10 Dinge, die man in Bonn gemacht haben sollte – Vorschläge von Eckhard

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  1. Sooft wie möglich die Rheinnixe über den Fluss nehmen, anstatt die
    Kennedybrücke. Die Brücke ist ok, aber Herr Schmitz und die Nixe sind Kult.
  2. Das Frauenmuseum (Im Krausfeld 10) und die dort untergebrachte
    Gertrudis-Hauskapelle besichtigen, wo man an nur einem Nachmittag mit
    Curt Delander mehr über Bonner Geschichte lernen kann, als sonst in
    einem ganzen Monat.
  3. Die Hauptstadtzeit wieder aufleben lassen, indem man über den „Weg
    der Demokratie“ spaziert, in der Kantine des
    Presseclub diniert (Heinrich-Brüning-Straße 20), oder versucht alle
    ehemaligen Botschaften abzulaufen (Architekturliebhaber werden ihre
    helle Freude haben).
  4. Das mutmaßlich kleinste Museum Bonns, das private Radiomuseum in der
    Richard-Wagner-Straße 61, besuchen. Ein Tip für Nostalgiker und Freunde
    alter Technik. Hier gibt es nichts, was jünger als 50 Jahre wäre.
  5. Mit dem Triebwagen der RSE zu Pützchens Markt fahren, aber auch sonst
    übers Jahr mal schauen, was das Mini-Bahnunternehmen so an Touren mit
    dem historischen Vehikel anbietet.
  6. Das Stadthaus einfach mal so, ganz zweckfrei besuchen. Wenn man dort
    nichts zu erledigen hat, macht es nämlich durchaus Spaß. Im original
    70er Ambiente speisen kann man in der dortigen Kantine. Nebenan, im
    Landgericht (Oxfordstraße, Eingang Wilhelmstraße 21), gibt es aber auch
    eine Kantine, die man ausprobiert haben muss. Vor allem wegen der tollen
    Aussicht.
  7. Die römische Badeanlage am Collegium Albertinum ansehen
    (Adenauerallee 17-19), die man ganztägig und kostenlos besichtigen kann,
    wenn man sie denn findet.
  8. Im Club Galicia de Bonn zu Abend essen (Südstraße 124), der so
    ziemlich das Gegenteil der Gastronomie im Kameha darstellt und genau
    deshalb sehr zu empfehlen ist. Die Gerichte sind für jeden erschwinglich
    und es geht sehr südländisch zu, sprich laut und ausgelassen.
  9. Das Goldfuß-Museum in der Nussallee 8 besuchen, in dem die Zeit vor
    100 Jahren stehengeblieben ist. Im Vergleich zu den Jahrmillionen alten
    Fossilien, die man dort sehen kann, ist das allerdings ein relativ
    kurzer Zeitraum.
  10. Nach dem Besuch des berühmten Flohmarktes in der Rheinaue bei
    Rheinkilometer 648 an der Frittenbude „Rheinbiss 648“ eine Wurst essen.
    Blick auf den Petersberg vom kleinsten Biergarten Bonns aus (Drei
    Tische!); ein kühles Pils dazu. Herz, was willst du mehr.

In der Reihe “10 Dinge, die man in Bonn gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man als Bonner Bürger gemacht haben sollte. Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die in Bonn wohnen – aber auch Besucher Bonns finden hier sicher Geheimtipps. Wir freuen uns über weitere Listen – gerne auch aus anderen Städten.

Diese Liste hat Eckhard Heck erstellt, der Erlebnisführer schreibt und in 2013 das Buch „111 Orte in Bonn, die man gesehen haben muss“ veröffentlicht hat.

Bild: Flohmarkt in der Rheinaue.

10 Dinge, die man in Bonn gemacht haben sollte – Vorschläge von Tamás

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  1. Mit seinem Kind (oder auch Kindern) gelegentlich ins Junge Theater in Beuel gehen; mit seinen nahezu erwachsenen Jugendlichen in die Kammerspiele in Godesberg. Ich empfehle Letzteres mit einem Abendessen z.B. im Limao zu verbinden.
  2. Zwischen März und Oktober an dem einen oder anderen dritten Samstag im Monat den Flohmarkt in der Rheinaue besuchen oder sogar dort selber alten Krimskrams verkaufen. Wenn man da noch übernachten darf, dann am Vortag anreisen und im Zelt übernachten und grillen.
  3. Im Sommer ein Konzert auf dem Kunst!Rasen in der Rheinaue besuchen.
  4. Bonn und die Region mal vom Petersberg, Ölberg oder Drachenfels aus bewundern.
  5. Am ersten Wochenende im Mai von einem Schiff aus von Linz nach Bonn fahren und Rhein in Flammen genießen.
  6. Im Sommer mit Freunden und Familie an einem der Kribben oder Naturstrände entlang des Rheins (rechtsrheinisch und flussaufwärts) mit dem Fahrrad fahren, Holz sammeln, Feuer machen und Grillen. Zum Ausklang den Sonnenuntergang genießen. Wir machen das nach einer Trockenperiode gern schon im Mai, weil dann noch genug Holz herumliegt.
  7. Mit seinen Kindern und Freunden mit Kindern im Frühsommer im Hofgarten verabreden und zu allen zusammen (und mit allen anderen die mitspielen wollen) Fußball kicken. Das geht übrigens auch gut auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef (Klasse Fahrradtour!) und da gibt es auch ein ganz hervorragendes Freibad und einen Biergarten zum Regenerieren nach dem Spiel.
  8. An einem schönen Tag durchs Melbtal wandern.
  9. An Pützchens Markt: Mit der historischen Bahn vom Beueler RSE-Bahnhof zum Markt fahren, an der Adelheidisquelle die Augen waschen (wer sich traut, kann auch einen Schluck probieren ).
  10. Den japanischen Garten in der Rheinaue besuchen. Der ist eigentlich immer schon. Aber am Pfingstwochenende gibt es sogar eine Bonsai-Ausstellung.

In der Reihe “10 Dinge, die man in Bonn gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man als Bonner Bürger gemacht haben sollte. Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die in Bonn wohnen – aber auch Besucher Bonns finden hier sicher Geheimtipps. Wir freuen uns über weitere Listen – gerne auch aus anderen Städten.

Tamás Lányi ist Unternehmer und Internet-Pionier in Bonn. Er lebt am Fuss des Siebengebirges auf der sonnigen Seite des Rheins.

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Bilder: Rheinufer (oben) und Kunstrasen (unten)

 

Ashok-Alexander Sridharan beantwortet die 10 Fragen an die Bonner OB Kandidaten

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Ich habe an alle Bonner OB Kandidaten 10 Fragen geschickt. Hier sind die Antworten von Ashok-Alexander Sridharan, der für die CDU antritt:

1. Was qualifiziert Sie als Oberbürgermeister?

Zum einen liegt mir unsere Stadt liegt einfach am Herzen: Hier bin ich geboren, aufgewachsen, habe hier studiert,meine Frau kennengelernt, geheiratet und meine drei Kinder wurden hier geboren.

Neben dem Herzblut möchte ich meine kommunale Verwaltungserfahrung einbringen: Ich habe als allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters und Kämmer Verwaltung kennengelernt und löse seit 20 Jahren Probleme vor Ort!

2. Was muss sich in Bonn Ihrer Meinung nach am dringendsten ändern?

Wir müssen den Stillstand und die Blockade von Rat und OB in Bonn beenden. Dann können wir die Lebensqualität unserer Stadt ausbauen: Keine Veranstaltungsverbote, vernünftige Schwimmbäder, Schulen und Sportplätze!

3. Was werden Sie gegen die Lärmmotzkis tun?

Die Stadt Bonn darf sich nicht von einzelnen Einwohnern vorschreiben lassen, was hier noch stattfinden darf und was nicht. Natürlich darf nicht gegen geltendes Recht verstoßen und müssen die Belange der Umgebung berücksichtigt werden. Aber wir müssen bei solchen Klagen mutiger werden und dürfen nicht nachgeben. Ich werde für unsere Veranstaltungen und Kultur in Bonn kämpfen!

4. Welches ist Ihr liebster Ort in Bonn?

Das Rheinufer zum Joggen oder die Kneipen in der Friedrichstraße oder Altstadt.

5. Welche Akzente werden Sie in der Schulpolitik setzen?

Wir müssen Familie und Beruf miteinander verbinden: Dafür brauchen wir einen Ausbau des Beutreuungsangebotes und keine steigenden OGS- und KiTa-Beiträge. Ich möchte die Bonner Schulen eine nach der anderen sanieren, anstatt Flickschusterei zu betreiben. Unsere Kinder dürfen keine Angst vor maroden und dreckigen Schulklos haben.

6. Werden Sie enger mit dem Rhein-Sieg Kreis kooperieren?

Die interkommunale Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn ist wichtig: Ich arbeite im Rhein-Sieg-Kreis und kenne die Ansprechpartner. Viele Probleme können wir nur gemeinsam in der Region lösen und ich sehe hier die Themen Verkehr (Stichwort: Bus, Fernbus, Straßenbahnen, Zuganbindung), Wirtschaftsförderung (Stichwort: gemeinsame Gewerbegiete) und Umweltschutz (Gemeinsame Natur: Rhein und Rheinufer, Siebengebirge).

7. Wie stehen Sie zur möglichen Schließung des Melbbads?

Hier bin ich dagegen. Als Studentenstadt brauchen wir dieses Angebot.

8. Was kochen Sie am liebsten und verraten Sie uns das Rezept?

Ich kann sehr gut Wasser kochen :-)

Im Ernst: Für Gäste koche ich zu Hause gerne indisch – in der Regel auch gerne gemeinsam mit meiner Frau!

Hier das Rezept für „Chicken Maharani“

Am Vorabend 6 Hähnchenbrustfilets in kleine Stücke schneiden und in Joghurt, Salz, Pfeffer, Garam Masala, Ingwer, Chilly, Jeera marinieren.

2 Zwiebeln klein würfeln und glasig dünsten. 1/2 l passierte Tomaten zufügen und ca. 5 Min. köcheln lassen. Chilly, Garam Masala, Koriander und Salz zufügen und wieder 5 Minuten köcheln. Langsam 2 Becher Sahne zufügen und köcheln bis die Soße dickflüssig wird. Fleisch anbraten, zufügen und nochmals abschmecken. Guten Appetit

9. Wären Sie für die Einführung einer City Maut?

Jeder, der mal in der Innenstadt einen Parkplatz gesucht hat, weiß, dass wir den Verkehr in der Innenstadt entlasten müssen. Mit einer Citymaut schaffen wir das nicht, sondern bitten Bonnerinnen und Bonner und Besucher von außerhalb extra zur Kasse.

Wir müssen den ÖPNV stärken. Ich kann mir Parkhäuser an den großen Ausfallstraßen vorstellen und einen guten ÖPNV der dann die Innenstadt verbindet.

10. Was wollten Sie den Bonner Wählern schon immer sagen?

Gehen Sie am 13. September wählen und anschließend auf Pützchens Markt!

Mehr über den OB Kandidaten der CDU erfahren Sie hier.

10 Fakten zu Pützchens Markt

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  1. Pützchens Markt ist ein jährlich im Bonner Stadtteil Beuel, Ortsteil Pützchen, stattfindender Jahrmarkt, der jährlich am Freitag des zweiten Wochenendes im September beginnt.
  2. Die Ursprünge gehen auf einen alten Wallfahrtsort zurück: Um das Jahr 1.000 soll die Äbtissin des dortigen Klosters, Adelheid von Vilich, während einer Dürreperiode mit ihrem Äbtissinnen-Stab eine Quelle gefunden haben (Rheinisch Pütz, Verkleinerung Pützchen von lateinisch Puteus (Brunnen) und französisch Puits). Da da das Wasser wundertätig gewesen sein soll, entwickelte sich schnell ein Wallfahrtsort. Wallfahrtsorte waren im Mittelalter bedeutende Handelsplätze.
  3. So ist dort seit 1367 der Pluutenmarkt (Plundermarkt) nachgewiesen, der heute noch das Herz von Pützchens Markt ist. Hier werden Kleider, Pflanzen, Küchengeräte, Spielzeuge und anderer „Plunder“ verkauft. Im späten 17. Jahrhundert entwickelte sich aus dem jährlichen Markt das Volksfest wie wir es heute kennen.
  4. Es ist für viele heute noch Tradition, während des Marktes zum Brunnen in Pützchen zu gehen und sich dort die Augen mit dem alaunhaltigen Wasser zu waschen, um sich vor Blindheit zu schützen.
  5. Ursprünglich war Pützchens Markt eine vier-Tages-Kirmes (Samstag bis Dienstag), dann eine fünftägige (Freitag bis Dienstag) ohne Sperrstunde, von 2010 bis 2012 eine sechstägige mit Sperrstunde (je nach Tag zwischen 0h und 3h). 2013 kehrte man wieder zu den fünf Tagen Dauer zurück.
  6. Pützchens Markt fand in der jüngeren Geschichte fast jedes Jahr statt. Lediglich größere Kriege und eine Cholera-Epidemie (1892) konnten die Tradition unterbrechen. Am 11. September 2001 wurde Pützchens Markt vorzeitig abgebrochen. In 2020 ist die Corona Pandemie Ursache dafür, dass der Jahrmarkt nicht stattfindet.
  7. Die große Eröffnung mit Fassanstich im Bayernzelt durch den jeweiligen Bonner Oberbürgermeister ist am Freitag. Weitere Institutionen sind z.B. der Festgottesdienst am Sonntag um 10:00h oder das Abschlussfeuerwerk am Dienstag um 22h.
  8. Pützchens Markt hat pro Jahr bis zu 1,35 Millionen Besucher. 2018 waren es sogar 1,4 Millionen.
  9. Rechnet man die Besucherzahl auf die Dauer um, so gehört Pützchens Markt mit zu den 10. größten Jahrmärkten in Deutschland und ist der umsatzstärkste 5-Tage Markt.
  10. Pützchens Markt ist nicht nur Thema von Liedern – es gibt sogar einen Krimi, der mit einem Mord dort beginnt. Und Wilhelm Schrattenholz besang Pützchens Markt bereits 1853 mit dem Gedicht“De Pötzchens Kirmes“:

De Pötzchens Kirmes es fürwohr
De schünste en de Welt;
De brängt doch allen ens em Jor
Viel Freud für wenig Geld.

Me Plack on schent sich manchmol krumm,
Bes en de Härres erenn;
No wär mer jo wie Strüh su dumm,
Wa me net ens fruh wöll senn.

Dröm loht no alles ligen on stonn,
On kott nom Pötzchens Maat;
On wer zu dumm ess mezegonn,
Dem wird nühss nohgebraht.

De Fähndelcher de dräht sech
Em Wönck ad kröx ohn kraach;
Marielisbetchen, häst de dech
Noch net parat gemaach?

Artikel aktualisiert am 10. September 2016.

Bild: Max Malsch