Hier entsteht eine Liste mit Schlachten und Belagerungen rund um Bonn:
Belagerung von Bonn 1583
Belagerung von Bonn 1588
Belagerung von Bonn 1689
Schlacht bei Siegburg 1796

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Hier entsteht eine Liste mit Schlachten und Belagerungen rund um Bonn:
Belagerung von Bonn 1583
Belagerung von Bonn 1588
Belagerung von Bonn 1689
Schlacht bei Siegburg 1796
Im Rahmen des Spanischen Erbfolgekriegs hatte der Kölner Kurfürst Bonn den mit ihm verbündeten Franzosen übergeben, für die die Stadt der einzige und damit ein wichtiger Stützpunkt in der Region war. In Bonn waren sechs französische, zwei spanische und zwei kurkölnische Bataillone stationiert, die unter dem Kommando des Marquis Yves d’Alègre standen.
Die gegnerischen Konfliktparteien – das Reich und die Vereinigten Niederlande – beschlossen, den Stützpunkt einzunehmen, um die Franzosen strategisch zu schwächen. Sie zogen ein Corps aus 40 Bataillonen Infanterie, 60 Eskadrons Kavallerie, 140 schwere Belagerungsgeschütze und 50 schwere Mörser unter dem Kommando von Menno van Coehoorn, Friedrich von Hessen-Kassel und Franz Nikolaus Fagel zusammen.
Am 24. April 1703 wurde begonnen, die Stadt auszukundschaften. Schon am 25. April kamen erste Truppen an, die ihr Feldlager in Graurheindorf und auf dem Kreuzberg einnahmen sowie sofort das vor den Stadtmauern gelegene Poppelsdorf eroberten.
Am 3. Mai begannen die Angriffe auf die Stadt, in der Folge auch durch massives Bombardement. Am 13. Mai wurden die Kämpfe intensiviert und am 15. Mai kapitulierte Bonn. Nach den Kapitulationsverhandlungen rückte die Bonner Garnison nach Luxemburg ab.
1673 war Bonn eine wichtige Festung der Verbündeten Kurköln und Frankreich.
Obwohl Frankreich seinerzeit schon einige evangelische deutsche Städte wie Wesel, Rheinbergen, Emmerich, Rees, Soest und Höxter erobert hatte, zögerte der katholische Kaiser Leopold I. gegen den französischen König Ludwig XIV. vorzugehen.
Nachdem Frankreich die Spanischen Niederlande, die Republik der Niederlande und weitere deutschen Städte angriff, sollte sich diese Einstellung jedoch ändern. Ausschlaggebend dürfte gewesen sein, dass unter diesen Städten Trier war, das die Landeshauptstadt des kaisertreuen Kurfürsten Karl Kaspar von der Leyen war.
Die erste Offensive des Kaisers und seiner Verbündeten ging aus strategischen Gründen zunächst Richtung Bonn, um den Franzosen die Versorgungswege über den Rhein abzuschneiden.
Angesichts der anrückenden Armee floh der mit Frankreich verbündete Kölner Kurfürst und Erzbischof Maximilian Heinrich (Bild) aus seiner Residenzstadt Bonn nach Köln.
Am 3. November 1673 schließlich erreichten die ersten kaiserlichen Soldaten unter Ottone Enrico del Caretto Marquis di Grana das vor den Toren Bonns gelegene Plittersdorf und begannen die Belagerung. Ab dem 8. November wurde Bonn dann mit Artillerie beschossen.
Am 12. November 1673 kapitulierte die Stadt schließlich. Neuer Kommandeur der Festung wurde der Marquis von Grana.
Bild: Public Domain