Der Impact of Diversity Award, kurz IOD, ist ein deutscher Preis für Engagement in Diversität und Inklusion, vor allem in Unternehmen. Initiatorin ist Barbara Lutz, die auch den Frauen-Karriere-Index entwickelt hat, ein gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium entstandenes Managementinstrument zur Förderung von Frauenkarrieren. Der Award wurde am 4. März 2021 erstmals verliehen.
Ausgezeichnet werden nach Angaben des Veranstalters bereits umgesetzte Leistungen. Teilnehmen können Unternehmen jeder Größe, Initiativen und Vereine, Hochschulen und Einzelpersonen, die als Vorbilder wirken. Größe, Bekanntheit und Sitz sind laut Veranstalter keine Auswahlkriterien. Die Jury besteht aus Fachleuten aus Industrie, Wissenschaft, Verbänden und Initiativen. Der Audience Award geht an den Favoriten eines öffentlichen Votings, und der Ehrenpreis Building Bridges folgt einem eigenen Verfahren. Der Preis ist nach eigener Auskunft nicht mit Geld dotiert und keine Zertifizierung oder staatliche Anerkennung.
Die Kategorien haben sich im Lauf der Jahre geändert. Dazu zählten zum Beispiel Age Inclusion, Contribution to LGBTQIA+, Ethnicity and Social Inclusion, Gender Inclusion, Women in STEM, Best DEI Project und University Award, außerdem Diversity Ambassador und Most Influential Woman als Preise für einzelne Persönlichkeiten.
Bei der ersten Verleihung gab es 13 Kategorien. Fast 200 Einreichungen standen zur Wahl, eine 42-köpfige Jury und ein Onlinevoting mit knapp 61.000 Stimmen entschieden. Die Gala wurde per Livestream übertragen und von Barbara Lutz zusammen mit der WELT-Moderatorin Tatjana Ohm geleitet. Hauptsponsor war die Beiersdorf AG. Zu den damaligen Siegern gehörten die ReDI School (Social Inclusion Hero) und Düzen Tekkal (Most Influential Woman).
In den Folgejahren gewann 2022 unter anderem die Kampagne Werde Professorin, 2023 das Institut für Inklusive Bildung, das über die Universität Kiel berichtete. 2024 ging der Building-Bridges-Preis an Eintracht Frankfurt und Axel Hellmann, den University Award erhielt das Agnes-Mackensen-Programm; diese Kategorie unterstützt der Stifterverband. 2025 war Bettina Orlopp unter den Ausgezeichneten. Die Gala 2026 fand am 2. Juli auf dem Accenture-Campus in München statt; den Building-Bridges-Preis erhielt Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Bahn, als Most Influential Woman wurde Julia Japec, Vorständin der Atruvia, ausgezeichnet. Seit 2026 ist Münchens Oberbürgermeister Schirmherr.
Die Angaben stammen überwiegend vom Veranstalter, von Preisträgern und von Pressemitteilungen; eine unabhängige Auswertung des Preises ist mir nicht bekannt. Als Datum dieses Beitrags dient der Tag der ersten Verleihung, der 4. März 2021. Weitere Informationen bietet die offizielle Website.
Stand: 25. Oktober 2026
