Spam: Ihre Telekom Rechnung Januar

Momentan gibt es eine Welle mit angeblichen Telekom Rechnungen. Diese Mails sind grafisch recht aufwendig gestaltet, so dass der ein oder anderen Empfänger darauf hereinfallen könnte. Auf keinen Fall sollte Sie die Anlage öffnen und wenn möglich auch nicht die Grafiken in der E-Mail nachladen!

Guten Morgen,

für Buchungskonto 5763423152 erhalten Sie mit dieser E-Mail Ihre aktuelle Rechnung.

Freundliche Grüße
Ihre Telekom

Spam: RechnungOnline Januar 2019 – Buchungsaccount: 0837553774

Wie immer in solchen Fällen sollten sie die mitgesendete Anlage nicht öffnen…

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde

Buchungskonto 0837553774xxx erhalten Sie mit dieser E-Mail eine Benachrichtigung zu Ihrer aktuellen Festnetz-Rechnung.

FÜR JANUAR 2019
ZU ZAHLENDER BETRAG 345.20 €
ABRECHNUNGEN_ZEITRAUM_RECHNUNG_FESTNETZ.

Freundliche Grüße
Ihre Telekom

Wie die Telekom die #TelekomZuhause Kampagne auf twitter gerade versemmelt

Die Telekom bewirbt auf twitter gerade den Hashtag #TelekomZuhause – doch klickt man diesen an, erscheint nicht, was die Telekom sich darunter wohl vorstellen dürfte:

Erst wenn man statt der Default Einstellung TOP TWEETS auf die NEUESTEN wechselt, sieht man die Werbung.

Wobei die folgenden Tweets dann…

Die LTE Frequenzen in Deutschland

Besonders, wenn man ein sog. China Smartphone kaufen möchte, sollte man vorher überprüfen, ob es die in Deutschland gängigen LTE Frequenzen unterstützt.

LTE

LTE 800 MHz Bereich

Telekom
Vodafone
O2 (originäres O2 Netz)

LTE 1800 MHz Bereich

Telekom
O2 (ehemaliges E-Plus Netz)

LTE 2600 MHz Bereich

Telekom
Vodafone
O2 (originäres O2 Netz und ehemaliges E-Plus Netz)

 

Lesenswertes 17

lesenswertes-17

Hier die 17. Ausgabe meiner lesenswerten Links.

  1. Daran wird der Euro zerbrechen
    Immer wieder lesenswert – die Kolumne von Wolfgang Münchau.
  2. VW Dieselgate
    Interessant, wenn Hacker die Software der VW Motorensteuerung genauer unter die Lupe nehmen.
  3. Science Fiction oder die dumme Seite der Macht?
    Könnten Lichtschwerter eigentlich funktionieren? Wir werden es wohl nicht mehr erleben.
  4. 2015 was the year big tech companies all started to look the same
    Interessanter Jahresrückblick bei The Verge.
  5. Telekom-Chef für bedingungsloses Grundeinkommen
    Bisher kam diese Idee meist von Sozialromantikern. Aber Timotheus Höttges hat die Zeichen der Zeit erkannt.
  6. Apple iPhone 7C
    Die wichtigsten Infos zum neuen iPhone 7C bei den Mobilegeeks.
  7. Riesling-Sauerkrautsuppe
    Zuerst dachte ich, das sei etwas deftiges für die Silvesternacht… doch lassen Sie sich überraschen. Wird in den nächsten Tagen auf jeden Fall ausprobiert.
  8. Kaczynskis langer Kampf
    Was die polnische Rechte wirklich antreibt.
  9. Elektrogeräte, die Kindern heute ein Rätsel sind
    Ich finde solche Listen ja immer sehr unterhaltsam, aber hier hat es die Post in ihrem Blog bei dem ein oder anderen Gerät ein wenig übertrieben.
  10. Bälle, Parties, Feuerwerk
    Ein Servicelink für die Bonner Leser – wo kann man in der Region Silvester feiern?

Bild: Darstellung der Zahl 17 im Vigesimalsystem der Maya. Dieses basiert auf der Zahl 20.

Gastbeitrag: Netzneutralität – was ändert die Entscheidung der EU?

Dieser Gastbeitrag gibt möglicherweise nicht meine Meinung wieder. Sie wollen hier auch mitschreiben?

Netzneutralität ist ein sehr abstrakter Begriff und daher war es für die meisten Internet-Nutzer kaum von Interesse, als das EU Parlament vor wenigen Tagen deren Abschaffung beschlossen hat. Dabei könnte diese Entscheidung durchaus konkrete Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung des Internets haben.

Worum geht es im Detail?

Prinzipiell bedeutet Netzneutralität, dass alle Daten im Internet gleich behandelt werden, so wie die Post alle Briefe gleich behandelt. Kein Dienst wird bevorzugt und kein Dienst wird blockiert, sondern egal um was es sich für Daten handelt, diese werden so schnell wie möglich weiter geleitet. So wird es derzeit auch in den meisten Fällen seit der Einführung des Internets im privaten Bereich gehandhabt.

Die bekannte Drosselung im Mobilfunk-Bereich, die es mittlerweile in allen Handytarife und Flatrates gibt (vgl www.allnetflat-24.de oder www.my-allnet-flat.de) verstößt dagegen nicht gegen die Netzneutralität, da von den Drosselung nach bestimmten Verbräuchen eben alle Daten betroffen sind. Angebote wie die Spotify Flat der Telekom verstoßen allerdings dagegen. Das Unternehmen bietet Kunden an, Spotify-Songs ohne Anrechnung auf das Datenvolumen zu übertragen. Selbst wenn alle anderen Dienste gedrosselt sind, kann man so ohne Probleme Spotify hören. Diese Bevorzugung wäre mit der Netzneutralität nicht vereinbar.

EU erlaubt Ausnahmen von der netzneutralität

Mit der Entscheidung des EU Parlamentes wurde zwar auf der einen Seite die Netzneutralität festgeschrieben aber gleichzeitig auch viele Ausnahmen definiert. So werden Internet-Anbieter zukünftig verpflichtet …

 … den gesamten Verkehr bei der Erbringung solcher Dienstleistungen gleich zu behandeln, ohne Diskriminierung, Beschränkung oder Störung, sowie unabhängig von Sender und Empfänger, den abgerufenen oder verbreiteten Inhalten, den genutzten oder bereitgestellten Anwendungen oder Diensten oder den verwendeten Endgeräten …

Das Problem liegt allerdings bei den Ausnahmen. Abweichungen von diesen Regelungen sind möglich bei:

  • gerichtlichen Anordnungen
  • Schutz gegen Angriffe
  • Schutz vor Netzüberlastungen
  • Internet Spezialdienste

Genau bei diesen Spezialdiensten wird dann klar um was es geht: bestimmte Dienste dürfen besser gestellt werden als andere und damit ist die Netzneutralität nicht mehr gegeben. Es gibt zukünftig also ein neutrales Internet, in dem alle Daten gleich sind und ein Internet für Bessergestellte, deren Daten schneller und vorrangig befördert werden.

Die Telekom will Geld sehen

Die Telekom macht an dieser Stelle auch gleich Nägel mit Köpfen und zeigt, worum es bei der Debatte wirklich ging. Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG, schreibt dazu in einem Beitrag, dass man im Unternehmen bereits über Spezialdienste nachdenke und dafür lediglich ein paar Prozent Umsatzbeteiligung von den Unternehmen haben will.

Konkret heißt es dazu:

Nach unseren Vorstellungen bezahlen sie dafür im Rahmen einer Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent. Das wäre ein fairer Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur.

Zukünftig lässt sich die Telekom also nicht nur für die Bereitstellung des Netzes von den Kunden bezahlen sondern auch von den Anbietern selbst. Die EU hat mit ihren Regelungen den großen Telekommunikationsunternehmen einen schönen neuen Markt eröffnet.

Andere Netzbetreiber haben sich noch nicht so konkret geäußert, allerdings ist nicht zu erwarten, dass sie großen Widerstand leisten werden, wenn von staatlicher Seite die Erlaubnis kommt, neue Einnahmequellen zu erschließen.

Wie sieht das Netz von morgen aus?

Wer zukünftig seine Kunden über das Internet erreichen will, muss daher unter Umständen an die großen Netzbetreiber zahlen. Diese digitale Maut ist bislang noch nicht konkret geregelt und es gibt auch noch keine Tarifmodelle zur Abrechnung.

Es ist aber bereits jetzt klar, wer diese zusätzlichen Kosten zahlen wird: der Endkunde. Die digitale Maut wird natürlich in die Kostenkalkulation mit einfließen und Dienste wie Netflix und Co sind dann einfach ein paar Euro teurer. Dafür bekommt man kein besseres Programm sondern nur die Gewährleistung, dass die Inhalte auch wirklich ankommen – obwohl das eigentlich selbstverständlich sein sollte und eine der Hauptaufgaben der Netzbetreiber ist. Bei Netflix dürfte das kein Problem sein, die Finanzbasis im Hintergrund ist stark genug. Aber ein neues Unternehmen oder ein neues Produkt werden es zukünftig schwer haben. Hätten sich Entwicklungen wie Videostreaming oder Smartwatches ohne Netzneutralität so weit entwickelt? Wahrscheinlich eher nicht …

Spam: Telefonrechnung NTTCable‏

Rechnungsspam, ausnahmsweise mal nicht von der Telekom.

Ihre Kundennummer: 858769

Sehr geehrter Geschäftspartner,

anbei erhalten Sie die NTTCable-Telefonrechnung für den Leistungsmonat November 2014,
Telefonrechnung NTTCable November 2014.

Hinweise zum Format und der digitalen Signatur:

Ihre Rechnung ist im PDF-Format erstellt und mit einer digitalen Signatur versehen.
Somit erfüllt Ihre Rechnung alle Anforderungen des Signaturgesetzes.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Rechnung?

Dann rufen Sie uns an. Unser Customer-Care-Team steht Ihnen telefonisch jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Telefongesellschaft
______________________________________________
NTTCable Gruppe
Telefongesellschaft der Deutschen Industrie.

Escher Str. 19
D – 65510 Idstein
Tel: +49 0 6126 – 9 98 76 – 0
Fax:+49 0 6126 – 9 98 76 – 54
EMail: info@nttcable.de
Web: www.nttcable.de

NTTCable Europe S.A.
Registriert in Luxemburg Handelsregisternummer: B 160348
NTTCable Deutschland KG
Geschäftsführender Gesellschafter: Michael Gros
Registriert in Wiesbaden HRA 9407
NTTCable Service KG
Geschäftsführender Gesellschafter: Michael Gros
Registriert in Wiesbaden HRA 9404

Spam: Ihre Telekom Rechnung für November 2014

Gerade angebliche Telekom-Rechnungen sind immer sehr beliebt, um Malware zu streuen. Und so ist auch aktuell eine falsche November 2014 Telekom Rechnung unterwegs, die auf den ersten Blick den ein oder anderen verleiten könnte, die “PDF” Datei aufzurufen.

Ihre Rechnung für November 2014

Guten Tag,

mit dieser E-Mail erhalten Sie Ihre aktuelle Rechnung. Die Gesamtsumme im Monat November 2014 beträgt: 392,83 Euro.

Wir bitten Sie, die Rechnung zu begleichen. Details zur Ihre Rechnung können Sie hier ansehen:

Ihre detaillierte Rechnung für November 2014, 66391_000_OP_333552_L9788.pdf.

Diese E-Mail wurde automatisch erzeugt. Bitte antworten Sie nicht dieser Absenderadresse. Bei Fragen zu RechnungOnline nutzen Sie unser Kontaktformular.
Kundenservice Rechnungonline Telekom
Eintrag: Amtsgericht Bonn, HRB 59 19, Sitz der Gesellschaft Bonn
USt-Id.Nr.: DE 382613680427
WEEE-Reg.-Nr.: 416539430931

 

Liebe Telekom, der kleine einsame EDGE Balken möchte bitte Verstärkung haben

telekom-edge

Nach wie vor bin viel mit dem Zug zwischen Köln und Bonn unterwegs. Und schon im Jahr 2011 habe ich meinen Unmut darüber geäußert, dass es auf dieser Strecke nur ein sehr unzureichendes Datennetz gibt…

Nun könnte man meinen, dass “das beste Netz” (Telekom Eigenwerbung) in den letzten drei Jahren auch besser geworden ist – nichts da. Sicher, es gibt kleine LTE Inselchen, aber auf großen Teilen der Strecke ist man schon fast froh, wenn man zumindest den kleinen einsamen EDGE Balken sieht. Getestet habe ich das übrigens mit verschiedenen Endgeräten (darunter Lumia 920, Samsung Galaxy S4) – war beidemale gleich schlecht.

Wir sprechen hier auch nicht über eine Bahnstrecke im menschenleeren Niemandsland sondern über die stark frequentierte Hauptverbindung zwischen einer Millionenstadt und einer Großstadt, zwischen denen zudem zahlreiche nicht ganz so kleine Ortschaften (Brühl, Hürth, Bornheim) liegen.

Liebe Telekom, wir schreiben das Jahr 2014. Es kann doch nicht sein, dass Dein “bestes Netz” in den letzten drei Jahren nicht wirklich besser geworden ist? Der kleine einsame EDGE Balken fühlt sich jedenfalls überfordert und würde gerne Verstärkung haben…

Wandel erkennen und als Chance begreifen

Können Sie sich noch an ISDN Karten erinnern? Die waren noch vor 15 Jahren ziemlich wichtig, um ins Internet zu kommen. Mit 64kbit/sekunde, mit Kanalbündelung sogar 128kbit. Und da das für manche Anwendungen, wie z.B. die Datenübertragung zwischen Agenturen und Druckereien, zu wenig war, gab es proprietäre Lösungen, mit denen man bis zu 32 ISDN Kanäle bündeln konnte.

Gleichzeitig baute die Telekom zu dieser Zeit die ersten ADSL Netze auf. Im Gespräch mit dem Inhaber des damals führenden Hersteller professionelle ISDN Karten fragte ich, ob er nicht Sorge habe, dass sein Markt in wenigen Jahren durch DSL und Co. verdrängt würde. Weiter sponn ich, dass ja sogar TV Programme über IP Netze gestreamt werden könnten. Er meinte, das würden wir wohl nicht mehr erleben.

In den nächsten Jahren nahm T-DSL Fahrt auf, die Telekom begann 2006 mit dem Aufbau der VDSL Netze und 2007 meldete der besagte führende Hersteller von ISDN Karten für professionelle Anwendungen Insolvenz an. Inzwischen heißt Fernsehen bei mir Netflix.

Warum ich das schreibe? Gerade in der heutigen Zeit verändern sich Märkte schneller, als es viele Protagonisten wahrhaben wollen. Statt den Wandel für sich zu nutzen, stemmen sie sich mit aller Macht gegen das unvermeidliche – mit oft fatalen Folgen.

Das Problem ist freilich nicht neu…

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