Spam: Verlängern Sie Ihr Jahresabonnement! – Fake Mail von WhatsApp

Folgende Fake-Mail wird derzeit verschickt – den Link sollten Sie besser nicht anklicken:

Ihr jährliche IN-Dienst verfallen in 48 Stunden.

WhatsApp ID: 850599IM

Verlängern Sie Ihr Jahresabonnement !

Bitte erneuern, so schnell wie möglich, den Verlust aller Medien zu vermeiden (Video, Fotos…)

Danke, WhatApp Kundenservice

whatsapp-jahresabo

Spam: Die automatische Abbuchung Ihrer offenen Rechnung(en) ist fehlgeschlagen

Derzeit kursieren wieder recht schlecht gefälschte Mails, die angeblich von 1&1 kommen:

uwe-leyendecker-1und1

Der genaue Text lautet:

Die automatische Abbuchung Ihrer offenen Rechnung(en) ist fehlgeschlagen.

Eine oder mehrere Zahlungsanweisungen konnten nicht ausgeführt werden. Bitte kontrollieren Sie Ihre Zahlungsdaten und führen Sie die Zahlungsanweisung erneut aus, damit die Abbuchung der fälligen Beträge erfolgen kann.

Klicken Sie hier für weitere details

Uwe Leyendecker
Ihr

Uwe Leyendecker

Uwe Leyendecker,
Leiter Kundenservice 1&1 Hosting

Immerhin – Leyendecker ist in der Tat Leiter bei 1&1. Ansonsten sollten Sie diese Mail aber schleunigst löschen und auf keinen Fall einen Link anklicken!

Spam: Deutsche Bank – Sperrung Ihres Girokontos

sperrung-ihres-girokontos

Derzeit machen auf den ersten Blick recht echt aussehende E-Mails die Runde, die angeblich von der Deutschen Bank kommen und darüber informieren, dass das Girokonto gesperrt sei. Auffällig ist dabei, dass der gesamte Text eine Grafik ist, die auf das Ziel dieser Spam E-Mail verweist.

Also auf gar keinen Fall anklicken und sofort löschen!

Ihr Account wurde gesperrt wir bitten um Ihre Mithilfe‏

amazon-sicherheit

Folgende Mail geistert derzeit durch viele Posteingänge:

Wertes Amazon Mitglied,

auf Ihre Sicherheit beim Einkaufsvorgang legen wir den größten Wert.

Um dies auch wirklich gewährleisten zu können, müssen alle Kunden ab dem 20.11.2015 Ihre persönlichen Daten bestätigen.

Ihr Kundenaccount wurde vorerst temporär eingeschränkt. Um die Einschränkung aufzuheben, ist die Bestätigung Ihrer Daten erforderlich.

Kommen Sie dieser Bestätigung innerhalb 14 Tagen nicht nach, ist die Aufhebung der Einschränkung nicht mehr möglich.

Die Bestätigung starten Sie über den unten ausgeführten Link. Bitte füllen Sie alle Felder vollständig aus.

…

Von der Optik her sieht diese Mail recht echt aus – und der angebliche Absender ist sicherheit@amazon.de.

Was einen aber stutzig machen sollte:

  • es ist keine persönliche Anrede in der E-Mail
  • der Link, über den man seine Daten eingeben soll, lautet
    aktualisierung-amazon.de/script.php – und eben nicht Amazon.de

Am besten diese Phishing-E-Mail sofort löschen und Freunde und Bekannte über das Problem informieren!

 

Spam: Ihr Nutzerkonto wurde vorsichtshalber eingeschränkt

Wieder einmal ist PayPal Spam unterwegs – die Mails sehen zwar nicht sehr echt aus, aber wir warnen doch vorsorglich…

Bestätigung Ihrer Daten erforderlich! – Nutzerkonto eingeschränkt

Seehr geehrter PayPal Kunde,

wir haben zu Ihrem Gunsten und Ihrer vollsten Sicherheit unsere Sicherheitsmaßnahmen erhöht.

> Unser System führt stichprobenartig diverse Überprüfungen durch. Werden auffällige Aktivitäten beobachtet, greift es durch und schränkt die jeweiligen Nutzerkonten temporär ein.

> Dieser Fall ist bei Ihnen eingetreten und Ihr Nutzerkonto wurde vorsichtshalber eingeschränkt.

Aktuell ist es Ihnen nicht mehr möglich Zahlungen zu tätigen oder zu empfangen.
Ihr eventuell vorhandenes Guthaben wurde zu Ihrer Sicherheit eingefroren.

Für die Aufhebung der Einschränkung ist die Bestätigung Ihrer persönlichen Daten erforderlich. Nach Abschluss der Bestätigung können Sie Ihr Nutzerkonto wieder wie gewohnt nutzen.

Bitte starten Sie die Bestätigung über den unten ausgeführten Button und geben Sie alle erforderlichen Daten vollständig ein.

> Kommen Sie dieser Bestätigung in den nächsten 14 Tagen nicht nach, ist die Aufhebung der Einschränkung nicht mehr möglich.

Weiter zur Bestätigung (hier klicken)

Wir bitten Sie die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und bedanken uns herzlichst bei Ihnen für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre PayPal-Team

Spam: Inkasso Mail von eBay

Auch diese Inkasso E-Mail von eBay ist ein Fake:

Sehr geehrter Kunde Andreas Scholz [Ihr echter Name],

Ihr Kreditinstitut hat die Lastschrift zurück buchen lassen. Sie haben eine ungedeckte Forderung bei Ebay GmbH.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsverzug sind Sie gebunden dabei, die durch unsere Tätigkeit entstandenen Gebühren von 21,84 Euro zu bezahlen Wir erwarten die Überweisung bis zum 02.02.2015 auf unser Konto.

Bitte beachten Sie, dass keine weitere Mahnung erfolgt. Nach Ablauf der festgelegten Frist wird die Akte dem Gericht und der Schufa übergeben. Die detaillierte Forderungsausstellung, der Sie alle Positionen entnehmen können, ist beigefügt. Für Fragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb des gleichen Zeitraums.

Namens und in Vollmacht unseren Mandanten ordnen wir Ihnen an, die noch offene Forderung schnellstens zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Inkasso Sauer Mika

Der falsche 500 Euro Gutschein von DM

500-euro-dm-gutschein

Derzeit sieht man auf facebook viele Statusmeldungen, dass man sich einen 500 Euro Gutschein von DM umsonst sichern könne, wenn man bei einer bestimmten Seite kommentiere – und wie man beim obigen Screenshot sehen kann, machen das nicht gerade wenige Nutzer…

Um es direkt zu sagen: Dieses Angebote sind ein Fake. Befolgt man die Schritte, um den versprochenen Gutschein zu erhalten, landet man auf der Seite “christmas-offers.org” und muss auf dem Weg zum Gutschein dann ziemlich viel von sich preisgeben und erhält dabei weitere Angebote, z.B. für Kreditkarten. Einen DM Gutschein gibt es natürlich nicht. Stattdessen wird man später mit weiteren Spam Mails bombardiert. Und vielleicht bestellt man ja auch etwas und die Hintermänner des Fakes verdienen etwas über Provisionen.

Hinweise auf Viren oder Trojaner habe ich bei den Seiten nicht gefunden, dass aber auch solche platziert werden sollen, ist zumindest nicht auszuschließen.

Also, solchen Angeboten NICHT folgen.

Mit etwas Nachdenken könnte einem auch klar sein, dass DM so ohne weiteres so viele Gutscheine herausgeben würde. Allerdings gehen die Macher auch recht geschickt vor – dadurch, dass viele Freunde den Status teilen, wird unterbewusst Vertrauen erzeugt. Dann läuft auf der Zielseite noch ein Countdown (der durch einen Zufallsgenerator gesteuert wird, wie ein Blick in den Quellcode zeugt), wieviele Gutscheine es noch gibt – man muss also schnell sein. Und bei 500 Euro “einfach so” setzt bei naturgemäß der Verstand aus.

Übrigens, diese Masche gab und gibt es nicht nur mit DM, sondern auch mit dem Mediamarkt, Amazon und anderen Geschäften, bei denen großes Interesse an Gutscheinen zu erwarten ist.

Generell gilt: bei Gewinnspielen und vermeintlich kostenlosen Gutscheinen im Internet ganz genau hinschauen!

Die Posse um die Aufschrei Rezensionen (mit Update)

Eigentlich wollte ich zu Anne Wizorek und Ihrem #aufschrei Buch nichts schreiben. Ich halte Feminismus für wichtig, meine aber auch, dass Wizorek außer einem Hashtag nichts sinnvolles zur Debatte beigetragen hat sondern vielmehr neue Gräben und Mauern zwischen den Geschlechtern errichtet hat. Letztlich ist sie mir aber reichlich egal.

Gleichwohl finde fände ich es auch nicht richtig, dass sollte in verschiedenen Foren von – nennen wir sie mal frauenfeindlichen – Kreise dazu aufgerufen wird werden, negative Rezensionen über das Buch zu schreiben. Scheint leider auch mit einigem Erfolg zu funktionieren So oder so,  es gibt sehr viele negative Bewertungen, nachzulesen bei Amazon.

Wizoreks Reaktion darauf ist aber auch ziemlich wenig souverän:

aufschreigate

Pauschal alle negativen Rezensionen als „nicht hilfreich“ zu bewerten finde ich einfach, ähm, nicht hilfreich. Denn einige sind durchaus sehr fundiert und enthalten gute Argumente. Im gleichen Atemzug dann auch noch um gefakte Rezensionen zu bitten ist einfach nur lächerlich. Kindergarten von allen Seiten.

Immerhin habe ich ein neues Wort kennengelernt: „Maskus“. Dazu schreibe ich jetzt aber wirklich nichts mehr…

Nachtrag – durch einen Blogbeitrag wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass das mit dem Aufruf zu negativen Kommentaren wohl nicht so klar ist, wie Anne Wizorek das darstellt. Ich habe den Text daher oben korrigiert.

Nachtrag II – inzwischen habe ich das Buch quergelesen – hier meine Gedanken dazu.

Spam: Zum besseren Schutz Ihres Kontos‏

Derzeit kursieren angebliche Mails von Amazon mit obigem Betreff und folgendem Inhalt. Dabei handelt es sich um einen Phishing-Versuch – also, nichts anklicken sondern sofort löschen.

Sehr geehrter Amazon Kunde,

Wir haben vor kurzem festgestellt, dass verschiedene Computer zu Ihrem Amazon-Konto, das Kennwort und der vorliegenden Schach mehr taient vor dem Anschluss zu verbinden. Jetzt muessen wir die neuen Informationen aus Ihrem Amazon-Konto zu bestaetigen. Wenn nicht innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen werden, sind wir gezwungen, Ihr Konto auf unbestimmte Zeit auszusetzen, weil es in eine betruegerische Absicht verwendet werden kann. Vielen Dank fuer Ihr Verstaendnis in dieser Weise. Um Ihr Online-Konto zu bestaetigen:

Warum ich @victoriahamburg nicht mehr so ganz glauben kann (jetzt aber doch wieder)

Vorgestellter Nachtrag: Inzwischen hat Victoria Schwartz die Ungereimtheiten unten in einem Kommentar erläutert. Ich halte diese Erläuterung für plausibel.

Nachtrag 2: Inzwischen hat Victoria Schwarz über diese Geschichte ein Buch geschrieben:
Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde: Das Phänomen Realfakes

Donnerstag Abend, SternTV. „Echte Liebe für eine Fälschung“ – ein Beitrag über Fakeidentitäten im Netz. Unter anderem tritt Viktoria Schwartz auf. Sie berichtet, wie sie zunächst über twitter Kontakt zu einem Mann bekam, in den sie sich schließlich verliebte. Doch leider stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass es ihn gar nicht gibt. Eine Fake-Identität. Nachzulesen unter obigem Link. Oder auch in Ihrem eigenen Blogbeitrag.

Von letzerem kenne ich die Geschichte schon. Seit Ende Juni 2013, als @victoriahamburg sie über twitter verbreitete. Alles klingt fast unglaublich, doch habe ich alles geglaubt.

Bis gestern.

Denn im Gespräch im Studio stellt sie ihre Erlebnisse in entscheidenden Punkten anders dar. Im SternTV Beitrag wurde gesagt, sie hätte über ein Jahr Kontakt mit dem Fake-Flirt gehabt, was dann von Ihr direkt danach bestritten wird. Es seien nur 10 Monate gewesen. Liest man ihren ursprünglichen Artikel wird einem klar, dass das nicht stimmen kann. Denn auf Bitte ihres Freundes…

…hörte ich von einem Tag auf den anderen mit dem Twittern auf. Für ein ganzes Jahr. Es war kein spektakulärer Abgang. Nein, ich schrieb einfach nichts mehr.

Und diese Entscheidung, nicht zu twittern, traf Sie – so ergibt es sich aus dem Kontext – erst nach einigen Monaten, zumindest mehreren Wochen. Dass es nur 10 Monate Kontakt waren, erscheint mir allein deswegen unwahrscheinlich. Auch die weiteren zeitlichen Eckdaten – sie lernt ihn im September 2011 kennen, ihr Artikel erscheint im Juni 2013 – sprechen eher für den längeren Zeitraum.

Weiter sagt sie im Studio, dass sie das falsche Spiel sehr schnell durchschaut habe (bereits nach etwa einem Monat, wenn ich mich recht entsinne) es aber weitergespielt habe, um die Identität des Fakers zu entlarven. Davon liest man bei ihr zunächst nichts. Erst in Ihrem Fake Teil 2 schreibt sie das auch – der allerdings erscheint erst gut vier Monate nach der Veröffentlichung des ursprünglichen Beitrags und erst, nachdem es wohl viele Zweifel an der ursprünglichen Geschichte gab.

In Ihrem Fortsetzungsbeitrag deutet sie übrigens an, dass sie 11 Monate nach dem Kennenlernen gravierende Zweifel an der Identität ihres Gegenübers hatte. An anderer Stelle liest es sich wieder so, als sei es bereits nach wenigen Tagen gewesen. Auch sonst ergeben sich immer wieder kleine Ungereimtheiten zwischen Ursprungsartikel, „Fake Teil 2“, dem Stern TV Beitrag und ihrem Live-Auftritt bei Steffen Hallaschka.

So oder so – die Geschichte lief nicht so, wie im ursprünglichen Blogartikel geschildert.

Allein schon ausweislich ihres dies vier Monate später klarstellenden zweiten Artikels. Das ganze dann als „eine wahre Geschichte“ zu titulieren ist zumindest fragwürdig.

Über die Gründe von Victoria Schwartz mag man nur spekulieren. Der Dramaturgie wegen? Dann hat sie der Sache einen Bärendienst erwiesen.

Fakes im Internet sind ein Problem, insbesondere, wenn sie sich ins Leben anderer Menschen einschwindeln und beginnen, Einfluss auf andere zu nehmen. Aber durch die Ungereimtheiten und den augenscheinlich überzogenen ersten Blogeintrag entstehen Zweifel. Und diese Zweifel schaden dem mehr als berechtigten Anliegen, über Faker aufzuklären und zu warnen.