Warum Sicherheit im Verborgenen beginnt und weshalb Unternehmen bei digitalen Risiken oft falsch priorisieren

Zwischen Alltagsroutine und unsichtbaren Gefahren

In vielen Betrieben entsteht der Eindruck, digitale Risiken seien nur dann relevant, wenn ein großes Ereignis eintritt – ein Serverausfall, ein verdächtiger Anhang, eine Nachricht aus der IT, dass ein Passwort geändert werden muss. Doch die eigentliche Bedrohung entsteht meist viel früher, in ruhigen Momenten, die niemand bewusst registriert. Es sind die täglichen Abläufe, die unauffälligen Klicks und die kleinen Routinen, die darüber entscheiden, wie verletzlich ein Unternehmen wirklich ist.

Gerade in mittelständischen Strukturen ist der Umgang mit Passwörtern ein Beispiel dafür, wie schnell sich Gewohnheiten verselbstständigen können. Ein gemeinsam genutzter Zugang, ein Notizblock auf dem Schreibtisch, eine alte Software, die nur mit einem bestimmten Login funktioniert – all das wirkt harmlos, solange nichts passiert. Doch sobald Verantwortlichkeiten wechseln oder ein Gerät verloren geht, zeigt sich, wie wichtig eine klare und sichere Struktur im Hintergrund ist. Wer in solchen Situationen über einen Passwortmanager für Unternehmen nachdenkt, erkennt schnell, dass digitale Ordnung mehr ist als eine technische Entscheidung. Sie ist ein Schutzraum, der sich erst bemerkbar macht, wenn er fehlt.

Es ist diese Diskrepanz zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, die Cybersicherheit zu einem Thema macht, das oft unterschätzt wird. Denn während viele Unternehmen in große Projekte investieren, geraten die kleinen Bausteine in Vergessenheit – jene, die den täglichen Ablauf stabil halten.

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So bezahlen die Deutschen im Internet: Das sind ihre Favoriten

Das Angebot an Online Zahlungsanbietern ist enorm. Je nachdem, über welchen Online Shop eine Bestellung aufgegeben wird, stehen hier unterschiedliche Bezahlvorgänge zur Verfügung. Dass mit den Jahren einige neue Varianten hinzugekommen sind, hängt auch damit zusammen, weil es von Seiten der Kunden auch immer mehr Anforderungen gibt: Die Transaktion muss sicher sein, schnell gehen und im Idealfall ist sie auch noch kostenlos. In Deutschland haben sich einige Online Zahlungsanbieter etabliert, die in fast jedem Online Shop zu finden sind.

Die Paysafecard als beliebte Methode, wenn es darum geht, anonym zu bleiben

Mit den Jahren hat sich die Paysafecard zu einer der führenden Alternativen in Deutschland entwickelt. Das Prepaid Zahlungsmittel kann man kaufen, ohne Kreditkarten- oder Bankdaten angeben zu müssen. An Vorverkaufsstellen, etwa an einem Kiosk oder an der Tankstelle, ist es möglich, die Paysafecard mit Bargeld zu kaufen. Wer völlig anonym bleiben will, der entscheidet sich für den Kauf der Paysafecard mit Bargeld. Schließlich haben auch Online Shops und Online Casinos mitbekommen, dass es den Kunden wichtig ist, wenn auf der Kreditkartenabrechnung oder auf dem Bankkonto eine Hinweise auf die Transaktion zu finden sind. Auch auf der Casino Liste auf Bikesale findet man einige Anbieter, die die Paysafecard akzeptieren. Wer also gerne einmal anonym eine Zahlung tätigt, ist gut beraten, diese mit der Paysafecard zu tätigen.

Die Paysafecard gibt es in folgenden Beträgen: 5 Euro, 10 Euro, 25 Euro, 50 Euro und 100 Euro. Hat der Kunde vor Ort den Gegenwert bezahlt, erhält er dann einen Bon mit 16-stelliger Nummer. Diese Nummer ist im Feld beim Online Anbieter einzugeben – danach folgt die Übertragung der Gutschrift.

Die Paysafecard kann natürlich auch online gekauft werden. In diesem Fall bleibt der Käufer aber nicht anonym. Es findet sich der Hinweis auf dem Bankkonto oder auf der Kreditkartenabrechnung, dass eine Paysafecard gekauft wurde. Jedoch gibt es danach keine Hinweise, wofür das Guthaben der Paysafecard genutzt wurde.

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Sicher surfen im Internet: Schutz vor Tracking und Datenkraken

Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Nutzer digitale Spuren. Webseitenbetreiber, Werbefirmen und große Technologiekonzerne sammeln eifrig Daten über das Surfverhalten, um daraus detaillierte Nutzerprofile zu erstellen. Was viele nicht wissen: Selbst im privaten Modus können Cookies und Tracking-Skripte die Aktivitäten verfolgen und Rückschlüsse auf persönliche Interessen und Gewohnheiten zulassen. Doch es gibt Möglichkeiten, sich vor den Datenkraken zu schützen und die Privatsphäre zu wahren.

Dieser Artikel zeigt wirksame Methoden, um beim Surfen anonym zu bleiben. Von der richtigen Browser-Konfiguration über VPN-Dienste und das Tor-Netzwerk bis hin zu datenschutzfreundlichen Suchmaschinen gibt es viele Wege, die digitalen Spuren zu verwischen. Mit den richtigen Werkzeugen und der nötigen Vorsicht hat man die Hoheit über die eigenen Daten selbst in der Hand.

Browser richtig einstellen: Cookies und Tracking blockieren

Der erste Schritt zu mehr Privatsphäre führt über die Browser-Einstellungen. Sowohl Firefox als auch Chrome bieten Optionen, um Cookies von Drittanbietern und Tracking-Skripte zu blockieren. In Firefox lässt sich über die Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ ein strikter Tracking-Schutz aktivieren. Dieser verhindert, dass Cookies webseitenübergreifend das Surfverhalten verfolgen können. Die „Do Not Track“-Funktion sollte hier ebenfalls aktiviert werden, um Webseiten zu signalisieren, dass man nicht getrackt werden möchte.

Chrome-Nutzer finden ähnliche Optionen in den Datenschutz-Einstellungen. Hier lässt sich die Erfassung von Websitedaten deaktivieren und auch Cookies von Drittanbietern sperren. Zusätzlich empfiehlt es sich, Werbeblocker wie uBlock Origin oder AdBlock Plus zu installieren. Diese unterbinden nicht nur nervige Werbung, sondern blockieren auch viele Tracking-Skripte und Analysedienste.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann zu datenschutzorientierten Browsern wie Brave oder dem Tor Browser greifen. Brave setzt standardmäßig auf eine strikte Blockade von Trackern und bietet einen integrierten Adblocker. Der Tor Browser leitet den Datenverkehr verschlüsselt über mehrere Server und erschwert so eine Identifizierung des Nutzers.

Generell gilt: Je weniger Erweiterungen und Plug-ins installiert sind, desto geringer die Angriffsfläche. Auch Datei-Bereiniger wie CCleaner können helfen, Tracking-Cookies und Browserdaten regelmäßig zu löschen und digitale Spuren zu beseitigen.

Anonym bleiben mit VPN und Tor

Wer seine IP-Adresse verschleiern und den Datenverkehr vor neugierigen Blicken schützen möchte, kommt an einem VPN (Virtual Private Network) kaum vorbei. VPN-Dienste leiten die Verbindung verschlüsselt über einen externen Server und ersetzen die eigene IP-Adresse durch die des VPN-Anbieters. Auf diese Weise lässt sich der tatsächliche Standort des Nutzers verbergen und eine Identifizierung erschweren.

Bei der Wahl eines VPN-Dienstes ist jedoch Vorsicht geboten. Unseriöse Anbieter speichern mitunter selbst Nutzungsdaten oder verkaufen diese weiter. Seriöse Dienste wie NordVPN, ProtonVPN oder ExpressVPN hingegen setzen auf eine strikte No-Logs-Policy und speichern keinerlei Verbindungsdaten.

Noch einen Schritt weiter geht das Tor-Netzwerk. Hier werden die Daten verschlüsselt über mehrere Knotenpunkte (Nodes) geleitet, sodass der ursprüngliche Absender nicht mehr nachvollziehbar ist. Der Tor Browser ermöglicht den Zugang zu diesem Netzwerk und schützt die Privatsphäre durch mehrere Sicherheitsebenen. Allerdings kann die Geschwindigkeit durch die mehrfache Verschlüsselung leiden und manche Webseiten sperren Zugriffe über bekannte Tor-Nodes.

Eine Kombination aus VPN und Tor bietet ein Höchstmaß an Anonymität, ist im Alltag aber oft unpraktisch. Für die meisten Anwender reicht ein seriöser VPN-Dienst aus, um die eigene IP-Adresse zu verschleiern und den Datenverkehr vor Trackingversuchen zu schützen.

Datensparsamkeit: weniger ist mehr

Ein wesentlicher Faktor beim Schutz der Privatsphäre ist die eigene Datensparsamkeit. Je weniger persönliche Informationen man im Netz preisgibt, desto schwieriger wird es für Unternehmen und Datensammler, aussagekräftige Profile zu erstellen. Daher gilt der Grundsatz: Nur so viele Daten wie nötig herausgeben.

Das fängt schon bei der Registrierung auf Webseiten an. Oft werden hier viele persönliche Angaben abgefragt, die für die Nutzung des Dienstes gar nicht relevant sind. Hier empfiehlt es sich, nur die Pflichtfelder auszufüllen und auf freiwillige Angaben zu verzichten. Auch die Nutzung von Pseudonymen oder Wegwerf-E-Mail-Adressen kann sinnvoll sein, um die wahre Identität zu schützen.

Besonders in sozialen Netzwerken ist Zurückhaltung angebracht. Fotos, Interessen, Beziehungsstatus − all diese Informationen werden von den Plattformen genutzt, um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen. Hier sollte man genau abwägen, welche Inhalte man öffentlich teilen möchte und welche besser privat bleiben. Die Privatsphäre-Einstellungen der Netzwerke bieten Möglichkeiten, den Zugriff auf persönliche Daten einzuschränken.

Auf Smartphone-Apps sollte man ebenfalls einen kritischen Blick werfen. Viele Anwendungen fragen mehr Berechtigungen ab, als sie für ihre Funktion benötigen, etwa den Zugriff auf Kontakte, Standort oder Kamera. Hier gilt es, genau zu prüfen, welche Freigaben wirklich notwendig sind und welche man besser verweigert. Datensparsame Alternativen aus dem F-Droid-Store können hier eine gute Wahl sein.

Sichere Suchmaschinen statt Google und Co.

Suchmaschinen wie Google sammeln und speichern eine Vielzahl von Daten über ihre Nutzer. Jede Suchanfrage, jeder Klick wird analysiert, um Rückschlüsse auf Interessen, Vorlieben und persönliche Merkmale zu ziehen. Wer anonym suchen möchte, sollte daher auf datenschutzfreundliche Alternativen setzen.

Einer der bekanntesten Vertreter ist DuckDuckGo. Die Suchmaschine verzichtet komplett auf das Speichern von Nutzerdaten und erstellt keine Nutzerprofile. Auch eine Filterblase, die Ergebnisse auf Basis früherer Suchen personalisiert, gibt es hier nicht. Stattdessen setzt DuckDuckGo auf ein neutrales Ranking, das für alle Nutzer gleich ist.

Eine weitere Alternative ist Startpage. Hier werden die Suchergebnisse von Google genutzt, jedoch ohne Tracking und Speicherung von Nutzerdaten. Startpage fungiert somit als anonymer Mittelsmann zwischen Nutzer und Google. Die Suchhistorie bleibt privat und kann nicht zu Werbezwecken ausgewertet werden.

Ecosia und Qwant sind interessante Optionen für anonymes Suchen. Ecosia verwendet einen Großteil seiner Einnahmen für Baumpflanzprojekte und setzt auf strikte Datensparsamkeit. Qwant wiederum speichert keinerlei personenbezogene Daten und verzichtet komplett auf Tracking-Cookies.

Natürlich können auch diese Anbieter keine vollständige Anonymität garantieren, da die aufgerufenen Webseiten selbst Daten sammeln können. Dennoch sind sie eine deutlich datenschutzfreundlichere Wahl als die großen Suchmaschinen und schützen zumindest die Privatsphäre bei der Suche selbst. In Kombination mit anderen Maßnahmen wie VPN oder Tor lässt sich so ein hohes Maß an Anonymität beim Surfen erreichen.

Glücksspiel in Deutschland: Wie sicher ist das Spielen in Online-Casinos?

Wenn es um Geld geht, solltest du nichts dem Zufall überlassen. Seit 2021 triffst du im Netz überall auf virtuelle Spielotheken. Dort zahlst du ein und kannst dann mit deinem Guthaben am Slot spielen. Häufig stellen sich Einsteiger und Glücksspielfans die Frage, ob sie wirklich sicher im Casino spielen können und wie sie überhaupt ein sicheres finden.

Fest steht: Wenn ein paar wichtige Kriterien berücksichtigt werden, ist ein sicheres Glücksspiel möglich. Du möchtest wissen, wie du dein Gameplay in der Online Spielothek sicher gestalten kannst? Dann kommen hier die besten Tipps!

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5 Tipps zum sicheren Spielen in Online-Spielotheken

Die zunehmende Beliebtheit von Online-Glücksspielen bringt auch wachsende Risiken mit sich. Um Schutz vor Betrug und Missbrauch sicherzustellen, sollten die Spieler daher einige wichtige Dinge beachten.

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Gastbeitrag: Welche 2FA App soll ich verwenden? Und was ist das überhaupt?

Dieser Gastbeitrag stammt vom twitter User Linzgaurider.

Sichern Sie Ihre Online-Konten. Ein Großteil der Anwender nimmt die Sache nicht ernst, es nervt die Anwender, und es kostet Zeit. Immer wieder frage ich mich, ob Sie Ihre Kreditkarte auch einfach so auf dem Tisch liegen lassen, mit Ihrer Sicherheitsnummer und der PIN?

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Gastbeitrag: Passwortsicherheit

Über den Twitter Post des Blogmagazin zu diesem Bericht – 10 Tipps zu sicheren Passwörtern – habe ich meinen Unmut darüber kundgetan, zum einen weil ich einige beschriebenen Methoden, heute im Jahre 2022 für falsch halte, wobei es mich wohl nur bei zwei, drei Punkten getriggert hatte. Die Punkte 2 und 3 (keine Passwörter aus dem Lexikon, für alle wichtigen Dienste andere Passwörter) sind im Kern richtig, Punkt 4 ist sehr gut ausgearbeitet (Merksätze verwenden)! Punkt 5 würde ich heute so nicht mehr empfehlen (Passwortvarianten). Die Regel 6 finde ich sollte heute für alles gelten (Besonders sichere Passwörter für kritische Systeme). Punkt 9 halte ich wie Punkt 1 für falsch, den wenn ein Notfall vorliegt ist es schon zu spät, hier gilt Vorsorge statt Nachsorge.

Passwörter schützen unsere Privatsphäre, das ist das höchste Gut was wir in der digitalen Welt besitzen. Das Thema müsste ich gesondert beschreiben! Dabei sollten Passwörter, egal in welchem Bereich so gewählt werden, dass sie weder einfach sind, erkennbar oder einem logischen Muster folgen. Beliebt bis heute sind Passwörter wie, Mama4711, das war vor Jahren mal als sicherangesehen, es hat doch einen Großbuchstaben und eine Mixtur aus Buchstaben und Zahlen… „Gastbeitrag: Passwortsicherheit“ weiterlesen

Meinung: Wir haben die Wahl – Pandemie-Sicherheit oder „weiter so“

COVID-19 hat die Welt verändert wie nur wenige Ereignisse vorher.

Auch hier in Deutschland spüren wir die Folgen: Kein regulärer Schulunterricht mehr, Geschäfte geschlossen, keine Restaurants, keine Urlaubsreisen, Maskengebot, Maskenpflicht, Kontaktverbot und Ausgangssperre, Sonntagsfahrplan die ganze Woche, Desinfektion allenthalben, Abstand halten, keine Bundesliga und kein Oktoberfest… Mit den globalen Auswirkungen wie z.B. auf den Flugverkehr will ich erst gar nicht anfangen.

Das alles hat massive Auswirkungen auf unsere Wirtschaft. Dazu nur ein Beispiel: Ein Taxi-Unternehmer aus Bonn erzählte mir, dass er mit seinen fünf Taxen derzeit statt 60.000 Euro nur 12.000 Euro Umsatz im Monat macht.

Und all dies wegen eines Virus, den wir hinsichtlich seiner Gefährlichkeit derzeit nur schwer einschätzen können. Verläuft eine Infektion in fast allen Fällen harmloser als eine Grippe? Oder ist sie eine tödliche Gefahr? Gewissheit werden wir erst mit einigem Abstand haben, weswegen ich mich zur Sinnhaftigkeit der aktuellen Maßnahmen hier auch nicht äußern will und sie erst recht nicht in Frage stellen will. Sie können sich in der Nachschau als vollkommen überzogen, genau richtig oder viel zu schwach erweisen.

Doch eine Sache ist sicher: Auch wenn die SARS-CoV-2 Pandemie noch nicht überstanden ist, die nächste Pandemie kommt bestimmt. Man stelle sich dabei eine Erkrankung mit den Folgen des ZEBOV Virus (Zaire Ebola Fieber) verbunden mit der leichten Übertragbarkeit des Influenza-A-Virus H1N1 vor. Die Ordnung auf diesem Planeten würde zusammenbrechen.

Daher stehen wir vor der Entscheidung:

  1. Wollen wir weiter leben wie bisher, mit einem Wirtschaftssystem derzeitiger  Ausprägung und Bewegungsfreiheit, doch mit dem Damoklesschwert einer Pandemie über uns, auf die wir dann von Fall zu Fall mehr oder weniger planvoll reagieren?
  2. Oder wählen wir eine Welt mit möglichst reduzierten Risiken? Mit reglementierten Fernreisen, ohne Großveranstaltungen, weniger persönlichen Kontakten, Bremsen des Bevölkerungswachstums und weiteren Maßnahmen wie z.B. Bewegungs-Tracking oder Erfassen der Körpertemperatur über Scanner?

Natürlich gibt es Wege dazwischen – doch unabhängig davon, wie man zu dem einem oder anderem steht: die Diskussion über Art und Ausmaß dauerhafter Einschränkungen wird kommen. Und diese wird so oder so langfristig massive Auswirkungen auf unser aller Leben haben.

10 Tipps für mehr Sicherheit im Internet – die wichtigsten Grundlagen

  1. Halten Sie Ihre Software aktuell
    Egal, ob Sie mit Windows, Mac OS, Linux, Android oder iOS unterwegs sind – Ihr Betriebssystem und Ihr Webbrowser müssen immer aktuell sein – also, keine Updates auslassen. Ältere Windows und Android Versionen sollten Sie nicht mehr nutzen.
  2. Virenschutz 
    Vorab: wenn Sie mit iOS im Web surfen, brauchen Sie eigentlich keinen zusätzlichen Virenschutz, Sie können also direkt zum nächsten Punkt. Ansonsten sollten Sie einen Echtzeitschutz aktiviert haben. Windows 10 und Windows 11 haben mit dem Microsoft Defender einen guten grundlegenden Schutz an Bord, so dass im Regelfall kein anderes Virenschutzprogramm installiert werden muss. Auf Apples Mac OS macht der Bitdefender eine gute Figur, der auch für Android verfügbar ist.
  3. Software nur aus sicheren Quellen installieren
    Apps und andere Programme sollten Sie nur aus sicheren Quellen installieren. Dies sind in erster Linie die jeweiligen App Stores von Microsoft (Windows), Apple (Mac, iOS) und Google (Android, Chrome, ChromeOS). Sideloading von Apps, also das Umgehen des Stores, sollten Sie vermeiden. Wenn Sie klassische Windows Desktop Apps herunterladen, sollten Sie dies nur von der offiziellen Seite des Herstellers oder bei Freeware/Shareware von vertrauenswürdigen Download-Archiven aus tun, z.B. heise. Viele Download Archive wie z.B. Chip haben eigene Installer, die ggf. Bloatware (unerwünschte Programme) mitinstallieren, z.B. Browser Toolbars.
  4. Warnungen Ihres Browsers vor unsicheren Websites ernst nehmen
    Nehmen Sie Warnungen, die direkt von Ihrem Webbrowser kommen, unbedingt ernst und übergehen Sie diese nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass von der entsprechenden keine Gefahr droht.
  5. Fallen Sie aber nicht auf falsche Warnungen herein
    Allerdings versuchen viele betrügerische Websites, vermeintliche Warnungen nachzuahmen. Typisch sind Meldungen auf Websites in Form von Bannern oder PopUps wie „Ihr PC ist ungeschützt und damit potentiell gefährdet. Bitte laden Sie unbedingt in Ihrem eigenen Interesse einen aktuellen Virenscanner herunter. Die aktuellste Version erhalten Sie direkt hier: …“ – im günstigsten Fall landen Sie dann in einer Abo-Falle für einen teuren und nutzlosen Virenscanner, im schlimmsten wird Ihnen ein Trojaner installiert.
  6. Seiten mit illegalen Inhalten meiden
    Es mag reizvoll sein, aktuelle Hollywood-Blockbuster kostenlos herunterzuladen oder einen Code für Photoshop für lau zu erhalten. Dies ist aber aus zwei Gründen gefährlich: zum einen, da einem solche Seiten oft Malware (bösartige Programme) unterjubeln. Zum andern, da durchaus das Risiko besteht, dass man über seine IP identifiziert wird und Strafverfolgung droht!
  7. Zweite E-Mail Adresse verwenden
    Verwenden Sie Ihre primäre E-Mail Adresse nur für wirklich wichtige Dienste wie PayPal, Amazon, Ihr Online-Banking etc. Für weniger wichtige Dienste, Newsletter etc. verwenden Sie eine zweite E-Mail Adresse. Tipp: viele kostenlose E-Mail Dienste wie z.B. auch outlook.com bieten innerhalb eines Accounts mehrere Alias-Adresse an, die dann in einem gesonderten Ordner abgelegt werden können. So haben Sie Ihre wichtigen und anderen E-Mails innerhalb eines Logins, aber dennoch sauber getrennt.
  8. Bei E-Mails besonders vorsichtig sein
    Generell sollten Sie beim Öffnen von Anhängen und Anklicken von Links in E-Mails besonders vorsichtig sein! Bekommen Sie ein Gefühl dafür, was Spam von echten Mails unterscheidet, z.B. indem Sie sich einmal durch unsere Kategorie mit betrügerischen E-Mails durchklicken.
  9. Sichere Passwörter wählen
    Verwenden Sie für wichtige Dienste wie z.B. PayPal, Amazon oder Ihren Mailanbieter ein sicheres Passwort. Für reine Newsletteranmeldungen und nicht so wichtige Services darf es aber auch etwas einfacheres sein. 10 Tipps zu Passwörtern haben wir hier zusammengestellt.
  10. Erst Denken, dann Klicken
    Das ist der wichtigste Rat – bevor Sie einen Link anklicken, sich auf einer Seite anmelden oder eine App herunterladen, sollten Sie an die vorigen Punkte denken und sich selbst ein Urteil bilden!

Dieser Beitrag ist der Artikel des Tages zum Safer Internet Day.

Mehr zum Thema Sicherheit im Internet

10 Tipps zu sicheren Passwörtern

Immer wieder gibt es die Frage, was bei einem sicheren Passwort zu beachten ist.

Hier 10 Tipps, wie Sie mehr Sicherheit rund um Ihre Passwörter haben:

  1. Ein einfaches Standardpasswort ist OK  – für Standarddienste
    Das Passwort „1234567“ ist ok. Aber nur für Dienste und Seiten, bei denen nichts relevantes hinterlegt ist. Also z.B. bei Gewinnspielteilnahmen, Newsletterregistrierungen und anderen simplen Sachen, wo es um nichts geht.  Entlasten Sie also Ihr Gehirn und verwenden für unwichtiges immer das gleiche einfache Standardpasswort.
  2. Keine Wörter aus dem Lexikon und nichts zu persönliches
    Verwenden Sie ansonsten keine Wörter aus dem Lexikon, da diese bei sog. „Brute Force Angriffen“ oft automatisiert durchgefragt werden. Und auch persönliche Dinge wie das Geburtsdatum sollten nicht verwendet werden – diese können zu leicht erraten werden.
  3. Für alle wichtigen Dienste verschiedene Passwörter nehmen
    Für alle wirklich wichtigen Dienste sollten Sie jedoch unterschiedliche Passwörter verwenden! Also – nicht das gleiche Passwort für den Mailprovider, Facebook, twitter, Instagram, den Blogzugang oder gar den Webserver verwenden. Wird ein Dienst gehackt, haben Sie dann immerhin noch Sicherheit bei den anderen Passwörtern.
  4. Merksätze verwenden – oder verrückte Begriffe kombinieren
    Verwenden Sie als Vorlage für ein Passwort einen Merksatz. Zum Beispiel: „Am liebsten esse ich chinesische Frühlingsrollen und trinke dazu 3 Bier!“ – daraus wird dann „AleicFutd3B!“ oder „Meinen Hochzeitstag – am 17. Juli – vergesse ich zum Leidwesen meiner Frau regelmäßig.“ Wird „MH-a17J-vizLmFr.“ – letzteres hat den Vorteil, dass Sie dann auch immer an ihren Hochzeitstag erinnert werden.
    Oder doch alles zu kompliziert mit den Merksätzen? Dann kombinieren Sie verrückte Begriffe, die Sie sich gut vorstellen können. Mit einer Zahl und einem Sonderzeichen dazwischen, davor oder danach gibt es noch mehr Sicherheit. Beispiele gefällig? „2hippe-Hippopotamusse“, „5schnoddrige+Superhelden“ oder auch „Gute-n8-kuss“. Für mehr Vielfalt kombinieren Sie zusätzlich mit einem Kürzel für den verwendeten Dienst.
  5. Passwortvarianten verwenden
    Ja, aber – man soll doch Passwortvarianten verwenden. Auch da kann man den Überblick behalten! Bauen Sie sich ein Passwortsystem auf. Entscheiden Sie sich für ein Basiskennwort, z.B. „p08Ujd7$“, das Sie sich einprägen – oder Sie nehmen eben einen Merksatz. Und je nach Dienst, den Sie verwenden, variieren Sie es. Wenn Sie sich dann z.B. bei Facebook anmelden, nehmen Sie „p08Ujd7$Gn“. Warum gn am Ende? Weil das „G“ rechts vom „F“ auf der Tastatur ist und das „n“ rechts vom „b“. Bei Google nehmen Sie dann z.B. „p08Ujd7$Fp“. Sie verstehen? Wir verstehen uns!
  6. Besonders sichere Passwörter für kritische Systeme
    Für besonders kritische Systeme sollten Sie besonders sichere Passwörter verwenden. Dazu zählen Router, Webserver, online-Banking oder Datenbanken. Diese Passwörter sollten auch keinen Bezug zu anderen Passwörtern haben.
  7. Passwortmanager
    Sie verlieren leicht den Überblick bei den vielen Passwörtern, die Sie haben? Dann verwenden Sie einen Passwortmanager. Dieser verwaltet Ihre verschiedenen Passwörter sicher für Sie. Enpass ist eine gute Empfehlung, da es die App für viele Plattformen gibt. Seien SIe ansonsten vorsichtig beim Speichern von Passwörtern – es gibt Tools, mit denen die gespeicherten ***** in Eingabefeldern sichtbar gemacht werden können.
  8. Neue technische Möglichkeiten verwenden
    Verwenden Sie Alternativen zu Passwörten – z.B. FaceId bei Apple oder Windows Hello von Microsoft. In beiden Fällen werden die Anmeldeinformationen nur lokal gespeichert und gilt nur für das jeweilige Gerät, so dass sogar ein Windows Hello PIN im Zweifel sicherer ist, als ein Dienste-Passwort. Auch mit dem Thema Faktor-Zwei-Authentifizierung sollten Sie sich auseinandersetzen, wenn es Ihnen mit der Sicherheit wirklich Ernst ist!
  9. Passwörter nur im Notfall ändern
    Passwörter, die sicher sind, müssen und sollten Sie – anders als früher geraten – nicht regelmäßig ändern, sondern nur dann, wenn Sie erfahren, dass das Passwort in falsche Hände geraten ist oder ein Dienst kompromittiert wurde – ob dies der Fall ist, können Sie übrigens in Chrome oder Edge kontrollieren. Ansonsten gibt es dazu keine Notwendigkeit!
  10. Nie ein Passwort verraten oder aufschreiben
    Und wenn es der beste Freund, die beste Freundin oder wer auch immer ist – verraten Sie nie jemanden Ihr Passwort oder schreiben es auch nicht auf!

Der 1. Februar ist der „Ändere Dein Passwort Tag“. Daher ist dieser Artikel auch einer der Artikel des Tages, die auf der „heute Seite“ erscheinen.

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Und hier gibt es mehr Listen mit 10 Tipps.

Dieser Artikel wurde am 19. September 2022 aktualisiert.