Köpfe: Guy Spier

Guy Spier ist ein in Zürich lebender Investor und Buchautor. Er wurde am 4. Februar 1966 im südafrikanischen Pietermaritzburg geboren und wuchs in Israel, Iran und Großbritannien auf. Er studierte in Oxford Philosophie, Politik und Wirtschaft und später an der Harvard Business School.

Nach Jahren als Berater und Investmentbanker gründete er den Aquamarine Fund, den er nach dem Vorbild Warren Buffetts als Value-Investor führte. Bekannt wurde er, als er gemeinsam mit dem Investor Mohnish Pabrai bei einer Wohltätigkeitsauktion für rund 650.000 Dollar ein Mittagessen mit Buffett ersteigerte, das 2008 stattfand.

Über seine Erfahrungen schrieb er das Buch The Education of a Value Investor. Mit seiner Familie lebt er seit Jahren in Zürich, wo sich auch sein Büro befindet. Seinen Werdegang schildert die Website seines Fonds.

Stand: 16.10.2026

Köpfe: Finian Tan

Finian Tan ist ein Ingenieur, früherer Spitzenbeamter und Risikokapitalgeber aus Singapur. Ein Geburtsdatum hat er nicht veröffentlicht. In einem Interview erzählte er, er sei am Gedenktag des heiligen Finian von Clonard geboren, nach dem er auch benannt ist, also an einem 12. Dezember. Die Straits Times gab sein Alter im August 2020 mit 58 Jahren an. Daraus ergibt sich rechnerisch der 12. Dezember 1961; offiziell bestätigt ist dieses Datum nicht.

Tan studierte Ingenieurwesen am Singapore Polytechnic und an der Universität Glasgow und wurde an der Universität Cambridge promoviert. Danach arbeitete er als Händler beim Ölkonzern Shell, unter anderem als Chief Trader in Japan, und wechselte zur Investmentbank Goldman Sachs, wo er das asiatische Handelsgeschäft von deren Tochter J. Aron leitete. 1997 holte ihn die Regierung von Singapur als stellvertretenden Staatssekretär ins Handels- und Industrieministerium. Dort sollte er helfen, den Stadtstaat zu einem Zentrum für Innovation und Start-ups zu machen, und betreute den Aufbau eines staatlichen Technologie-Fonds im Umfang von einer Milliarde Dollar.

Im Jahr 2000 baute Tan das Asiengeschäft der US-Risikokapitalfirma Draper Fisher Jurvetson ePlanet auf. Bekannt wurde er vor allem durch seine frühe Beteiligung an der chinesischen Suchmaschine Baidu: Nach eigenen Angaben investierte er 7,5 Millionen Dollar für ein Viertel der damals noch winzigen Firma. 2005 gründete er mit Partnern Vickers Venture Partners, eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Singapur, die er als Chairman führt. Zu den Beteiligungen der Partner zählen nach Firmenangaben unter anderem Focus Media und der Asian Food Channel.

Nach verfügbaren Angaben saß Tan in zahlreichen Gremien Singapurs, darunter Aufsichtsräte von Behörden, Hochschulen und Unternehmen. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 2018 eine Stiftung, die Menschen mit wenig Geld Zugang zu medizinischen Fortschritten verschaffen soll, wie die Straits Times berichtete. Er ist Vater von acht Kindern.

Stand: 20.10.2026

Köpfe: Stephen A. Jarislowsky

Stephen A. Jarislowsky war ein kanadischer Vermögensverwalter, Unternehmer und Mäzen. Er kam am 9. September 1925 in Berlin als Sohn jüdischer Eltern zur Welt. Nach dem frühen Tod des Vaters floh die Familie vor den Nationalsozialisten zunächst in die Niederlande und nach Frankreich und gelangte 1941 in die USA.

Er studierte Maschinenbau an der Cornell University, diente ab 1944 in der US-Armee und war 1945 im besetzten Japan in der Spionageabwehr tätig. Nach einem Studium in Chicago und einem MBA in Harvard kam er über den Aluminiumkonzern Alcan nach Montreal. 1955 gründete er dort die Firma Jarislowsky, Fraser, die zu einem der größten unabhängigen Vermögensverwalter Kanadas wurde und 2018 an die Bank of Nova Scotia ging.

Jarislowsky trat lautstark für gute Unternehmensführung und die Rechte von Aktionären ein. Als Stifter finanzierte er Dutzende Lehrstühle an kanadischen Universitäten und war Companion of the Order of Canada. Er starb am 8. Oktober 2026 im Alter von 101 Jahren in Montreal, wie die Montreal Gazette berichtete.

Stand: 16.10.2026