Geboren wurde Bertram Blank am 09.04.1930 in Bonn. Der Verwaltungsjurist aus Bonn war Erster Beigeordneter in Bensberg, gewann 1972 den Rheinisch-Bergischen Kreis für die SPD und starb 1978 als Abgeordneter. Am 13.12.1972 schaffte Blank für die SPD den Sprung in den Bundestag. Als Beruf führte die Bundestagsverwaltung Rechtsanwalt, als Religion katholisch, als Familienstand verheiratet, 3 Kinder. Sein Leben endete am 23.05.1978 in Bergisch Gladbach.
Kurzprofil
- Geboren: 9. April 1930 in Bonn
- Gestorben: 23. Mai 1978
- Beruf: Rechtsanwalt
- Partei: SPD
- Bundestag: 1972 bis 1978 (7. bis 8. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
- Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder
Jurist bei der Bezirksregierung
Blank wurde in Bonn geboren, das 1949 Sitz der Bundesregierung wurde. Er studierte Rechtswissenschaft in Bonn, Köln und Kiel. Sein Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Köln legte er auf das Verwaltungsrecht aus, 1960 bestand er in Düsseldorf das zweite Staatsexamen. Danach trat er in den Verwaltungsdienst ein und arbeitete bis 1965 beim Regierungspräsidenten in Köln, zuletzt als Regierungsrat und Dezernent für Schul- und Sportbauten.
Beigeordneter in Bensberg
Von 1965 bis 1972 war Blank Erster Beigeordneter der Stadt Bensberg, des ständigen Vertreters des Stadtdirektors. Nach der damaligen Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen leitete der Stadtdirektor die Verwaltung, der ehrenamtliche Bürgermeister den Rat. Bensberg mit seinem barocken Schloss war damals eine eigenständige Stadt im Rheinisch-Bergischen Kreis und ging 1975 in der Gebietsreform in Bergisch Gladbach auf. In der SPD war er zeitweise stellvertretender Vorsitzender des Unterbezirks Rheinisch-Bergischer Kreis. Ab 1972 arbeitete er als Rechtsanwalt in Bergisch Gladbach.
Haushaltspolitiker
Bei der Bundestagswahl 1972, der Willy-Brandt-Wahl, gewann Blank den Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis östlich von Köln direkt, als die SPD mit 45,8 Prozent ihr bis dahin bestes Ergebnis erzielte; 1976 kam er über die Landesliste wieder ins Parlament. Er gehörte dem Haushaltsausschuss an, der als einer der einflussreichsten Ausschüsse gilt, 1975/1976 auch dem Ausschuss für Forschung und Technologie, und war Mitglied des Schuldenausschusses bei der Bundesschuldenverwaltung. In seine Abgeordnetenzeit fielen die Ölkrise von 1973, die Haushaltsdefizite und Sparprogramme nach sich zog, und der Kanzlerwechsel von Willy Brandt zu Helmut Schmidt im Mai 1974.
Früher Tod
Blank starb am 23.05.1978 mit 48 Jahren in Bergisch Gladbach, mitten in der achten Wahlperiode. Sein Sitz ging an den nächsten Bewerber der Landesliste. Im Stadtteil Refrath erinnert die Bertram-Blank-Straße an ihn. Er war katholisch, verheiratet und hatte drei Kinder.
Mandate im Überblick
Das Lebensalter beim Eintritt lag bei 42, beim Abschied aus dem Bundestag bei 48 Jahren. Die Mandatszeiten summieren sich auf rund 5 Jahre, verteilt auf 2 Wahlperioden. Die Stammdaten listen die Mandate so auf:
- 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 23.05.1978): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).