Mit der Motorisierung wuchs der Berg ausgedienter Autos. Abgeordnete fragten 1969, wie die Regierung Auto- und Altreifenschrott systematisch beseitigen will (Kleine Anfrage, Drucksache 5/4168). Die Bundesregierung beantwortete die Anfrage am 28. Mai 1969; die Antwort (Drucksache 5/4252) kam aus dem Bundesministerium für Gesundheitswesen, unterzeichnet von Ministerin Käte Strobel.
Die Ausgangslage
Laut den Fragestellern fielen nach dem Raumordnungsbericht 1968 im Jahr 1968 etwa 718 000 Altautos und 8 Millionen Altreifen an. Für 1975 würden 1 356 000 zu beseitigende Wagen erwartet. Sie fragten nach Maßnahmen, Anlagen, Investitionen, Standorten und Methoden anderer Länder.
Die Antwort
- Umfassende Lösung: Künftige Maßnahmen sollten möglichst umfassend sein. Es sei zweckmäßig, den Vorschlägen des Battelle-Instituts in Frankfurt zu folgen, das im Auftrag des Ministeriums ein Gutachten erstellt habe.
- 20 Anlagen: Das Gutachten mache Vorschläge zu Art und Standorten der Verschrottungsanlagen. Für eine umfassende Lösung seien etwa 20 Anlagen mit Investitionen von zusammen 100 Millionen DM nötig.
- Veröffentlichung: Das Gutachten solle voraussichtlich ab Juni 1969 in der Schriftenreihe „Müll und Abfall“ erscheinen.
- Länder prüfen: Die Länderarbeitsgemeinschaft Abfallbeseitigung prüfe bereits, ob und wie die Vorschläge umgesetzt werden können.
- Ausland: Die Zentralstelle für Abfallbeseitigung beim Bundesgesundheitsamt beobachte andere Länder. Auch dort fehle bisher eine umfassende und befriedigende Lösung.
Nach eigener Rechnung entfielen auf jede der 20 Anlagen im Schnitt 5 Millionen DM Investitionen.
Quellen
- Kleine Anfrage, Drucksache 5/4168 vom 07.05.1969
- Antwort der Bundesregierung, Drucksache 5/4252 vom 28.05.1969
Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anhand der verlinkten Drucksachen geprüft.
Stand: 23.10.2026
