Vielmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.
Was sagt der Grimm?
Der Grimm erklärt das Vielmaul „als schimpfwort für einen groszsprecher, einen naseweisen u. ä.“. Im Westerwald sagte man nicht nur „dat esz’n vielmaul“, sondern auch vom Mundwerk selbst: „dan brauchst kan vielmaul drüber ze han“ – darüber brauchst du kein großes Maul zu haben. Dazu gab es das Verb „vielmäule“ und das Adjektiv „vielmäulig“.
Im Obersächsischen und Erzgebirgischen gab es die Varianten „vielgusche“ und „vielmaul“ für Großsprecher und Naseweise, auch in Leipzig ist das Wort belegt. Ein Vielmaul ist also eine Quasselstrippe, die zu allem ihren Senf dazugibt.
Zum Nachschlagen: Eintrag „vielmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.
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Stand: 16.10.2026
