Liste: Alternativen zu twitter

Unbestritten hat twitter mit seinem ursprünglich Microblogging genannten Konzept eine neue Kategorie sozialer Netzwerke geschaffen. Für mich ist twitter derzeit nach wie vor das soziale Netzwerk der Wahl.

Nach der Übernahme durch Elon Musk wollen ihm aber viele den Rücken kehren. Doch welche Alternativen gibt es überhaupt? Wir haben hier eine kleine Liste.

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Köpfe: Anita Gupta

Anita Gupta ist Senior Vice-President, Media Relations bei der Deutsche Post DHL Group (Deutschland).

Gupta kam 2007 zur Deutschen Post DHL und verantwortet seitdem die regionale Kommunikation sowie die CSR-Aktivitäten in Asien/Pazifik, Osteuropa, Mittlerer Osten, und Afrika (AP/EEMEA).

Vor ihrem Eintritt in die Deutsche Post DHL hatte sie bei Citigroup USA sowie American Express in Indien leitende Kommunikationsfunktionen inne. Für ihre neue Aufgabe wechselte Gupta von Singapur in die Konzernzentrale nach Bonn.

Gupta ist Teilnehmer beim WEF 2023 in Davos.

Profile im Netz

Ein bißchen was zu meiner derzeitigen Social Media Nutzung

Über den grundsätzlichen Sinn oder Unsinn sozialer Netze wie facebook, WhatsApp und Co kann man sicher trefflich streiten: Datenschutz im allgemeinen und besonderen, Zeitverschwendung –  und muss wirklich jeder wissen, wo ich gerade bin, was ich gerade mache und was ich zu einem bestimmten Thema meine? Auf die Frage will ich hier gar nicht weiter eingehen.

Denn ohne geht es aber für mich nicht: da ich zu gerne kommuniziere, da ich sie beruflich nutzen muss und da ich Kinder habe, die selber mit verschiedenen Apps unterwegs sind. Grundsätzlich rate ich übrigens allen Eltern, sich mit den Apps auseinanderzusetzen, die ihre Kinder nutzen.

Hier eine kleine Bestandsaufnahme, welche sozialen Netze ich gerade nutze und wie und warum.

WhatsApp

Klar, in erster Linie ist WhatsApp ein Messenger – und inzwischen für mich beruflich wie privat das wichtigste direkte digitale Kommunikationsmedium.

Aufgrund der neuen Status Funktion hat es sich aber auch ein bisschen in Richtung soziales Netzwerk entwickelt. Aktiv genutzt wird dieses Feature allerdings nur von recht wenigen Nutzern. Passiv dafür um so mehr – viele meiner Statusupdates hier erreichen bis zu 100 Ansichten. In Hinblick auf die sehr unterschiedlichen Kontakte die ich hier habe – von Familie und Freunden über geschäftlich bis hin zu Behörden – muss ich aber etwas genauer drauf achten, was ich hier als Status veröffentliche (wobei mir das manchmal dann aber auch egal ist…).

Jedenfalls gilt: Wenn ich von allen Diensten nur noch einen nutzen dürfte, wäre es sicher WhatsApp.

twitter

twitter ist an sich eine meiner liebsten Social Media Plattformen, da man hier aus vielen Quellen Informationen aus einer Hand erhält. Außerdem ist es immer wieder eine Herausforderung ist, in 140 Zeichen was sinnvolles zu schreiben. Zugegeben hatte ich mich in den letzten Monaten darum nicht mehr sonderlich bemüht, sondern twitter eher als Link-Schleuder für meinen Blog oder zum Retweeten aus meiner Sicht interessanter tweets genutzt. Besonders letzteres hat aber Überhand genommen und dementsprechend einige meiner Follower zu Recht gestört. So habe ich beschlossen, dass ich mich wieder mehr um eigene originäre tweets kümmern werde. Manchmal ist weniger eben mehr.

twitter ist jedenfalls für mich das spannendste soziale Netzwerk und besonders als Informationsquelle unverzichtbar.

facebook

Facebook ist die Plattform, auf der ich zusammen mit WhatsApp öffentlich am meisten Menschen erreiche, die ich auch im echten Leben kenne. Also gibt es hier auch ein paar Urlaubsfotos und andere private Dinge. Da ich hier besser steuern kann, wer was sieht, gibt es auch mehr privates als bei WA. Einzelne facebook Gruppen nutze ich zudem, um Traffic für meinen Blog zu generieren, was auch recht gut funktioniert. Und last but not least bin ich bei einigen Seiten Admin. Ohne facebook geht es also nicht.

Allerdings bin ich was Facebook angeht, etwas lustloser geworden und immer hin und hergerissen, die Nutzung entweder wirklich nur auf engere Kontakte zu beschränken oder schnellstmöglich die 5.000 Freunde voll zu machen. Die Entscheidung darüber habe ich erst mal aufgeschoben.

Und auch wenn es mich manchmal nervt, auf facebook kann und will ich derzeit nicht verzichten.

Instagram

Nachdem ich mich 2012 bei Instagram angemeldet hatte, nutzte ich es bis Mitte 2015 recht rege und gerne. Warum es dann eingeschlafen ist, weiß ich eigentlich gar nicht mehr, jedenfalls hatte ich im gesamten Jahr 2016 nur ein Bild gepostet. Das nächste sollte dann auch erst wieder gut 14 Monate später (Juli 2017) aus einer Laune heraus folgen. Seitdem bin ich wieder aktiver dabei und versuche, wieder ein Gefühl für die Plattform zu kriegen, die sich in den letzten Jahren doch sehr verändert hat – besonders die Stories finde ich interessant. Die Ansichten und Interaktionen hier bleiben aber noch deutlich hinter WhatsApp zurück.

Meine Tochter Lilly (14) meint übrigens, Filter seien so was von 2015. Und ich glaube, das stimmt.

Mal sehen, was ich aus Instagram in Zukunft mache, derzeit finde ich es aber recht spannend und werde wohl eher mehr machen.

Pinterest

An sich sollte ich mich permanent selbst auf den Kopf hauen – denn täglich habe ich um die 4.400 Aufrufe auf Pinterest und es ist nach Google der zweitwichtigste Traffic-Lieferant für meinen Blog. Und ich weiß genau, welche Pins funktionieren. Nur, dass ich höchstens einmal alle sechs Wochen so einen erstelle.

Das muss besser werden, könnte ich damit hier doch viel mehr Traffic generieren.

…und der ganze Rest

Ja, ich bin noch bei Google plus, mein Snapchat Konto habe ich gerade wieder aktiviert (und Lilly [s.o.] hat mich direkt geblockt…), manchmal schaue ich bei LinkedIn und Xing vorbei. Dass diese Plattformen aber für mich in absehbarer Zeit relevant sein werden, ist derzeit nicht abzusehen. Bei Telegram und gefühlt einem halben Dutzend anderer Messenger bin ich angemeldet, habe aber nicht mal mehr die Apps installiert.

Übersicht – meine sozialen Netze

Wer mir jetzt irgendwo folgen will – hier eine Liste der wichtigsten Netze, bei denen man mich findet.

Aktiv

Nicht so aktiv

  • ello (muss mal meine Login-Daten wieder raussuchen)
  • Gab
  • Google plus
  • LinkedIn
  • Snapchat (siehe Code unten)
  • Xing

Über Social-Media Berater

Vor langer Zeit schrieb ich auf facebook, dass ich schon das kalte Grausen bekomme, wenn ich nur das Wort „Social-Media Berater“ höre oder lese. Einige Social-Media Berater fragten mich nach den Gründen dafür und ich versprach zu gegebener Zeit eine Antwort – hier ist sie.

Eigentlich hätte ich diesen Beitrag schreiben sollen, bevor ich meine Freundesliste bei facebook aufgeräumt habe (dazu später mehr) – denn diesem Aufräumen fielen die meisten Social-Media Berater zum Opfer und werden von diesem Beitrag gar nicht mehr erfahren. Egal.

Auch schon vor einigen Monaten postete ich bei facebook, dass ein Social-Media Berater (jedesmal wenn ich das Wort schreibe, zucke ich innerlich zusammen) eigentlich nur zwei Eigenschaften brauche: Anstand und – besonders wichtig – gesunden Menschenverstand. Letzteres kann man aber nicht unbedingt erlernen.

Die meisten Social Media Berater machen aber irgendeine Ausbildung, denn…

Facebook, Twitter & Co. revolutionieren die öffentliche Meinungsbildung. Das Mitmach-Internet stellt ganz neue Herausforderungen an die gesamte Unternehmenskommunikation und verändert das Marketing nachhaltig. Immer mehr Organisationen wollen daher wissen, wie sie mit den öffentlichen Dialogen, die im Social Web stattfinden, umgehen sollen bzw. sich selbst dort einbringen können. Hier sind Social Media Manager gefragt, um interne Überzeugungsarbeit zu leisten, Veränderungsprozesse zu steuern sowie zielgruppengerechte Lösungen im Einsatz von Social Media zu entwickeln und umzusetzen.

…schreibt z.B. die ILS. Man lernt dann angeblich, was Social Media eigentlich ist, erhält eine Einführung ins (Micro-)Bloggen, erprobt Social Networking am Beispiel von XING und Facebook, lernt Social Media Monitoring und SEO (noch so ein schlimmes Wort) und kann das zusätzlich das Wahl-Modul Community Management buchen. An erster Stelle lernt man aber viele tolle Fachbegriffe. Zum Beispiel Shitstorm, viral oder Social Media Guideline.

All das führt dann leider dazu, dass der Social-Media Berater überall einen Shitstorm wittert: Habt Ihr den Shitstorm bei xyz gesehen? Also, da haben die ja ganz schlecht reagiert… Naja, es haben sich zwei Kunden nicht ganz so positiv geäußert. Gerne wird auch auf Videos aufmerksam gemacht, die gerade permasteil viral gehen. Danke für den Hinweis, kenne ich seit einem halben Jahr. Postings werden gerne mit Was meint Ihr dazu? beendet, da so ein Social CTA zu gefühlten 0,2% mehr Kommentaren führt. Ja super.

Besonders beliebt sind auch Vorschläge, bei denen man direkt merkt dass es an der Grundvoraussetzung „gesunder Menschenverstand“ fehlt – da wurde ich allen Ernstes gefragt, ob ich für meine harmlose facebook Page eine Social Media Guideline in Auftrag geben wolle. Nein, da poste nur ich, es sind nur wenige Fans und es ist ein reines Hobby Projekt. Danke.

Auf Dauer nervt mich das alles.

Ich habe bei facebook niemanden gelöscht, nur weil er Social-Media Berater ist. Aber ich habe so viele Social-Media Berater gelöscht, weil Sie so viel unnötiges und sich wiederholendes Zeug posten. Und dadurch, dass sie immer ihre eigene Guideline im Hinterkopf haben, sind viele einfach nicht mehr authentisch.

Dem ein oder anderen tue ich sicher unrecht. Und natürlich gibt es auch Social Media Berater, die in dem was Sie machen, ganz großartig sind – aber die nennen sich dann meist auch nicht so.

Bild: pixabay. Schönen Krusty Merchandise Kram gibt es z.B. hier.

Der Artikel wurde am 6.4.2017 moderat überarbeitet.

facebook vs. Google+ – und wer wirklich gewinnen wird

Allenthalben wird diskutiert, wer den Zweikampf zwischen facebook und google+ gewinnen wird. Und in diesem frühen Stadium von google+ ist dies sicherlich noch ein gutes Stückchen Glaskugelleserei, denn bei beiden Plattformen ist nur schwer abzusehen, in welche Richtung sie sich entwickeln.

Mein erster Eindruck ist: google+ entwickelt sich eher zur Gefahr für twitter und für professionelle Netzwerke wie xing und LinkedIn, während facebook sich zu einem Entertainment-Netz für die Freizeit entwickeln wird. Doch so oder so wird es in jeder Hinsicht große Überschneidungen zwischen beiden Plattformen und der Nutzerschaft geben.

Daher wird es zwei Gewinner geben.

Zunächst sind das Sie. Denn facebook wie Google werden alles tun, um das beste Umfeld für Sie zu bieten. So trivial, so klar, so gut.

Besonders interessant ist aber ein anderer Aspekt. Erste Unternehmen sind dazu übergegangen, in ihre facebook-Seiten mehr Energie zu stecken, als in ihre klassischen Websites, manchmal leiten Domains nur noch auf facebook-Präsenz. Auf Plakaten, in TV-Spots und in Print-Anzeigen springt einem statt der Webadresse das f entgegen. Diskussionen verlagern sich von Blogs und Foren auf facebook und Flirtseiten werden zu facebook-Apps. Die Frage, ob das Web 3.0 einfach nur noch facebook heißt, stand durchaus im Raum.

Und jetzt das alles auch noch einmal auf google+? Den Aufwand, hier parallel in gleichem Umfang tätig zu werden, ist für die meisten Unternehmen zu groß und nicht zielführend. Andererseits werden sie um Aktivitäten auch dort nicht herumkommen. Daher werden sie ihre Hauptaktivitäten auf einen anderen Ort im Web verlagern: die klassische Website.

Und damit steht der wahre Gewinner fest: das Web wie wir es kennen, bestehend aus Millionen Sites, mit seiner Anarchie, mit seiner Freiheit, mit all seinen Stärken und Schwächen.

facebook und google+ werden Aggregatoren sein, die das zusammenfassen, was uns interessiert. Sie werden gleichsam zu Suchmaschinen, die vorher wissen, was wir suchen wollen werden und uns diese Ergebnisse in ihren Streams präsentieren. Dabei werden Sie auf eigene Inhalte aber in erster Linie auf klassische Websites verweisen.

Die mögliche Machtbalance zwischen facebook und google+ wird damit die Rettung des freien Internet sein, wie wir es kennen.

Warum mir facebook gefällt

In letzter Zeit wird mir immer wieder die Frage gestellt, warum ich bei facebook aktiv bin – und mich so begeistert dazu äußere. Mit dem Thema facebook an sich habe ich mich ja in diesem Blog schon auseinandergesetzt und möchte heute einmal konkret darauf eingehen, was mir facebook persönlich bringt.

Zwar habe ich ein Profil bei XING und dort auch mehr Kontakte (345 gegen rund 190 bei facebook), allerdings nutze ich XING nur gelegentlich. Sicher, ich könnte auch bei XING aktiver sein, habe mich aber letztlich für facebook als primäre Plattform entschieden. Wobei ich direkt anmerken möchte, dass man als ambitionierter Netzwerker an XING nach wie vor nicht vorbeikommt. Aber das wird sich im Lauf der Jahre auch noch ändern.

Auch bei facebook geht es in erster Linie darum, in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen und in Kontakt zu bleiben. Soweit nichts besonderes.

Es sind aber zwei Dinge, die für mich den Reiz von facebook ausmachen: Zum einen, dass ich nicht nur Menschen, sondern auch „Seiten“ als Kontakte haben kann. Zum anderen ist es der Stream.

Der Stream ist die fortlaufend aktuelle Zusammenfassung aller Neuigkeiten aus meinem Netzwerk. Das können Belanglosigkeiten sein („gehe jetzt mittagessen“), interessantes („T-Venture investiert in lokale Werbung“) oder wichtiges („Ölbohrinsel in der Nordsee explodiert.“). Gerade dadurch, dass ich eben Seiten wie „Der Spiegel“, die „FAZ“ und „deutsche-startups.de“ in meinem Netzwerk habe, werde ich an einer zentralen Stelle über vieles, was mich interessiert, informiert. Durch den Stream werde ich auf Dinge aufmerksam, die ich sonst nie erfahren hätte. Sicher, darunter sind viele Informationen und News ohne Wert, aber auch viel interessantes.

Zudem kann ich selber zum Stream beitragen und damit z.B. umstellung.info, mein Projekt rund um Ernährungsumstellung etc., bewerben.

Viele Möglichkeiten, die facebook mir bietet, nutze ich (noch) gar nicht. Und ich bin mir sicher, dass in Zukunft noch viele neue Funktionen dazu kommen werden.

Natürlich gibt es auch kritisches – die Vermischung von beruflichen und privaten Dingen vielleicht. Oder generell das Thema Datenschutz. Ein umsichtiger und bewusster Umgang mit dem Medium ist unabdingbar – wie bei allen neuen Medien auch.

Ich bin – nach anfänglicher Skepsis – davon überzeugt, dass facebook das Internet langfristig radikal verändern wird. Und ich finde es spannend, solche Entwicklungen zu begleiten.