Montagmittag, und im Posteingang steht plötzlich ein ganzer Fuhrpark zum Verkauf. Ein gewisser Andreas Helbig aus dem „Flottenmanagement“ bietet 35 Fahrzeuge an, Geländewagen, Transporter und Kombis, alle aus „regulär abgelaufenen Verträgen“ und angeblich ohne Zwischenhandel. Absender ist eine Adresse bei b2b-adac.de, unterschrieben ist mit einer Münchner Anschrift. Klingt nach Automobilclub, nach Seriosität und nach Schnäppchen. Ist aber ziemlich sicher nichts davon.
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Schlagwort: spam e-mail
Spam: 1.000 € für deine Cyber Week
Montagmorgen, kurz vor sechs, und im Junk-Ordner wartet „ein kleiner Glücksbringer für dich“. So jedenfalls heißt der Absender. Im Betreff stehen 1.000 Euro für die Cyber Week, im Text winken Sofortgewinne, Straßenpreise und ein BMW. Phishing ist das ausnahmsweise nicht, und ein Fake-Gewinnspiel auch nicht. Es ist etwas viel Alltäglicheres: Werbung, die über einen Adressdienstleister im Postfach landet. Und die ist trotzdem einen zweiten Blick wert.
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Spam: 🚨🔥🎁 BONUS-ALARM FÜR CASINO-FANS! 💰 260 % WILLKOMMENSBONUS BIS ZU 2.500 FR 💎🎰 UND 260 FREISPIELE WARTEN DARAUF, ENTDECKT ZU WERDEN! 🍀🚀✨
Punkt Mitternacht, der Sonntag ist gerade vorbei, und im Junk-Ordner geht ein Alarm los. Ein „Vegazone Casino“ verspricht mir 260 Prozent Willkommensbonus und 260 Freispiele, der Betreff besteht gefühlt zur Hälfte aus Emojis und komplett aus Großbuchstaben. Gewonnen habe ich dabei nichts, es ist kein Preisausschreiben, sondern schlichte Casino-Werbung, die niemand bestellt hat. Und sie ist schlampiger gebaut, als der Glitzer vermuten lässt.
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Spam: Abgabeliste beigefügt – zur Durchsicht
Sonntagnachmittag, kurz nach halb drei, und im Junk-Ordner liegt ein Schnäppchenangebot der besonderen Art. Ein gewisser Stephan Reinsberg möchte mir eine „Abgabeliste“ zur Durchsicht schicken: 34 Posten aus laufenden Verfahren, von Fahrzeugen über Baumaschinen bis zu Edelmetallen und Landmaschinen. Klingt nach Insolvenzware zum Spottpreis. Ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit nur ein Köder.
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Spam: ⚡185× Schneller:✅Dein Löwen-Deal Wartet💊
Samstagabend, Junk-Ordner, und plötzlich packt angeblich Daniel Brühl aus. Zumindest behauptet das die Betreffzeile einer Mail von „Höhle der Löwen News“. Es geht um ein Potenzmittel namens Sildorafil, in das alle sechs Löwen gemeinsam 2,5 Millionen investiert haben sollen. Eine halbe Stunde später kam gleich die Kurzfassung hinterher, diesmal von „Sildorafil DE“ und mit dem Betreff „185× Schneller: Dein Löwen-Deal Wartet“. Spoiler: Das ist ganz klassische Spam-Werbung mit geliehenem Fernsehglanz.
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Spam: Belohnung für AOK-Mitglieder: Gratis OMRON X7
Ein Blutdruckmessgerät im Wert von 100,84 Euro, geschenkt, nur für eine Zwei-Minuten-Umfrage: Mit diesem Angebot meldete sich am Samstagabend angeblich das „AOK Bonusprogramm“. Und weil einmal offenbar nicht reicht, kamen innerhalb von knapp anderthalb Stunden gleich drei Varianten an, mal vom „AOK Service-Team“, mal von „Sarah von der AOK“. Spoiler: Mit der AOK hat das nichts zu tun, und das Gratis-Gerät ist nur der Köder.
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Spam: 1,500,000.00 EUR
Anderthalb Millionen Euro, einfach so, mitten in der Nacht: Kurz nach Mitternacht landete bei mir eine Mail mit dem schlichten Betreff „1,500,000.00 EUR“. Darin erklärt mir eine angebliche „Entschädigungsmanagerin“ der Europäischen Union, sie sei rechtlich verpflichtet, mir genau diese Summe zu überweisen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es auch.
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Spam: saa
Manche Phishing-Mails geben sich richtig Mühe. Diese hier nicht einmal beim Betreff: „saa“. Mehr steht da nicht. Vermutlich ist jemandem beim Testen die Hand über die Tastatur gerutscht, und dann ging die Mail einfach so raus. Drinnen sieht es dagegen erstaunlich ordentlich aus, mit orangefarbenem Kopf im cPanel-Stil, einem Warnkasten und einem großen Button. Gelandet ist das Ganze am Freitagnachmittag im Junk-Ordner.
Was die Mail von Dir will
cPanel ist eine weit verbreitete Verwaltungsoberfläche, über die viele Webhoster ihre Kunden Websites, Mailkonten und Datenbanken verwalten lassen. Genau da setzt die Mail an: Dein cPanel-Konto müsse „synchronisiert“ werden, sonst werde Deine Website gesperrt. Dafür hast Du angeblich 24 Stunden Zeit, und erledigen sollst Du das über den Button „Sync Website“. Unterschrieben hat das „cPanel Security Team“. Eine solche Synchronisation gibt es nicht. Hinter dem Button wartet eine nachgebaute Login-Seite, die Deine Hosting-Zugangsdaten abgreifen will. Wer die hat, kann Deine Website verunstalten, Schadcode einbauen oder über Deine Mailkonten gleich den nächsten Spam verschicken.
Spam: Please confirm to continue
Freitagabend, kurz nach sieben, und gleich zweimal innerhalb einer Sekunde im Junk-Ordner: „Please confirm to continue“. Drinnen steht in großen Lettern „Your Password Has Expired“. Welches Passwort? Das verrät die Mail nicht. Und genau das ist schon der halbe Witz an diesem Phishing-Versuch.
Was die Mail von Dir will
Dein Passwort sei angeblich abgelaufen, laufe aber gleichzeitig erst am 20. Oktober 2026 ab. Beides zugleich geht nicht, aber egal, Hauptsache Druck. Die Lösung wird gleich mitgeliefert: ein Button „Keep Same Password“. Du sollst also gar kein neues Passwort vergeben, sondern Dein altes „bestätigen“. Das ist die bequemste Art, Betrügern Deine Zugangsdaten zu schenken, denn hinter dem Button wartet natürlich eine nachgebaute Login-Seite.
Woran man den Fake erkennt
Der Absendername ist besonders frech: Dort steht „noreply@“ plus die Domain Deines eigenen Postfachs, damit die Mail wie eine interne Systemnachricht wirkt. Die echte Adresse dahinter lautet aber noreply@resetpassword-expired.com, ein Name, den sich kein seriöser Anbieter geben würde. Die Anrede in der E-Mail ist z.B. die E-Mail Adresse und nicht Dein echter Name, und direkt dahinter steht in Klammern „{companyname}“. Da hat jemand vergessen, den Platzhalter für den Firmennamen auszufüllen. Peinlich, aber für uns sehr praktisch.
Der Link führt auf resetpassword-expired.com zu einer PHP-Datei mit einem endlosen Buchstabensalat im Pfad, und ganz hinten hängt Deine eigene Mailadresse dran. So kann die Fake-Seite sie schon vorausfüllen und wirkt gleich viel echter. Die Kopfzeilen runden das Bild ab: Verschickt wurde über einen gemieteten Server bei inmotionhosting, eingeliefert von einem Rechner namens „DESKTOP-7BQ96MS“, also einem Windows-PC mit Standardnamen. Die DMARC-Prüfung ist durchgefallen, und signiert hat eine Domain namens rnailzoom.com. Schau genau hin: Da steht „rn“ statt „m“, ein alter Trick, um wie „mailzoom“ auszusehen.
Was Du tun solltest
Nicht klicken und auf keinen Fall irgendwo ein Passwort eintippen. Echte Anbieter sagen Dir, um welches Konto es geht, und Du kannst Dein Passwort jederzeit selbst ändern, indem Du die Seite direkt im Browser aufrufst. Wer schon etwas eingegeben hat, ändert das Passwort sofort überall, wo es benutzt wird, und schaltet die Zwei-Faktor-Anmeldung ein. Die Mail selbst kannst Du getrost löschen.
Der Mailtext (ohne Links)
Absender: noreply@resetpassword-expired.com, Betreff: Please confirm to continue, empfangen am 16. Oktober 2026 um 19:21 Uhr
Do not reply this automation messages
Your Password Has Expired
Dear [E-Mail-Adresse des Empfängers] ( {companyname} )
Your Password is due to expire on 20 October 2026,
Please kindly use the below to continue with the same password.Keep Same Password
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Spam: comdirect: Wichtiger Hinweis zur Überprüfung
Freitagvormittag im Junk-Ordner: „comdirect: Wichtiger Hinweis zur Überprüfung“, abgeschickt von „comdirect Automatisch“. Klingt dringend, ist aber Phishing. Die echte comdirect schreibt nicht von einer Domain, die nach Marokko-Urlaub klingt, und verlinkt erst recht nicht auf einen Cloud-Speicher in Indien.
Was die Mail von Dir will
Wegen zunehmender Betrugsversuche sollen „alle unsere Nutzer“ ihr Konto im geschützten Kundenbereich aktualisieren, sonst sei der Zugriff auf alle Funktionen in Gefahr. Darunter ein Button „Verifizierung durchführen“. Das ist die klassische Bank-Masche: erst Angst vor Betrug, dann ein Klick auf eine Seite, die nach Login aussieht. Zugangsdaten und mobileTAN sind genau das, was die Betrüger wollen.
Woran man den Fake erkennt
Hinter dem Anzeigenamen steckt die Adresse contact@mtmorocco.com, von comdirect.de keine Spur. Der Button führt nicht ins Online-Banking, sondern zu einer HTML-Datei in einem Amazon-Cloudspeicher in der Region Mumbai. Eine Anrede mit Namen gibt es nicht, nur die Massenfloskel „unsere Nutzer“. Und der Text ist voller merkwürdiger Leerräume zwischen den Wörtern, ein beliebter Trick, um Spamfilter zu verwirren. Outlook hat sich davon nicht täuschen lassen und die Mail direkt in den Junk gelegt.
Was Du tun solltest
Nicht klicken, nichts verifizieren, keine TAN und keine Zugangsdaten eingeben. Wer unsicher ist, öffnet die comdirect-App oder tippt die Adresse selbst ein. Und wer schon Daten eingegeben hat, sollte sofort die Bank anrufen und Zugang und Karten sperren lassen.
Der Mailtext (ohne Links)
Absender: contact@mtmorocco.com (Display: comdirect Automatisch), Betreff: comdirect: Wichtiger Hinweis zur Überprüfung, empfangen am 16. Oktober 2026 um 09:22 Uhr
[comdirect mobileTAN-Überprüfung]
mobileTAN-Überprüfung
Aufgrund einer Zunahme von Betrugsversuchen werden alle unsere Nutzer gebeten, ihr Konto im geschützten Kundenbereich zu aktualisieren, um weiterhin uneingeschränkten Zugriff auf alle verfügbaren Funktionen und Dienste zu gewährleisten.
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