Allerheiligenflut 1582

Die Allerheiligenflut von 1582 traf am 1. November die Nordseeküste und führte zu verheerenden Überschwemmungen in den Niederlanden, Deutschland und angrenzenden Regionen. Diese Sturmflut brach erneut zahlreiche Deiche und überflutete weite Küstengebiete, wodurch viele Menschen ihr Leben verloren und große landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar wurden. Besonders betroffen waren Nordfriesland und Ostfriesland, wo die Flut massive Schäden an Siedlungen und Infrastruktur hinterließ.

Diese Flut ist vergleichsweise schlecht dokumentiert.

Hier sind mehr Flutereignisse an Allerheiligen.

Allerheiligenflut 1532

Die Allerheiligenflut von 1532 ereignete sich zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November.

Die Sturmflut überschwemmte große Teile der Küsten von Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Dänemark. Überlieferungen zufolge verloren in Nordfriesland mehrere Tausend Menschen ihr Leben. In Ostfriesland wurden die Ortschaften Osterbur und Ostbense vollständig zerstört. An der St.-Nikolaus-Kirche in Klixbüll ist die von 1532 erhaltene Hochwassermarke (NN+4,16 m) die älteste, die an eine Nordseesturmflut erinnert. Auf der Insel Fanø wurde die östlichste Siedlung Albo zerstört. Für die Insel Strand, die 1634 auseinandergerissen wurde, zählt die Allerheiligenflut von 1532 zu den schwersten Überschwemmungen des 16. Jahrhunderts. Chronisten berichten von elf Deichbrüchen und etwa 1.500 ertrunkenen Menschen allein dort.

Hier sind mehr Allerheiligenfluten.

Allerheiligenflut 1510

Die Allerheiligenflut vom 1. November 1510 war eine verheerende Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste von Flandern bis Eiderstedt heimsuchte. Sie folgte auf die St.-Magnus-Flut, die bereits am 5./6. September 1510 schwere Schäden verursacht hatte. Diese Flut traf auf Deiche, die bereits durch die Zweite Cosmas- und Damianflut vom 26. September 1509 erheblich beschädigt und nur notdürftig repariert worden waren. Erneut brachen viele Deiche, und weite Küstenregionen wurden überflutet. Der Wasserstand erreichte dabei 3,80 Meter über dem mittleren Tidehochwasser (MThw).

Nur zehn Wochen später, am 16. Januar 1511, folgte die sogenannte Antoniflut oder „Eisflut“. Diese Sturmflut traf Ostfriesland und Butjadingen mit starkem Eisgang und vervollständigte das Zerstörungswerk der vorangegangenen Fluten von 1509 und 1510. Der Dollart und der Jadebusen erreichten ihre größte Ausdehnung, es kam zu erheblichen Landverlusten zwischen Jade und Weser, und ein Durchbruch entstand zwischen diesen beiden Flussmündungen.

Hier sind mehr Fluten, die an Allerheiligen stattfanden.

Allerheiligenflut 1436

Die Allerheiligenflut am 1. November 1436 war eine Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste der Deutschen Bucht schwer traf.

In der Nacht zum Allerheiligentag fegte ein ungewöhnlich heftiger Sturm über die Region und ließ das Wasser auf eine nie zuvor erreichte Höhe steigen. An vielen Stellen brachen die Deiche, und die Wassermassen verursachten besonders in Dithmarschen große Zerstörungen, wobei zahlreiche Menschen und Tiere ums Leben kamen. Im Kirchspiel Lunden stieg das Wasser bis an die Grundmauern der St. Laurentiuskirche.

Allein im nordfriesischen Tetenbüll kamen 180 Menschen ums Leben, nach anderen Quellen sogar 280. Die Siedlung Eidum auf Sylt wurde vollständig zerstört, woraufhin die Bewohner ins Landesinnere zogen und Westerland gründeten. Auch der Ort List auf Sylt wurde nach der Flut aufgegeben und weiter östlich neu aufgebaut. Durch die Flut wurde Pellworm von der Insel Strand getrennt; erst 1550 konnte die Verbindung durch die Neulandgewinnung eines neuen Kooges wiederhergestellt werden.

Infolge des Sturms fiel zudem ungewöhnlich viel Schnee, sodass die Menschen mehrere Tage lang in ihren Häusern eingeschlossen waren und die Wege unpassierbar wurden. Es folgte eine strenge Kälte, die bis zur Fastenzeit andauerte, und viele Reisende kamen unterwegs ums Leben. Erst im späten Frühjahr des folgenden Jahres konnten die Schäden der Sturmflut beseitigt werden.

Auch in der Region an der Oste und in Kehdingen führten Deichbrüche zu weiteren Zerstörungen.

Hier finden Sie weitere Allerheiligenfluten.

Allerheiligenflut 1170

Die Allerheiligenflut von 1170 richtete am 1. und 2. November 1170 schwere Verwüstungen entlang der Küsten der Niederlande und Ostfrieslands an. Diese Flut zählt zu den bedeutendsten Sturmfluten der Nordsee, die historisch überliefert sind.

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