August).
  • Olympiaden: Im Sommer begann rechnerisch die 317. Olympiade – Spiele fanden nach dem Ende um 393 aber nicht mehr statt.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 15.
  • Sonnenfinsternisse: 18. März: ringförmig (7 min 25 s); 11. September: total (4 min 40 s).
  • Mondfinsternisse: keine totale Mondfinsternis.

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • Die Ostgoten schlagen die Gepiden bei Sirmium.
  • 28. August: Schlacht am Isonzo. September: Odoaker unterliegt bei Verona (27. oder 30. September) und zieht sich nach Ravenna zurück – „Dietrich von Bern“ in der Sage.
  • Mailand und Pavia ergeben sich Theoderich.

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • Zenon schließt die „Schule der Perser“ in Edessa; die Lehrer gehen nach Nisibis, das zum Zentrum der Kirche des Ostens wird.
  • Patriarch Akakios (484 gebannt) stirbt.

Quellen

Fakten über das Jahr 488

488 n. Chr. in einem Satz: Schaltjahr: Die Römer verlassen Noricum, und Theoderich bricht nach Italien auf.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender ein Schaltjahr (366 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 488 war ein Freitag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1241 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Claudius Iulius Ecclesius Dynamius und Rufius Achilius Sividius (West).
  • Jüdischer Kalender: 4248/4249 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 22. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 戊辰 (Erde-Drache) ab dem Neujahrsfest; davor noch 丁卯 (Feuer-Hase).
  • Seleukidische Ära: 799/800 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 409/410; buddhistische Zeitrechnung: 1031/1032.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 204/205 (Jahreswechsel am 29. August).
  • Olympiaden: 3./4. Jahr der 316. Olympiade.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 14.
  • Sonnenfinsternisse: keine zentrale Sonnenfinsternis, nur partielle (vier).
  • Mondfinsternisse: 12. April: total (ca. 102 min); 6. Oktober: total (ca. 102 min).

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • Odoaker befiehlt die Räumung des Donau-Noricum. Die Romanen nehmen den Leichnam Severins (gest. 482) mit nach Italien – er liegt später bei Neapel.
  • Zenon lässt Illus und Leontius nach vierjähriger Belagerung in Isaurien hinrichten.
  • Herbst: Theoderich bricht im Auftrag Zenons mit den Ostgoten nach Italien auf – mit Frauen und Kindern, nach Schätzungen 100.000 Menschen oder mehr.
  • Persien: Kavadh I. wird Großkönig.

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • Die Gepiden besetzen Singidunum (Belgrad).

Quellen

Fakten über das Jahr 487

487 n. Chr. in einem Satz: Odoaker zerschlägt das Rugierreich an der Donau.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender kein Schaltjahr (365 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 487 war ein Donnerstag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1240 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Nar. Manlius Boethius (West).
  • Jüdischer Kalender: 4247/4248 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 5. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 丁卯 (Feuer-Hase) ab dem Neujahrsfest; davor noch 丙寅 (Feuer-Tiger).
  • Seleukidische Ära: 798/799 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 408/409; buddhistische Zeitrechnung: 1030/1031.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 203/204 (Jahreswechsel am 29. August, in diesem Jahr am 30. August).
  • Olympiaden: 2./3. Jahr der 316. Olympiade.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 13.
  • Sonnenfinsternisse: 9. Mai: total (5 min 11 s); 1. November: ringförmig (4 min 39 s).
  • Mondfinsternisse: keine totale Mondfinsternis.

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • Odoaker besiegt die Rugier an der Donau (bei Krems) und nimmt König Feletheus gefangen; dessen Sohn Friedrich flieht zu Theoderich.
  • Theoderich zieht bis vor Konstantinopel und schneidet einen Aquädukt ab.

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • Maya: Butz’aj Sak Chiik wird Herrscher von Palenque (28. Juli).
  • Japan: Kenzō stirbt (traditionelle Datierung).

Quellen

Fakten über das Jahr 486

486 n. Chr. in einem Satz: Chlodwig schlägt Syagrius bei Soissons – das Ende Roms in Gallien.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender kein Schaltjahr (365 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 486 war ein Mittwoch (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1239 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Caecina Mavortius Basilius Decius (West) und Longinus (Ost).
  • Jüdischer Kalender: 4246/4247 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 15. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 丙寅 (Feuer-Tiger) ab dem Neujahrsfest; davor noch 乙丑 (Holz-Büffel).
  • Seleukidische Ära: 797/798 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 407/408; buddhistische Zeitrechnung: 1029/1030.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 202/203 (Jahreswechsel am 29. August).
  • Olympiaden: 1./2. Jahr der 316. Olympiade.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 12.
  • Sonnenfinsternisse: 19. Mai: total (6 min 54 s); 12. November: ringförmig (10 min 43 s).
  • Mondfinsternisse: keine totale Mondfinsternis.

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • Schlacht von Soissons (486 oder 487): Chlodwig besiegt Syagrius, den „König der Römer“ (seit 464). Syagrius flieht zu Alarich II., der ihn ausliefert; er wird hingerichtet.
  • Chlodwig verlegt seine Residenz nach Soissons.
  • Burgund: Gundobad schaltet seinen Bruder Godomar aus.

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • Persien: Die Kirche des Ostens nimmt auf der Synode von Seleukia-Ktesiphon die Lehre des Nestorius an und erlaubt Priestern die Ehe.

Quellen

Fakten über das Jahr 485

485 n. Chr. in einem Satz: Proklos stirbt, der letzte große Philosoph der Akademie von Athen.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender kein Schaltjahr (365 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 485 war ein Dienstag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1238 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Q. Aurelius Memmius Symmachus (West).
  • Jüdischer Kalender: 4245/4246 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 26. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 乙丑 (Holz-Büffel) ab dem Neujahrsfest; davor noch 甲子 (Holz-Ratte).
  • Seleukidische Ära: 796/797 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 406/407; buddhistische Zeitrechnung: 1028/1029.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 201/202 (Jahreswechsel am 29. August).
  • Olympiaden: Im Sommer begann rechnerisch die 316. Olympiade – Spiele fanden nach dem Ende um 393 aber nicht mehr statt.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 11.
  • Sonnenfinsternisse: 29. Mai: total (2 min 26 s); 23. November: ringförmig (7 min 23 s).
  • Mondfinsternisse: keine totale Mondfinsternis.

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • China: Kaiser Xiaowen der Nördlichen Wei führt das Juntian-System ein. Jede Familie erhält Ackerland nach Köpfen; das System prägt China und Japan bis ins 8. Jahrhundert.
  • Britannien: Ælle kämpft am Mearcredesburna gegen die Briten (Angelsächsische Chronik, legendär).

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • 17. April: Proklos stirbt in Athen, 73 Jahre alt. Er leitete die Akademie fast 50 Jahre; Euklid-Kommentare von ihm sind bis heute erhalten.
  • Um 485 geboren: Cassiodor, der später Klosterbibliotheken als Rettung antiker Texte organisierte.

Quellen

Fakten über das Jahr 484

484 n. Chr. in einem Satz: Schaltjahr des ersten großen Bruchs zwischen Rom und Konstantinopel.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender ein Schaltjahr (366 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 484 war ein Sonntag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1237 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Decius Marius Venantius Basilius (West) und Theoderich der Große (Ost).
  • Jüdischer Kalender: 4244/4245 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 6. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 甲子 (Holz-Ratte) ab dem Neujahrsfest; davor noch 癸亥 (Wasser-Schwein).
  • Seleukidische Ära: 795/796 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 405/406; buddhistische Zeitrechnung: 1027/1028.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 200/201 (Jahreswechsel am 29. August).
  • Olympiaden: 3./4. Jahr der 315. Olympiade.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 10.
  • Sonnenfinsternisse: 14. Januar: total (3 min 4 s).
  • Mondfinsternisse: 24. Juni: total (ca. 80 min); 18. Dezember: total (ca. 99 min).

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • 24. Februar: Hunerichs Edikt verbietet den Katholizismus im Vandalenreich. 23. Dezember: Hunerich stirbt; Gunthamund folgt.
  • Persien: Peroz I. fällt gegen die Hephthaliten. Sein Nachfolger Balasch gewährt Armenien im Vertrag von Nvarsak Religionsfreiheit.
  • 19. Juli: Illus und Verina erheben Leontius in Tarsos zum Gegenkaiser.
  • 28. Dezember: Eurich stirbt; Alarich II. folgt.

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • 28. Juli: Papst Felix III. bannt Patriarch Akakios – das Akakianische Schisma dauert bis 519.
  • 14. Januar: Die totale Sonnenfinsternis erwähnt Marinos in seiner Vita des Proklos als Vorzeichen für dessen Tod im Folgejahr.

Quellen

Fakten über das Jahr 483

483 n. Chr. in einem Satz: Ostrom macht Theoderich zum Heermeister – und Hunerich verfolgt die Katholiken.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender kein Schaltjahr (365 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 483 war ein Samstag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1236 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Anicius Acilius Aginantius Faustus (West).
  • Jüdischer Kalender: 4243/4244 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 19. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 癸亥 (Wasser-Schwein) ab dem Neujahrsfest; davor noch 壬戌 (Wasser-Hund).
  • Seleukidische Ära: 794/795 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 404/405; buddhistische Zeitrechnung: 1026/1027.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 199/200 (Jahreswechsel am 29. August, in diesem Jahr am 30. August).
  • Olympiaden: 2./3. Jahr der 315. Olympiade.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 9.
  • Sonnenfinsternisse: 24. Januar: total (4 min 3 s); 20. Juli: ringförmig (7 min 18 s).
  • Mondfinsternisse: keine totale Mondfinsternis.

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • Zenon ernennt Theoderich zum Heermeister und für 484 zum Konsul; die Ostgoten siedeln als Föderaten in Moesien.
  • Vandalenreich: Hunerich verbannt katholische Bischöfe; nach Victor von Vita werden 4.966 Kleriker in die Wüste deportiert (Zahl bei Victor, nicht unabhängig belegt).

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • 10. März: Papst Simplicius stirbt; Felix III. folgt (13. März).

Quellen

Fakten über das Jahr 482

482 n. Chr. in einem Satz: Zenons „Henotikon“ soll die Kirche einen – und spaltet sie weiter.

Kalender und Astronomie

  • Nach dem damals gültigen julianischen Kalender kein Schaltjahr (365 Tage); die gregorianische Reform kam erst 1582.
  • Der 1. Januar 482 war ein Freitag (julianisch).
  • Römisch: Jahr 1235 ab urbe condita; üblicher war die Datierung nach den Konsuln: Severinus (West) und Illus Trocundes (Ost).
  • Jüdischer Kalender: 4242/4243 Anno Mundi (Jahreswechsel rechnerisch am 30. September, nach dem später festgelegten Kalender).
  • Chinesischer Kalender: Jahr 壬戌 (Wasser-Hund) ab dem Neujahrsfest; davor noch 辛酉 (Metall-Hahn).
  • Seleukidische Ära: 793/794 (syrisch-makedonische Zählung, Jahreswechsel im Herbst).
  • Indische Shaka-Ära: 403/404; buddhistische Zeitrechnung: 1025/1026.
  • Diokletianische Ära (Ära der Märtyrer, koptischer Kalender): 198/199 (Jahreswechsel am 29. August).
  • Olympiaden: 1./2. Jahr der 315. Olympiade.
  • Goldene Zahl (Mondzyklus von 19 Jahren, rückgerechnet nach dem Osterzyklus): 8.
  • Sonnenfinsternisse: 4. Februar: ringförmig (5 s); 31. Juli: ringförmig (3 min 23 s).
  • Mondfinsternisse: keine totale Mondfinsternis.

Finsternisdaten nach dem NASA Five Millennium Canon, Daten julianisch.

Herrscher und Politik

  • Zenon erlässt das Henotikon, das Chalkedon umgeht. Die Monophysiten bleiben skeptisch, Rom ist empört – 484 folgt das Akakianische Schisma.
  • Theoderich der Große plündert Makedonien und Thessalien.
  • Ostslawische Überlieferung: legendäre Gründung Kiews (Jahr eine moderne Festlegung).

Kultur, Religion und Wissenschaft

  • 8. Januar: Severin von Noricum stirbt in Favianis (Mautern). Die Lebensbeschreibung seines Schülers Eugippius ist die Hauptquelle zum Ende der Römerzeit in Österreich und Bayern.
  • Um 482 geboren: der spätere Kaiser Justinian.

Quellen