Die sogenannte „Slawenlegende“ oder „Slawenlüge“ ist eine Theorie über die Geschichte, die besagt, dass die Slawen, die im Früh- und Hochmittelalter in den östlichen Regionen des heutigen Deutschlands siedelten, tatsächlich Ostgermanen waren, die jedoch die Christianisierung abgelehnt hätten. Diese Theorie entstand bereits vor dem Zweiten Weltkrieg und wurde von Personen wie Erich Bromme propagiert. Sie hat vor allem in nationalistisch-rechtsextremen Kreisen Anhänger gefunden, wird jedoch gelegentlich auch außerhalb dieses Spektrums diskutiert. Zu den Befürwortern dieser Theorie gehören Persönlichkeiten wie Walther Steller, Lothar Greil, Helmut Schröcke und Árpád von Nahodyl Neményi. In den etablierten Disziplinen wie Geschichte, Archäologie und Sprachwissenschaft wird diese Theorie jedoch als unwissenschaftlich und revisionistisch abgelehnt.

