In Potsdam wurde Peter Boroffka am 14.05.1932 geboren. Der Chemiker aus Potsdam saß vierzehn Jahre im Berliner Abgeordnetenhaus und wurde 1981 als Nachfolger des verstorbenen Franz Amrehn in den Bundestag entsandt. Am 06.10.1981 wurde Boroffka Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) für die CDU. In den Stammdaten des Bundestages ist als Beruf Wissenschaftlicher Redakteur eingetragen, außerdem als Konfession evangelisch und als Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Boroffka ist am 24.12.1999 gestorben.
Kurzprofil
- Geboren: 14. Mai 1932 in Potsdam
- Gestorben: 24. Dezember 1999
- Beruf: Wissenschaftlicher Redakteur
- Partei: CDU
- Bundestag: 1981 bis 1987 (9. bis 10. Wahlperiode), über die Landesliste
- Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder
Abendgymnasium und Chemie
Boroffka war der jüngste Sohn von Else Boroffka-Niemeyer und Franz Paul Boroffka und kam in Potsdam zur Welt, der alten Residenzstadt vor den Toren Berlins, die nach dem Krieg in der sowjetischen Zone lag. Nach dem Krieg ging er nach West-Berlin und machte 1953 an einem Abendgymnasium Abitur, also neben der Arbeit. Danach arbeitete er bei Siemens in Heidenheim an der Brenz, ehe er an der Technischen Universität Berlin Chemie studierte; 1965 schloss er als Diplomchemiker ab.
Redakteur für Chemie-Dokumentation
Ab 1965 arbeitete Boroffka als wissenschaftlicher Redakteur für die Chemie-Information und Dokumentation Berlin, eine Einrichtung, die Fachliteratur auswertete und für Forschung und Industrie erschloss, in einer Zeit, in der die Datenbanken noch auf Karteikarten und Lochstreifen beruhten. Die Stammdaten führen ihn als wissenschaftlichen Redakteur. Boroffka war evangelisch und verheiratet, das Paar hatte zwei Kinder.
Abgeordnetenhaus
1960 trat Boroffka der CDU bei. Von 1971 bis 1985 saß er im Berliner Abgeordnetenhaus. In diese Jahre fielen das Viermächteabkommen von 1971, das den Zugang nach West-Berlin sicherte, die Hausbesetzungen der frühen achtziger Jahre und der Machtwechsel von 1981, als Richard von Weizsäcker im Juni die Union erstmals an die Spitze des Senats führte.
Berliner Abgeordneter in Bonn
Wegen des Viermächtestatus wurden die Berliner Bundestagsabgeordneten nicht direkt gewählt, sondern vom Abgeordnetenhaus entsandt, und hatten bis 1990 im Plenum nur eingeschränktes Stimmrecht. Am 06.10.1981 rückte Boroffka so für den verstorbenen Franz Amrehn nach, den früheren Landesvorsitzenden der Berliner CDU, der von 1955 bis 1963 als Bürgermeister Stellvertreter der Regierenden Bürgermeister Otto Suhr und Willy Brandt gewesen war. 1983 wurde er erneut entsandt und blieb bis 1987. Boroffka starb am Heiligabend 1999 mit 67 Jahren; wo, verzeichnen die Stammdaten nicht.
Mandate im Überblick
Er war 49 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 54 beim Ausscheiden. Die Mandate ergeben zusammen rund 5 Jahre in 2 Wahlperioden. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet im Einzelnen:
- 9. Wahlperiode (06.10.1981 bis 29.03.1983): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
- 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).