Köpfe: Caitlin Cronenberg

Caitlin Cronenberg ist eine kanadische Fotografin und Filmemacherin. Sie wurde am 27. Oktober 1984 in Toronto geboren, als Tochter des Regisseurs David Cronenberg; ihr Bruder ist der Regisseur Brandon Cronenberg.

Sie studierte Modedesign an der heutigen Toronto Metropolitan University und wurde dann Fotografin. Ihre Porträts von Prominenten erschienen auf Titelseiten von Magazinen wie W, L’Uomo Vogue und Variety. 2010 veröffentlichte sie im Selbstverlag einen Band mit Aktporträts.

Weltweit bekannt wurde 2016 ihr Coverbild für das Album Views des Rappers Drake, das ihn auf dem CN Tower in Toronto zeigt und im Netz vielfach verfremdet wurde.

Neben der Fotografie drehte sie Musikvideos. 2024 kam mit dem Thriller Humane ihr erster Spielfilm als Regisseurin heraus.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Uli Weber

Uli Weber ist ein deutscher Fotograf. Er wurde am 21. Januar 1964 in Ulm geboren und lernte das Fotografieren nach verfügbaren Angaben in Rom. Heute lebt er abwechselnd in London und Italien.

Bekannt ist er als Porträtfotograf. Sein erstes Buch Portraits erschien 2010 im Mailänder Verlag Skira und zeigt Persönlichkeiten aus Kultur, Mode, Film und Musik, darunter Sting, Kate Moss, Jeremy Irons und den Architekten Oscar Niemeyer.

2014 folgte, ebenfalls bei Skira, ein Band über das Goodwood Revival, ein historisches Autorennen in Südengland, zu dem ihn der Duke of Richmond eingeladen hatte. Seine Bilder wurden nach verfügbaren Angaben unter anderem im Victoria and Albert Museum in London gezeigt.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Hiroh Kikai

Hiroh Kikai war ein japanischer Fotograf. Er wurde am 18. März 1945 im Dorf Daigo geboren, das heute zu Sagae in der Präfektur Yamagata gehört. In Tokio studierte er Philosophie an der Hosei-Universität.

Vier große Serien prägten sein Werk, die er jeweils über Jahrzehnte verfolgte: Gebäude in und um Tokio, Porträts von Menschen im Viertel Asakusa sowie das Leben in Dörfern und Städten Indiens und der Türkei. Er arbeitete in Schwarzweiß.

Bekannt wurde er einem breiteren Publikum erst 2004 mit dem Band Persona, Porträts aus Asakusa, der mit dem Domon-Ken-Preis ausgezeichnet wurde. 2009 erschien eine internationale Ausgabe als Asakusa Portraits beim International Center of Photography und dem Göttinger Steidl Verlag.

Kikai starb am 19. Oktober 2020 in Tokio an einer Lymphomerkrankung.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Felicia Abban

Felicia Ewuraesi Abban war eine ghanaische Fotografin. Ihr Geburtsjahr wird mit 1935, 1936 oder 1937 angegeben; dieser Beitrag nutzt 1936 und den 1. Januar als Ersatzdatum, weil ein genauer Tag nicht belegt ist.

Sie wuchs in Sekondi-Takoradi auf und lernte ab 14 Jahren bei ihrem Vater, einem Fotografen. Mit 18 ging sie nach Accra und eröffnete 1955 im Stadtteil Jamestown ihr eigenes Studio. Sie gilt als erste professionelle Fotografin Ghanas.

In den 1960er Jahren arbeitete sie mehrere Jahre als Fotografin für Kwame Nkrumah, den ersten Präsidenten des unabhängigen Ghana. Bekannt sind auch ihre Selbstporträts, die sie über Jahrzehnte anfertigte.

Felicia Abban starb am 4. Januar 2024 in Accra.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Chris Nowotny

Chris Nowotny war eine deutsche Fotografin. Sie wurde am 19. April 1928 in Königsberg in Ostpreußen geboren. Beim Vormarsch der Roten Armee floh sie mit ihrer Mutter nach Wilhelmshaven.

Ein Kunststudium war für die Tochter einer Hebamme und eines Polizisten nicht möglich, also lernte sie in Oldenburg das Fotografenhandwerk. Danach arbeitete sie als Porträtfotografin in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, später auch als Landschaftsfotografin mit eigenen Büchern. Nach verfügbaren Angaben legte sie in den 1950er Jahren in Wien die Meisterprüfung ab.

In den 1960er Jahren machte sie sich als Theaterfotografin einen Namen, etwa bei den Bad Hersfelder Festspielen. Später fotografierte sie für Münchner Bühnen und porträtierte Schauspieler wie Curd Jürgens, Heinz Rühmann und Telly Savalas. Ab Ende der 1970er Jahre spezialisierte sie sich auf Kinderporträts für die Werbung.

Sie starb am 18. März 1989 in Berg am Starnberger See.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Armand (Armenak Arzrouni)

Armenak Arzrouni, der unter dem Namen Armand arbeitete, war ein armenisch-ägyptischer Fotograf. Er wurde 1901 im osmanischen Erzurum geboren und kam als Kind mit seinem Vater nach Alexandria. Ein genauer Geburtstag ist nicht öffentlich belegt; der 1. Januar ist deshalb nur ein Ersatzdatum für das Geburtsjahr.

Er lernte bei Fotografen in Alexandria und Kairo, zuletzt beim Porträtisten Zola, der ihn zur Weiterbildung nach Österreich schickte. Um 1930 eröffnete er in Kairo das Studio Armand.

Das Studio wurde zur ersten Adresse der Oberschicht. Armand porträtierte Politiker wie Gamal Abdel Nasser, Filmstars, Tänzerinnen und Mitglieder der Königsfamilie und war bekannt für aufwendige Hochzeitsbilder.

Armand starb 1963. Sein Sohn führte das Studio unter demselben Namen weiter.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Gustav Borgen

Gustav Borgen war ein norwegischer Fotograf. Er wurde am 10. Juni 1865 geboren und arbeitete als Porträtfotograf in Kristiania, dem heutigen Oslo.

Zwischen 1891 und 1922 porträtierte er viele bekannte Norweger, darunter König Haakon VII., die Schriftsteller Henrik Ibsen und Bjørnstjerne Bjørnson, Minister, Abgeordnete, Künstler und Familien des Großbürgertums. Mehrere seiner Ibsen-Porträts befinden sich im Norsk Folkemuseum.

Sein Archiv umfasst rund 60.000 Glasplatten. Es ist gemeinfrei und über die Plattform DigitaltMuseum öffentlich zugänglich, was es zu einer wichtigen Quelle für die Bildgeschichte Norwegens um 1900 macht.

Borgen starb am 16. August 1926.

Stand: 21.10.2026