Max Mannhart ist ein deutscher Journalist und Medienunternehmer aus Berlin. Er ist Gründer, Chefredakteur und Geschäftsführer des Onlinemagazins Apollo News, das von der Apollo Medien GmbH mit Sitz in Berlin-Treptow betrieben wird. Laut seinem Autorenprofil bei Tichys Einblick wurde er 2002 geboren, ein genaues Geburtsdatum ist nicht öffentlich bekannt.
Apollo entstand 2018 als Blog von Schülern. Mannhart war damals 15 Jahre alt und gründete das Projekt gemeinsam mit Mitschülern, darunter Max Roland, der heute ebenfalls zur Redaktion gehört. Die Redaktion selbst erzählt die Anfänge gern als Geschichte eines Blogs aus dem Kinderzimmer. Etwa zur selben Zeit schrieb Mannhart unter dem Pseudonym Air Türkis für das Blog Achse des Guten. Medienberichten zufolge fanden die jungen Autoren früh Unterstützung und Kontakte im Umfeld der rechtslibertären Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft.
Nach dem Abitur arbeitete Mannhart ab 2020 bei Tichys Einblick, nach Angaben von Apollo leitete er dort das Berliner Büro. 2021 kam ein großer Teil des Apollo-Teams als Jugendredaktion hinzu. Im Frühjahr 2022 veröffentlichte Mannhart dort eine Reihe von Artikeln über die Pannen bei den Berliner Wahlen vom September 2021. Der Berliner Verfassungsgerichtshof erklärte die Wahl zum Abgeordnetenhaus später für ungültig, sie wurde Anfang 2023 komplett wiederholt. Das Apollo-Team sieht seine Recherchen als wichtigen Anstoß dafür, über die Fehler hatten allerdings auch zahlreiche andere Medien berichtet.
Ebenfalls 2022 wechselte das Team zu Rome Media, der Firma des früheren Bild-Chefredakteurs Julian Reichelt, und half beim Aufbau des Portals Nius. Mannhart gehörte dort zur Chefredaktion und leitete das Vorgängerangebot pleiteticker.de. Laut einem Bericht des Medium Magazins gab es dabei Konflikte mit Kollegen, die Qualität und Themenwahl der jungen Autoren kritisierten. 2023 trennte sich die Gruppe von Reichelt, nach Mannharts Darstellung wegen eines Streits über die Ausrichtung, etwa über Boulevard- und Promithemen. Seitdem erscheint Apollo News als eigenständiges Angebot der neu gegründeten Apollo Medien GmbH. Laut Mannhart finanziert es sich vor allem über Spenden und Werbung, im März 2024 hielt eine Firma des Finanzinvestors Thorsten Kraemer rund 15 Prozent der Anteile.
Medienwissenschaftler und Beobachter ordnen Apollo News politisch als rechtskonservativ beziehungsweise rechtslibertär ein, das Medienblog Übermedien sprach von einem rechten Alternativmedium. Das Medium Magazin wies auf handwerkliche Fehler in einzelnen Beiträgen hin, Die Zeit beschrieb den Ton als ruhig und bürgerlich, die Themenauswahl aber als eng. Nach Angaben von Mannhart hatte im März 2025 keiner der damals 15 fest angestellten Redakteure eine klassische journalistische Ausbildung, das Projekt versteht sich ausdrücklich auch als Schule für junge Journalisten. Anfang 2026 hatte die Redaktion laut Zeit-Bericht 22 feste Mitarbeiter.
Als Linken-Politiker in Treptow-Köpenick im Herbst 2025 mit einem Flugblatt und einer Veranstaltung gegen die Redaktion in ihrem Bezirk mobil machten, nannte Mannhart das einen Angriff auf die Pressefreiheit, Kritik an der Aktion kam auch von einer Journalistengewerkschaft sowie von Politikern der AfD und der FDP. Mannhart selbst schreibt vor allem über Innenpolitik, Parteien und Medien. Wie das Magazin sich und sein Team vorstellt, zeigt die Teamseite von Apollo News.
Stand: 18.10.2026