10 Fakten über die American Congress Party

Die American Congress Party verbindet spirituelle Selbstentwicklung mit sozialen Forderungen und der Suche nach einer Alternative zu Demokraten und Republikanern. Sie ist ein junges Projekt, bei dem Anspruch und nachgewiesene Organisationsstruktur sorgfältig auseinandergehalten werden sollten. Zehn Fakten helfen bei der Einordnung.

  1. Ihre Entstehungsangaben sind nicht ganz eindeutig. Das Komitee American Congress Party ist laut FEC seit dem 6. Februar 2022 registriert. Die heutige Parteiseite nennt dagegen November 2023 als Gründung. Ob damit ein späterer Neustart gemeint ist, erklärt sie nicht ausreichend. Beide Daten sollten deshalb getrennt genannt werden.
  2. Brandon Conceicao und Clayton Cuteri prägen die Organisation. Die Führungsseite führt Conceicao als Gründer und Präsidenten sowie Cuteri als Generalsekretär. Ihr beruflicher Hintergrund liegt unter anderem in digitalen Medien und Unternehmertum. Die persönliche Bekanntheit der Führung spielt in der öffentlichen Selbstdarstellung des Projekts eine große Rolle.
  3. Spiritualität gehört ausdrücklich zu ihrem Selbstverständnis. Die ACP verbindet politische Veränderung mit Bewusstsein, Mitgefühl und persönlicher Entwicklung. Ihr Podcast greift diese Verbindung auf. Sie verwendet damit eine andere Sprache als klassische Interessenparteien, muss ihre politischen Vorschläge aber ebenso konkret begründen und auf ihre Folgen prüfen lassen.
  4. Drei Grundversprechen stehen im Mittelpunkt. Die Programmübersicht fordert unentgeltliche Bildung, Gesundheitsversorgung und Lebensmittel. Diese Leistungen sollen als grundlegende Rechte gelten. Der Ansatz ist sozialpolitisch weitreichend: Er verlagert erhebliche Verantwortung für alltägliche Lebensbedingungen auf öffentliche Programme. Eine Forderung ist dabei noch kein Nachweis ihrer vollständigen Finanzierung.
  5. Die Bundeseinkommensteuer soll zugleich verschwinden. Cuteri bestätigte diese Forderung im Interview mit WCSC/Live 5. Dort sprach er auch über den Goldstandard. Das verbindet soziale Leistungsversprechen mit Ideen, die man eher aus staatskritischen und konservativen Debatten kennt. Eine einfache Links-rechts-Schublade passt deshalb nur begrenzt.
  6. Weniger Auslandskriege sollen Mittel für das Inland freisetzen. Das Programmdokument befürwortet eine starke Verteidigung des eigenen Landes, verlangt aber eine andere Prioritätensetzung bei internationalen Konflikten. Es fordert außerdem eine Welt ohne Atomwaffen. Friedenspolitik und soziale Investitionen werden dabei ausdrücklich miteinander verbunden.
  7. Wohnen und Transparenz gehören ebenfalls zum Programm. Die ACP nennt Mietbegrenzung, zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum und Unterstützung für obdachlose Menschen. Über ein öffentliches Onlineportal sollen Bürger staatliche Ausgaben nachvollziehen können. Diese Forderungen erweitern die drei großen Versprechen um Fragen der kommunalen Lebensbedingungen und der Kontrolle öffentlicher Mittel.
  8. Beim Waffenrecht kombiniert sie Schutzrechte und Kontrollen. Die Partei bekennt sich zum zweiten Verfassungszusatz und unterstützt zugleich Hintergrundprüfungen sowie Eingriffsmöglichkeiten bei Gefährdung. Auch beim Thema Einwanderung verbindet sie Grenzsicherung mit humaner Behandlung. Solche Kombinationen sind Teil ihres Versuchs, unterschiedliche politische Erwartungen in einer Organisation zusammenzubringen.
  9. Eine frühe Kandidatur ist amtlich dokumentiert. Cuteris FEC-Erklärung vom Juli 2024 betraf den 17. Kongresswahlkreis in Pennsylvania und nannte die ACP als weiteres autorisiertes Komitee. Die Erklärung belegt diesen organisatorischen Zusammenhang. Sie belegt allein jedoch weder einen Wahlerfolg noch den gedruckten Parteistatus auf einem Wahlzettel.
  10. Das registrierte Komitee wird als PAC geführt. Der Eintrag bei der Bundeswahlbehörde ist keine Anerkennung als nationales Parteikomitee. Auch Reichweitenangaben im Internet sind nicht automatisch Mitgliederzahlen. Für die weitere Entwicklung kommt es deshalb darauf an, ob aus Aufmerksamkeit belastbare Strukturen und dauerhaftes politisches Engagement entstehen.

Mehr über Herkunft, Programm und offene Organisationsfragen steht in unserem ausführlichen Hintergrundartikel über die American Congress Party.

Recherchestand: 1. November 2026.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt.

American Congress Party: Geschichte, Programm und die Idee einer spirituellen Politik

Kostenlose Bildung, kostenlose Gesundheitsversorgung, weniger Kriege – und dazu eine spirituelle Erneuerung der Politik. Die American Congress Party verbindet Forderungen, die man aus unterschiedlichen politischen Lagern kennt, mit einer ungewöhnlichen Vorstellung von Führung. Wer das Land verändern wolle, müsse auch am eigenen Bewusstsein arbeiten.

Das klingt zunächst eher nach einer Bewegung als nach einer klassischen Partei. Tatsächlich ist die ACP ein junges Parteiprojekt mit nationalem Anspruch. Seine Geschichte führt durch soziale Medien, persönliche Neuorientierung und erste Kandidaturen. Eine jahrzehntelang gewachsene Organisation mit festem Wählerstamm lässt sich daraus bislang nicht ableiten.

Ein früher Behördeneintrag und eine spätere Gründungsangabe

Bei der Entstehung ist Genauigkeit nötig. Die Federal Election Commission führt das Komitee American Congress Party unter der Nummer C00804070 mit dem Registrierungsdatum 6. Februar 2022. Die heutige Führungsseite der Organisation nennt dagegen November 2023 als Gründungszeitpunkt.

Die Angaben beziehen sich erkennbar nicht auf denselben dokumentierten Vorgang. Ob die spätere Datierung einen Neustart oder den Beginn der heutigen Bewegung meint, wird dort nicht ausreichend erklärt. Eine eindeutige Gründungsgeschichte lässt sich daraus nicht konstruieren. Sicher ist: Ein heute zur ACP gehörendes Komitee war bereits 2022 registriert.

Die FEC ordnet es als Political Action Committee, kurz PAC, ein. Dieser finanzrechtliche Eintrag ist keine Anerkennung als nationales Parteikomitee und belegt auch keinen Wahlzettelzugang in allen Bundesstaaten. Politischer Anspruch, Organisationsform und Wahlzulassung sind unterschiedliche Dinge.

Brandon Conceicao und Clayton Cuteri

Als Gründer und Präsidenten nennt die ACP Brandon Conceicao, als Generalsekretär Clayton Cuteri. Beide verbinden politische Arbeit mit digitalen Medien und spirituellen Themen. Die Organisation beschreibt Conceicao als Yogi und Mitgründer einer Social-Media-App. Cuteri bringt einen Hintergrund als Unternehmer, Softwareentwickler und Podcaster mit.

In seiner eigenen Biografie schildert Cuteri den Übergang von persönlicher Bewusstseinsarbeit zu öffentlichem Engagement. Einschränkungen während der Corona-Pandemie hätten für ihn die Frage aufgeworfen, wie weit staatliche Macht reichen dürfe. Seine Erzählung verbindet deshalb Misstrauen gegenüber politischen Eliten mit dem Wunsch nach sozialer Absicherung.

Das erklärt einen Teil der Mischung: Die ACP will Menschen erreichen, die Leistungen des Staates wünschen, sich aber weder von demokratischen noch von republikanischen Führungspolitikern gut vertreten fühlen. Aus dieser Haltung entsteht noch kein geschlossenes Regierungskonzept. Sie ist zunächst der gemeinsame Ausgangspunkt für sehr verschiedene Forderungen.

Was an dieser Partei spirituell sein soll

Die ACP stellt Mitgefühl, Bewusstsein und Dienst an anderen in den Mittelpunkt ihrer Selbstdarstellung. Auf ihrer Podcastseite präsentieren Conceicao und Cuteri politische Gespräche ausdrücklich durch diese spirituelle Perspektive. Persönliche Veränderung und gesellschaftliche Veränderung sollen zusammengehören.

Damit verschiebt sich die Sprache. Wo andere Parteien vor allem von Interessen, Institutionen oder Ideologien sprechen, redet die ACP auch über innere Entwicklung. Das kann eine eigene Gemeinschaft ansprechen. Für Außenstehende bleibt entscheidend, wie diese Haltung in nachvollziehbare Entscheidungen übersetzt wird: Wer bekommt welche Leistung, welche Regeln gelten, und wie werden Konflikte gelöst?

Die spirituelle Selbsteinordnung ist dabei eine Beschreibung des Projekts. Sie beweist weder besondere politische Einsicht noch die Wirksamkeit einzelner Vorschläge. Auch eine auf Mitgefühl gegründete Politik muss Prioritäten setzen und mit widersprüchlichen Interessen umgehen.

Die drei großen Versprechen

Im Zentrum der Programmübersicht stehen unentgeltliche Bildung bis zum College, medizinische Versorgung und Lebensmittel. Ernährung, Gesundheit und Lernen sollen als grundlegende Rechte behandelt werden. Die ACP verbindet das mit einer ökologisch ausgerichteten Landwirtschaft und dem Anspruch, staatliche Mittel stärker für die Bevölkerung einzusetzen.

Beim Essen verwendet sie die Bezeichnung „non-chemical food“. Gemeint sind in ihrem Programm vor allem biologischer beziehungsweise regenerativer Anbau und der Verzicht auf bestimmte Pestizide. Wörtlich chemiefreie Lebensmittel gibt es allerdings nicht: Wie die US-Lebensmittelbehörde FDA erläutert, bestehen auch natürliche Nährstoffe aus chemischen Verbindungen. Für die Bewertung eines Stoffes kommt es auf seine Eigenschaften und die aufgenommene Menge an.

Der politische Kern der Forderung ist damit verständlich, die verwendete Sprache bleibt ungenau. Bezahlbare und sichere Ernährung lässt sich als Ziel beschreiben, ohne daraus ein Versprechen völliger „Chemiefreiheit“ zu machen.

Ein Programm zwischen Sozialleistungen und Steuersenkung

Gleichzeitig will die ACP die Bundeseinkommensteuer abschaffen. Cuteri erläuterte im Interview mit WCSC/Live 5, seine Bewegung wolle Elemente beider großer Lager zusammenführen. Dort brachte er auch eine Rückkehr zum Goldstandard und weniger Ausgaben für ausländische Kriege ins Gespräch.

Diese Kombination ist politisch auffällig. Eine umfassende öffentliche Grundversorgung erfordert Finanzierung; die Abschaffung einer wichtigen Steuer vermindert zunächst Einnahmen. Der Verweis auf Einsparungen bei Auslandseinsätzen erklärt die gewünschte Richtung. Er ersetzt aber keine Gesamtrechnung, die neue Ausgaben, wegfallende Einnahmen und realistische Einsparungen miteinander abgleicht.

Im ausführlicheren Programmdokument finden sich darüber hinaus Mietbegrenzung, zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum und Hilfen gegen Obdachlosigkeit. Öffentliche Ausgaben sollen über ein leicht zugängliches Onlineportal transparent werden. Außenpolitisch fordert die ACP nukleare Abrüstung und die Abkehr von Kriegen, in denen sie kein berechtigtes amerikanisches Engagement sieht. Eine starke Verteidigung des eigenen Landes befürwortet sie weiterhin.

Grenzschutz, Waffenrecht und Umwelt

Auch in weiteren Feldern kombiniert die Partei unterschiedliche Akzente. Sie will Grenzsicherung mit humaner Einwanderungspolitik verbinden. Beim Waffenrecht bekennt sie sich zum zweiten Verfassungszusatz, unterstützt aber umfassende Hintergrundprüfungen und Regeln zum vorübergehenden Entzug von Waffen bei Gefährdung. Beim Klima setzt sie auf erneuerbare Energien und umweltfreundliche Infrastruktur.

Die ACP lässt sich deshalb nur begrenzt mit einem einzelnen Etikett beschreiben. Sozialpolitisch verlangt sie einen weitreichenden Staat, bei der Einkommensteuer einen erheblichen Rückzug. Ihre Friedenspolitik und ihre spirituelle Sprache kommen als weitere, eigenständige Bestandteile hinzu.

Von öffentlicher Aufmerksamkeit zur politischen Organisation

Eine konkrete frühe Station ist Cuteris Bewerbung für das Repräsentantenhaus in Pennsylvania 2024. Seine Kandidaturerklärung bei der FEC nennt den 17. Kongresswahlkreis und die American Congress Party als weiteres autorisiertes Komitee. Das dokumentiert eine Kandidatur und eine organisatorische Verbindung; es ist für sich genommen kein Nachweis einer gedruckten Parteizeile auf dem Wahlzettel.

Dasselbe Parteikomitee reichte später weitere Finanzberichte ein. Ein Bericht vom Januar 2026 trägt Cuteris Namen als Schatzmeister. Die ACP besteht damit nicht nur aus einem politischen Namen im Internet. Zugleich lassen sich die auf ihrer Website beworbenen Reichweiten nicht ohne Weiteres in Mitglieder, örtliche Verbände oder verlässliche Wählerunterstützung übersetzen.

Die entscheidende Entwicklung liegt noch vor ihr: Aus persönlicher Bekanntheit müsste eine Organisation werden, die auch unabhängig von ihren bekanntesten Köpfen arbeitet. Ob das gelingt, wird sich an dauerhaften Strukturen, nachvollziehbaren Regeln und tragfähigen politischen Vorschlägen zeigen. Gerade daran lässt sich ein junges Parteienprojekt fair beurteilen.

Recherchestand: 1. November 2026. Die voneinander abweichenden Angaben zur Registrierung und Gründung sind bewusst getrennt dargestellt.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt.