10 Fakten über Blondi

  1. Blondi war die Schäferhündin Adolf Hitlers.
  2. Das Tier wurde 1934 geboren und stammte aus einem Wurf der Schäferhündin von Gerdy Trost, einer bekannten Architektin.
  3. Das Führerbegleitkommando schenkte Hitler den Hund, nachdem Hitlers vorheriger Schäferhund gestorben war und er sich keinen neuen anschaffen wollte.
  4. „Hitler hatte das größte Vergnügen, wenn Blondi wieder ein paar Zentimeter höher springen konnte…und er behauptete, die Beschäftigung mit seinem Hund sei seine beste Entspannung.“ (Traudl Junge, Erinnerungen).
  5. Blondi war ein beliebtes Element der NS Propaganda und sollte eine sympathische Seite Hitlers zeigen.
  6. Auch in der Bevölkerung wurden durch Blondi Schäferhunde sehr beliebt. Sie wurden oft als „germanische Urhunde“ bezeichnet.
  7. Einer ihrer Nachkommen, Wolf, lebte ebenfalls im Führerbunker. Hitler verschenkte oft Hunde aus ihren Würfen an verdiente Schergen.
  8. Blondi starb wie Hitler am 30.04.1945. An ihr wurden die Blausäurekapseln getestet, mit denen sich Hitler später selbst richtete.
  9. In „Der Untergang“ wird die Rolle Blondis stark thematisiert. Auch in einer Folge der Simpsons (Auf den Hund gekommen, Die Simpsons Season 3) lebt Blondi zusammen mit Nixons Hund in der Hundehölle. Weitere Auftritte Blondis gibt es in zahlreichen anderen Werken: Michael Degen macht Blondi zum Ich-Erzähler seines Romans Blondi (2002), die Band Blondie nannte sich 1997 bei der Mitwirkung an einem Iggy-Pop-Tributealbum in Anspielung auf die Ähnlichkeit des Bandnamens „Adolph’s Dog; Im satirischen Spielfilm „Mein Führer“ (2007) hat ein Schäferhund in der Rolle als Blondi einige überwiegend komische Szenen und im „Roman der Junge auf dem Berg“ (2015) des irischen Schriftstellers John Boyne verbringt die Hauptfigur Pierrot viel Zeit mit Blondi auf dem Berghof, teilweise auch mit Adolf Hitler zusammen. Günter Grass’ Roman „Hundejahre“ (1963) handelt ebenfalls von einem Schäferhund Hitlers; dieser Hund ist allerdings nicht die Hündin Blondi, sondern ein Rüde namens Prinz.
  10. Immer wieder wird spekuliert, ob es noch Nachkommen von Blondi gibt. Gesichert ist, dass Blondi Ende März oder Anfang April 1945 fünf Welpen von Harras, dem Schäferhund Gerdy Troosts, bekam. Einen davon nannte Hitler „Wulf“. Nach Hitlers und Eva Brauns Suizid am 30. April 1945 soll Hitlers Hundeführer Fritz Tornow die Welpen im Garten des Bunkerkomplexes erschossen haben, gefunden wurden aber nur die Überreste von Blondi und Wulf. So bleibt Raum für Gerüchte.

Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F051673-0059 / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons