Gedicht: Ich bin der Wald

Ich bin der Wald
bin uralt
hege den Hirsch
hege das Reh
schütz Euch vor Sturm
schütz Euch vor Schnee
wehre dem Frost
wahre die Quelle
hüte die Scholle
bin immer zur Stelle
bau Euch das Haus
heiz Euch den Herd.
Drum ihr Menschen
haltet mich wert!

10 Tipps, was man beachten sollte, wenn man einen Baum pflanzen will – nicht nur beim #Einheitsbuddeln

Sie wollen einen Baum pflanzen? Dann haben wir hier 10 Tipps, was Sie dabei beachten sollten.

  1. Die richtige Sorte
    Die richtige Sorte ist unter vielen Gesichtspunkten wichtig – es bringt ökologisch wenig, irgendeinen asiatischen Zierbaum zu pflanzen. Pflanzen Sie besser Bäume, die in ihrer Region typisch sind. Der Baum wird besser wachsen und bietet auch hier heimischen Tieren etwas. Eine gute Wahl sind übrigens immer regionale Obstbäume.
  2. Der richtige Platz
    Der richtige Ort, an dem der Baum gepflanzt wird, ist ebenfalls wichtig. Zum einen muss er natürlich den natürlichen Bedürfnissen des Baumes entsprechen, also einen geeigneten Boden und passende Lichtverhältnisse bieten. Zum anderen müssen Sie bedenken, dass der Baum auch wächst – ist er zu nah an einem Haus kann er nicht richtig wachsen oder sie müssen ihn später fällen. Auch rechtliche Gesichtspunkte müssen Sie beachten, dabei insbesondere den Grenzabstand zum Nachbargrundstück. Es wäre ärgerlich, wenn Sie einen Baum pflanzen, ihr Nachbar dann aber später die Entfernung verlangen kann. Besser sprechen Sie sich mit ihm vorher ab. Bei Obstbäumen sollten Sie bedenken, dass diese Tiere aller Art anziehen können, darunter wegen Fallobst auch Wespen – wenn Sie damit ein Problem haben, pflanzen Sie einen Obstbaum nicht zu nah am Haus.
  3. Die richtige Zeit
    Die beste Pflanzzeit ist von mehreren Faktoren abhängig. So ist zunächst zwischen immergrünen und laubwerfenden Bäumen zu unterscheiden. Laubwerfende Bäume sollten Sie im Herbst anpflanzen, da sich der Baum dann ganz auf das Wachstum der Wurzeln konzentrieren kann. Bei immergrünen Bäumen ist der Zeitpunkt nicht ganz so relevant. Während Frost sollten Sie aber nie pflanzen.
  4. Das richtige Alter
    Klar, je größer ein Baum ist, desto schneller haben Sie was davon. Allerdings: Große Bäume sind auch teurer und wachsen im Zweifel nicht so gut an wie jüngere Bäume.
  5. Wurzelnackt oder nicht?
    Im Regelfall können Sie Bäume in drei Ausführungen kaufen: Wurzelnackt, mit Ballen oder im Topf (auch Container genannt). Dies hat auch Einfluss auf die richtige Pflanzzeit: Wurzelnackte Bäume, bei denen also keine Erde rund um die Wurzeln ist, sollten auf jeden Fall im Herbst gepflanzt werden. Bei jungen Bäumen im Topf ist der Pflanzzeitpunkt nicht ganz so wichtig, ebenso bei denen mit Ballen. Bei letzteren sollten Sie darauf achten, ob das den Erdballen umgebende Material entfernt werden muss oder nicht. Bäume, die ihre eigene Erde mitbringen, wachsen meist besser an als wurzelnackte.
  6. Das richtige Loch
    Das Loch, das Sie für Ihren Baum graben, sollte etwa den doppelten Durchmesser des Wurzelballens haben. Am besten geben Sie auch direkt etwas hochwertige Erde in das Loch. Es sollte übrigens nicht zu tief sein, damit die Wurzeln noch genug Sauerstoff bekommen. Meist erkennt man ja, wie tief der Baum in der Baumschule im Boden war – daran sollte man sich orientieren.
  7. Pfahl oder nicht
    Es kann sinnvoll sein, den Baum in den ersten zwei bis drei Lebensjahren mit Pfählen zu schützen. Dabei sollten Sie den Pfahl am beten vorher in den Boden treiben, damit Sie die Wurzeln des Baumes nicht verletzen. Sie sollten darauf achten, dass das Band, mit dem Sie den Baum an den Pfahl binden, nicht zu fest, aber auch nicht zu locker sitzt.
  8. Richtig Gießen
    Die meisten Bäume müssen Sie nach dem Pflanzen auch regelmäßig gießen, was insbesondere für im Frühjahr gepflanzte Exemplare gilt. Staunässe sollten Sie aber gleichfalls vermeiden. Auf jeden Fall: Nach dem Pflanzen sollten Sie nicht direkt in den Urlaub fahren, sonst finden Sie danach ggf. nur noch ein vertrocknetes Etwas vor.
  9. Was sonst noch zu beachten ist
    Je nach Baum und besonderer Situation können auch noch weitere Punkte zu beachten sein: Sie wohnen direkt am Wald? Dann könnte es z.B. notwendig werden, den Baum auch vor Wildbiss zu schützen. Obstbäume z.B. müssen gerade in den ersten Jahren beschnitten werden.
  10. Immer wieder tun
    Ein Baum ist gut, viele sind besser. Nicht nur, dass Sie von manchen Obstbäumen ohnehin wegen der Bestäubung gleich zwei pflanzen sollten – je mehr Bäume, desto besser. Und wenn in Ihrem Garten kein Platz mehr ist, überzeugen Sie Ihre Nachbarn, Schule, Kindergarten – oder spenden Sie Bäume für Menschen, die sich keinen leisten können. Und auch Streuobstwiesen und andere Bewaldungsprojekte können Ihre Hilfe gebrauchen!

Bild: Baum im Kornfeld (August Macke)

Einsatz für Aufforstung – seit 2011

Das Thema CO2 Reduktion ist momentan in aller Munde. Und als ein Teil der Lösung des Problems wird inzwischen auch die massive Aufforstung gesehen.

Dabei fiel mir ein, dass ich schon 2011 angefangen hatte, eine Website zum Thema “Bewaldung” zu erstellen. Aus Zeitgründen – und da es damals noch niemanden wirklich interessierte – kam sie über eine rudimentäre Baustelle nie hinaus. Und irgendwann habe ich die Domain bewaldung.org dann sogar gelöscht, in der Waybackmachine hat sie immerhin noch Spuren hinterlassen.

Folgenden Text konnte man darauf lesen:

Entsiedlung und Bewaldung von Gebieten.

Viele Landstriche in Deutschland sind nur noch schwach besiedelt. Dennoch wird dort aufwendige Infrastruktur vorgehalten. Strassen, Klärwerke, Energieversorgung, Schulen und vieles mehr nur noch für wenige Bewohner. In vielen Fällen führt dies nicht nur zu hohen Infrastrukturkosten je Bewohner, sondern auch zu einer schlechteren Qualität derselben.

Daher sollten solche Landstriche entsiedelt und bewaldet werden.

Teile des neuen Waldes werden naturbelassen, andere in unterschiedlicher Intensität genutzt.

  • zusätzlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
  • CO2 Speicher.
  • Gewinnung von Holz als natürlicher Werk-, Bau- und Brennstoff.
  • Gezielte Nutzung von Lebensmitteln aus dem Wald.
  • Erholungsgebiet.
  • Geringere Kosten für Infrastruktur.
  • Wild.

Ich finde alles diese Punkte sind heute mindestens so aktuell wie damals – und daher werde ich hier im Blog wieder mehr zum Thema Aufforstung schreiben.

 

“Waldbrand” in Pierer’s Universal Lexikon von 1864

Waldbrand, das Brennen eines Waldes. Es brennt meist nur im Frühjahr u. Sommer, u. zuerst nur die trockene Bodendecke an Laub, Nadeln, Gras, dann der Bodenüberzug an Moos, Heidekraut u. dergl. (Erdbrand), öfters aber auch das Gezweig u. die Bäume an u. der W. wird allgemein. Am meisten wird der W. durch Nachlässigkeit der im Walde Arbeitenden, Durchgehenden, Tabak Rauchenden, absichtliches Anlegen, sehr häufig durch den Betrieb der Eisenbahnen, bisweilen auch durch den Blitz, aber nie durch die Sonnenhitze veranlaßt, wohl aber befördert. So lange der W. auf Bodendecke u. Überzug sich beschränkt, kann durch Ausschlagen mit Ruthen etc. u. durch Entblößen eines angemessen, etwa 10–20 Fuß breiten Streifen von Moos, Laub, Heide u. sonst Brennbarem u. tiefe Graben in gehöriger Entfernung vor der Brandstätte, je nach der Windrichtung, ergreift der W. aber auch Gezweig u. Bäume, nur durch Niederhauen der Bäume etc. auf angemessen breiten Streifen wie oben dem Brande Einhalt gethan werden. Hilft kein Mittel, so legt man 500–1000 Schritt vom W. da, wohin der Wind weht, Gegenfeuer an, d.h. brennt eine Reihe kleiner Feuer, welche man durch Menschen im Zaum halten kann, an, die sich zu einem 10–20 Schritt breiten Gürtel verbinden, dort die Bäume niederbrennen u. dem W. Grenzen setzen. Zu Verhütung gefährlicher Waldbrände sind in manchen Waldgegenden, z.B. in Böhmen, während der trockenen Zeiten im Frühjahre, der bes. gefährlichen Zeit, so lange noch nicht die Vegetation des Bodenüberzuges eingetreten ist, u. im Sommer förmliche Feuerwachen eingerichtet, d.h. auf angemessen vertheilten Punkten muß der Wald fortwährend beobachtet werden, um jeden etwa entstehenden Brand sofort wahrnehmen u. Maßregeln zum Löschen ergreifen zu können. In holzreichen Ländern, z.B. Schweden, werden bisweilen Stücken Holz angebrannt, um Ackerland od. Wiese zu gewinnen (s. Swedjen). Am häufigsten u. verheerendsten sind Waldbrände in Nordamerika, doch kommen auch häufig solche bei uns, bes. in beißen Sommern, wo alles ausdorrt, vor. Es fanden dergleichen im Sommer 1842 in Schlesien u. der Sächsischen Schweiz am Prebischthor statt. In Nordamerika u. wo überhaupt nichts für Waldcultur geschieht, hat man die Bemerkung gemacht, daß bei Waldbränden aus der Asche nicht wieder die vorigen Holzgattungen, sondern die einer niederen Stufe, so z.B. statt der Fichten Pappeln, wachsen, obschon diese früher nicht daselbst vorkamen.

Quelle Text: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 18. Altenburg 1864

Bild: Piero di Cosimo; Bildfolge zur Frühgeschichte der Menschheit, Szene: Waldbrand; um 1488–1507

Foto: Bitte nicht auf die Pilze…

Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass man aus hygienischen Gründen nicht auf die Pilze koten sollte.

Fotografiert in der Ukraine.

Liste: Essbare Pflanzen und andere Lebensmittel aus dem Wald

Hier entsteht eine Liste mit Lebensmitten aus dem Wald.

Bärlauch

Bucheckern

Eicheln

Kastanien

Moos

Pilze

Waldmeister

Lebensmittel: Eicheln

Eicheln sind essbar?

Ja das sind sie – allerdings nicht roh, da sie zu viele Gerbstoffe enthalten und aufgrund dieser ungenießbar sind.

In Teilen der indianischen Küche aber auch in der unserer Vorfahren hatten sie verarbeitet eine aber gewisse Bedeutung. Und man muss gar nicht so weit in die Vergangenheit gehen: Zuletzt wurden hierzulande Eicheln kurz nach dem zweiten Weltkrieg als Lebensmittel genutzt, insbesondere als Eichelmehl.

Außerdem kann man sie zerkleinern, rösten und dann als Salattopping verwenden. Und in Spanien macht man Eichellikör.

Frische Eicheln enthalten pro 100g ca. 390kcal. Sie liefern ca. 6g Eiweiß, 41g Kohlenhydrate und 24g fett. Außerdem sind sie reich an Vitaminen aus der B-Gruppe.

Baummarkierung: T

Mit dem Buchstaben “T” wird im Regelfall “stehendes Totholz” markiert, das noch als Nistgelegenheit für Vögel, z.B. Spechte, dienen soll.

10 Dinge in Bonn, die man an einem heißen Tag machen kann

Es ist viel zu heiß? Hier sind 10 Tipps für alle Bonner, was man an so einem Tag machen kann.

  1. Ab ins Freibad
    Ob Melbbad, Friesi, Ennertbad, Hardtbergbad oder Römerbad – im Freibad ist es immer noch am schönsten. Und wahlweise sonnt man sich auf der Wiese oder kühlt sich im Becken ab.
  2. Ab in den Wald
    Im Wald ist es immer etwas kühler. Warum als nicht in den Kottenforst oder ins Siebengebirge, gemütlich spazieren und sich dann bei einem Picknick erfrischen? Besonders kühl ist es übrigens im Melbtal.
  3. Ab in den Botanischen Garten
    Es soll lieber etwas zentraler sein? Auch der Botanische Garten hinter dem Poppelsdorfer Schloss bietet schönen alten Baumbestand und damit Abkühlung. Und hinterher kann man in Poppelsdorf einkehren.
  4. Ab in die Eisdiele
    In Bonn gibt es viele gute Eisdielen. Also, ab in die nächste und sich seinen Lieblingseisbecher gönnen!
  5. Ab in den Biergarten
    Auch an Biergärten ist Bonn nicht arm. Sehr schön ist der auf der Insel Grafenwerth, den man mit der Stadtbahnlinie 66 erreicht (auch wenn man dann schon nicht mehr innerhalb der Stadtgrenzen ist). Hier sitzt man direkt am Rhein und unter alten Bäumen, die Schatten spenden.
  6. Ab an den Rhein
    Überhaupt der Rhein –  am Wasser ist es immer etwas kühler. Decke einpacken, ein kaltes Getränk dazu, schattiges Plätzchen am Wasser suchen – einige gibt es hinter dem Bahnhöfchen in Beuel und südlich des Bonner Bogen –  und den Blick über den Fluss schweifen lassen.
  7. Ab in den Kreuzgang
    Gerade in der Stadt unterwegs und es ist viel zu warm? Der Kreuzgang des Bonner Münsters ist ein Ort der Ruhe und schattig dazu.
  8. Ab in den Supermarkt – und dann picknicken
    In Supermärkten ist es meist deutlich kühler, besonders in den Frischeabteilungen. Decken Sie sich für ein Picknick ein und machen Sie es sich dann mit einem kühlen Getränk auf der Hofgartenwiese, im Wald, eigenen Garten oder Rhein gemütlich.
  9. Ab ins Museum
    Sie wollen es wirklich schattig und kühl? Die meisten Museen sind immer gleich temperiert, damit die Ausstellungsstücke nicht leiden. Und wenn Sie sich danach dann doch wieder aufwärmen wollen, geht das wunderbar auf dem Dach der Bundeskunsthalle.
  10. Zuhause bleiben
    Es ist Ihnen wirklich viel zu heiß? Dann bleiben Sie doch einfach zuhause, verkriechen sich im Keller und lesen ein gutes Buch oder schauen Ihre Lieblingsserien.

10 Gründe, warum Laufen wie Saufen ist

Wer mir in den sozialen Netzen folgt, weiß dass ich einerseits neuerdings wieder sehr gerne im Wald laufe, auf der anderen Seite aber auch einen guten Wein oder Craft Beer zu schätzen weiß.

Als ich letztens bei einem der beim Laufen entstandenen Bilder den Hashtag #laufenistwiesaufen verwendete, wurde mir erst auf den zweiten Blick klar, wie viel Wahrheit darin steckt…

  1. Laufen und Saufen können beide süchtig machen.
  2. Während man läuft oder säuft, fühlt man sich meistens sehr gut.
  3. Aber sowohl beim Saufen als beim Laufen kann danach ein Kater folgen.
  4. Sowohl Saufen als auch Laufen sollte man daher in Maßen tun.
  5. Dass aber beides gut zusammenpasst, sieht man z.B. beim Marathon des Châteaux du Médoc, Riesling-Marathon oder beim Marathon du Beaujolais Nouveau, bei denen an den Verpflegungsstationen isotonische Getränke eher Nebensache sind… Auch dass Hefeweißbier ein nahezu perfektes isotonisches Getränk ist, stützt diese These.
  6. Laufen und Alkohol können beide dazu führen, dass der Körper Endorphine ausschüttet.
  7. Sowohl Laufen als auch Alkoholkonsum können die Lebenserwartung verlängern.
  8. Beides kann man alleine machen aber auch zu mehreren. Und macht man es mit mehreren, läuft und säuft man in der Regel mehr.
  9. Daher sollte man beides immer in seinem eigenen Tempo machen, sonst kann es fatal enden.
  10. Traue nie einem Abstinzler und einem Nichtläufer.

Disclaimer: Drink responsible