10 Tipps, was man mit altem Kaffeesatz machen kann

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Jeder, der einen Kaffevollautomaten, eine Karlsbader oder ganz klassische Kaffeemaschine hat, hat wahrscheinlich genug davon: Kaffeesatz, aka gebrauchtes Kaffeepulver.

Doch was damit tun? Hier sind 10 Tipps:

  1. Dünger: Kaffeesatz ist ein prima Dünger! Einfach großflächig in Beeten oder auf dem Rasen verteilen oder je ein bis zwei Hände auf 10l Blumenerde geben. Auch in kleiner Menge bei Topfpflanzen verwenden.
    Obacht: vorher besser trocknen lassen, besonders, wenn man ihn im Haus verwendet, sonst kann er schimmeln. Und wenn junge Katzen im Garten sind, große Ansammlungen vermeiden – für diese kann es in großer Dosis giftig sein.
  2. Blumenwasser: etwas Kaffeepulver in das Wasser von Schnittblumen sorgt dafür, dass diese länger halten.
  3. Schutz vor Ungeziefer: Schnecken greifen Ihren Salat an? Legen Sie einen Ring aus Kaffeepulver um die entsprechenden Pflanzen oder Beete und die Schnecken bleiben weg. Auch gegen Ameisenstraßen im Garten kann Kaffeepulver helfen. (Denken Sie wieder an die Kätzchen).
  4. Händewaschen: Fettige, ölige oder schlammige Hände? Mit etwas Kaffeepulver in Kombination mit Seife verschwindet der Schmutz schnell. Und auch wenn die Hände unangenehm riechen – Knoblauch, Zwiebeln, Chili, Gartenabfälle –  hilft der Kaffeesatz!
  5. Abflüsse pflegen: Regelmäßig eine kleine Menge (1 Teelöffel) in Abflüsse geben schwemmt Fette und andere Abfälle weg und verhindert üble Gerüche. Reinigt auch Toiletten.
  6. Im feuchten Keller: Ihr Keller ist feucht und riecht? Trocknen Sie Kaffepulver (z.B. auf einem Backblech bei 80° im Ofen) und stellen es in einem Gefäß in feuchte Ecken. Nimmt Feuchtigkeit auf und bindet den fiesen Geruch.
  7. Gerüche binden: Generell können Sie mit altem Kaffeesatz Gerüche binden, so auch im Kühlschrank oder wenn in Ihren Räumen geraucht wurde. Dann sollte das Kaffeepulver aber noch leicht feucht sein.
  8. Als Peeling und sonst zur Körperpflege: Einfach pur oder mit etwas PH-neutralem Waschschaum als Peeling verwenden oder auch für die Haare – mit Shampoo vermischt. Wickel mit noch warmen Kaffeepulver sind gut für die Hautstraffheit und sollen gegen Zellulite helfen. Auch mit einer Gesichtsmaske kann man etwas Kaffeesatz vermischen.
  9. Gegen Wespen und Mücken: Kaffeepulver in ein feuerfestes kleines Gefäß geben und anzünden. Der entstehende Qualm vertreibt Wespen, Mücken und andere Insekten.
  10. Reinigung und Möbeplpflege: Gerade alte Holzmöbel lassen sich mit altem Kaffeepulver gut reinigen. Schmutz löst sich nicht nur leichter, es pflegt auch. Entweder angefeuchtet pur verwenden oder zu einem anderen Reinigungsmittel dazu geben.

 

Meinung: Hausverbot nach Windelwechsel – Gedanken dazu

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Windelwechsel und Stillen in der Öffentlichkeit – ein Dauerbrenner

Der GA in Bonn berichtet, dass eine Familie in einem Bonner Cafe Hausverbot erhalten habe, da sie ihrem 9 Monate alten Sohn dort auf einer Bank die Windeln wechselten. Natürlich wird das jetzt wieder kontrovers diskutiert und ich möchte einmal generell meine Meinung dazu kundtun…

Vorab – ich bin selber Vater von zwei Kindern, die zwar schon einige Jahre aus den Windeln heraus sind, kenne aber das Problem, einen geeigneten Platz zum Wickeln zu finden, wenn man unterwegs ist. Dazu später mehr.

Der konkrete Fall

Und nun zu den Fakten im vorliegenden Fall: Familie geht in das Café, das sie wohl regelmäßig aufsucht und in dem es keine Wickelablage bei den Toiletten gibt. Der Sohn braucht eine frische Windel und da keine anderen Gäste im Restaurant sind, macht die Mutter das auf einer Sitzbank im Café, auf die sie eine Unterlage legt. Als sie dann bezahlt, erhält sie Hausverbot – die Mutter habe schon öfter die Windeln gewechselt oder gestillt und andere Gäste hätten sich beschwert, führt der Gastronom aus. Die Mutter regt sich auf und kontaktiert anscheinend nicht nur die Presse sondern auch die Kinder und Jugendbeauftragte der Stadt Bonn.

Mehr Wickelmöglichkeiten schaffen

Zunächst einmal ist es schon ein Ärgernis, dass es in dem Café keine Wickelmöglichkeit gibt. Irgendwo in den Örtlichkeiten oder im Gang dorthin müssten sich doch welche schaffen lassen. Und wenn, dann bitte doch nicht nur auf der Damen Toilette – wie oft musste ich als Vater peinlich berührt dorthin, um meinen Kindern die Windeln zu machen.

Wenn in diesem Umfeld wirklich kein Platz für eine Wickelmöglichkeit ist, kann das Lokal in seinen Verwaltungsräumen ggf. einen klappbaren Wickeltisch vorhalten.

Gut, es mag einige kleine Cafés geben, die wirklich so klein sind, dass es dort keinen Platz gibt. Ob diese dann aber generell für Familien mit Kindern (Kinderwagen…) geeignet sind, ist eine andere Frage.

Mehr Rücksicht nehmen

Manche Eltern sind auf der anderen  Seite auch wirklich dreist, wenn es ums Wickeln in der Öffentlichkeit geht. Ich kann mich gut daran erinnern, wie eine Mutter ihr Kind auf der letzten Reihe in einem Bus der Bonner Linie 602 wechselte und die volle Windel dann einfach unter einen Sitz stopfte… der Gestank im Bus war schon nach wenigen Minuten unerträglich. Hier dürfte man wirklich erwarten, dass man entweder einen Plastikbeutel dabei hat und die Windel dann mitnimmt oder an einer Haltestelle kurz rausspringt und die Windel dann schnell in einen Mülleimer entsorgt.

Und ich fände es in einem Restaurant auch nicht schön, wenn am Nebentisch eine volle Windel gewechselt würde – und habe das auch nie gemacht. Notfalls packt man das Kind in Buggy oder Kinderwagen und fährt schnell vor die Tür. Und wenn es kalt ist, regnet, stürmt oder schneit fragt man eben die Bedienung, wo ein Windelwechsel möglich ist.

Mehr miteinander Reden

Überhaupt – gerade in dem konkreten Fall hätten alle mehr miteinander Reden sollen.

Die Mutter hat einfach gemacht, nicht gefragt.

Der Gastronom hat entsprechendes Verhalten bei Ihr schon mehrfach erlebt, aber vorher nie etwas gesagt. Statt das Thema vorher nett anzusprechen, gab es einfach das Hausverbot.

Ich kann in diesem Fall beide Seiten verstehen – aber mit mehr Kommunikation untereinander hätte die Situation gar nicht so eskalieren müssen.

Mein Fazit

Halten wir fest:

  • In der auf Familien ausgerichteten Gastronomie sollte es eine Wickelmöglichkeit geben.
  • Eltern sollten rücksichtsvoller sein – erst fragen, bevor einfach irgendwo wickeln.
  • Und wenn einmal einfach am falschen Ort zur falschen Zeit einfach die frische Hose gemacht wird, sollte der Gastronom das Thema nett ansprechen, statt direkt drastische Konsequenzen zu ziehen.

Bild: (c) Amazon

Foto: Cocks

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Kennzeichnung der Herrentoilette auf dem Dach der „Kunst und Ausstellungshalle des Bundes“ in Bonn.

Volksweisheiten und Sprüche rund um die Toilette & Co.

Der Vater furzt, die Kinder lachen, so kann man billig Freude machen. – Volksmund

Ein Furz im Freien ist zu verzeihen, ein Furz im Zimmer ist viel schlimmer! – Volksmund

Des Armen Recht, ist keinen Furz wert. – Venezianisches Sprichwort

Erbsen, Bohnen und Linsen bringen den Arsch zum Grinsen. – Volksmund

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen. – Volksmund

Laute Fürze stinken nicht, aber die leisen, die erst dreimal im Arsch rumkreisen, um dann zu entgleisen, vor denen hüte dich, denn die stinken fürchterlich. – Volksmund

Salomon der Weise spricht: Laute Fürze stinken nicht! Aber diese butterweichen, die sich durch die Hose schleichen, ja die stinken fürchterlich! – Volksmund

Laute Fürze stinken nicht, aber denen, die leise schleichen, sollst du aus dem Wege weichen. – Volksmund

Nur die leisen, die dreimal um den Bauch kreisen und dann zu Boden sinken, ja die stinken! – Volksmund

Meine sehr verehrten Damen und Herrn, i hob an Schas in da Rearn, woits ihr eam härn, doan los i earm plärn! – Volksmund

So ist’s halt im Schwarzwald, wenn der Furz knallt, dann stinkts halt. – Volksmund

Wenn’s Arscherl brummt, ist’s Herzerl g’sund. – Volksmund (Bayern)

Wer den Furz zuerst gerochen, dem ist er aus dem Arsch gekrochen. – Volksmund

Wenn man mit Scheiße spielt, stinkt man. – Sprichwort aus Nepal

Eine kurze Geschichte des Toilettenpapiers

Wer hat eigentlich das Toilettenpapier erfunden?

Sich nach der Sitzung zu säubern ist ein ganz natürliches Bedürfnis. Unsere frühen Urahnen benutzten mangels „Hakle Feucht“ Sand, Steine und Pflanzen.

Weiter waren dann wieder einmal die alten Römer: Schwämme wurden an Stöcken befestigten, in Salzwasser getaucht – um sich dann damit den Allerwertesten zu reinigen. Wie oft die Schwämmchen benutzt wurden, ist nicht bekannt und soll hier nicht weiter vertieft werden.

Etwas derber ging es dagegen weiterhin bei den Germanen zu, die sich den Hintern mit Stroh, Laub, Blättern und Moos säuberten. Hieran änderte sich im Gebiet des heutigen Deutschlands bis ins Mittelalter nicht viel, die reichen Kaufleute gönnten sich aber immerhin Stofflappen oder kleine Lammfelle.

Etwas besser hatten es die südamerikanischen Kulturen, die eingeweichte Hüllen von Maiskolben benutzen – hier ist der Unterschied zu den modernen Komfortpapieren angeblich nicht ganz so groß.

Und wer hat das heute übliche Toilettenpapier erfunden? Nicht die Schweizer, denen es sonst auch zuzutrauen gewesen wäre, sondern die Chinesen, die es seit dem 14. Jahrhundert verwenden.

Toilettenspruchsammlung

Inzwischen werden sie weniger, aber es gibt sie noch. Hier ist eine Sammlung von Toilettensprüchen, die mir untergekommen sind.

  • Ich möchte wirklich gerne wissen warum ihr dichtet, statt zu pissen.
  • Die Klofrau war heute wieder scheißfreundlich.
  • Die Steine aus dem Pissoir bitte nicht in den Mund nehmen.
  • Tritt näher, er ist kürzer als du denkst.
  • Wusstest Du schon dass Aftershave nicht das Gegenteil von Mundwasser ist?
  • Toilettenpapier beidseitig benutzen! Der Erfolg liegt auf der Hand.
  • Fünf Minuten scheißt der Hund, ein guter Deutscher scheißt ne Stund.
  • Auf diesem Klo, da haust ein Geist, der jedem in die Eier beißt.
  • In diesem Hause wohnt ein Geist, der jedem der zu lange scheißt, von unten in die Eier beisst. Mich hat er nicht gebissen, Ich hab ihm auf den Kopf geschissen. Und die Moral von der Geschicht: Beschissne Geister beißen nicht.
  • Komm raus du Feigling, du sollst nur pissen.
  • Und hängt der Tropfen noch so lose, der letzte geht doch in die Hose.
  • Da hilft kein schütteln, da hilft kein klopfen, der letzte muss doch in die Hose tropfen!
  • Hab Sonne im Herzen – und Bier in der Blase.
  • Wer Pisse trinkt und Scheisse kaut, der säuft auch das was … braut. … durch den (Namen einer missliebigen Brauerei ersetzen)
  • Der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenn es erst am Abend iss
  • Wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller pinkeln.
  • In diesem Moment sind Sie der einzige Angehörige der Bundeswehr, der weiß, was er tut. (auf einer Bundeswehrtoilette)
  • Am Befehlston knapp und kurz, erkennt man den Kasernenfurz.
  • Spaß muss sein, sprach Wallenstein, und schob die Eier mit hinein.
  • Ich bin froh, denn mein Po passt genau auf euer Klo!
  • Scheiße in der Lampenschale gibt gedämpftes Licht im Saale.
  • Scheiße auf den Autoreifen gibt beim Bremsen braune Streifen
  • Der Muselmann in Orient furzt nur nach Osten hingewendt.
  • Hier saß ein Mann aus Süditalien mit winzig kleinen Genitalien.
  • Hallo Essen, da bist du ja wieder.
  • Liebe Köchin, lieber Koch – hier fällt deine Kunst ins Loch.
  • Hilfe, ich hab einen Schwanz wie ein Säugling – 54cm lang und 6 Pfund schwer.
  • Die Sonne brennt am Firmament, die Filzlaus längs der Sacknaht rennt.
  • Das Leben ist eine geschlechtlich übertragene Krankheit, die mit dem Tod endet.
  • Heimlich sehnt sich die Emanze doch nach einem echten Schwanze.
  • Wer Klosprüche nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte in Umlauf bringt, wird mit Papierentzug nicht unter 12 Sitzungen bestraft.
  • Meister Propper geht aufs Klo, steckt den Finger in den Po, steckt den Finger in den Mund – Schokolade ist gesund.

Berühmte Zitate rund um die Toilette

Auch berühmte Leute haben sich zu Themen rund um die Toilette geäußert…

Das Matterhorn stinkt, das kann sich niemand vorstellen. Es riecht nach der Pisse und dem Kot der vielen Leute, die da rumklettern.
Reinhold Messner

Die Leute sollen reisen und nicht scheißen!
Herbert Wehner, Zwischenruf während einer Debatte im Bundestag um Toiletten in Zügen und auf Bahnhöfen.

Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei.

Wenn’s Scheiße läuft, läuft’s Scheiße.
Oliver Kahn

Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Farz.
Martin Luther

Wer rülpst und farzt, braucht keinen Arzt.
wird Martin Luther nachgesagt.

Warum rülpset und farzet Ihr nicht? Hat Euch das Mahl nicht geschmacket?
(wahrscheinlich fälschlich) Martin Luther zugeschrieben.

Gebt Freiheit Euren Winden.
Liselotte von der Pfalz (1652-1722)

Die Spannung steigt, der Drang ist mächtig groß; Nur still, gebe Acht; Gleich legt der los.
Wilhelm Busch

Amy Chua: Die Mutter des Erfolgs

Amy Chua sorgt für Schlagzeilen. Die US-Juraprofessorin beschreibt, wie sie mit viel Drill und Härte ihre Kinder „erfolgreich“ gemacht hat. So drohte sie mit der Verbrennung von Stofftieren, ließ die Kinder nicht auf Toilette und vieles mehr. Letztlich hätten die beiden Töchter aber von der harten Erziehung profitiert.

In den USA ist die Diskussion über den Gegensatz von westlicher Kuschelpädagogik und asiatischer Disziplin schon voll entbrannt und schwappt jetzt auch nach Deutschland.

Meine Meinung als Vater zweier Kinder: Konsequent sein, nicht zu viel diskutieren aber liebevoll mit seinen Kindern umgehen, so dass sie ihre Würde nicht verlieren. Die Wahrheit liegt also wie immer in der Mitte…

So oder so ein Lesetipp:

Amy Chua: Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachtealt