Mein Abendessen: Riesensteak mit Zucchino

Frisch vom Grill: ein 500g Rib-Eye Steak, vorher in Pfeffer und Olivenöl eingelegt, und dazu einen mit Kräutersalz gewürzten längs geviertelten Zucchino.

Restaurantbericht: The Ash in Troisdorf Spich

Steakhäuser gibt es derzeit sehr viele. Und gab es früher nur Rumpsteak, Hüftsteak, Filet und vielleicht noch Rib Eye, ist das Spektrum verfügbarer Fleischzuschnitte inzwischen viel größer geworden.

So ist es auch bei “The Ash” in Troisdorf Spich, nahe bei Bonn. Neben den besagten Klassikern gibt es diverse Cuts wie Tri-Trip (Bürgermeisterstück), das inzwischen allseits beliebte Flank Steak oder Chuck-Eye Roll (siehe Bild oben). Einen Überblick kann man sich auf der Karte verschaffen, die es auch online gibt. Und auch sonst hat die Karte einiges zu bieten, insbesondere eine große Zahl an Beilagen zum Steak, aber auch Salate, Fischgerichte und auch Burger.

Online neugierig geworden, machten wir uns also auf den Weg nach Troisdorf, wo das Ash nahe der A59 Ausfahrt Spich gelegen ist. Parkplätze gibt es hinreichend. Schon von Außen wirkt das Restaurant imposant, aber auch einladend.

Innen angekommen, wird man zum Tisch geführt und fühlt sich in dem hohen großen Raum gleich wohl. Verblüffenderweise ist es – wohl dank viel verbauten Holzes – nicht zu laut. Zudem sitzt man sehr großzügig und muss keine Angst haben, beim Schneiden seinen Nachbarn anzustoßen. Und egal, ob mal zu zweit oder mit einer größeren Gruppe unterwegs ist, sollte man den passenden Platz finden können – es gibt sogar eine Terrasse.

Schön ist auch die Auswahl an Getränken, so gibt es viele Cocktails, die man auch an der Bar einnehmen kann, eine solide Auswahl an Weinen und vergleichsweise viele und gute Biere, was ja sonst oft Mangelware ist. Erfreulich auch: die Getränkepreise sind alles andere als überzogen.

Der Service war an diesem Abend – trotz fast voll besetzten Restaurants – schnell und freundlich, die Getränke kamen schnell und waren richtig gut temperiert.

Beim Essen hatten wir zwei mal Burger – Redneck und The Wharf (mit Lachs, Bild unten) – die vollends überzeugen konnten, ebenso wie das Club Sandwich. Sehr gute Qualität zum vergleichsweise günstigen Preis. Auch die Pommes Frites, normal und aus Süßkartoffeln, konnten überzeugen.

Leider nicht ganz so überzeugen konnte das Steak, wobei ich mich bewusst für das US Chuck-Eye-Roll Steak entschieden habe. Das ist ein Nackensteak aus dem Zungenstück, das also von Hause aus etwas durchwachsener ist. Dieses isst man deswegen am besten Medium Rare. Die Kunst beim Grillen eines solchen Stücks ist es, das Fett zart schmelzen zu lassen und den Rest tatsächlich Medium zu lassen.

Dies ist leider nicht ganz gelungen. Das Fleisch war geschmacklich sehr gut, das Fett geschmolzen – der Rest aber leider auch zu sehr durch – und das ist angesichts des dafür aufgerufenen Preises etwas enttäuschend. Ob ich es bei meinem nächsten Besuch wagen würde, einen der wirklich außergewöhnlichen Cuts wie z.B. das Tomahawk Steak zu bestellen, wage ich daher zu bezweifeln.

Dennoch – im großen und ganzen konnte mich The Ash überzeugen, was Ambiente, Service, Getränke und Burger angeht. Und wenn es dann auch mit der Zubereitung der Steaks klappen sollte, ist es eine uneingeschränkte Empfehlung.

Mehr Infos

The Ash Steakhouse
Luxemburger Straße
53842 Troisdorf – Spich

Telefon 02241 – 87 82 544

Mein Abendessen: Steak mit Kartoffel und Tomate

Das passt eigentlich immer: Ein Rindersteak, dazu Grilltomate und eine Kartoffel. Das Steak kommt vom Gasgrill und wurde vorher mit einem Rub behandelt.

Die Kartoffeln kamen mit grobem Meersalz, italienischen Kräutern und etwas Olivenöl bei 180° für ca. 45 Minuten in einer Auflaufform in den Backofen, nach 10 Minuten habe ich die Tomaten dazugelegt.

10 Dinge, die man in Bonn gegessen haben sollte – Vorschläge von Severin

Bonn ist ziemlich international – und daher gibt es hier eigentlich alles zum Essen, was das Herz begehrt. Hier ist ein Mix aus Dingen, die es nur in Bonn gibt, die typisch rheinisch sind oder internationales, was in Bonn aber besonders gut schmeckt:

  1. Original rheinischer Sauerbraten vom Pferd, den viele Gasthäuser anbieten, wenn im jeweiligen Ortsteil gerade Kirmes ist – z.B. bei der Scharfen Ecke in Bonn Röttgen. Ganzjährig vorgekocht erhältlich ist der rheinische Klassiker bei der Metzgerei Schmitz in Endenich.
  2. Baumkuchen im Café Müller-Langhardt am Marktplatz.
  3. Große Mezze Platte in der Phönicia Lounge in Bonn-Poppelsdorf. Libanesische Köstlichkeiten, die man am besten an einem Sommertag auf der Terrasse genießt.
  4. Ein 500g Filetsteak im El-Tarascon in Bonn – weit und breit dürften Sie kein besseres finden.
  5. Döner oder Falafel beim Uni Grill (Am Neutor) und sich nochmal wie ein Student fühlen.
  6. Sushi in der Sushi Bar im Kaufhof, hier noch sehr nah am japanischen Original und in hoher Qualität.
  7. Ein Eis im Eislabor (Maxstraße, Friedrichstraße).
  8. Bonner – das sind Berliner, die mit Eierlikör gefüllt sind. Gibt es – besonders zur Karnevalszeit – in vielen Bäckereien.
  9. Halve Hahn (Holländer mit Röggelchen und Zwiebeln) – gibt’s in fast jedem Brauhaus, z.B. im Bönnsch wo man dann auch ein Bönnsch trinken kann.
  10. Mettbrötchen mit Zwiebeln (Bild). Gibt es in fast jedem Brauhaus und bei vielen Bäckern. Der rheinische Klassiker.

Mein Abendessen: Steak mit gegrilltem Salat

Mal wieder etwas neues aus der Reihe “Mein Abendessen” – ein Hüftsteak mit gegrilltem Salat.

Zum Steak muss ich nicht viel sagen – während des Grillens mit einigen Tropfen Zitronensaft und einer Prise Rauchsalz gewürzt und Englisch bis Blue gegart.

Derweil in der Gemüspefanne auf den Grill einige Blättchen Salbei kross werden lassen, dann halbierte Salatherzen dazugeben, mit etwas Zitronensaft und Kräutersalz würzen und bei niedriger direkter Hitze von beiden Seiten etwas grillen, bis sie leicht angebräunt und weich sind.

Steak und Salat zusammen servieren. Dazu passen ein nicht zu schwerer Rotwein, ein kräftigerer Rosé oder ein Bier.

Rezept: Vodka Tagliata

Eine skandinavisch angehauchte Variante eines an sich italienischen Rezepts.

Für vier Personen:

  • 2 Rindersteaks zu je 500g, am besten Filet
  • Vodka (ca. 0,2l)
  • zwei Bund Dill
  • 400ml Rinderfond
  • Butter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die Steaks mit Vodka, zwei Dillstangen und einigen Pfefferkörnern mindestens 24 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Den Rinderfond auf 200ml einköcheln lassen. Dann die Marinade der Steaks zum Rinderfond geben und weiter köcheln lassen.

Die Steaks in etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne von jeder Seite ca. 3-4 Minuten anbraten, herausnehmen und in Alufolie warm halten. Den Fond in die Pfanne geben und bei hoher Temperatur einkochen lassen. Mit Butter die Sauce binden.

Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit etwas Dill auf einer Platte anrichten. Nach Wahl die Sauce direkt darüber geben oder in einer Sauciere dazu servieren.

Tipp: Wenn Sie Gäste haben, die das Fleisch eher durch mögen, können Sie deren Scheiben nochmals kurz in der Pfanne anbraten.

Dazu schmeckt Baguette.

Rezept: Steak mit Rotwein-Jus, Zwiebelringen, Knoblauch-Kohl und Kräuter-Kartoffeln

Rezept

Dieses Rezept ist Bestandteil des Ernährungsplans der Sirtfood Diät nach Goggins und Matten.

Für eine Person:

  • 100g Kartoffeln; geschält und in 2cm dicke Scheiben geschnitten
  • 1 Esslöffel extra vergines Olivenöl
  • 5g Petersilie, fein gehackt
  • 50g rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 50g Grünkohl, grob gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • ca. 140 Rinderfilet (3,5cm dick) oder 2cm dickes Sirloin Steak
  • 40ml Rotwein
  • 150ml Rinderbrühe
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Maismehl, aufgelöst in einem Esslöffel Wasser

Den Ofen auf 220° C vorheizen.

Die Kartoffelscheiben ca. 5 Minuten in Salzwasser kochen, dann in eine kleine Auflaufform geben und mit 1 Teelöffel Öl vermischen. Für ca. 40 Minuten in den Backofen geben und nach 20 Minuten wenden. Danach mit der Petersilie bestreuen und servieren.

Währenddessen gibt es aber einiges zu tun.

Die Zwiebelringe in 1 Teelöffel Öl für ca. 6 Minuten anbraten, warm stellen.

Grünkohl drei Minuten kochen, dann gut abtropfen lassen. Knoblauch in einem halben Teelöffel Öl anschwitzen, den Kohl für zwei Minuten zugeben und unter Rühren weiter garen.

Eine ofenfeste Pfanne erhitzen, Rindfleisch in 1/2 Teelöffel Öl wenden und bei mittlerer Hitze wie gewünscht garen. Steak aus der Pfanne heben und in Alufolie warm stellen.

Wein in die Pfanne geben, erhitzen und ca. zur Hälfte reduzieren. Tomatenmark, Maismehl (s.o.; alternativ Stärke) sowie Rinderbrühe zugeben und zur gewünschten Konsistenz einkochen. Eventuell austretenden Fleischaft zugeben.

Das Fleisch mit der Sauce, Kartoffeln, Zwiebeln und dem Grünkohl servieren.

Tipps zum Braten von Rindfleisch nach Goggins und Matten:

Um das Steak auf den gewünschten

3,5cm Filetsteak:

Blue: je Seite 1,5 Minuten
Englisch: je Seite 2,25 Minuten
Medium-Rare: je Seite 3,25 Minuten
Medium: je Seite 4,5 Minuten

2cm Sirloin-Steak

Blue: je Seite 1 Minuten
Englisch: je Seite 1,5 Minuten
Medium-Rare: je Seite 2 Minuten
Medium: je Seite 2,25 Minuten

Liste: Steakhäuser in Bonn

Hier entsteht eine Liste mit Steakhäusern in Bonn und unmittelbarer Umgebung.

Steakäuser

  • Abacco’s Bonn
    Hier gart man sich seine Steaks auf dem heißen Stein selbst auf den gewünschten Punkt. Modernes schönes Steakhaus am Bonner Bogen, über das ich hier mehr geschrieben habe.
  • Alte Schmiede
    Gemütliches Steakhaus in Bonn Mehlem. Klassische argentinische Cuts.
    (Mainzer Straße 173, 53179 Bonn, alteschmiedebonn.de)
  • El Tarascon
    Das El Tarascon ist das Urgestein unter den Bonner Steakhäusern – und für viele auch das beste. Eine ausführlichere Bewertung habe ich hier geschrieben, dort sind auch weitere Infos zu finden. Gut gelegen in Bonn Poppelsdorf.
  • El Toro Perdido
    Steakhaus in Plittersdorf eröffnet. Man sitzt sehr schön im historischen Ambiente. Leider kann der Service nicht immer überzeugen. Die Fleischqualität ist gut, die Beilagen könnten teilweise zuverlässiger zubereitet sein.
    (Turmstraße 13, 53175 Bonn)
  • House of Steaks
    Das House of Steaks findet man in Bonn Bad-Godesberg. Leider etwas in die Jahre gekommen.
    (Koblenzer Str. 5, 53177 Bonn)
  • The Ash Steakhouse
    Vor den Toren Bonns in Troisdorf Spich. Sehr schönes Ambiente und eine große Auswahl an Cuts. Mehr dazu hier.
    (Luxemburger Straße, 53842 Troisdorf – Spich)

Andere Restaurants in Bonn, die gute Steaks anbieten

Zugegeben, in fast jedem Restaurant oder Gasthaus gibt es Steak auf der Karte. Hier wollen wir Restaurants listen, bei denen es besonders gute Steaks und interessante Fleischzuschnitte gibt.

Geschlossen

Diese Steakhäuser sind inzwischen geschlossen.

  • Maredo (geschlossen)
    Direkt in der Bonner Innenstadt nahe am Bonner Münster. Das Maredo ist zwar eine Kette, liefert aber solide Qualität. Gutes Salatbuffet, günstige Mittagsangebote.
    (Wesselstraße 5, Bonn Zentrum)

Dieser Artikel ist in Arbeit.

Stand: 20. Februar 2017

Die Henkersmahlzeit

letzte-mahlzeit

Hintergrund und Geschichte

In den meisten Kulturen war es Brauch, den zu Tode verurteilten einen letzten Wunsch in Form einer letzten Mahlzeit zu erfüllen. Und auch in den meisten Staaten der Welt, die noch die Todesstrafe vollstrecken, hat sich dieser Brauch gehalten.

Es gibt viele Versuche, diesen Brauch zu erklären und zu begründen. Meist wird angeführt, dass diese letzte Mahlzeit eine Form der Annahme des Urteils durch den Verurteilten sei und somit eine Versöhnung zwischen Gesellschaft und Täter erfolge. In ähnlichem Zusammenhang ist es zu sehen, dass in vielen Staaten der USA der Gefängnisdirektor die letzte Mahlzeit gemeinsam mit dem Todeskandidaten einnimmt.

Zurückverfolgen lässt sich das Ritual der Henkersmahlzeit in Europa bis mindestens ins 14. Jahrhundert. Aber auch schon im alten Ägypten oder Persien wurde den Todgeweihten jeder kulinarische Wunsch erfüllt.

Inzwischen ist die Tendenz in Teilen der USA eine andere. Texas hat ihn ganz abgeschafft, in den gesamten USA sind seit 1976 Alkohol und Zigaretten verboten, in Florida darf die letzte Mahlzeit nicht mehr als 40 US$ kosten, in Oklahoma gar nur 15 US$.

Die meisten Todeskandidaten in den USA wünschen sich Burger, Steaks, Pizza und frittierte Speisen. Aber es gibt auch Ausnahmen… einige Klassiker und Ausnahmen – nicht nur aus den USA – habe ich im nächsten Abschnitt zusammengefasst. Die Fälle sind chronologisch sortiert.

Einige ausgesuchte Henkersmahlzeiten

  • Susanna Margaretha Brandt, hingerichtet am 14. Januar 1772 in Frankfurt am Main; die Kindsmörderin diente Goethe als Vorlage für die Gretchentragödie: ein Glas Wasser. Das angebotene Essen – Gerstensuppe, Blaukraut, Bratwurst, Rindfleisch, Karpfen, Kalbsbraten, Konfekt, Brot, Wein – lehnte sie ab. Dies galt als schlechtes Zeichen, da sie ja so die Versöhnung ablehnte (s.o.).
  • Karl Ludwig Sand, Mörder von August von Kotzebue, hingerichtet mit dem Schwert am 20. Mai 1820 in Mannheim: Mehlsuppe
  • Charles Peace, Serienmörder, hingerichtet durch den Strang am 25. Februar 1879: Eier mit Speck (Frühstück).
  • Fritz Haarmann, Serienmörder aus Hannover, geköpft 1925: eine Zigarre und eine Tasse brasilianischen Kaffees.
  • Peter Kürten, Serienmörder und Vergewaltiger (Der Vampir von Düsseldorf), hingerichtet mit dem Fallbeil am 2. Juli 1931 in Köln: Wiener Schnitzel, frittierte Kartoffeln, eine Flasche Weißwein. Er bat um einen Nachschlag, der ihm gewährt wurde.
  • Hans Frank, Wilhelm Frick, Alfred Jodl, Ernst Kaltenbrunner, Wilhelm Keitel, Joachim von Ribbentrop, Alfred Rosenberg, Julius Streicher, Fritz Sauckel, Arthur Seyß-Inquart, allesamt verurteilt bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen und am 16. Oktober 1946 durch den Strang hingerichtet: Würstchen mit Kartoffelsalat. Der verurteilte Herman Göring hat sich der Hinrichtung nach der Mahlzeit durch Selbstmord mittels einer Zyankali-Kapsel entzogen.
  • Raymond Fernandez, Serienmörder, hingerichtet auf dem elektrischen Stuhl in New York am 15. März 1951: Zwiebel-Omelette, Pommes Frites, Schokolade und eine kubanische Zigarre.
  • Joseph “Mad Dog” Taborsky, Mörder, hingerichtet auf dem elektrischen Stuhl am 17. Mai 1960 in Connecticut: Banen Split, Kirschlimo, Kaffee mit Sahne und Zucker und eine Packung Zigaretten.
  • Adolf Eichman Organisator des Holocaust, gehängt am 1. Juni 1962 in Israel: er wählte die normale Kost im Gefängnis (Brot, Oliven, Käse). Er wünschte sich aber eine Flasche trockenen israelischen Rotwein (Carmel) dazu, die er zur Hälfte austrank.
  • Arthur Lucas, Mörder, gehängt am 11. Dezember 1962 in Toronto und einer der beiden letzten Hingerichteten in Kanada. Er wählte Steak, Kartoffeln, Gemüse und Kuchen. Der mit ihm gleichzeitig gehängte Ronald Turpin (Polizistenmord) entschied sich für das gleiche Gericht.
  • Victor Feguer, Mörder, gehängt am 15. März 1963 in Iowa: eine einzelne Olive mit Stein.
  • Ted Bundy, mehrfacher Mörder und Vergewaltiger,  hingerichtet am 24. Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl: Er lehnte eine besondere Mahlzeit ab und bekam Steak , Eier, Hash Browns, Toast mit Butter und Konfitüre, Milch und Orangensaft.
  • John Wayne Gacy, Mörder und Vergewaltiger, hingerichtet mit der Giftspritze am 10. Mai 1994:  12 frittierte Crevetten, ein Bucket Kentucky Fried Chicken, Pommes Frites, 450g Erdbeeren.
  • Thomas J. Grasso, Mörder, hingerichtet mit einer Giftspritze am 20. März 1995 in Oklahoma: zwei dutzend Muscheln, zwei dutzend Krabben, ein doppelter Cheeseburger von Burger King, ein halbes Dutzend Barbecued Spare Ribs, zwei Erdbeer-Milkshakes, ein halber Kürbiskuchen mit Schlagsahne und Erdbeeren sowie eine große Dose Spaghetti mit Fleischbällchen (bei Raumtemperatur serviert).
  • Leo Echegaray, Vergewaltigung seiner 10 Jahre alten Stieftochter, 5. Februar 1999 durch eine Giftspritze in den Philippinen hingerichtet: Sardinen und Trockenfisch, die er sich mit seinen Verwandten teilte.
  • Joseph Mitchell Parsons, hingerichtet in Utah mit einer Spritze am 15. Oktober 1999 wegen Mordes: drei Burger King Whopper, zwei große Fritten, Schoko-Shake, Schoko Eis und eine Packung Hubba Bubba, die er sich mit seinem Bruder und Cousin teilte.
  • Timothy McVeigh, Terrorist (Bombenanschlag mit 168 Toten), mit einer Injektion am 11. Juni 2001 in Indiana hingerichtet: 2 Pint (ca. 1,1l) Minzeis mit Schokostückchen (siehe Bild).
  • Ma Qingxiu, Drogendelikte, getötet bei einer Massenhinrichtung in China am 25. Juni 2003: Reisnudeln in Schweinefleischbrühe, Obsttasche.
  • Ernest Carter, Raubmord, 17. Dezember 2003 in Oklahoma, Pfannenpizza, 7-Up und ein Stück Käse-Kirschkuchen
  • Saddam Hussein, irakischer Diktator, gehängt 2006: verzichtete auf die Henkersmahlzeit (Reis und Huhn) sowie die angebotene Zigarette.
  • Kenneth Biros, hingerichtet am 8. Dezember 2009 in Ohio: Pizza, Zwiebelringe, frittierte Pilze, Chips mit Zwiebeldipp, Kirschkuchen, Blaubeereis, Dr. Pepper.
  • Erik Wrinkles, hingerichtet am 11. Dezember 2009 in Indiana: Rinderbraten, Ofenkartoffel, Kotelett, Steak House Fritten, zwei Salate mit Ranch Dressing, Brötchen.
  • Lawrence Russell Brewer, Mörder, hingerichtet am 21. September 2011 in Texas: zwei frittierte Hähnchenteile in Zwiebelsauce, einen dreifachen Bacon Cheeseburger, eine große Schüssel frittierte Okra Schoten mit Ketchup, ein Käse Omelette mit Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Jalapeños, ein Pfund Barbecue Fleisch, drei Fajitas, eine Meat Lover’s Pizza, ein Pint Eis (ca 600ml) und Erdnussbutter-Fudge mit Erdnussstückchen. Da er davon dann nichts anrührte, schaffte der Gouverneur von Texas die besondere Henkersmahlzeit ab.
  • Gary Carl Simmons Jr., Mord, hingerichtet am 20. Juni 2012 in Mississippi durch eine Giftspritze: Eine Pizza Hut medium “Super Supreme Deep Dish” Pizza mit doppelt Pilzen, Zwiebeln, Jalapeño, Pepperoni. Eine weitere Pizza mit drei Käsesorten, Oliven, Paprika, Tomate, Knoblauch und italienischer Wurst. Zudem 10 Beutel Parmesan, 10 Portionen Ranch Dressing, eine Familienpackung Doritos Nachos mit Käse Geschmack, 224g Jalapeño Nacho Cheese, 122g Jalapeños, 2 große Erdbeershakes, zwei 0,6l Cherry Coke, eine Super-Size Portion McDonald’s Fritten mit extra Ketchup and Mayonnaise und zum Nachtisch knapp 1l Erdbeereis. Er hat angeblich die Hälfte seiner Henkersmahlzeit gegessen.
  • Andrew Chan, Drogenschmuggel, durch ein Erschießungskommando am 29. April 2015 in Indonesien erschossen: verschiedene Gerichte von Kentucky Fried Chicken. Myuran Sukumaran wurde gleichzeitig hingerichtet und wählte auch die gleiche Mahlzeit.
  • Edmund Zagorski, wegen zweifachen Mordes auf dem elektrischen Stuhl in Tennessee hingerichtet am 1. November 2018: eingelegte Schweineschwänze und Haxe.
  • Donnie Edward Johnson, wegen Mordes am 16. Mai 2019 mit Giftspritze in Tennessee hingerichtet: Verzichtete auf eine Henkersmahlzeit. Stattdessen sollten Essen für Obdachlose gespendet werden, wozu er auch öffentlich aufrief.
  • Im Film “The Green Mile” wünscht sich der unschuldig zum Tode verurteilte John Coffey Hackbraten, Maisbrot, Stampfkartoffeln mit Sauce, Okra and Pfirsich Cobbler (mit Teig überbackener Pfirsich).

Weitere Links zum Thema

Übrigens, die Liste mit den Henkersmahlzeiten werde ich fortlaufend ergänzen.

El Gaucho in Köln

Im El Gaucho in Köln war ich früher recht oft und hielt es damals für eines der besten argentinischen Steakrestaurants in Deutschland und verbinde viele gute Erinnerungen damit.

Über 10 Jahre war ich nicht mehr da – und als wir vor einigen Tagen mit meiner Familie in der Nähe war, entschlossen wir uns spontan zu einem Besuch, wobei wir wenig Hoffnung hatten, am Freitagsabend um 20:30 einen Platz zu bekommen… Runter in den Keller, gefragt und Überraschung: “Warten Sie fünf Minuten an der Theke, dann haben wir einen Platz für Sie.” Und so war es dann auch. Leider, um es direkt zu sagen.

Verändert hat sich in den letzten 10 Jahren nicht viel: viel Holz, viele Bilder mit prominenten Gästen an den Wänden, gemütlich. Renoviert wurde in der Zeit aber auch nicht.

Auf der Karte fällt zunächst auf, dass es gar keine Kinderportionen gibt – na gut, teilen sich die beiden eben ein 300g Steak. Meine Frau wollte vorab eine Suppe, die aber leider “schon aus” war. Gut, stattdessen ein Shrimps-Cocktail. Ich konzentriere mich ganz aufs Fleisch und dazu eine Folienkartoffel.

Vorher bestellen wir für alle Knoblauchbrot. Dass entpuppt sich als eine Art kalte Kräutercracker, die wenigstens den Kindern schmecken: “Darf ich noch einen von den Keksen haben?”

Der Shrimpscocktail ist recht gut, vielleicht zu viel Sauce, aber jedenfalls auch genug Shrimps. Besonders freute ich mich aufs Fleisch, hatte ich doch das Filetsteak mit Kräutern dort als eines der besten Steaks meines Lebens in Erinnerung.

Nein, entweder hatte ich vor 10 Jahren sehr niedrige Ansprüche oder das El-Gaucho hat in den letzten Jahren einfach sehr abgebaut. Ich gehe von letzterem aus. Die Trockenkräuter auf dem lieblos gegrillten Filetsteak kommen aus der Streudose (so wie auch die Trockenzwiebeln). Die Fleischqualität ist ok, aber in der Pfanne zuhause kriegt es auch ein leidlich geübter Koch mindestens so gut hin. Bei den Rumpsteaks stimmt nicht mal die Qualität – einfach nur sehnig und mehr Fettrand als sonst bei diesem Zuschnitt üblich. Einfach nur schade ums Geld.

Gleiches gilt für die Beilagen: Pommes Frites fettig und kalt, Folienkartoffel mehlig und ebenfalls kalt. Überhaupt hätte ich mehr Auswahl an Beilagen gewünscht, besonders Gemüse.

Positiv hervorzuheben: der Service ist freundlich (wenn auch unorganisiert), der offene Rotwein schmeckt ordentlich. Das war es dann aber schon.

Das El Gaucho scheint nur noch von seinem Ruf zu leben.

Wer wirklich gute Steaks essen möchte sollte lieber nach Bonn fahren und das El Tarascon besuchen, das zwar etwas teurer aber dafür auch deutlich besser ist – in jeder Hinsicht.