Sie ist kaum einen Zentimeter groß, hat durchsichtige Flügel und stand früher eher als seltener Schilfbewohner auf der Roten Liste. Heute zählt die Schilf-Glasflügelzikade zu den meistgefürchteten Schädlingen im deutschen Acker- und Gemüsebau. Die Fragesteller wollten in 34 Fragen wissen, wie weit sie sich ausgebreitet hat, welche Schäden drohen und was dagegen hilft (Kleine Anfrage, Drucksache 21/5216). Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 21/5464 vom 20. April 2026) zeigt: Gegen das kleine Insekt gibt es bisher kein Patentrezept, aber eine bemerkenswert lange Liste von Ansätzen.
Weiterlesen „Klein, gläsern, gefährlich: Was die Bundesregierung über die Schilf-Glasflügelzikade weiß“Schlagwort: landwirtschaft
Mehlwurm im Trog, Grille im Teller: Was der Bund zu Insekten als Futter und Lebensmittel sagt
Anfang 2023 kochte die Debatte hoch, ob jetzt bald Grillenpulver im Brot steckt. Eine Kleine Anfrage aus der Unionsfraktion (Drucksache 20/5711) wollte es genauer wissen: Welche Insekten dürfen ins Tierfutter, welche auf den Teller, wer produziert sie in Deutschland und wie viel Steuergeld fließt in die Forschung? Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 20/5848) vom 3. März 2023 ist überraschend nüchtern. Viel Rechtsrahmen, ein paar klare Zahlen und an etlichen Stellen ein ehrliches „Dazu liegen keine Daten vor“.
Weiterlesen „Mehlwurm im Trog, Grille im Teller: Was der Bund zu Insekten als Futter und Lebensmittel sagt“Hanfanbau in Deutschland: Was die Bundesregierung 2022 noch nicht wusste
Die Ampel-Koalition hatte gerade beschlossen, Cannabis für Erwachsene legal verkaufen zu lassen, da kamen schon die praktischen Fragen: Wer baut das an, auf wie viel Fläche, und lohnt sich das für Landwirte? Eine Kleine Anfrage aus der Unionsfraktion (Drucksache 20/551) wollte es genau wissen. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 20/653) vom 11. Februar 2022 ist vor allem eins: ein Dokument des Noch-nicht-Wissens, mit ein paar interessanten Zahlen.
Weiterlesen „Hanfanbau in Deutschland: Was die Bundesregierung 2022 noch nicht wusste“Homöopathie im Stall: Was der Bund 2019 über Globuli für Nutztiere wusste
Homöopathie ist nicht nur ein Thema für Arztpraxen und Apotheken, sondern auch für Ställe. Vor allem im Ökolandbau sollen Naturheilverfahren Vorrang vor chemisch-synthetischen Mitteln haben. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/15678) vom 4. Dezember 2019 fragte nach Forschung, Absatzmengen und Wirksamkeit homöopathischer Mittel in der Nutztierhaltung. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/16219) vom 20. Dezember 2019 enthält einige klare Zahlen und einen bemerkenswerten Satz zur Wirksamkeit.
Weiterlesen „Homöopathie im Stall: Was der Bund 2019 über Globuli für Nutztiere wusste“Biber-Schäden: Was die Bundesregierung 2019 dazu wusste
Der Biber ist das größte Nagetier Deutschlands, und er ist zurück. Mit seinen Dämmen und Bauen gestaltet er ganze Bachläufe um, was Naturschützer freut und manchen Landwirt, Teichwirt oder Gartenbesitzer weniger. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/15643) vom 2. Dezember 2019 wollte wissen, wie sich der Bestand entwickelt hat, wie hoch die Schäden sind und wie man den Biber regulieren kann. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/16112) vom 18. Dezember 2019 liefert vor allem Bestandsdaten. Bei den Schäden verweist sie auf die Länder.
Weiterlesen „Biber-Schäden: Was die Bundesregierung 2019 dazu wusste“Gestohlene Schafe, Rinder und Bienen: Was der Bund über Viehdiebstahl weiß
Ein Rind verschwindet nachts von der Weide, ein Imker findet statt seiner Bienenkästen nur noch Reifenspuren. Solche Meldungen tauchen in Lokalzeitungen immer wieder auf. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/12414) vom 15. August 2019 wollte wissen, was die Bundesregierung über Diebstähle von Nutztieren weiß. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/12856) vom 30. August 2019 kam vom Bundeslandwirtschaftsministerium und fiel sehr knapp aus.
Weiterlesen „Gestohlene Schafe, Rinder und Bienen: Was der Bund über Viehdiebstahl weiß“Meinung: pflanzt mehr Hecken – im richtig großen Stil
Mehr Hecken!
Manche kleine Maßnahmen können viel für die Umwelt bewirken – in dem Fall das Pflanzen von Hecken. Aufmerksam wurde ich darauf beim Garten von Nachbarn: Dort wurde eine Hecke durch einen Plastikzaun ersetzt. Und auf einmal waren diese Nachbarn ganz enttäuscht, dass viel weniger Vögel ihren Garten besuchten… warum wohl?
Daher mein Vorschlag: mehr Hecken pflanzen – und das nicht nur rund um Gärten. Besonders rund um Felder wie im Bild oben würden sie Sinn machen. Sie würde dort nicht nur verhindern, dass dem Bauern Menschen übers Feld trampeln, sondern auch vor Bodenerosion schützen, die zum immer größeren Problem wird. Dazu wäre sie auch Lebensraum für andere Pflanzen und Tiere und könnte so einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und Artenerhalt leisten. Und dass sie nebenher auch Schatten spendet und einen gewissen Lärmschutz bieten kann, sind weitere angenehme Nebeneffekte. Und möglicherweise ließen sich Schnittabfälle der Hecken z.B. auch zur Biogasgewinnung nutzen.
Es gibt also mehr als genug Gründe, dass nicht nur im heimischen Garten sondern insbesondere im großen Stil in der Landwirtschaft wieder Hecken angelegt werden – und das am besten mit heimischen Arten wie Weißdorn, Hainbuche, Weidengewächsen, Schlehe, Holunder, Stieleiche, Wildrosen, Brombeere…
Positive Effekte von Hecken
Und hier ist, was ChatGPT schreibt, wenn man nach den positiven Auswirkungen von Hecken fragt:
Hecken haben viele positive Auswirkungen auf die Umwelt und das Ökosystem, insbesondere in ländlichen Gebieten. Hier sind einige davon:
- Bodenerosionsvermeidung: Hecken wirken als natürliche Barrieren gegen Bodenerosion. Sie halten den Boden mit ihren Wurzelsystemen fest und verhindern, dass Wasser und Wind den Boden wegspülen.
- Abkühlung: Hecken spenden Schatten und helfen, die Umgebungstemperatur zu senken. Sie können dazu beitragen, den sogenannten „Hitzeinsel-Effekt“ in städtischen Gebieten zu reduzieren und tragen zur Abkühlung in ländlichen Gebieten bei.
- Lebensraum für Tiere: Hecken bieten Lebensräume und Nahrung für eine Vielzahl von Tieren, einschließlich Vögeln, Insekten und Kleinsäugern. Sie können als „Korridore“ dienen, die es Tieren ermöglichen, sich zwischen verschiedenen Lebensräumen zu bewegen.
- Biodiversität: Aufgrund der Vielzahl von Tieren und Pflanzen, die Hecken beherbergen können, tragen sie zur Förderung der Biodiversität bei.
- Wassermanagement: Hecken können helfen, Überschwemmungen zu verhindern, indem sie Regenwasser aufnehmen und verlangsamen, was dazu beiträgt, das Risiko von Überschwemmungen zu verringern.
- Kohlenstoffspeicherung: Hecken können Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern, was zur Bekämpfung des Klimawandels beiträgt.
- Schutz vor Wind: Hecken können als wirksame Windschutzbarrieren dienen, indem sie den Wind brechen und so das Mikroklima positiv beeinflussen können. Dies kann besonders in landwirtschaftlichen Gebieten von Vorteil sein, um Kulturen zu schützen.
- Landschaftsverschönerung: Hecken tragen zur ästhetischen Verschönerung der Landschaft bei und erhöhen den Freizeit- und Erholungswert von ländlichen Gebieten.
- Pollen und Nektar: Viele Heckenpflanzen liefern Pollen und Nektar, die für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge wichtig sind.
- Lärmreduzierung: Hecken können helfen, Lärm von Straßen oder landwirtschaftlichen Maschinen zu dämpfen, was zur Erhaltung der Ruhe in ländlichen Gebieten beiträgt.
Patente auf Brokkoli und Paprika: Was der Bund 2019 zu Biopatenten sagte
Darf man eine Tomate patentieren? Oder einen Brokkoli, eine Paprika? Um diese Frage wird in Europa seit Jahren gestritten, und zwar dann, wenn die Pflanze nicht gentechnisch verändert, sondern klassisch durch Kreuzung und Auslese gezüchtet wurde. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/8758) vom 27. März 2019 fragte mit 25 Fragen nach der Haltung der Bundesregierung. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/9408) vom 12. April 2019 kam vom Bundesjustizministerium.
Weiterlesen „Patente auf Brokkoli und Paprika: Was der Bund 2019 zu Biopatenten sagte“Sandsturm auf der A 19: Was die Bundesregierung 2011 zum Acker neben der Unfallstelle sagte
Am 8. April 2011 wehte Starkwind südlich von Rostock die Erde von einem Acker über die A 19, die Sicht ging gegen null, und es kam zu einer Massenkarambolage. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 17/5598) vom 18. April 2011 fragte nach den agrarpolitischen Folgen. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 17/5836) kam mit Schreiben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom 12. Mai 2011.
Weiterlesen „Sandsturm auf der A 19: Was die Bundesregierung 2011 zum Acker neben der Unfallstelle sagte“Was bedeutet Zuchtbulle?
Zuchtbulle im Agrarwesen
Ein Zuchtbulle ist ein männliches Rind, das speziell für die Zucht ausgewählt wurde. Zuchtstiere werden ausgewählt, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern oder beizubehalten, wie zum Beispiel eine höhere Milchproduktion, ein besseres Fleischqualität oder eine höhere Fruchtbarkeit.
Zuchtstiere werden in der Regel von Viehzüchtern, Milch- oder Fleischproduzenten gekauft oder gezüchtet und können in speziellen Zuchtprogrammen eingesetzt werden, um genetisch hochwertige Nachkommen zu produzieren. Die Verwendung von Zuchtstieren kann dazu beitragen, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere sowie die Rentabilität der Zucht- und Produktionsbetriebe zu verbessern.
In einigen Fällen können Zuchtstiere auch für den Verkauf von Samen verwendet werden, die dann in künstlicher Besamung eingesetzt werden, um weibliche Rinder zu befruchten. Dabei können Zuchtstiere, die besonders gute Eigenschaften aufweisen, zu sehr wertvollen Tieren werden und hohe Preise erzielen.
Als Schimpfwort
Bei Zuchtbulle handelt es sich um ein in Deutschland manchmal gebräuchliches Schimpfwort. Es beginnt mit dem Anfangsbuchstaben Z und hat 10 Zeichen.
Man bezeichnet so einen massigen Mann, der einen übertriebenen Sexualtrieb hat oder auch jemanden, der sehr viele Kinder gezeugt hat.








