Was bedeutet Vielmaul?

Vielmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm erklärt das Vielmaul „als schimpfwort für einen groszsprecher, einen naseweisen u. ä.“. Im Westerwald sagte man nicht nur „dat esz’n vielmaul“, sondern auch vom Mundwerk selbst: „dan brauchst kan vielmaul drüber ze han“ – darüber brauchst du kein großes Maul zu haben. Dazu gab es das Verb „vielmäule“ und das Adjektiv „vielmäulig“.

Im Obersächsischen und Erzgebirgischen gab es die Varianten „vielgusche“ und „vielmaul“ für Großsprecher und Naseweise, auch in Leipzig ist das Wort belegt. Ein Vielmaul ist also eine Quasselstrippe, die zu allem ihren Senf dazugibt.

Zum Nachschlagen: Eintrag „vielmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

Hier finden Sie mehr alte Schimpfwörter.

Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Treuschenmaul?

Treuschenmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm erklärt das Treuschenmaul als „schimpfwort von dem groszen maul der treusche genommen“. Die Treusche (Trüsche, Quappe) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Dorsche mit auffallend breitem Maul.

Der Beleg stammt vom Berner Niklaus Manuel aus der Reformationszeit, der gegen einen katholischen Geistlichen wettert: „nun schwig, du schantlicher valscher pfaff! trischenmul! du schwininer rotzaff!“ Im Schweizerdeutschen sagte man „en trischenmûl machen“ – eine breite Schnute ziehen. Ein Treuschenmaul ist also ein Großmaul mit Fischgesicht.

Zum Nachschlagen: Eintrag „treuschenmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

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Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Speichelmaul?

Speichelmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm erklärt das Speichelmaul als „maul voll speichel und träger eines solchen“ und vermerkt: „als schimpfwort im munde einer keifenden ehefrau“. Der Beleg stammt aus Joachim Rachels Teutschen satirischen Gedichten (1664), wo eine Frau ihrem Mann eine wahre Schimpfkanonade entgegenschleudert: „juchschreyer, schneideluft, trotzmärtel, windverkäuffer, weingurgel, suchebier, … durchfresser, pfeiffenheld, tobak-rauch-speichelmaul“.

Gemeint ist also ein Pfeifenraucher, dem beim Rauchen ständig der Speichel im Mund steht – Tabak war im 17. Jahrhundert noch eine neue und vielen verhasste Mode.

Zum Nachschlagen: Eintrag „speichelmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

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Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Schwertmaul?

Schwertmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Man bezeichnet so jemanden, der ein „scharfes Maul“ wie ein Schwert hat, also viel beleidigt.

Vergleiche z.B. spitzes Mundwerk.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm bestätigt: Das Schwertmaul ist ein „scharfes, dem schwerte gleich schneidendes maul und inhaber eines solchen“ (Campe). In einem Abenteuerroman des 18. Jahrhunderts heißt es über einen Streithahn: „sein schneidendes schwertmaul .. er würde uns auf ein schimpfwort mit tausenden begegnet sein“.

Das Bild vom Mund als Waffe ist sehr alt – man denke an die „scharfe Zunge“ oder das „zweischneidige Schwert“ der Bibel. Ein Schwertmaul ist also jemand, der auf jede Beleidigung mit tausend weiteren antwortet. Vorsicht im Streit!

Zum Nachschlagen: Eintrag „schwertmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

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Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Maulfranke?

Maulfranke ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm erklärt den Maulfranken als „schimpfwort für einen thoren und prahler“ und liefert eine überraschende Herkunft: Das Wort spielt auf den Stamm der Franken an, „denen man vollen mund bei ihrem sprechen nachredet“. Im Simplicissimus heißt es: „die Franken nehmen das maul gar zu voll, wann sie reden“.

Ganz früh taucht Maulfrank als erfundener Name in Fastnachtsspielen auf, etwa in einer Reihe mit „Lapp, Götz, Löffel und Droll … Schlauraff“ oder als „sand Maulfrank“, ein Spottheiliger. Ein Maulfranke ist also ein Großmaul – und die Franken mögen uns diesen alten Spott verzeihen.

Zum Nachschlagen: Eintrag „maulfranke“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

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Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Grindmaul?

Grindmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Grind ist ein schorfiger Ausschlag. Ein Grindmaul ist also ein grindiger, ekelhafter Mund oder jemand, der grindige Sachen spricht.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm ist knapp: Kaspar Stieler übersetzt das Grindmaul 1691 lateinisch mit „ostigo“, einem Ausdruck für Grind, also Schorf am Mund. Als Schimpfwort verzeichnet es Pansners Schimpfwörterbuch, eine kleine Sammlung deutscher Schimpfwörter aus dem 19. Jahrhundert.

Ursprünglich ging es also um einen ganz konkreten, ekligen Ausschlag am Mund – und von dort ist der Sprung zum „ekelhaften Mund“, der Hässliches redet, nicht weit. Datierte literarische Belege für den Schimpfgebrauch nennt der Grimm nicht.

Zum Nachschlagen: Eintrag „grindmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

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Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Göffelmaul?

Göffelmaul ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort.

Es war besonders im 16. Jahrhundert beliebt und bezeichnete ein Großmaul.

Die obige Illustration wurde mit der Midjourney AI erstellt.

Was sagt der Grimm?

Der Grimm bestätigt: „göffelmaul, ein beliebtes schimpfwort des 16. jh.“ Belege finden sich in den Fastnachtsspielen, bei Thomas Murner („göffelsmul“ in der Schelmenzunft, daneben „geffelsmul“ in der Narrenbeschwörung) und bei Johann Fischart, der „nachtschweifer, löfler, göffelmäuler“ in einem Atemzug nennt.

Der erste Teil gehört wohl zu „gaffen“ und „Geifer“ – ein Göffelmaul ist also jemand, der das Maul aufreißt, gafft oder sabbert. Man darf es als nahen Verwandten des Maulaffen und des Gienlöffels betrachten. Bemerkenswert: Das Wort ist sächlich, „das Göffelmaul“. Die Herleitung ist allerdings unsere, der Grimm selbst gibt keine Etymologie an.

Zum Nachschlagen: Eintrag „göffelmaul“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

Hier finden Sie mehr besondere Schimpfwortlisten.

Stand: 16.10.2026

Was bedeutet Tratschmaul?

Bei Tratschmaul handelt es sich um ein in Deutschland gebräuchliches Schimpfwort. Es beginnt mit dem Anfangsbuchstaben T und hat 11 Zeichen. Bitte beacheten Sie, dass die Beleidgung mit diesem Schimpfwort strafbar sein kann!

Was bedeutet Schwanzmaul?

Bei Schwanzmaul handelt es sich um ein in Deutschland gebräuchliches Schimpfwort. Es beginnt mit dem Anfangsbuchstaben S und hat 11 Zeichen. Mehr dazu finden Sie bald hier.

Was bedeutet Schleimfotzenmaulgesicht?

Bei Schleimfotzenmaulgesicht handelt es sich um ein in Deutschland kaum gebräuchliches Schimpfwort. Es beginnt mit dem Anfangsbuchstaben S und hat 24 Zeichen.

Es hat keine wirkliche Bedeutung und wird meist scherzhaft verwendet.

Kann konkret z.B. für eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer bei einer Bukkake Party verwendet werden.

Hier finden Sie mehr Schimpfwörter, die Fotze beinhalten.