Köpfe: J’Ada Finch-Sheen

J’Ada Mergeaux Finch-Sheen ist eine Juristin und Geschäftsfrau von den Amerikanischen Jungferninseln. Ihr Geburtsdatum ist öffentlich nicht bekannt. Als Datum für diesen Beitrag haben wir deshalb den Dezember 1983 gewählt, in dem sie amtierende Gouverneurin war; der genaue Tag ist nicht belegt.

Sie studierte am College of the Virgin Islands und schloss 1978 ein Jurastudium an der Howard University mit Auszeichnung ab. Ab 1979 arbeitete sie im Justizministerium der Inseln. 1982 wurde sie als erste Frau Generalstaatsanwältin der Amerikanischen Jungferninseln.

Im Dezember 1983 vertrat sie den Gouverneur und war damit nach verfügbaren Angaben die erste Frau an der Spitze des Gebiets. Die Amerikanischen Jungferninseln hatten die USA 1917 von Dänemark gekauft; die Gouverneure wurden bis 1970 vom US-Präsidenten ernannt. 1985 trat sie als Generalstaatsanwältin zurück. 1998 wurde sie Geschäftsführerin des Verlags der Zeitung Daily News.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Pula Nikolao Pula

Pula Nikolao Pula ist ein Politiker aus Amerikanisch-Samoa. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 31. Dezember 1955 in Amerikanisch-Samoa als jüngstes von zwölf Kindern; sein Vater war der erste samoanische Bildungsdirektor des Gebiets.

Pula studierte in Kalifornien, Utah und Virginia. Ab 1981 arbeitete er elf Jahre für den Senator Daniel Inouye aus Hawaii und danach für den Kongressdelegierten von Amerikanisch-Samoa. 1993 wechselte er ins US-Innenministerium, wo er von 2002 bis 2022 das Büro für Inselangelegenheiten leitete, das für die Außengebiete der USA zuständig ist.

Bei der Gouverneurswahl 2024 setzte er sich in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Lemanu Peleti Mauga durch und ist seit 2025 Gouverneur, nach verfügbaren Angaben als erster Republikaner in diesem Amt seit 1993. Amerikanisch-Samoa wählt seinen Gouverneur seit 1977 selbst; die Einwohner sind aber bis heute US-Staatsangehörige ohne volles Bürgerrecht.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Ralph D. Hough

Ralph Degnan Hough ist ein Politiker aus New Hampshire. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 21. Mai 1943 in Hanover.

Als Republikaner war er 1993 und 1994 Präsident des Senats von New Hampshire. Gouverneur Judd Gregg trat am 2. Januar 1993 zurück, um in den US-Senat zu wechseln. Sein gewählter Nachfolger Steve Merrill durfte das Amt laut Verfassung erst am 7. Januar antreten. Für die Tage dazwischen war Hough als Senatspräsident amtierender Gouverneur.

1994 verlor er die republikanische Vorwahl für seinen Senatssitz. Inzwischen ist er nach verfügbaren Angaben als Demokrat registriert.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: José Enrique Arrarás

José Enrique Arrarás Mir ist ein Jurist und Politiker aus Puerto Rico. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 25. September 1937 in Mayagüez.

Er studierte in Princeton, als Fulbright-Stipendiat in Manchester und Oxford sowie Jura an der Universität von Puerto Rico; 1971 promovierte er in Santiago de Compostela. Ab 1962 arbeitete er für den Rektor der Universität von Puerto Rico und wurde später erster Kanzler des Campus Mayagüez.

Ab 1978 saß er für zehn Jahre im Repräsentantenhaus von Puerto Rico und leitete den Haushaltsausschuss; von 1993 bis 1996 war er erneut Abgeordneter, zeitweise Oppositionsführer. Er gehört der Partido Popular Democrático an.

In Listen wird Arrarás als zeitweise amtierender Gouverneur von Puerto Rico geführt. Wann und unter welchen Umständen das war, ist nach verfügbaren Angaben nicht belegt.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Ivan Wettengel

Ivan Cyrus Wettengel war ein Offizier der US-Marine. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben 1876 in Illinois, ein genaues Datum ist nicht bekannt. Als Datum für diesen Beitrag haben wir deshalb seinen Amtsantritt als Gouverneur von Guam am 7. Juli 1920 gewählt.

Wettengel schloss 1896 die Marineakademie ab und kommandierte im Ersten Weltkrieg das Schlachtschiff Wisconsin, wofür er das Navy Cross erhielt.

Vom 7. Juli 1920 bis zum 27. Februar 1921 war er Marinegouverneur von Guam. Guam war nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 an die USA gefallen und wurde bis 1950 von der US-Marine als Kolonie verwaltet; die einheimischen Chamorro hatten in dieser Zeit weder US-Bürgerrecht noch politische Mitsprache, der Gouverneur war zugleich Kommandant des Marinestützpunkts. Er hob viele Anordnungen seines umstrittenen Vorgängers William Gilmer auf. In seine Zeit fällt die erste Marineflugstation auf der Insel. Ein Versuch, eine Kavallerie auf Bullen aufzustellen, scheiterte. Die Ausweitung der Gesundheitsversorgung begründete er mit der Zivilisierung und Amerikanisierung der Chamorro, eine Sprache, die die koloniale Haltung der Zeit zeigt.

Ivan Wettengel starb nach verfügbaren Angaben am 19. Februar 1935.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Randall S. Herman

Randall Stuart Herman war ein Politiker auf Guam. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 29. Mai 1914 in Kodaikanal im damaligen Britisch-Indien. Früh zog er in die USA und studierte am Carleton College.

Nach dem Ende der Marineverwaltung 1950 erhielt Guam eine zivile Regierung. Herman war von 1950 bis 1956 Regierungssekretär von Guam und vertrat 1953 kurzzeitig den Gouverneur. Er war parteilos.

Randall S. Herman starb nach verfügbaren Angaben am 12. November 1998 in Pebble Beach in Kalifornien.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: William John Maxwell

William John Maxwell war ein Offizier der US-Marine. Sein Geburtsdatum ist nicht bekannt. Als Datum für diesen Beitrag haben wir deshalb seinen Amtsantritt als Gouverneur von Guam am 28. März 1914 gewählt.

Maxwell trat 1874 in die Marineakademie ein, wurde aber erst 1883 Fähnrich. Er gehörte dem ersten Generalstab der Marine an und kommandierte die Schlachtschiffe Mississippi und Florida.

Vom 28. März 1914 bis zum 29. April 1916 war er Marinegouverneur von Guam. Guam war nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 an die USA gefallen und wurde bis 1950 von der US-Marine als Kolonie verwaltet; die einheimischen Chamorro hatten in dieser Zeit weder US-Bürgerrecht noch politische Mitsprache, der Gouverneur war zugleich Kommandant des Marinestützpunkts. Er gründete die Bank of Guam und eine Inselpolizei und ließ Straßen bauen. Sein Vorschlag, den Einwohnern das US-Bürgerrecht zu geben, lehnte der stellvertretende Marineminister Franklin D. Roosevelt ab. Als der deutsche Hilfskreuzer Cormoran 1914 Kohle verlangte, verweigerte Maxwell sie mit Verweis auf die Neutralität der USA. Umstritten war, dass er die erste Hinrichtung seit der US-Übernahme genehmigte.

1916 setzte ihn sein Untergebener William P. Cronan ab, indem er ihn gegen seinen Willen für krank erklärte. Ärzte auf dem Festland fanden ihn gesund. Maxwell kam danach ans Naval War College.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Juan B. Fernandez-Badillo

Juan B. Fernandez-Badillo war ein Jurist aus Puerto Rico. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben am 28. August 1912 in Aguadilla. Er studierte an der Universität von Puerto Rico Jura.

Ab 1947 arbeitete er in der Generalstaatsanwaltschaft, 1957 und 1958 war er unter Gouverneur Luis Muñoz Marín Justizminister. 1958 vertrat er nach verfügbaren Angaben zeitweise den Gouverneur. Puerto Rico war seit 1952 ein Commonwealth mit gewähltem Gouverneur, blieb aber ein Außengebiet der USA.

Von 1959 bis 1967 war er Solicitor General von Puerto Rico. 1967 ernannte ihn Präsident Lyndon B. Johnson zum Richter am Bundesbezirksgericht für Puerto Rico; 1972 trat er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.

Juan B. Fernandez-Badillo starb nach verfügbaren Angaben am 16. Oktober 1989.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: George Salisbury (Gouverneur)

George Robert Salisbury war ein Offizier der US-Marine. Sein Geburtsdatum ist nicht bekannt. Als Datum für diesen Beitrag haben wir deshalb seinen Amtsantritt als Gouverneur von Guam am 21. Januar 1911 gewählt.

Salisbury trat 1874 in die Marineakademie ein und schloss sie 1879 ab. Er diente lange als Marineingenieur und im Spanisch-Amerikanischen Krieg auf einem Schlachtschiff.

Vom 21. Januar 1911 bis zum 30. Januar 1912 war er Marinegouverneur von Guam. Guam war nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 an die USA gefallen und wurde bis 1950 von der US-Marine als Kolonie verwaltet; die einheimischen Chamorro hatten in dieser Zeit weder US-Bürgerrecht noch politische Mitsprache, der Gouverneur war zugleich Kommandant des Marinestützpunkts. Er nahm Schulreformen seines Vorgängers Edward John Dorn teilweise zurück und senkte die Schulpflicht auf das Alter von sechs bis zwölf Jahren. Gegen die Lepra griff er hart durch und ließ Erkrankte auf die Philippinen bringen.

Im Ersten Weltkrieg wurde er reaktiviert und überwachte den Bau von Minensuchbooten. Er ging als Kommodore in den Ruhestand.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Raymond Stone

Raymond Stone war ein Offizier der US-Marine. Sein Geburtsdatum ist nicht bekannt. Als Datum für diesen Beitrag haben wir deshalb seinen Amtsantritt als amtierender Gouverneur von Guam am 28. Januar 1904 gewählt.

Stone diente unter anderem ab 1900 auf dem Schlachtschiff Kearsarge und kam dann als Adjutant des Gouverneurs nach Guam. Als Gouverneur William Elbridge Sewell schwer erkrankt in die USA gebracht wurde, übernahm Stone vom 28. Januar bis zum 16. Mai 1904 die Amtsgeschäfte. Guam war nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 an die USA gefallen und wurde bis 1950 von der US-Marine als Kolonie verwaltet; die einheimischen Chamorro hatten in dieser Zeit weder US-Bürgerrecht noch politische Mitsprache, der Gouverneur war zugleich Kommandant des Marinestützpunkts. Er beschränkte den Verkauf von Drogen und zwang Händler, die Preise für Lebensmittel zu senken.

Nach Ankunft von Gouverneur George Leland Dyer wurde er Richter am damaligen Obersten Gerichtshof von Guam. Im Ersten Weltkrieg regelte er die Übergabe von Kriegsgefangenen der Marine an die Armee.

Stand: 21.10.2026